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Kolumbien: Coca-Cola, Chiquita und Nestlé Hand in Hand mit Paramilitärs?

In Kolumbien hat ein Tribunal (Ständiges Gericht der Völker, PPT) schwere Vorwürfe gegen die Großkonzerne Coca-Cola, Chiquita und Nestlé erhoben: Sie sollen mit rechten Paramilitärs zusammenarbeiten. Chiquita bestätigte einen Fall aus dem Jahr 2003.

Kolumbien gilt weiterhin als eines der gefährlichsten Länder für aktive Gewerkschafter; im Jahr 2005 sollen 43 ermordet worden sein. Meist stecken Paramilitärs dahinter wie die so genannten "Vereinigten Selbstverteidigungskräfte Kolumbiens" (AUC).

Die genannten Konzerne haben in den letzten Jahren verstärkt Druck auf organisierte Gewerkschafter in Kolumbien ausgeübt - zum Teil mit Hilfe von AUC. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Es folgten Lohnkostensenkungen bei Coca-Cola und Nestlé.


WebReporter: lukiluke
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Hand, Kolumbien, Cola, Coca-Cola, Nestlé
Quelle: www.jungewelt.de

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29 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.04.2006 09:55 Uhr von mort76
 
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Geschichte: Diese Paramilitärs sind beispilsweise in der "School of the Americans" ausgebildet worden- ein von der US-Regierung unterhaltenes Terroristenausbildungscamp, im Prinzip. Aufgrund massiver Proteste haben die Amerikaner dieses Lager vor einiger Zeit schließen müssen. Und woander wiedereröffnet.
Soviel zu "Osamas Terrorcamps".

An 80% der paramilitärischen Operationen in diesem Land sind Absolventen dieser Schulen beteiligt.

"Es hat seit 2001 zweifellos eine Kursänderung gegeben, in der Politik und in der Gesellschaft. Davor hatten wir nicht einmal Umfragedaten zum Thema Folter. Obwohl es sie schon lange in den USA gibt. In der berüchtigten „School of the Americans“ in Georgia gehörte systematische Folter zum Lehrplan. Eine ganze Generation von lateinamerikanischen Polizeichefs und Militärkommandeuren ist in den USA unterwiesen worden. Die Sache kam in den 90er Jahren ans Tageslicht. Danach haben sie die Schule dichtgemacht, nur um am nächsten Tag an derselben Stelle, im selben Gebäude, mit denselben Lehrern und Schülern eine neue mit anderem Namen zu gründen. Als das rauskam, verlegten sie die Folterkurse an einen unbekannten Ort."

Freiheit und Demokratie für CocaCola!
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11.04.2006 10:59 Uhr von drakanor
 
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Warum denke ich: dabei immer an "United Fruit Company"?
Da war doch mal was?
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11.04.2006 11:04 Uhr von mages
 
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mit anderen worten an unser aller geld klebt jede menge blut und wir sind ohnmächtig etwas dagegen zu tun.
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11.04.2006 11:06 Uhr von maki
 
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Ist Bacardi gar nicht bei? Ach nee, die haben sich ja auf den Kampf gegen Kuba spezialisiert ;-)
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11.04.2006 12:40 Uhr von Schwertträger
 
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@mages: Natürlich klebt an unser aller Hände Blut!
Und das nicht erst seit dieser Geschichte. (Oder kosten Deine Schuhe mehr als siebzig Eur)?

Aber das wir nichts dagegen tun können, stimmt nicht. Du z.B. könntest für Dein Leben jeglichen Nestlé und CocalCola Produkten abschwören und jeden Teenie vor Deinen örtlichen Mc Donalds belatschern, keine Coke zu trinken.
Wenn Du damit nur in jedem 50sten Fall Erfolg hättest, würde das einen kleinen Schritt dazu beitragen, diesen Konzernen die finanzielle Basis zu entziehen. Das multipliziert mit ca. 60 Mio. erwachsenen Bundesbürgern, übertragen auf weitere Länder.... Da KÖNNTE man schon was machen.

Nur: Wer will das wirklich. Das eigene Leben, die eigene Bequemlichkeit ist einem wichtiger. Und wer wollte an den ganzen Arbeitslosen hierzulande Schuld sein, wenn das Ganze Erfolg hätte?

