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Entscheidung ist gefallen: Essen wird Europäische Kulturhauptstadt 2010

Heute hat ein siebenköpfiges Gremium der EU entschieden, dass nicht das sächsische Görlitz, sondern Essen im Ruhrgebiet den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2010 gewonnen hat. Im Herbst muss dann noch eine Bestätigung des Ministerrats folgen.

Pécs in Ungarn vertritt dann die neuen EU-Staaten und Istanbul in der Türkei die nicht in der EU vereinigten Länder. Der Entscheidungsprozess hatte drei Jahre gedauert.


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WebReporter: snickerman
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kultur, Essen, Entscheidung, Kulturhauptstadt
Quelle: www.faz.net

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.04.2006 14:00 Uhr von Ferfari
 
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Gute Entscheidung: Damit wird auch die Gefahr kleiner, das die "National befreiten Zonen" in Sachsen durch zu viele Ausländer gestört werden, die als Touristen über die Region herfallen könnten.
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11.04.2006 14:31 Uhr von kwikkwok
 
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@Ferfari: Böser Kommentar;): Um Görlitz ist es schon schade.
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11.04.2006 14:44 Uhr von derSchmu
 
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Nicht um Goerlitz, wenn um die Region: aber Essen hat Kohle in ihre alten Anlagen gesteckt um daraus auch ein Reiseziel zu machen.
Goerlitz baute mit der benachbarten polnischen Stadt Zgorzelec auf ihre Geschichte und das Symbol der Verschmelzung der osteuropaeischen Laendern mit den westeuropaeischen.
Dass das ueberhaupt nicht klappt ist zum einem schon durch die Abwanderung diverser Arbeitsplaetze bekannt.
Zum anderen bietet Goerlitz im Vergleich zu Esse nicht wirklich viel...ausser das man mal eben rueber nach Zgorzelec kann um dort billig einzukaufen.
Was die Geschichte der Industrialisierung mit dem Wandel eben dieser betrifft und die oertlichen Gegebenheiten, die auch ohne Solidaritaetszuschlag saniert wurden, angeht, so ist Essen einfach attraktiver als Goerlitz und wuerde auch mehr Touristen anziehen.
In Goerlitz haette das nur zu kurzfristigen Investitionen gefuehrt, die langfristig nicht von Bedeutung sind.
Was wir im Osten brauchen ist eine Industrialisierung, auf das Firmen dort neugegruendet werden und Arbeitsplaetze nach dort verlagert werden, wenn sie nicht neu geschaffen werden.
Aber solange die Grenze in den tiefen Osten offen ist, werden in Deutschland keine neuen Plaetze mehr geschaffen, weder in Ost- noch in Westdeutschland, es sei denn, es handelt sich um Plaetze fuer Ingenieure etc...die zukuenftigen pruegeln sich aber leider noch auf dem Hauptschulhof...aber das ist wieder eine andere Geschichte...
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11.04.2006 18:59 Uhr von peetpetsen
 
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Und trinken: Und was ist mit trinken
Ha, Ha, Ha....
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11.04.2006 19:07 Uhr von Mithandir
 
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@Ferfari: Stimmt genau ,bei uns können Schwarze Asylanten noch nach Herzenlust Drogen verkaufen ;) .Ach Essen ist schon toll .....
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11.04.2006 20:32 Uhr von pulverschmid
 
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Bisher habe ich lediglich von der tollen Industriealisierung in Essen gehört, aber kein vernünftiges Wort von Kultur. Mit der Industrieentwicklung kann Görlitz natürlich nicht mithalten, klar! Wäre mir auch völlig neu gewesen, ich meine Kultur in Essen? Ergebnis: Es kann nicht sein, was nicht sein darf! Armes Deutschland!
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11.04.2006 23:19 Uhr von md2003
 
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Naja irgendeinen Grund muß es ja geben, dass Essen die Wahl zur Europäischen Kulturhauptstadt 2010 gewonnen hat....

Dennoch vielen mir da jede Menge andere Städte ein, die den Titel noch mehr verdient hätten:-)
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12.04.2006 11:33 Uhr von mercator
 
