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Schüler lassen sich für ihr Leben managen

Das Leben nach der Schule neu zu gestalten stellt jeden Schüler nach Erhalt des Abschlusszeugnisses vor die Frage, wohin er sich beruflich orientieren will. Dieses Problem lösen einige Schüler dadurch, dass diese sich professionell beraten lassen.

Die Zukunft soll nicht ungeplant gestaltet werden. Sowohl wichtige Praktika im Ausland werden organisiert, als auch die Bewerbung an Unis im Ausland, was in den USA oder Kanada bis zu einem Jahr dauern kann.

Der Schüler Thomas Schröder (19) nimmt diese recht teure Beratung schon in Anspruch. Er argumentiert, dass man lieber einen Urlaub einsparen sollte, um sich seine Bildung zu verbessern, denn seine Eltern sind weder reich noch arm.


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WebReporter: maninmoon
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Leben, Schüler
Quelle: www.spiegel.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.04.2006 22:42 Uhr von maninmoon
 
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Ich finde dieses Managment reichlich übertrieben. Seine Zukunft kann man sich auch selber gut gestalten, wenn man sich selber einschätzen kann. Und was nach dem Studium kommt, ist auch ungewiss, ob man dann wirklich die Stelle bekommt, die man haben möchte.
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10.04.2006 10:12 Uhr von summertime
 
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@autor: Ganz so schlecht finde ich das nicht .. wie viele können sich wirklich selbst richtig einschätzen und wie viele nutzen die Chancen optimal? Natürlich muss der Coach auch gut geschult sein.
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10.04.2006 11:09 Uhr von t.weuster
 
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Das Beispiel: In der News ist sehr unglücklich. Den meiner Meinung nach haben gerade die Studenten ein Ziel und einen Weg im Kopf. Realschüler oder Hauptschüler hingegen lassen sich etwas mehr ungeplant vom Leben tragen.

Die Beratungen finde ich auch total übertrieben. Wenn man sich halbwegs mit einer Berufsrichtung auseinander setzt, kann man sich selbst ausmalen was auf einen zukommt. Außerdem soll man das lernen was einem Spaß macht und nicht, dass was jemand einem rät.
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10.04.2006 11:15 Uhr von Setchan
 
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übertrieben: Ich schließe mich dem Autor an. DIESE Maßnahme scheint mir übertrieben. Schüler können sich helfen lassen, aber das ist doch ne Zummer zu groß, find ich. Ich habe auch nur die normale Hilfe vom Arbeitsamt in Anspruch genommen, und habe jetzt eine Ausbildung in einem für mich sehr schönen Beruf. Und das obwohl ich wirklich kein Musterschüler war. Also es ist möglich was zu werden, man muss nur auch mal was machen
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10.04.2006 11:23 Uhr von PruegelJoschka
 
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Selbständigkeit? Wie, raus aus der Schule und kein Plan? Diesen Luxus kann sich jemand noch leisten?
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10.04.2006 11:43 Uhr von -spy-
 
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@ PruegelJoschka: ob man sich diesen luxus leisten kann oder nicht, spielt in diesem fall keine rolle. fakt ist das viele menschen nicht wissen was sie aus sich machen sollen. ging es nich schonmal jedem von uns so? eine solche möglichkeit finde ich super. die frage ist nur in wie weit so ein coach den jugendlichen beeinflusst.
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10.04.2006 11:50 Uhr von PruegelJoschka
 
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@spy: Doch! Jedem von uns ging es so. Und jeder von uns musste sich selbst entscheiden welchen Weg er bestreitet. Und wenn man auf die Fresse fliegt, dann weiß man, man ist selbst schuld, weil man selber die Entscheidung gefällt hat. Sowas nennt man Chatakterformung.

Aber ich bin es gewohnt, daß ich als jemand, der an allem schuld und für alles verantwortlich ist was in seinem Leben passiert, in der Minderheit bin. Viele lassen sich da geren bevormunden.