Ist wieder mal nicht ganz so schwarz/weiss, wie man das gerne hätte.


Nicht, dass der Eindruck entsteht, ich unterstütze die Machenschaften in Kolumbien, aber diese Unschuldsgefühle mancher Leute regen mich auf.
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11.04.2006 12:56 Uhr von HolyLord99
 
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Blut an den Händen: Jeder von uns (aus dem "Westen") hat Blut an den Händen kleben. Und ich behaupte sogar, es ist zuwenig Blut. Zumindest hier in Deutschland. Unser Wohlstand basiert nun mal darauf, dass andere Länder in der "Steinzeit" leben. Deswegen sollten wir dafür sorgen, dass das so bleibt. Die USA machen das nicht verkehrt, wenn sie Krieg führen. Auch Deutschland hat einen BND und eine Bundeswehr. Also warum sollen die nicht eingesetzt werden? Die Rolle Deutschlands ist nichts halbes und nichts ganzes...
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11.04.2006 13:14 Uhr von snickerman
 
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Latein-Amerika wird links werden-: und dann werden solche praktiken nicht mehr selbstverständlich sein...
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11.04.2006 13:25 Uhr von Indianerin
 
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du meinst: @holylord ich hoffe du meinst das ironisch wenn du der auffassung bist das die dritteweltländer in der " steinzeit" bleiben sollen damit du weiter deinen wohlstand geniesen kannst- wenn nicht solltest du dir mal gedanken darüber machen was es für deutschland bedeuten würde, wenn die Menschen in diesen Ländern an unserer Stelle wären und genau so denken würden wie du -
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11.04.2006 13:31 Uhr von HolyLord99
 
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Indianerin: "wenn nicht solltest du dir mal gedanken darüber machen was es für deutschland bedeuten würde, wenn die Menschen in diesen Ländern an unserer Stelle wären und genau so denken würden wie du -"

Und genau deshalb enthalten wir z.B. den Afrikanern Bildung vor. Damit die erst gar nicht auf diese Gedanken kommen können. Die sollen/dürfen gar nciht wissen, wie gut es uns geht. Sonst wollen die auch was abhaben. Aber dann müssten wir abgeben. Wollen wir das wirklich?
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11.04.2006 13:48 Uhr von Cenor_de
 
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The Cola Wars: Der Kreig zwischen Coca und Pepsi ist einer der entscheidensten Handelskriege des 20. Jahrhunderts.
Auf dem amerikanischen Markt kontrollieren sie die gesamte Getränkeindustrie incl. der Milchproduktion.

Die erste Amtshandlung des amerikanischen Präsidenten ist denn auch der Austausch der Cola-Automaten. (Coca Rep. - Pepsi - Dem.)
Deutschland ist Coca-Land. Carter schaffte für Pepsi das Monopol in der Sowietunion.
Diese Kriege werden auch mit Waffengewalt geführt.
Ich denke der Irak ist für Pepsi verloren.

Südamerika dient den USA als agraisches Reservegebiet. Gleichzeitig ist es ein markt. Der krieg der amerikanischen Konzerne gilt also beidem, der eroberung von käuferschichten und der von Anbaugebieten.
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11.04.2006 13:49 Uhr von Indianerin
 
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holylord: sag mal bist du wirklich so ein rassist- ich denke nicht das es uns schlechter geht nur weil ndere bildung bekommen oder dort eine gut funkionierende wirtschaft aufgebaut wird. ich denke eher davon könnten nicht nur diese länder profitieren sondern auch wir- ( export/ Import) bedeudet Arbeitsplätze in deutschland oder hast du unsere 5 mio arbeitslosen vergessen- aber vielleicht sollen die ja deiner meinung nach auch gleich mit in so ein dritteweltland gehen damit es dir hier noch besser geht - schließlich wird die stütze ja von deinen steuern bezahlt
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11.04.2006 13:52 Uhr von silvertiger
 
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Ich kaufe sowieso nichts: von den XXXX Amis. Die töten damit Menschen!

Ich kaufe nichts von McDonalds kein Cola NICHTS!

Nur wenn ich das muss sonst nicht.

Lieber China statt Amerika!

