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Reaktorunfall von Tschernobyl: Die DDR-Bürger wurden damals im Unklaren gelassen

Die Bürger in der ehemaligen DDR wurden seinerzeit bei dem Reaktorunfall von Tschernobyl völlig unzureichend informiert. Der SED-Staat gab Informationen nur in Abstimmung mit Moskau heraus. Es galt, die Leute zu beruhigen, die Sache zu vertuschen.

Eine unbedeutende Meldung in der Partei-Zeitung "Neues Deutschland" meldete lediglich eine Havarie in dem Reaktor. Wer Westfernsehen empfing, wusste von der tatsächlichen Dramatik. Selbst Tabellen mit Strahlenwerten wurden beschönigend veröffentlicht.

Im Westen blieb Obst und Gemüse aus Sorge vor Kontamination liegen. Es wurde in die DDR geschafft. Die Bürger kauften es aber nicht. Schließlich verteilte man das Zeug in Schulen und Kindergärten. Auch zu Atomkraft durfte man nichts Negatives sagen.


WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Bürger, DDR, Reaktor
Quelle: www.spiegel.de

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43 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.04.2006 21:16 Uhr von no_trespassing
 
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Da fällt einem nichts mehr zu ein. Tschernobyl war jedoch der Beweis, daß die Sowjetunion und ihr gesamtes System nicht mehr zu halten war und Gorbatschow gut beraten war, Glasnost und Perestroika umzusetzen.

Gut, daß sich die Bürger der DDR ihre Freiheit zurückgeholt haben.

Trotzdem: Die Last, die aus jener Zeit herrührt, ist unglaublich schwer zu tragen.
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09.04.2006 21:59 Uhr von pirata
 
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Stimmt: "Trotzdem: Die Last, die aus jener Zeit herrührt, ist unglaublich schwer zu tragen."
Die meinst damit sicher "unsere" Bundeskanzlerin, oder?
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09.04.2006 22:38 Uhr von Henniksen
 
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KÖÖÖÖÖÖÖL, und in West? Es galt, die Leute zu beruhigen, die Sache zu vertuschen....

Ähem, waren die Strahlenbelastungen (Der zulässige Grenzwert wurde eben mal verhundertfacht) nicht "unbedenklich ?
So hat man es uns in Westdeutschland jedenfalls eingetrichtert.
(Früher lag der Grenzwert von Lebensmitteln bei (4 Bequerel?)
Nach Tschernobyl bei einigen Hundert.
War aber wirklich nciht tragisch das Ganze, nur ärgerlich dass es keine Frühstückseier mehr gab weil die Hennen meiner damaligen Uroma keine mehr legten.
So, und jezz spui i mi no a weng mit meim Schwammerl...









mehrere hundert mal höher
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09.04.2006 23:04 Uhr von BilboderLutscher
 
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Tschernobyl war eh nicht so schlimm. Das wurde einfach nur von der Presse groß aufgebauscht....mehr war da nicht!
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09.04.2006 23:16 Uhr von johnny_filter
 
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a bisl alt: is diese news nicht a bisl alt - des hat man schon vor 20 Jahren gewusst dass die sowjet regierung das ganze vertuscht hat
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09.04.2006 23:37 Uhr von Jimyp
 
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@BilboderLutscher: War nicht so schlimm? Die Russen haben eine ganze Menge unter dem Teppich gekehrt! Tausende Menschen sind an den Folgen dieses Unfalls gestorben, bzw. werden noch sterben!
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10.04.2006 00:02 Uhr von kathleenchristine
 
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Was: sollte das denn groß nützen? Wenn ich erinnern darf: auch wir hatten diese Infos nicht sofort, es war ein längeres hin - und hergezerre bis man dann doch beschloss, es wäre etwas zu gefährlich mit Salat Pilzen und weiss der Geier was noch. Von den Spielplätzen wurde der Sand ausgetauscht, aber die Zeit bis informiert wurde war nicht unbedingt kurzfristig zu nennen.Es fing schon damit an, das Russland versuchte, die Geschichte zu vertuschen, dann als es doch scheibchenweise gesagt wurde, hat man hier erst mal beraten was gesagt wird und was nicht. In der Zeit haben wir unser "Fett" schon auch wegbekommen, gegessen, was wir nicht sollten usw.
Nur die Luft konnte man ja nicht austauschen als man doch noch begriff, das es nicht ganz so ungefährlich war, was da passierte.
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10.04.2006 00:05 Uhr von kathleenchristine
 
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BilboderLutscher: Tschernobyl war schlimmer, als wir es je erfahren werden, das glaube mal.
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10.04.2006 00:28 Uhr von Cpt.Proton
 
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Gott schütze den Sozialismus: Das System der Freiheit, indem es allen gut gehen wird.
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10.04.2006 01:10 Uhr von Mario78
 
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Und der Westen: hat das verseuchte Obst in den Osten verkauft,obwohl oder gerade weil sie wussten das es verseucht ist. Zum schluss mussten die armen Ossikinder das Zeug dann doch fressen. Wo man alles wieder Geld machen konnte,toller Kapitalismus der keinen Cent besser ist als der extreme Sozialismuss.