Umso schöner ist es zu wissen, daß man auch selber schuld an allem ist, was richtig in eigenem Leben läuft. Das gibt einem die Kraft Entscheidungen für sich und andere "bedenkenlos" zu fällen und Verantwortung zu übernehmen. ^^
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10.04.2006 12:00 Uhr von summertime
 
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@pruegel: dann schau Dir mal die Perspektivlose Jugend an ... Du glaubst doch nicht das es viele von denen ohne Unterstützung schaffen... die Zeiten ändern sich.
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10.04.2006 12:38 Uhr von eccomasta
 
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plannung v. keinen plan: Ich glaube das es jeder person überlassen sein sollte ob er sein leben plannen will oder nicht. z.b.: ich bin´karierre orientiert und hab deswegen schon die naechsten 7 jahre meines lebens verplant, bin aber erst 18,
aber wenn man sich ´driften´ lassen will soll mann das auch tun, wichtig (finde ich) ist nur ob mann die nötige unterstützung vom staat kriegt oder nicht, und ich meine dass es insb. an gym. und real s. in deutschland zu wenig aufklaerung über die vielfalt der arbeitswelt gibt ein unterrichtsfach das man nur einmal in der woche hat zur reine info input zwecken wäre angebracht...
peaz
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10.04.2006 13:03 Uhr von hiddenangel
 
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Selbst ist der Mann/Frau: Und damit wird den jüngeren was genommen, was prägend fürs spätere leben ist. erst zuhause von den eltern, jetzt das managen des lebens. wozu haben die nen kopf ?? damit es nicht reinregnet ???
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10.04.2006 21:15 Uhr von Götterspötter
 
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Was bringt die beste Planung ....: wenn sich die Berufs-welt /Qualifikation viel zu schnell ändert ?

Für eine qualifizierte Ausbildung sorgen und flexibel bleiben für Veränderungen ......
und klar ! ein beruflicher Auslandsaufenthalt bringt viel - aber dazu braucht man keinen "Lebens-manager" ... DAS weis man !

Viel "sinnvoller" ist ein ständiges "weiterbilden" - orientiert am wirtschaftlichen und techischen Wechsel der Welt ! ....

Wer für sowas einen "Manager" einstellt beweist nur seine "Faulheit" und diskreditiert sich selbst

Wie soll man heute im Berufsleben durchkommen, wenn man nicht mal in der Lage ist sich "selbst zu organisieren" ?
Oder "tuff" genug ist sich "Lebens-problemen" zu stellen und Lösungen dafür zu finden ?
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10.04.2006 22:08 Uhr von Die Waldfee
 
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Mach´s dir selbst! (nich hauen für den Titel, ist ein Lied von Silbermond)


ich hab damals während dem Abitur entschieden, was ich machen will. und das war nciht das, was andere gesagt, meine Eltern beschlossen, an die 10 Berufstests ergeben und meine Lehrer prophezeit haben... nun kann mich glaub ich auch nciht zu der "ich hab keinen Plan und keinen Bock auf irgendwas" Gruppe zählen. Für die wäre so etwas bestimmt sinnvoll... wenn die schon nicht alleine denken können so dass was sinnvolles bei rauskommt, dann sollen sie wenigstens andere für sich denken lassen, dann hat man wenigstens noch ein bisschen was davon...
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11.04.2006 01:19 Uhr von falko86
 
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ich selbst halte diese art von management auch für nonsens. interessant übrigens die bemerkung "lieber einen Urlaub einsparen sollte, um sich seine Bildung zu verbessern". im zeitalter von studiengebühren und allgemeiner chancenungleichheit wohl fehl am platz. für mich stellt sich die frage nach einem "bildungsurlaub" nach dem abi auf jeden fall nicht.