Am besten andere kleinere Länder!
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11.04.2006 13:57 Uhr von mäGGus
 
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@HolyLord99: Sag mal bist du eigentlich schon mal über die Grenzen deiner Stadt hinaus gekommen?
Es gibt in Afrika bereits diverse Bildungsinitiativen und in manchen Teilen hat die von dir so gelobte "westliche" Denke bereits eingesetzt. In Südafrika (um Kapstadt) arbeiten tausende für weisse Siedler und versuchen so den Lebensstandard anzugleichen. Man muss nur eben bedenken das große Teile des Kontinents von unfruchtbarem Boden bedeckt sind und sich daher gewisse Grundprobleme wie Ernährung nicht so einfach"beseitigen" lassen.
Wer ständig Hunger leidet, den interessiert Bildung erstmal nicht.

Deine Aussagen halte ich für sehr naiv und ungebildet und entnehme ihnen das du bislang kein richtiges Interesse an Politik oder Geschichte entwickelt hast.

Oder du bist einfach ein ignorantes A-loch das kanns natürlich auch sein. (Ist sehr häufig unter den Verfechtern des Kapitals).

Die Art wie der sog. "Westen" Länder mit niedrigerem Industriestandard behandelt ist einfach lächerlich und beschämend. Man kann doch nicht Menschen nach der Höhe ihres Bruttosozialproduktes messen und sie somit als "Steinzeitmenschen" abtun wenn sie sich dem Diktat der Wirtschaft noch nicht zu 100% verschrieben haben. Allein die Deutschen könnten mit ihren Produktions"abfällen" der Lebensmittelindustrie (verzehrgeeignete Lebensmittel mit "Schönheitsfehlern") ganze Staaten ernähren aber weil es solche ignoranten Deppen wie dich gibt, sind sich die stolzen Zivilisationopfer zu fein Geld aufzubringen um anderen zu helfen.

Denk doch nicht immer drüber nach was dir ein Mensch aus einem andern Land wegnehmen sondern was er alles an Kultur und Ideen BRINGEN könnte. Ich glaube nicht das Afrika sehr undankbar wäre wenn wir dort Menschen eine Lebensgrundlage geben (wir müssen uns halt diesmal mit Währungsreform, Sklaverei und Kolonie zurückhalten).

Zu behaupten dass es ein Ungleichgewicht geben "muss" ist nur solange richtig sofern man aufgeblasene Wirtschaftsbosse ohne Rückgrat und Unethische Geschäftspraktiken gutheisst.
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11.04.2006 14:01 Uhr von HolyLord99
 
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Indianerin: "sag mal bist du wirklich so ein rassist"

Nein, ich bin der Advokatus Diaboli. Daher schreibe ich auch "wir" und nicht "ich"


"ich denke nicht das es uns schlechter geht nur weil ndere bildung bekommen oder dort eine gut funkionierende wirtschaft aufgebaut wird."

Dann denk noch mal drüber nach. Es geht hier nicht um Akademiker, sondern um sogenannte "unqualifizierte" Arbeit. Sobald diese Arbeit irgendwo billiger ausgeführt werden kann, wird das globale Kapital dort produzieren. Die einzige Möglichkeit dies zu verhindern, ist zu verhindern, dass die anderen das Level an Grundbildung erreichen, das nötig ist, um unsere "unqualifizierte" Arbeit zu machen.


"ich denke eher davon könnten nicht nur diese länder profitieren sondern auch wir"

Inwieweit würden wir davon profitieren?


"oder hast du unsere 5 mio arbeitslosen vergessen"

Nein, habe ich nicht. Aber nur ein Bruchteil davon sind höher qualifiziert. Deshalb gilt das, was ich oben bereitss schrieb.


"aber vielleicht sollen die ja deiner meinung nach auch gleich mit in so ein dritteweltland gehen damit es dir hier noch besser geht - schließlich wird die stütze ja von deinen steuern bezahlt"

Ich bezahle keine Steuern ausser der Mehrwertsteuer. OK, vielleicht noch Mineralölsteuer. Abgesehen davon glaube ich nicht, dass die Steuern gesenkt werden würden, wenn es keine Arbeitslosen mehr gibt.
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11.04.2006 14:02 Uhr von vst
 
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holylord: du pöser pursche
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11.04.2006 14:06 Uhr von gunny007
 
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och ja: der kleine mann wird immer ausgebeutet und unterdrückt.
in lateinamerika kann es halt tödlich sein, bei uns im westen wird einem halt die existenzgrundlage, die arbeit, entzogen.
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11.04.2006 14:20 Uhr von HolyLord99
 
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mäGGus: "Sag mal bist du eigentlich schon mal über die Grenzen deiner Stadt hinaus gekommen?"