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@pulverschmid und md: Eure Kommentare, die den Wissensstand der halben Republik widerspiegeln, zeigen überdeutlich, wie wichtig dieser Titel für Essen und das Ruhrgebiet sein kann: Kommt doch einfach mal her und seht euch die dichteste Kulturlandschaft Europas an, mit ihren weit über 100 Theatern, (darunter die Essener Oper, die seit Jahren regelmäßig unter die drei besten deutschen Opernbühnen gewählt wird), zahllosen Museen, einige davon von Weltrang, einer dichten Musicallandschaft usw.usw. - die Jury hat bei ihrer Begründung deutlich gemacht, dass Essen und das Ruhrgebiet mit dem Wandel vom Industrie- zum Kulturstandort ein Zeichen für ganz Europa gesetzt haben. Insbesondere die Umwandlung alter Industriepaläste in moderne Kulturstätten (Beispiel: Das ehemalige Thyssen-Hüttenwerk Duisburg-Meiderich, heute Landschaftspark Duisburg mit der fantastischen Lichtinstallation, "Colosseum" Essen - ehemalige Krupp-Maschinenhalle, heute Spielort des "Phantoms der Oper", Zeche und Kokerei Zollverein - heute Weltkulturerbe und Standort für ein Design-Museum) hat die Jury überzeugt - aber ihr wisst es natürlich alle besser als die sieben hochrangigen Experten, die ihr Votum wahrscheinlich ausgewürfelt haben...
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12.04.2006 11:55 Uhr von fruma
 
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Akzeptiert und herzlichen Glückwunsch: an Essen. Die Stadt hat sich kräftig gemausert natürlich auch bissl mehr Knete zur Verfügung. Wobei ich da an ein Kommentar von Essenern durch die schöne Altstadt von Görlitz denke, welche danach zugaben, das Essen im direkten Vergleich keine Chance hat. Aber es war doch klar das nicht schon wieder eine Stadt im Osten Kulturhauptstadt werden würde. Und noch eine Sache. Die Vorteile der Stadt sind nach Aussen nicht immer sofort sichtbar und interessieren vielleicht auch nicht jeden. Deswegen bleiben wir eben wie bisher einfach nur die schönste Stadt Deutschlands.
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12.04.2006 13:02 Uhr von mercator
 
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@fruma: Natürlich bleibt Görlitz trotzdem eine schöne Stadt - und Essen hat sie ja bereits eingeladen, sich während der kommenden vier Jahre im Ruhrgebiet ausführlich zu präsentieren, was für den Tourismus sicher nicht von Nachteil wäre. Dass letzten Endes die Wirtschaftskraft der hier ansässigen Großunternehmen für die ganze Präsentationsdauer eine erhebliche Rolle gespielt hat, soll dabei auch nicht unterschlagen werden. (Die Stadt Essen selbst ist ja so gut wie pleite und hofft natürlich, dass der Titel auch zum Aufschwung beiträgt - das gilt für Görlitz aber sicher auch.)
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12.04.2006 13:11 Uhr von fruma
 
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@mercator: Ich finde es auch voll korrekt wie die Städte schon vorher und jetzt auch Zusammenarbeiten. Natürlich hat die Stadt sich finanziell aus dem Fenster gelehnt. Doch die Millionen fliessen jetzt nach Essen. Welche mit der Kulturhauptstadt so einhergehen. Was bleibt ist der Versuch duch Tourismus das ganze wieder auszugleichen. Da wünsch ich doch gutes gelingen. (Auf beiden Seiten)
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12.04.2006 13:19 Uhr von stella-k
 
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Also: ich komme ja selber aus dem Ruhrgebiet und meine Meinung dazu ist, dass die Leute die das entschieden haben anscheinend noch nie in Essen waren.
Kulturhauptstadt? Essen?

Dönerhauptstadt würde besser passen (aber da ist Berlin ja noch vor)...
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12.04.2006 13:23 Uhr von HHAG
 
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oh mein Gott diese hässliche, verbaute, heruntergekomme und abends relativ "tote" Stadt will man auswärtigen Besuchern präsentieren?

(Wie man sieht, ich war schon mal in Essen ;-))
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14.04.2006 21:13 Uhr von Katatonia
 
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@mercator: Die Verteidigung "deiner" Stadt in Ehren, trotzdem bleibt Essen die überhaupt häßlichste Stadt Deutschlands. Und wenn du mit dem Argument kommst, wir sollen uns alle mal Essen genau ansehen (ich habs), dann komme ich damit, das du noch nicht von Deutschland allzuviel gesehen. Und den Vorwurf mache ich auch der sogenannten "Experten"-Kommission. Ist ja schön, das man haufenweise Zechen umgewandelt hat in diverse Projekte und Objekte, aber das meiste davon hat schlichtweg nix mit Essen zutun, weil Essens Fläche nunmal nicht das des Ruhrgebiets ist. Und somit ist das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt geworden, nicht Essen. Eine Mogelei seinesgleichen.
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15.04.2006 00:15 Uhr von mercator
 