Quelle:

"Da wird nur erzählt, was die in Moskau fabrizieren"

"Man könnte von gezielter Vergiftung reden", sagt Kathrin Göring-Eckardt, die grüne Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags. Sie stammt aus Thüringen und erinnert sich noch gut an die Regale, die plötzlich voll waren mit Obst und Gemüse, das im Westen keiner mehr kaufen wollte. Im Osten allerdings auch nicht. "Wir wussten doch alle Bescheid." Auf der Straße, unter Freunden und in der Kirche flüsterten sich die Menschen die Warnhinweise von drüben zu. Den liegen gebliebenen Salat verteilte die DDR-Führung in Schulen und Kindergärten.
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10.04.2006 01:10 Uhr von hui-buh01
 
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Geesthacht denke ich sollte uns dann doch auch zu denken geben!!
schliesslich ist die überdurchschnittlich hohe anzahl an leukemiefällen auch nicht geklärt.
soviel dazu das tschernobyl vertuscht wurde.
das sind dann wohl die drei seiten der medaille was sie berichterstattund angeht. 1. die politische seite 2. die wirtschaftliche seite und dann noch der dünne rand: die wahrheit!!
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10.04.2006 01:14 Uhr von BilboderLutscher
 
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Naja mal ehrlich Leute ich mein so schlimm kanns ja nicht gewesen sein! Wie soll den hier in deutsche Pilze Uran gekommen sein? Das geht doch nicht! Das Zeug ist da bei der Reaktorexplosion irgendwo in Pakistan in die Luft geflogen aber der Weg nach Deutschland ist weit und daher muss das Zeug ja irgendwann wieder auf den Boden gefallen sein, aber sicher nicht in Deutschland das ist zu weit weg!

Also mit den Pilzen kann dann ja logischer Weise nix gewesen sein!
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10.04.2006 01:18 Uhr von kathleenchristine
 
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Ist nicht geklärt: http://www.tagesschau.de/...
http://www.krebs-kompass.de/...
http://www.krebs-kompass.de/...~content
Natürlich gibt es zu denken, aber man kann sie sagen, dass nicht versucht würde, dem Ganzen auf den Grund zu gehen.
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10.04.2006 01:23 Uhr von roichi
 
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@proton also, wenn du uns jetzt noch schlüssig erklären könntest, was ein Reaktorunfall mit dem Sozialismus zu tun hat, wäre hier wohl vielen Leuten sehr geholfen.
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10.04.2006 01:25 Uhr von kathleenchristine
 
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BilboderLutscher: Es geht auch nicht um die Pilze, ich denke, da wurde eine Vorsichtsmaßnahme in die Welt gesetzt die eigentlich keine war, denn mal ganz ehrlich, wie willst du gegen so etwas vorgehen? Ich glaube, das war beruhigend, "man" wußte, es konnte etwas getan werden, so denke ich mir das jedenfalls. Die tatsächlichen Schäden wirst du wahrscheinlich nicht mal feststellen können, weil kein Mensch weiß wie es sich auswirkt wenn du dich weiter weg befindest.
Die Leukemie -Fälle dort sprechen allerdings eine deutliche Sprache. Das war einer der seltenen Fälle, in denen die Presse nicht aufbauschte, sondern im Gegenteil, sich schon zurückhielt.
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10.04.2006 04:18 Uhr von BilboderLutscher
 
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Naja immerhin wird die umwelt durch atomenergie nicht so belastet wie durch sonstige kraftwerke. Also und das in Tschernobyl war halt mal pech aber sonst ist das doch echt zu vertreten! Und allgemein über irgendwas müssen sich die leute immer aufregen und wenn mal nichts besseres da ist (z.B. ein weltkrieg oder so) dann wird schonmal irgendwas aus dem ärmel geholt, wie ein reaktorunfall. Damit das ganze dann auch noch nennenswert und für alle spannender ist wird hier und da noch mal übertrieben und was ausgedacht.......naja und so organisationen wie greenpeace nutzen sowas dann wieder schamlos aus um der ganzen welt "klar zumachen" wie schlimm doch atomstrom ist. Naja und der großteil der leute glaubts dann auch, was bedeutet dass sie anfangen rumzuheulen und sagen Atomstrom wolln wir nicht, der ist böse.