Ja, sogar schon über die Landesgrenzen. Ich studiere sogar im Ausland.


"Deine Aussagen halte ich für sehr naiv und ungebildet und entnehme ihnen das du bislang kein richtiges Interesse an Politik oder Geschichte entwickelt hast."

Aha. Ich halte dem entgegen, dass ich mich seit ca. meinem 13 Lebensjahr relativ gesehen (also im Vergleich zu meinen Altersgenossen) sehr viel mit Politik und Geschichte beschäftige.


"Oder du bist einfach ein ignorantes A-loch das kanns natürlich auch sein."

Das kann natürlich sein. Allerdings würde ich das nciht an den Aussagen festmachen, die ich hier im Thread gemacht habe.


"Die Art wie der sog. "Westen" Länder mit niedrigerem Industriestandard behandelt ist einfach lächerlich und beschämend. Man kann doch nicht Menschen nach der Höhe ihres Bruttosozialproduktes messen und sie somit als "Steinzeitmenschen" abtun wenn sie sich dem Diktat der Wirtschaft noch nicht zu 100% verschrieben haben."

Nee, das hast du falsch verstanden. Mit "Steinzeit" war der niedrige Lebensstandard gemeint. Nicht die Anpassung an das Diktat der Wirtschaft.



"Allein die Deutschen könnten mit ihren Produktions"abfällen" der Lebensmittelindustrie (verzehrgeeignete Lebensmittel mit "Schönheitsfehlern") ganze Staaten ernähren aber weil es solche ignoranten Deppen wie dich gibt, sind sich die stolzen Zivilisationopfer zu fein Geld aufzubringen um anderen zu helfen."

Darauf basiert unser Wohlstand. Die EU subventioniert Bauern, damit die Butterberge entstehen. Diese Überproduktion brauchen wir, um den Weltmarktpreis beeinflussen zu können. Wenn wir sie verschenken würden, würden wir Macht abgeben.



"Denk doch nicht immer drüber nach was dir ein Mensch aus einem andern Land wegnehmen sondern was er alles an Kultur und Ideen BRINGEN könnte."

Es geht um Wohlstand. und welches Dritte-Welt-Land kann uns Wohlstand bringen? Selbst hier gibt es ja nicht mehr genug Wohlstand, um unsere Kultur zu finanzieren. Sogar in Deutschland werden Theater geschlossen.


"Zu behaupten dass es ein Ungleichgewicht geben "muss" ist nur solange richtig sofern man aufgeblasene Wirtschaftsbosse ohne Rückgrat und Unethische Geschäftspraktiken gutheisst."

Nein. Es kann ein Gleichgewicht geben. Allerdings liegt das Level dieses Gleichgewichts unter unserem derzeitigen Wohlstandslevel.
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11.04.2006 14:53 Uhr von mäGGus
 
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@HolyLord99: Schöner Verbalkonflikt hier ... gefällt mir.
Endlich mal jemand der diskutiert.

Zum Thema:

"Die EU subventioniert Bauern, damit die Butterberge entstehen. Diese Überproduktion brauchen wir, um den Weltmarktpreis beeinflussen zu können. Wenn wir sie verschenken würden, würden wir Macht abgeben."

Bleibt mal zu fragen warum wir überhaupt subventionieren. Die Subventionierung von Agrarprodukten stand schon mehrfach auf der Kippe doch man hat sie nie beendet weil sonst die Bauern innerhalb der EU keine Chance mehr hätten sich gegen die internationale Produktion zu behaupten. Landwirte werden ja nur deshalb subventioniert damit sie nicht vor den Kampfpreisen des internationalen Marktes kapitulieren müssen und wir alle Agrarproduzenten in der EU verlieren und uns somit völlig von anderen Ländern abhängig machen (und somit das Risiko einer Unterversorgung durch Ernteausfälle oder Mil. Konflikte verschärfen). Mit dem Überschuss den diese EU-Landwirte dann produzieren drückt man den Weltmarktpreis der Produkte durch die man längst pleite gegangen wäre noch mehr. Somit macht man das Produkt noch billiger und die Bauern müssen noch weiter subventioniert werden um in diesem "Kampf" zu bestehen. Für mich ist das Unsinn.