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@katatonia: Eigentlich wollte ich das Thema ja abhaken, aber jetzt muss doch einiges klargestellt werden:
1. Die Entscheidung für die Kulturhauptstadt fällt nicht wegen der Schönheit der Stadt, sondern wegen des kulturellen Angebots und der Idee, die damit transportiert wird.
2. Ich kenne mehr von Deutschland, als die allermeisten hier in diesem Forum - das behaupte ich einfach mal. Es gibt ein paar schönere Städte als Essen, aber auch viele hässlichere. Im Übrigen hat Essen mit dem Ruhrgebiet in der nationalen Auseinandersetzung u.a. Köln, Potsdam, Schwerin und Regensburg souverän hinter sich gelassen.
3. Das Ruhrgebiet durfte sich nach den Richtlinien der Kommission nicht bewerben - die Bewerbung musste von einer einzelnen Stadt ausgehen, dabei hat Essen sich ruhrgebietsintern gegen Bochum durchgesetzt. Den Zuschlag hat die Bewerbung aber vor allem deshalb bekommen, weil eine ganze Region dahintersteht, was von der Jury als zukunftsweisend und modellhaft für ganz Europa bezeichnet wurde.
4. Kleine Anekdote: Als ich vor ein paar Jahren eine englische Reisegruppe eine Stunde lang durch Essens Schokoladenseite - den gesamten Süden - geführt hatte, fragte der Leiter sichtlich verstört: "But you do have some industry, no?"

Ich reg´ mich nicht über das geballte Unwissen auf, über die Vorurteile, die dem Ruhrgebiet nach wie vor entgegengebracht werden, denn das sind wir hier gewohnt. (Übrigens - ich selbst komme aus Tirol und habe in einer der schönsten Städte Österreichs, in Innsbruck, gelebt - und ich möchte trotzdem nicht mehr von Essen weg, aber das nur nebenbei. )
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15.04.2006 00:24 Uhr von Cpt.Proton
 
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Ich mag Essen auch, kann man gut Einkaufen. Besser als in Dortmund wie ich finde und Düsseldorf ist zu weit, da hat man nicht immer Bock hin.
Guckt mal auf der Essener Seite was da kulturell alles so geht, das hätte man vor ein paar Jahren dort nicht gefunden.
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16.04.2006 23:14 Uhr von maxl_werner
 
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Kommt und schauet: @mercator

Die Verteidigung "deiner" Stadt in Ehren, trotzdem bleibt ############################################Und somit ist das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt geworden, nicht Essen. Eine Mogelei seinesgleichen.

@Katatonia
Werte Katatonia
Anders war es ja auch nicht geplant. Nur konnte sich das Ruhrgebiet nicht als Stadt Bewerben. Aber nun ist sie für das Ruhrgebiet die Zentrale bei der Veranstaltung iim Jahr 2010.
Ach ja die Nachbarstadt Essen, ist gar nicht so schlecht wie sie einige hier machen wollen. Sie beherbergt viele Kulturschätze und das muß ich als Zugereister Ossi so zugeben.
Doch leider haben wohl einige nicht mehr als den Hauptbahnhof von Essen gesehen und nicht das älteste Lichspieltheater Europas gesehen. Essen hat wie viele Ruhrgebietsstädte auch gute Programm Kinos und nicht nur gute Theaterstätten. Es gibt auch mehr Natur und sogar Seeen und Flüße hier, als es andere wahr haben wollen.
Also kommt und schauet euch erst mal wirklich gründlich um. Negative Bilder kann man auch über Görlitz oder sonst eine Stadt in Europa Zeichnen. Dies hat mal eine Reportage über Essen im Vergleich mit Frankfurt bewiesen, der am Anfang des Filmes gezeigt wurde. Das was man als Ruhrgebiet erkennen wollte war Frankfurt und das was man als Frankfurt sehen wollte, war aber die Stadt Essen.
Schon mal Bochum Dahlhausen und das Eisenbahnmuseum besucht? Kultur und Historie aller Orten.
Maxl aus dem grünen Mülheim an der Ruhr
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16.04.2006 23:19 Uhr von maxl_werner
 
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Blindheit und Voruteile: @Cpt.Proton
Genauso ist es. Aber da können wir Ruhris uns wohl noch in Hundert Jahren den Mund Fusselig reden. Glauben will es keiner. Jeder hat eben da so seine Vorurteile. Viele Ruhrgietsstädte haben ihre Negativen Seiten (Wie eben alle Großstädte der Erde), aber sie haben auch ihre Positiven Seiten.
Aber es ist schon so, Neid ist die Basis für Vorurteile.

Maxl
Nichts gegen Görlitz, doch so wie es jetzt ist, ist es doch besser. Den bald werden viele Neugierig Görlitz besuchen um den Gegner besser kennen zu lernen ;-)
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17.04.2006 02:01 Uhr von Cpt.Proton
 
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>>>Schon mal Bochum Dahlhausen und das Eisenbahnmuseum besucht? <<<

Schon mal das Fußballstadion besucht ? Morgen steigen wir auf liebe Leute !
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19.04.2006 22:44 Uhr von maxl_werner
 
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Aufsetigen wer den? Du meinst doch nicht etwa RWE?
da haben andere eher eine Chance ;-)

Maxl

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