Tja aber so ist doch überall auf der welt, die leute wollen sowas nur hören wenn es auch n ganz dickes ding ist und wenn sies irgendwie für ihre zwecke missbrauchen können.
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10.04.2006 05:50 Uhr von Buster_
 
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@BilboderLutscher: Deine Kommentare zu der Reaktorkatastrophe sind Saublöd. entweder bist du so dumm oder du willst nur Provozieren. Ich finde es schlimm wenn man tausende von Opfer so verhönnt.
Das "Pech" kann sich in jedem Kraftwerk in Europa auch jederzeit wiederholen. Aber du glaubst ja sicher nur den seriösen Daten der Energieverorger, nachdem Atomkraft 100% sicher ist. Klar das da Katastrophen nicht gut in die Lobbyarbeit passen.

Andere Meinungen können ja nur ungebildete Spinner und "Ökos" haben:
http://www.umweltschutz-news.de/...
http://de.wikipedia.org/...
Diese Fakten sind belastbar. Andere Quellen dazu finden sich schnell, wenn man es will.
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10.04.2006 10:11 Uhr von Serinas
 
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nicht nur die ddr bürger: die haben selbst die eigenen leute verarscht , teilweise hat man den arbeitern die den reaktor wieder abgeriegelt haben und die schutzghülle gebaut haben , gesagt das sie ihre normale lederjacke schon vor der strahlung schützt , und sie in schichten dort reingeschickt. die haben es geglaubt , und letztendlich den reakor wieder verschlossen und sind dannach an den folgen gestorben.
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10.04.2006 10:18 Uhr von Serinas
 
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@BilboderLutscher: ganz einfach , sofern die strahlenteilchen ( alpha und beta ) durch den wind in die wolken gelangen , werden sie von diesen mitgetragen und am ende gibt es sozusagen vertrahlten regen, da die teilchen aber wenn man es so sieht sogut wie gar nichts wiegen werden sie auch durch den wind extrem weit getragen, die gammastrahlung mag die gefährlichste sein , ist allerdings eher lokal begrenzt (soweit wie mir das bekannt ist )
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10.04.2006 10:30 Uhr von Alfadhir
 
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ja und ist doch heute genau so oder glaubt ihr: das wir alles erfahren ??? bestimmt nicht .
heute nutzt man die "tv verblödung" der menschen themen die nicht in das fehrnsehen kommen existieren für die meisten menschen dann auch automatisch nicht.
erst wahren es scheiterhaufen dann wurde geleugnet, heute wird verschwiegen.
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10.04.2006 10:57 Uhr von chartus
 
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wenn ich das hier so lese drängt sich mir nur eine einzige Assoziation auf ...

die einer Schafherde!

Ihr würdet so eine news nicht schreiben wenn ihr in der
Schule in Physik nicht permanent Kreide holen wart und ihr
würdet gleich gar nicht solche bescheuerten Kommentare
schreiben wenn ihr nicht jeden tag vorm
Elektrodenstrahlaltar beten würdet...

Aber naja wie hieß es so schön? Die Summe der Intelligenz
eine Gruppe ist konstant - nur die Anzahl der Mitglieder
ändert sich? ...

ihr seit zum gruseln!
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10.04.2006 11:30 Uhr von PruegelJoschka
 
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@Serinas: Alpha, Beta, Gamma?

Ich denke, Du wolltest eher dasgen, daß radioaktiver Staub in die Atmosphere gelangt ist und dann bei den Niederschlägen runterkamm und das radioaktive Zeug dann lustig überall in der Welt vor sich mit Alpha, Beta und Gamma strahlen hingestrahlt (hat).

@Topic

Natürlich wurden sie im unklaren gelassen. Viel geholfen/geschadet hat es nicht. Der Menschliche körper ist in der Lage auf eine bestimmte Strahlendosis mit (positiv wirkender) Erneuerung zu reagieren. Die Krebsraten wurden dadurch eher nicht signifikant erhöhlt.

In Polen war es übrigens nicht anders.
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10.04.2006 12:18 Uhr von burschi86
 
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@Bewertung: Also ich finde es ja spannend, was mit der Zeit so rauskommt, aber spätestens als damals die Nachrichten aus dem West-Fernsehen in die DDR gelangten, war doch schon klar, dass alles mit Moskau abgestimmt war und die ihre Bürger in der DDR nur beruhigen wollten. Ich finde, dass diese "News" die News nicht wert ist. Denn eine Neuigkeit ist es nicht... Demnach auch total verfehlt bei ssn.
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10.04.2006 12:27 Uhr von _mgt_
 
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Keine News: Seit wann werden Fakten, die schon seit Jahren bekannt sind, als Shortnews veröffentlicht?!
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10.04.2006 12:55 Uhr von kandie
 
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@Autor: 1. " Wer Westfernsehen empfing, wusste von der tatsächlichen Dramatik."

Also fast alle... die die es nicht hatten, haben es von anderen erfahren.

2. "Gut, daß sich die Bürger der DDR ihre Freiheit zurückgeholt haben. "

Wenn die Bürger der DDR gewusst hätten was nach der Wende hier so alles abgeht...hätten sie Die Mauer kostenlos und so schnell wie möglich wieder aufgebaut.

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