(davon abgesehen ist das kein richtiges deutsch)

@ summertime: das problem ist m.E. nicht nur die "perspektivlose jugend" sondern die z.T. mangelhafte studienberatung des lokalen arbeitsamtes. (soll keine verallgemeinerung sein, aber die erfahrung einer wenig kompetenten agentur für arbeit ist nicht gerade neu)

@ götterspötter: genau das ist das problem, aber ich denke gerade WEIL langfristige planungen im berufsleben immer schwieriger werden, werden diese manager konsultiert!
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11.04.2006 09:23 Uhr von jens3001
 
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@t.weuster: "In der News ist sehr unglücklich. Den meiner Meinung nach haben gerade die Studenten ein Ziel und einen Weg im Kopf. Realschüler oder Hauptschüler hingegen lassen sich etwas mehr ungeplant vom Leben tragen."

Das kannst du so nicht sagen. Studenten sind in den meisten Fällen Theoretiker die meinen weil sie viel über ihr Fachgebiet wissen liegt ihnen die Welt zu Füßen.
Da wurden schon ganz andere ins kalte Wasser geschmissen.

Realschüler dagegen nehmen sehr oft den direkten Weg in die Ausbildung, lernen so die praktisch orientierte Seite eines Berufes kennen und haben so von der tatsächlichen Arbeitswelt einiges mehr mitbekommen als so mancher Student mit 28.
Fakt ist also das diejenigen mit mittlerem Bildungsabschluss sich früher um ihre berufliche Laufbahn Gedanken machen müssen und sich demnach auch länger damit beschäftigen.
Ich kenne einige Studenten die jahrelang auf der Uni zubringen mit Studiengängen die ihnen "gefallen" ohne so eine rechte Ahnung oder Perspektive zu haben was sie nach dem Studium machen sollen.


"Die Beratungen finde ich auch total übertrieben. Wenn man sich halbwegs mit einer Berufsrichtung auseinander setzt, kann man sich selbst ausmalen was auf einen zukommt. Außerdem soll man das lernen was einem Spaß macht und nicht, dass was jemand einem rät. "

Die News ist auch etwas einseitig geschrieben. Denn die Berufsberatung gibts schon ewig.
Z.B. das BiZ (Berufsinformationszentrum) vom AA berät schon seit Jahrzehnten all diejenigen die sich für ein bestimmtes Berufsbild interessieren.

Und ein Jahr im Ausland Praktikum machen ist mit Sicherheit eine gute Idee.

Mit dem letzten Satz hast du natürlich Recht. Jeder sollte(!!) das machen was einem Spass macht. Denn nur wenn wir glücklich sind, sind wir gut (das gilt auch für den Beruf).

10.04.2006 11:09 von t.weuster
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11.04.2006 10:42 Uhr von burschi86
 
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Also als ich diese Nachricht gelesen hatte, musste ich den Kopf schütteln. Ich dachte mir"Was steht da denn für nen Mist?!". Die ganze News hört sich an wie eine Werbung für so ein Unternehmen. Besonders das Beispiel soieht aus, als hätte der Autor es aus irgendeinem Werbeprospekt abgeschrieben. Außerdem ist der Informationsgehalt sehr niedrig. Die erste Sparte ist Wirtschaft/Dienstleistungs-Branchen/Alles, aber nicht ein einziges Mal steht dort welches Unternehmen dies anbietet oder ob Firmen der lokalen Wirtschaft den jungen Leuten helfen etc.
Sollte der Autor vielleichtn och einmal drüber nachdenken, denn soetwas würde in ner Tageszeitung oder so niemals gedruckt werden...
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11.04.2006 10:52 Uhr von up123
 