Auf Jamaika zum Beispiel gibt es eine große Milchindustrie ... diese geht pleite weil die Deutschen Bauern selbst soviel subventionierte Milch produzieren. Allerdings werden die deutschen Bauern von der Karibikmilch im Preis weit unterboten und somit quasi aus dem Markt verdrängt. So zerstören sich 2 funktionierende Agrarsysteme weil irgendjemand auf lange Sicht mehr Geld aus beiden ziehen will.


"Es geht um Wohlstand. und welches Dritte-Welt-Land kann uns Wohlstand bringen? Selbst hier gibt es ja nicht mehr genug Wohlstand, um unsere Kultur zu finanzieren. Sogar in Deutschland werden Theater geschlossen. / Es kann ein Gleichgewicht geben. Allerdings liegt das Level dieses Gleichgewichts unter unserem derzeitigen Wohlstandslevel."

Es gibt sehr wohl genug Geld um diesen Wohlstand zu finanzieren. Theater werden geschlossen weil große Industriebosse kein Interesse daran haben etwas für die Öffentlichkeit zu tun (sonst würde man sich auch in den Geschäftspraktiken mehr engagieren). Der Staat hat genug damit zu tun das Mismanagement der letzten Jahre in einem beherrschbaren Rahmen zu halten und die vorhandenen Gelder auf "nötigere" Dinge wie Sozialsysteme und Infrastrutktur zu verwenden.
Das Problem ist meiner Meinung nach das wir den ethiklosen Raubtierkapitalismus aus den USofA adaptiert haben und Menschen sch***egal geworden sind (solange sie richtig funktionieren). Das Geld ist (wie fast überall in der tollen westlichen Welt) komplett falsch verteilt ... das Kapital konzentriert sich auf einige wenige und der Rest lebt in recht bescheidenen Verhältnissen.
Das Gleichgewicht mag unter dem "Gesamtwohlstand" liegen ist aber im Ganzen betrachtet wohl immernoch höher als der Standart des Durchschnittbürgers.
Diese Art denken hält uns davon ab das Gleichgewicht herzustellen weil ein paar reiche Pfeffersäcke ihren Luxus nicht abgeben wollen (das hat nichts mit eigentlichem Wohlstand zu tun).
Wie erkläre ich mir sonst das alleinerziehende 50%+ ihres spärlichen einkommens abgeben müssen und kein Recht auf Einspruch o.ä. haben und sich Topverdiener mit mehrern Mio. € im Jahr über "gestiegene Lebenshaltungskosten" beschweren dürfen man ihnen aber nicht an die Geldbörse geht weil man in der Politik zu feige ist. Gesellschafts- und Gewinnsteuererhöhungen werden immer unter den Tisch geredet weil man damit die Wirtschaft ins Ausland treiben würde... doch die Firmen sparen ja auch so und sourcen-out was nicht Niet- und Nagelfest ist.

Kleine Quizfrage:
Wen juckt 20€ct pro Joghurt mehr?
a) Alleinerziehende Mutter mit 2 Kindern und 1000 € Haushaltsnetto
oder
b) Vorstandschef einer großen deutschen Bank/Industrie mit einem Monatsnetto weit über 50.000 €

Deutschland geht es im Vergleich zu anderen Ländern noch richtig prima doch das wird sich in Zukunft gewaltig ändern wenn wir weiter den Amerikanern hinterherlaufen (politisch wie wirtschaftlich). Da ist nämlich das Gefälle schon so groß dass es für bestimmte Bevölkerungsschichten völlig unmöglich ist (bis auf einige Zufälle) sich aus dieser Klassenteilung zu befreien. In Deutschland fangen wir gerade wieder damit an.
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11.04.2006 15:26 Uhr von maxlive
 
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Peace: “Geht es uns an, wenn ein ganzes Land auf die Umwelt
scheisst für den Kontostand? Geht es uns an, wenn sich die
Interessen der ersten Welt über restliches Leben auf der Erde
stellt?“
Das Zitat stammt aus dem Lied “Geht es uns an?“ von Nosliw.

