10.04.06 11:10 Uhr
 429
 

London: Britischer Filmemacher ist 2003 von der israelischen Armee ermordet worden

Drei Jahre nach dem Tod des Dokumentarfilmers James Miller im Gaza-Streifen hat ein Untersuchungsgericht in London festgestellt, dass er damals von israelischen Soldaten gezielt erschossen worden war - was Israel immer dementiert hatte.

Untersuchungen dort waren nur nach langem Drängen der Angehörigen überhaupt aufgenommen worden, aber niemand wurde für die Erschießung von Miller bestraft, der an diesem Abend eine beleuchtete weiße Fahne vor sich her getragen hatte.

Israels Behörden hatten jede Unterstützung des Londoner Verfahrens abgelehnt. James Miller war 34 Jahre alt, als er am 2. Mai 2003 mit einem Schuss in den Hals getötet wurde, der daraus resultierende Film bekam drei Emmy-Auszeichnungen.


WebReporter: snickerman
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Film, Israel, London, Armee, Filmemacher
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Dominica: Hurrikan "Maria" fordert sieben Todesopfer
Sachsen: Vater und Söhne abgeschoben - Mutter und Tochter können bleiben
Florida: Krankenschwestern misshandelten Neugeborene auf Station

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
10.04.2006 11:01 Uhr von snickerman
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wie beschämend und peinlich sich ein demokratischer Rechtsstaat wie Israel verhalten hat, um die Aufklärung dieses Falles zu verhindern, ist fast noch schlimmer als der gezielte Todesschuss auf den Filmemacher James Miller. Hoffentlich wird die neue Regierung mehr auf die Einhaltung der Rechte Aller pochen!
Kommentar ansehen
10.04.2006 12:23 Uhr von PruegelJoschka
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Surprise, surprise! Israel ist ein heisses Pflaster!

Der Typ hat gepokert und verloren. Hätte er in Deutschland das Paarungsverhalten von Singvögeln dokumentiert, wäre er wahscheinlich auch lebendig nach Hause gekommen. Alerdings werden in den Singvögelspotgebieten in Deutschland auch keine Grammys verteilt. Aber Kriegsgebiet ist Kriegsgebiet. Und die israelischen Soldaten sind eh keine Freunde der Presse.

Was da wirlich abgelaufen ist wird wohl niemand erfahren. Eins steht fest, tot ist der Mann.
Kommentar ansehen
10.04.2006 12:43 Uhr von hiddenangel
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Andere Staaten Wenns in einem anderen Staat passiert wäre, hätten die betroffenen Regierungen Druck ausgeübt. Bei den Israelis reicht es aus, wenn sie die Unterstützung versagen, punkt, case closed.

jaja, alle sind gleich, etc. pp.

Refresh |<-- <-   1-3/3   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Christian Müller (Pogida): Dingfest gemacht
VG München: Wahlplakate der NPD müssen hängen bleiben
DFB: Sperre für Augsburgs Kapitän nach beleidigender Geste


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?