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Wenn Elternhaus usw. in Ordnung ist kann man auch auf dieser Strecke eine Menge zusammen bewegen. Eltern sind auch dazu da, die Wege ihrer Kinder zu begleiten, ihnen Brücken zu bauen, Praktika-Möglichkeiten zu erforschen, Tips zu sammeln, Infos zu besorgen usw. usw.
Bei unseren 3 Kindern hat das gut geklappt. Allerdings habe ich mich immer nur als Mentor oder Begleiter verstanden.
Denn die Kinder müssen im Zweifelsfall selbst das Laufen Lernen und Entscheidungen treffen bzw. Initiativen ergreifen.
Als Vater oder Mutter kannst du nur begleiten und beraten, wenn es gewünscht ist.
Die Kinder müssen selber denken und entscheiden lernen. Auch weil sie selbst mit den Konsequenzen klarkommen müssen.
Ein Profi-Coach zieht sich, wenn die Rechnung bezahlt ist, zurück und das wars.
Eltern sollten immer Ansprechpartner sein und den Kindern das Gefühl geben:
Wenn es ernst wird und alles andere zusammenbricht, ist da noch jemand, an den ich mich wenden kann.
Das haben meine Eltern seinerzeit so gemacht und ich habe es mit meinen Kindern genauso gehalten. Die sind inzwischen 20, 22, und 24.

Bei uns klappt das immer noch ganz gut.
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11.04.2006 11:37 Uhr von maninmoon
 
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Lieber burschi86 selbstverständlich habe ich diesen Artikel geschrieben, um Werbung für dieses Managment zu machen. Mir geht es in erster Linie darum, dass sich möglichst viele Schüler und Eltern nach dem Lesen dieser Nachricht melden. Wie du sicherlich schon bemerkt hast, stammt die Quelle natürlich auch von mir, dass haben wir mit dem Spiegel so eingerichtet. Und auch das Beispiel ist selbstverständlich frei erfunden, damit das auch alles gut klingt!

Sei doch mal ehrlich! - Der Inhalt dieser News ist so, wie es in der Quelle steht. Und warum sollte ich Werbung machen, für ein Projekt, das ich selber negativ kommentiere? Und in welchen Channel ist die News sonst einzusortieren?
In einem Punkt muss ich dir recht geben: Diese News wird wohl in keiner Tageszeitung stehen, da der Spiegel einmal die Woche erscheint.

Gruß

maninmoon
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12.04.2006 09:33 Uhr von kebabpapzt
 
