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IWF: Wachstumskrise in Deutschland bleibt bestehen

Nach Auffassung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bleibt das Wachstum in Deutschland sehr bescheiden. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" geht der IWF für das laufende Jahr von 1,4 Prozent und im kommenden Jahr nur von 1,0 Prozent Wachstum aus.

Damit sind die Prognosen des Währungsfonds deutlich negativer als die deutscher Experten oder Politiker.

Im Gegensatz zu Deutschland setzen andere Regionen der Welt auch im Jahr 2007 ihren Wachstumskurs fort. Die Weltwirtschaft werde, so der Bericht, 2006 um 4,8 Prozent und 2007 um 4,7 Prozent wachsen.


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WebReporter: lukiluke
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Wachstum, IWF, Wachs
Quelle: www.tagesschau.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.04.2006 14:43 Uhr von rainerZ
 
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Deutsche Experten liegen "immer" daneben! Keine andere Truppe liegt so daneben wie deutsche Experten. Komisch, oder. Einen solchen Zweckoptimismus unserer Politiker kann man wirklich nicht mehr hören. Warum können die nicht ehrlich sagen, wie die wirklichen Prognosen sind? Weil sie immer nur positive Meldungen brauchen, um wiedergewählt zu werden.
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11.04.2006 14:56 Uhr von derSchmu
 
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Das System hinkt wir leben im Zeitalter der Globalisierung....
da funktioniert kein System mehr, dass sich nur auf eine Gruppe bezieht...vor allem dann, wenn man noch an der Grenze zwischen West und Ost lebt und sich nicht gegen diese abschotten kann.
Da kann ein Politiker mit einem Auge auf den naechsten Wahlzettel reden was er will.
Ich ueberlege mir da lieber, wo ich in Zukunft hinkann, damit meine "Human resource" nich fuer Muell ausgepumpt wird sondern auch noch was fuer mich dabei rausspringt....
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11.04.2006 23:11 Uhr von eros007
 
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bei solchen Prognosen: sollte die Regierung endlich anfangen zu reformieren bzw. den Kurs der alten in der einen oder anderen Weise fortsetzen. Nur mit Rumsitzen wird es nicht besser. Bis vor einem Jahr hatte ich den Eindruck, dass die Stimmung schlechter sei als die Lage. Nun scheint es genau umgekehrt... bei Experten jedenfalls. Man klammert sich an den letzten Strohhalm. Ich kann mir schon vorstellen, warum. Dank demographischem Wandel sind die jungen, gut ausgebildeten Leute knapp. Sollte die Depression länger anhalten, werden wohl viele junge Leute auswandern (wer schwingt den heute nicht die Keule vom "Auswandern"?). Dann wäre niemand mehr da, der für einen Aufschwung sorgen könnte. So sieht es aus. Es wäre also wirklich an der Zeit, die Probleme des Landes anzupacken. Beide Regierungsparteien sollten jetzt endlich mal zuerst an das Land und die Perspektiven der hier lebenden Leute denken, und dann an die eigene Partei denken.

Selbst im nicht für seine hohe demokratische Kultur bekannten Italien bekennen sich heute - nach der Wahl - Politiker beider Seiten dazu, dass das Land vor den Köpfen komme. Aber bei uns in Deutschland ist natürlich der persönliche/parteiliche Vorteil wichtiger. Obwohl wir eine große Koalition haben und in Italien politische Gegner aufeinander einhauen...

So schwierig wäre es ja nicht. Arbeit muss billiger werden, und es muss sich lohnen, in Deutschland zu investieren. Die Unternehmenssteuern, die höchsten in Europa (gleichzeitig hat sich die wirtschaftliche Situation Deutschlands in der EU am deutlichsten von allen Ländern verschlechtert), sollten endlich gesenkt werden, damit sich die Standortbedingungen verbessern können. Außerdem endlich die Lohnnebenkosten senken. Damit das ganze aufkommensneutral wäre, müssten Steuern steigen. Etwa die Einkommenssteuer. Aber die Politiker sind ja bekanntlich findig, was das Geldeintreiben angeht. Nur bitte so, dass sich die Bedingungen für Arbeit nicht verschlechtern.

Deutschland könnte endlich Forschung und Entwicklung deutlicher fördern (und zwar in Unternehmen durch Steuervergünstigungen und als Geldgeber für anwendungsnahe Forschung), die Bildungsausgaben endlich an erfolgreichen Ländern anpassen (sprich gut 6% des BIP wie Skandinavien, aber auch Kanada, die USA geben auch deutlich mehr aus als wir mit unseren mickrigen 4%).