Ich denke, Egoismus ist in dieser Welt das größte Problem.
Auf Wohlstand will niemand verzichten, und etwas davon
abgeben? Kommt nicht infrage!
Solange die Menschen so denken, wird es auf der Erde auch
in tausend Jahren eine extreme Reich-und Armtrennung
geben, falls es die Erde dann überhaupt noch gibt,
geschweige denn die Menschlichen Rasse.
Ich glaube nicht dass die Erde eines natürlich Grundes
verenden wird. WENN, dann vielleicht durch atomare
Verseuchung oder wegen einer riesigen CocaCola-Flut:)
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11.04.2006 16:16 Uhr von Schwertträger
 
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Das ist das, was ich auch schon mäGGus schreiben wollte und was ich schon mehrfach hier im Forum erwähnt habe.

DER MENSCH an sich ist halt so, dass er, sowie er die Chance dazu hat, ein Ungleichgewicht herstellt, dass auf seine Art aber wieder stabil ist.

Selbst die Urstämme im tiefsten Urwald, innerhalb des Stammes weitgehend homogen, kämpft gegen Nachbarstämme (äußerst hart), um ein mehr an Ressourcen, Einflussgebiet und somit Macht zu gewinnen.


Man kann das im Kleinen beobachten. Es treffen sich zwanzig Leute mit denselben Interessen und gleichberechtigten Ideen und Anfangsrechten, um eine Initiative oder einen Verein zu gründen. Ein Jahr später gibt es sowohl in den Rechten als auch in der Berwertung der Personen und Ideen ein deutliches Gefälle.

Das ist ein menschliches Naturgesetz.

Da braucht man niemand ein arrogantes A...loch zu schimpfen, es sei denn, sich selber.

Alles andere ist einfach grenzenlos naiv.
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11.04.2006 16:25 Uhr von kantonanton
 
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Der Westen Quelle allen Übels: nicht der IRan oder ander kleien Staaten stellen heute die Gefahr dar, es sidn die Großkonzerne , dass durch einen amerikansichen Schriftsteller schön bewiese wurde.
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11.04.2006 16:47 Uhr von der_nachdenkliche
 
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Udo L. Bananenrepublik .....

Die American Fruit Company
machte mörderisch viel Money
Bananenplantagen - überall auf der Welt
containerweise Dollars - süchtig macht das Geld

Der Chef Dagobert Pic Mac guckt in den Atlas rein
fischkalte Augen - da quiekt er wie ein Schwein
da gibt´s ja noch ein Land - daraus fließt noch kein Gewinn
da haben wir unsere Finger - die Finger noch nicht drin

Das Businesspalaver zog sich ´n bißchen hin
da wurde Pic Mac sauer: Was glauben die denn
wer ich bin ...

Da kaufte er sich das ganze Land
mit Präsident und Parlament
mit allem
was dazu gehört
damit keiner die Geschäfte stört - Bananenrepublik

Er kaufte sich das ganze Land
mit Polizei und Militär
und weg mit jedem
bitte sehr
der sagt
daß was nicht in Ordnung wär - Bananenrepublik
Die Banane ist krumm
das ist doch klar
denn wenn die Banane gerade wär
dann wär´ sie keine Banane mehr

Weiße Strände - blauer Himmel
und die Tropensonne auch
und die kleinen schwarzen Kinder
haben ´nen dicken Bauch
Meine Peoples da unten sind happy
und wer sagt
daß das nicht so ist
ist ein lausiger Lügner und ´n dirty Kommunist
und sollten mal wieder ´n paar undankbare Typen revoltieren
tja
dann laß ich mich beschützen von meinen Offizieren

Er kaufte sich das ganze Land
mit Präsident und Parlament
mit allem
was dazu gehört
damit keiner die Geschäfte stört - Bananenrepublik
Und jeden
dem es hier nicht paßt
den steck´ ich easy in den Knast
ich mach´ ihn stumm
ich leg´ ihn um
und die Banane
sie bleibt krumm
denn wenn die Banane gerade wär´
dann wär´ sie keine Banane mehr
und das bleibt auch so und damit Schluß
Bis zum Schluß
der kommen muß
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11.04.2006 16:49 Uhr von jens3001
 
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@holylord: Du alter Streithammel du ;)

Rein prinzipiell hast du Recht. Es kann einigen wenigen nur dann "sehr gut" gehen wenn es anderen dafür ebenso schlecht geht.
Diese "Wippe" hat schon immer existiert.. und wird auch immer. Utopien wie "alle sind gleich" oder "jeder hat gleichviel" wird es nie (auf Dauer) geben können.
Nicht weil die natürlichen Gegebenheiten nicht existieren sondern weil die Menschen eben Menschen sind.

