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Privatnutzung von beruflich erflogenen Bonusmeilen untersagt

Das Bundesarbeitsgericht hat heute bekanntgegeben, dass es nicht erlaubt ist, Vielfliegerangebote wie das Miles&More-Programm der Lufthansa privat zu nutzen, wenn die Flugstrecken durch Dienstreisen zustande gekommen sind.

Diese Bonusmeilen, die ja aus beruflichen Flügen stammten, seien vielmehr Eigentum des Arbeitgebers und dürften mithin nicht privat verflogen werden. Geklagt hatte ein Verkaufsleiter, der 350.000 Bonuspunkte im Wert von 9.700 Euro angehäuft hatte.


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WebReporter: snickerman
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Bonus
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.04.2006 15:35 Uhr von kwikkwok
 
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Was sonst? Wer zahlt denn Dienstreisen? Eben.

Klar, unsere sauberen Spesenritter, die noch bei jedem Hotel-Checkout die Empfangsmitarbeiter zum Fälschen der Rechnung (sämtliche Leitungen als Logis auszuweisen) nötigen wollen, die trifft das jetzt hart. Mir kommen die Tränen.
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11.04.2006 15:57 Uhr von HolyLord99
 
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Interessant: wäre, ob es dem Arbeitgeber erlaubt ist, diese Bonusmeilen zu "verschenken"
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11.04.2006 16:13 Uhr von carry-
 
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stimmt so nicht: im 1. absatz de quelle steht, dass es (nur) erlaubt ist die meilen privat zu nutzen, wenn der arbeitgeber dies ausdrücklich erlaubt. d. h. von "nicht dürfen" oder "nicht erlaubt" kann keine rede sein.
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11.04.2006 16:23 Uhr von Schwertträger
 
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Wobei es dann wahrscheinlich erforderlich wird, die Bonusflüge als geldwerten Vorteil zu versteuern, wie bei privat genutzten Dienstwagen auch.

Ob Arbeitgeber angesichts des bearbeitungstechnischen Mehraufwands die Meilen dann noch verschenken, ist fraglich.
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11.04.2006 20:34 Uhr von _Kim_
 
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ein Drama
wenn es mal endlich möglich wäre als Unternehmen oder Bundesbehörde Milen zu sammeln, dann hätte das Drama um diese privat/dienstliche Milengeschichte endlich mal ein Ende.
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12.04.2006 08:12 Uhr von killozap
 
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Ein ehemaliger Kollege von mir: hat sich vor jeder Geschäftsreise stundenlang bemüht, um einen Flug mit der Lufthansa zu kriegen, hat also den Arbeitgeber meist beschissen, und dies nur, um Meilen zu bekommen. Auch wurde das Handy irgendwie für das Bonusprogramm angemeldet und jedes Gespräch mit dem Firmen-Handy erhöhte das Bonuskonto. Natürlich wurde dann nur noch mit dem handy telefoniert.
Ich finde die Lösung gut, der Chef muss zustimmen, wenn die Meilen privat genutzt werden sollen.
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12.04.2006 09:57 Uhr von wewuma
 
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Hallo ?????? Wieso wird darüber gestritten? Wer eine Dienstreise macht, dessen Fahrtkosten werden vom Arbeitgeber bezahlt!
Und wenn darqaus Bonusmeilen entstehen, dann gehören die doch glasklar dem AG und sonst niemand!!!
Was ist denn das für ein Rechtsgefühl, wenn darüber sogar bis zum Bundesgerichtshof gestritten wird.
Ohne den Job hätte der Arbeitnehmer diese Meilen doch vermutlich nie erfliegen können!
Und wenn der AG die dem AN schenkt, dann ist das ein "geldwerter Vorteil" - klingt zwar blöd ist aber so!
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12.04.2006 11:05 Uhr von kadewe
 
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Dienstreisende? Ich habe so den Eindruck, dass die meisten hier mitlesenden nicht viel für Ihre Firmen unterwegs sind. Ansonsten würden sie das Thema "dienstliche Bonusmeilen privat nutzen" vielleicht etwas differenziertere sehen.

Viele Leute nehmen durch die Dienstreisen große Mühen auf sich. Ich kenne nicht viele Leute, denen es besonderen Spass macht, sich Montag morgens für die Woche von zuhause, Familie, lokalen Hobbies und Freundeskreis zu trennen. Wenn ich also den persönlichen Aufwand betrachte, empfinde ich es als Erbsenzählerei, auf dienstlicher Nutzung der Meilen zu bestehen.