Außerdem würde ich mir eine konsequente Familienpolitik wünschen. Sprich endlich faire Steuerbedingungen für Eltern (Familieneinkommen / Anzahl Familienmitglieder und dann jeweils versteuern) und Betreuungsangebote für alle Familien, am besten kostenlos und sowohl von staatlicher Seite als auch von Unternehmen... Außerdem Zuwanderung von Hochqualifizierten aus dem Ausland, um die Engpässe etwa bei Ingenieuren auszugleichen...

Ja, meine Liste mit Verbesserungsvorschlägen ist lang. Die Politik sollte sich sputen und sich des einen oder anderen Themas annehmen. Wenn nicht, wird aus der Wachstumskrise bald eine noch viel größere Krise: der Kollaps Deutschlands. Wenn die jungen, qualifizierten Leute weg sind, gibt es keine Leistungsträger mehr. Und das war´s dann mit Deutschland (einzige Alternative: der wohlhabende Süden spaltet sich ab und lässt den Norden mit seinen Problemen allein).
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11.04.2006 23:17 Uhr von Cpt.Proton
 
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Natürlich, denn es traut sich ja auch keiner zu reformieren in diesem Jammerland.
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11.04.2006 23:42 Uhr von moddey
 
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Reformen *lach*: Ihr könnt noch so viel "REFORMIEREN". Wirtschaftswachstum gibts erst wieder wenn die Sklaverei eingeführt wurde.
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11.04.2006 23:57 Uhr von exekutive
 
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na tollreich: die reichen werden immer reicher, die armen immer ärmer...

die wachstumskrise ist nur ein vorbehalt, um die leute, die nicht immer reicher werden, kleinlaut zu halten..

es ist doch schwachsinn... die konzerne fahren immer milliardengewinne ein.. deutschland ist exportweltmeister...

die elite, hier deutsche experten, das sind die leute die aus ihren aussagen nutzen ziehen... die angebliche elite ist eh ein eingeschworener kreis...

beim nächsten bilderbergertreffen wird dann wieder beraten, wie man trotz immer mehr geld es schaffen kann, dass die bürger immer weniger bekommen..

wie heißt es immer wieder in einigen aussagen "wir wollen eine nwo schaffen"
und die experten sind es, die dieses bewerkstelligen

es gibt keine wirtschaftskrise... zumindest nichts, was man nicht verändern könnte...alles negative was momentan so innerpolistisch abgeht, ist schlicht weg perfekt aufeinander abgestimmt
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12.04.2006 18:24 Uhr von eros007
 
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exekutive: > die konzerne fahren immer milliardengewinne ein.. deutschland ist exportweltmeister...

Nun, das tun Konzerne in allen anderen Ländern auch. Auch in den meisten anderen europäischen Ländern steigen die Unternehmensgewinne rasant. Dort ist die Praxis, Leistungsträger für ihren Erfolg zu bestrafen (finanziell sind diese "Strafen" derzeit zwar gar nicht so schlimm, aber in unterschwelligen Aussagen wie den deinen klingt das über das ganze Land hinweg gleich bedrohlich), nicht so üblich, und - man glaube es kaum - viele Länder haben in den letzten Jahren die Arbeitslosigkeit gesenkt, indem sie manchmal auf Experten hörten. Länder wie Dänemark oder Schweden schaffen es sogar, den Sozialstaat zu verbessern.

Der Titel Exportweltmeister bedeutet wenig bis nichts - der Titel allein bringt keine Arbeitsplätze. Zumal wir das ja nur sind, wenn man nur Waren und keine Dienstleistungen betrachtet. Da wir momentan zu wenig Leute beschäftigen, müsste entweder noch mehr Export her oder eben mehr Binnennachfrage. Dass man was gegen die Konsumschwäche machen muss, will ich auch nicht abstreiten. Aber, auch wenn man es kaum glaubt, auch Investitionen der Unternehmen gehören zur Binnennachfrage. Dies bedeutet, dass Unternehmen, um überhaupt noch hier wirtschaften zu können, von der Substanz leben. Was das für die nächsten 5-10 Jahre bedeutet, kannst du dir ja vorstellen. Zumal der Staat selbst viel zu wenig in die Zukunft investiert. Die Ausbildung ist sehr schlecht (Schulen haben zu wenig Geld und die Klassen sind zu groß, Unis haben zu wenig Geld, es gibt zu wenig Anreize für Unternehmen, Ausbildungsplätze zu schaffen), und auch Forschung wird hierzulande nicht optimal gefördert...

Aber solange man nur die Unternehmen verteufelt und in ihnen die Bösen sieht, übersieht man schnell, dass das Problem wohl an anderer Stelle liegt: Wir haben zu wenig qualifizierte Leute, die Arbeitsplätze schaffen könnten. Und/Oder: die wenigen qualifizierten Leute werden übermäßig belastet (durch 50-Stunden-Woche), sodass deshalb zu viele Leute keine Arbeit haben...

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