Das der Boden in (z.B.) Afrika zu einem grossen Teil zu trocken oder unfruchtbar ist, ist ein Problem aber kein unlösbares.
Der afrikanische Kontinent hat dafür einiges zu bieten was "uns" dafür fehlt. Rohstoffe, Bodenschätze, usw.
Würde der "Westen" die ärmeren Länder nicht arm halten würde deren Wirtschaft schlagartig nach oben katapultiert werden und die Menschen dort hätten ein höheres Lebensniveau.
Gleichzeitig könnten "wir" unsere Waren nicht mehr so günstig beziehen, müssten mehr bezahlen, könnten Export-Produkte für weniger Geld verkaufen, etc.
Was widerum bedeuted uns ginge es mit der Zeit "schlechter".
Was nicht heissen soll das es uns dann dreckig ginge.. eben nur das wir nicht mehr den aktuellen Standard hätten. Das ist aber etwas was wir nicht wollen.
Oder wieviele Menschen kennt ihr die nicht dafür kämpfen ihren derzeitigen Lebensstandard zu behalten oder zu verbessern?

Es ist also eine ganz natürliche Regelung. Wenn ich will das es mir gut geht und auch dafür arbeite akzeptiere ich gleichzeitig das es jemand anderen schlechter geht.
Ob es jetzt ist weil ich einen Job bekommen habe den jemand anders nicht hat.
Oder ob ich befördert wurde und jemand anders nicht.
Oder ob bei VW 10.000 Arbeiter entlassen werden damit mein Golf günstiger wird.
Oder ob in Kolumbien die Leute für ein Butterbrot arbeiten müssen damit ich meine Cola für 98 Cent kaufen kann.
Das ist alles das Gleiche. Eine Ausgeglichenheit ist rein utopisch und nicht realisierbar.

Holylord hat es zwar etwas drastisch ausgedrückt aber er liegt (leider) richtig.
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11.04.2006 16:57 Uhr von jens3001
 
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Bin schon ganz verwirrt *g*: Habe leider nicht alles ausgeführt was ich schreibne wollte aber dafür zuviel angefangen.

"Das der Boden in (z.B.) Afrika zu einem grossen Teil zu trocken oder unfruchtbar ist, ist ein Problem aber kein unlösbares.
Der afrikanische Kontinent hat dafür einiges zu bieten was "uns" dafür fehlt. Rohstoffe, Bodenschätze, usw."

Das war auf eine andere Aussage hier in den Kommentaren bezogen.
Es ging darum das jemand behauptete das die Probleme in Afrika nicht darin liegen das jemand den Kontinent/einige Staaten bewusst unterdrückt sondern das sie aus sich selbst heraus nicht stark genug sind um einen ähnlichen Lebensstandard zu entwickeln wie wir "westlichen".
Das ist wie schon gesagt nicht richtig. Was dem Kontinent evtl. an fruchtbarer Erde fehlt macht es durch andere Dinge wieder wett.
Könnte jedenfalls so sein wenn nicht die Weissen da wären die diese Schätze ausbeuten.

Das es viele Organisationen gibt die helfen ist löblich. Aber im Ganzen betrachtet ein Tropfen auf den heissen Stein.
Überlegt mal wie sehr die Organisationen um Geld und Hilfe betteln müssen.
Wieviel mehr für das Land getan werden könnte wenn mehr Reichtum umverteilt werden würde.
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11.04.2006 16:58 Uhr von Schwertträger
 
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Mein Reden. Der Mensch ist und bleibt ein Raubtier. Alles Leugnen hilf t nichts.

Auch wenn man in naiver Gefallsucht jedem helfen möcht, am Ende versucht man doch wieder, für sich selber mehr herauszuschlagen.

Völlig richtig, Jens.

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