Vor allem, weil natürlich der Aufwand für das Meilen sammeln und verwalten wieder beim Mitarbeiter liegt. Da verzichte ich doch lieber ganz auf die Bonus-Programme.

Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass viele Prämien gar nicht sinnvoll dienstlich einsetzbar sind (bes. bei Hotel-Bonus-Systemen, wo die Prämien meistens am Wochenende liegen, bzw. die Flexibilität, die man für Dienstreisen oft braucht, nicht vorhanden ist).

Grüße
K.D.
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12.04.2006 12:56 Uhr von VolWar
 
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Gesprächsstoff: zu diesem Thema wird es immer geben.
Was wäre, wenn der geldwerte Vorteil für die private Nutzung des Firmen-Pkw entfällt. Es gibt ca. 150.000 Vertriebler aller Coleur in Deutschland. 150.000 bezahlen dann keine Steuern, keine Reparaturen und keinen Sprit für ihre vielleicht 15 - 20 Tkm Privatfahrten im Jahr. Und die Anderen?

@kwikkwok
Zum "fälschen der Rechnung beim Check-Out nötigen" gehört auch eine Seite, die sich nötigen lässt. Meistens Hotels deren Ertrag nicht besonders gut ist. Die andere Seite ist, dass auch in manchen Unternehmen das Controlling nicht entsprechend arbeitet. Diese Spesen werden abgezeichnet, denn der Arbeitgeber trägt die volle Verantwortung. Und wenn eine Rechnung kommt, die z.B. in der Hotelkategorie nicht üblich ist, sollte das schon stutzig machen.

@kadewe
Wer im Vertrieb tätig ist, sollte wissen, dass es dort normale Arbeitszeiten nicht gibt. Ich kann diesen Job nicht machen und dann sagen ist ja alles Sch... und ich wusste nicht, das mein Leben mit der Familie, den Freunden etc. anders zu gestalten ist. Wenn du Personen kennst, die 100% Frust in diesem Beruf haben, kann man sie eigentlich nicht als Außendienstler oder Vertriebler bezeichnen.

Ich bin seit 16 Jahren im Vertrieb, erst als AN und jetzt als AG, und nicht nur in Deutschland tätig. Habe Familie, Kinder, Freunde, Hobbys. Man erlebt die Gemeinsamkeiten intensiver und organisiert sich anders ohne an Lebensqualität einzubüßen.
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12.04.2006 13:14 Uhr von kwikkwok
 
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@VolWar: Daher schrieb ich wohlweislich mit der mir eigenen Präzision "nötigen wollen", das zweite Wörtlein ist das mächtig wichtige;)

Weitere Steigerung übrigens: Der Versuch, die im Doppel mit wohnende Gespielin, Ehefrau etc.pp. ebenfalls ´unsichtbar´ mit auf die Rechnung zu bringen (meist bei jenen als ´Seminar´ o. ä. getarnten Betriebsausflügen durch die jeweiligen ´Seminarleiter´). Besonders unterhaltsam die Reaktionen der Spesenraubritter, wenn sie damit auf Granit beißen;) Sie leben schon so lange in ihrer eigenen Welt des ´eine Hand wäscht die andere´, dass ihnen korrektes Verhalten von z. B. Hotelangestellten als völlig absurd erscheint. (Weil sie nicht einmal verstehen, dass sie keinerlei reale Gegenleistung für derlei Illegalitäten zu erbringen imstande sind...)

Ausnahmen bestätigen, wie immer, die Regel.
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12.04.2006 14:52 Uhr von _Kim_
 
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@kadewe: ich stimme dir voll zu!!!!
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12.04.2006 18:16 Uhr von Ryback
 
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Die Spesen-Mogler sind sich oftmals nicht darüber im klaren, dass falsche Angaben bei den Reisekosten/Spesen zur fristlosen Kündigung führen können.

Hab´ mich erst letztens mit jemandem drüber unterhalten. Der sagte: "Wenn man jemanden schnell aus dem Unternehmen haben will, muss man ihn nur auf Reisen schicken - bei der Abrechnung findet man dann eigentlich immer was."

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