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Leider wissen viele Leute nicht, welchen Berufsweg sie einschlagen sollen. Dies ist durch die Bank weg bei vielen Jugendlichen so, ganz gleich welchen Schulabschluss sie voweisen können. So wissen z.B. viele Abiturienten nicht, was sie machen sollen. Nicht wenige denken : Studieren, ich muss irgendwas studieren. Ich hab doch nicht umsonst Abitur gemacht.
Leider machen viele dann den Fehler sich für irgendwas einzuschreiben, um dann mal zu schauen wie das Studium so ist. Viele schaffen dann früh genug den Absprung und bemerken während der ersten Semester ihres Studiums, ob jenes Studium wirklich das richtige für sie ist und wechseln ggf. das Fach, wenn sie merken, dass es nicht das ist, was sie sich vorgestellt haben.
Das man möglichst viel im Ausland gewesen sein sollte und am besten zwei Fremdsprachen oder gar mehr vorweisen sollte, ist nun wirklich jedem klar. Bei manchen Freunden aus meinen Bekanntenkreis könnte man boshaft behaupten, dass ihr bisheriges Studium weitgehend nur aus irgendwelchen Praktika bestand und sie sich sporadisch mit dem eigentlichen Studium nur am Rande beschäftigten.
Es ist am 15.07 jedes Jahr das gleiche Trauerspiel. Auf den letzten Drücker werden noch andere Fächer gewählt.
Manche junge Menschen bringen gar ihre Eltern mit.
An großen Unis ist dieses alljährliche Schauspiel sehr gut zu beobachten. In Hamburg sollte man sich am 15.07 einen Klappstuhl besorgen, sich einige Erfrischungen mitnehmen und sich das bunte Treiben orientierungsloser Menschen am Immatrikulationsamt anschauen.
Ich habe all jene Mitschüler bewundert, die schon während des Abiturs eine genaue Ahnung davon hatten, was sie machen, was sie studieren wollten. Leider gehörte ich nicht zu dieser Gruppe junger Menschen, die immer ganz genau zu wissen scheinen, was sie werden, was sie sein wollen. Ich träumte seelenruhig vor mich hin. Träumte davon "irgendwas mit Literatur" zu machen, obwohl ich damit meinte Schritsteller, Dramaturg oder dergleichen werden zu wollen. Irgendwann hat es "puff" gemacht und das Abitur war vorbei. Da war es nun : Ich hatte einen Abiturschnitt von 2,5 ,wusste aber nicht, was ich machen sollte. Meinen Wehrdienst in der Türkei konnte ich verschieben, so dass ich direkt nach dem Abitur unter dem Zugzwang stand bloß irgendwas zu machen, um nicht eine Lücke im Lebenslauf zu haben. Eins war mir aber klar : Ich wollte studieren ! Ich quälte mich mit der Wahl und der Termin "15.07" kam immer näher. Bis dahin sollte ich mich entschieden haben und meine Bewerbungen an die Uni rausschicken. Da ich noch nicht so recht wusste, was mich da erwartete und vor allem aus finanziellen Gründen entschied ich mich für die Uni am Standort "Hotel Mama". Kein Studienfach interessierte mich so wirklich, für jedes Fach hatte ich mehr "Contras" als "Pros". Ich besinnte mich schließlich ein Fach zu wählen, dass wenigstens einem meiner Interessensgebiete enspricht : Ich enschied mich für Wirtschaftswissenschaften. Das klang gut, das klang solide und das konnte ich meinem Vater erklären.
Als einziges Kind von sechs Kindern, dass studieren konnte/wollte konnte ich mich leider nicht wirklich für ein vermeintliches Traum-Studienfach entscheiden (Der Gedanke : Wie soll ich das bloß meinem Vater erklären, schwang stehts mit bei meiner Wahl.)
Die ersten beiden Semester waren der Horror. Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich Prüfungsangst. Nie zuvor hatte ich diese Angst verspürt. Ich war dafür bekannt, dass mich anstehende Prüfungen völlig kalt ließen, aber im Studium rutschte mir das Herz in die Hose und ich versiebte eine Klausur nach der anderen. In jedem Semester hatte ich den Gedanken mit dem Studium aufzuhören (sogar vergangenes Semester dachte ich : Nee, ich hör auf...). Ich hab einfach die Misserfolge nicht verkraften können. Ich der stets jede Klausur bestanden hatte, kam mir ganz unten vor.
Erst mit dem 3. Semester hatte ich meine ersten richtigen Erfolgserlebnisse. Ich schöpfte wieder Mut und studierte weiter. Die bestandenen Prüfungen gaben mir Recht und weiteren Mut weiterzumachen. Ich hatte das Gefühl "Du hast den Turnaround geschafft, jetzt kann dich nichts mehr aufhalten". Leider konnte ich keinen Leistungsnachweis für das vierte Semester vorweisen, um weiterhin BaFöG zu bekommen, denn ich hatte ja zwei Semester, d.h. ein Jahr nachzuholen. Nun bin ich auf der Zielgerade bzgl. des Grundstudiums auch wenn ich länger gebraucht habe. Unwissende Beobachter würden meinen, ich habe "herumgebummelt", aber nur ich weiß, welchen inneren Kampf ich austragen musste, um zu erkennen, dass ich nicht das falsche Studium gewählt habe.
Ich hätte mir so sehr gewünscht jemanden zu haben, den ich hätte fragen, der mir geholfen hätte helfen können mit all meinen Selbstzweifeln, aber musste mir selbst helfen.

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