07.04.06 21:53 Uhr
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Deutsche Bahn will Kunden Recht auf Entschädigung bei Verspätungen einräumen

Ein "einklagbares Recht auf finanzielle Entschädigung bei Verspätungen" will die Deutsche Bahn nun auch im Nahverkehr für ihre Kunden zugänglich machen. Allerdings soll erst eine Versuchsphase in Schleswig-Holstein zeigen, ob dies Erfolg verspricht.

So soll bei Verspätungen ab einer Stunde eine Ermäßigung von 25 Prozent sowie bei doppelter Verspätung 50 Prozent des ursprünglichen Fahrpreises erfolgen. Ziel ist es, für Kunden das Recht auf Pünktlichkeit zu erhöhen, so Karl-Friedrich Rausch.

Prinzipiell kann aber nach wie vor kein Schadensersatz geltend gemacht werden, da entsprechende Regeln des BGBs nicht auf die Deutsche Bahn zutreffen. Für sie gilt immer noch das Eisenbahnergesetz.


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WebReporter: -mysterious-
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Bahn, Recht, Kunde, Deutsche Bahn, Entschädigung, Verspätung
Quelle: www.n24.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.04.2006 21:52 Uhr von -mysterious-
 
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Wird auch langsam Zeit dass die Bahn zumindest kleinere Zugeständnisse macht, denn es ist echt heftig wenn man auf die Bahn angewiesen ist und bei einem wichtigen Termin zuspät kommt. Ob dieser Versuch dann allerdings auch bundesweit umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.
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07.04.2006 22:55 Uhr von -pete-
 
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ab einer stunde? also ich finde das man für solche sachen nicht irgendwelche Uhrzeiten festsetzen kann.

Ich fahre jeden Tag 35-40min mit der Bahn, das 2x, ich hatte es leider schon ziemlich oft das mein Zug bis zu 45min!! mitten in der Pampa stand weil irgendwas nicht in Ordnung war. Was wäre dann? Ich komme zu spät zur Arbeit oder sogar zum Kundentermin aber da ich weniger als eine Stunde zu spät bin steht mir keine Entschädigung zu? Meiner Meinung nach sollte man das noch einmal überdenken und überarbeiten. Die Zeiten sollten auf jeden Fall in Relation zur normalen Fahrtzeit gestellt werden.

Was meint ihr?
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07.04.2006 23:00 Uhr von -mysterious-
 
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kann ich dir nur vollkommen zustimmen. wie ich ja auch oben bereits gesagt habe, finde ich es gut, dass die bahn zumindest einen schritt auf die kunden zugeht.

bringen wird´s aber nichts, da meistens eben verspätungen unter einer stunde das problem darstellen und die darüber eher seltener vorkommen.
somit zieht sich die bahn wieder schön aus der affäre und spart ne menge kohle!!

aber ich bin mir sicher da ist das letzte wort noch nicht gesprochen, denn wenn ich das noch richtig in erinnerung habe, soll ja eben durchgesetzt werden, dass auch bei der bahn das bgb anwendung finden soll.
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07.04.2006 23:39 Uhr von ooo
 
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was heist denn hier wollen: Wenn ich mich nicht irre gibt es da eine EU-Richtline die das vorschreibt. Oder es soll zumindest eine kommen.
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07.04.2006 23:47 Uhr von Phoebe5035
 
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ach ja, die bahn was bin ich froh, dass ich inzwischen autobesitzer bin.

war drei jahre lang auf die bahn angewiesen. alle zwei wochen freitags 3 1/2 stunden (lt. fahrplan) im zug nach hause und sonntags 3 1/2 stunden zurück zur uni. inklusive 2 x umsteigen und einer stunde aufenthalt in berlin, weil der fahrplan so besch***** war. wenn ich in berlin ankam, war mein zug gerade 2 minuten weg. und der nächste hatte komischerweise immer ca. 10 minuten verspätung, was dazu führte, dass beim nächsten mal umsteigen ziemlich oft der anschlusszug schon weg war. dann durfte man wieder mal eine stunde in der kälte rumstehen und auf den nächsten zug warten und die reisezeit kletterte auf 4 1/2 stunden hoch.
mal eben 30 minuten verspätung oder 45 minuten mitten im nirgendwo rumstehen und keiner weiß was los ist, das kenn ich auch. aber am schlimmsten waren mal 83 minuten verspätung zusätzlich zu der stunde, die ich eh schon immer warten musste. da hätte sich eine entschädigung mal richtig gelohnt ...

und ne freundin brauchte mal mit der bahn 6 1/2 stunden für eine strecke, die sonst nur 3 1/2 stunden dauert. eigentlich fuhr der zug jede stunde, aber wegen bauarbeiten war es immer eine stunde zug, die nächste ersatzverkehr, dann wieder zug, etc.
sie wollte den zug nehmen, aber der kam plötzlich einfach nicht. also musste sie eine stunde warten und dann auf schienenersatzverkehr umsteigen. beim nächsten bahnhof war der eigentliche zug natürlich schon weg, also wieder auf den nächsten warten. der kam dann mit 20 mins verspätung und fuhr zudem auch noch einfach hindurch ohne anzuhalten (und kam dann ein paar minuten später rückwärts zurückgerollt um die passagiere aufzulesen). dadurch verpasste sie dann ihren nächsten zug und durfte weitere 40 minuten auf den nächsten warten.

oh ja, die liebe bahn.
kennt eigentlich noch jemand die tolle werbung, wo leute auf dem bahnsteig stehen und auf ihren zug warten und dann eine durchsage kommt, dass der zug 3 minuten verspätung hat? und dann stürmen die leute mit plakaten los zum schaffner, rufen "3 minuten, eine frechheit" und "wir verlangen eine erklärung". an diese werbung musste ich immer denken, wenn dann die verspätungsanzeigen von 10 auf 15 und dann auf 20 oder 30 minuten umschalteten ...
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08.04.2006 11:07 Uhr von Thejack86
 
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wie kann man nur so dum sein ...

okes ist nicht falsch aber das ändert nix an den verspätungen ...

sinn voll wäre es doch ein bußgeld für verspätete zugfuhrer ein zuführen pro minute 1 euro ... mal schaun wie sich das dann entwickelt ...

wenn ein zug zu früh abfährt wird natürlich dies auch mit einer strafe abgeglichen ...

um auch fair zu bleiben sollte man die maximale verspätung an einer haltestelle er mitteln so das man die fahrer dazu bringt oh 10 minuten zu spät ... ich fahre genauso weiter aber wenns geht ein bissel schneller ... nur nicht zuviel risko ...
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08.04.2006 11:54 Uhr von Phoebe5035
 
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@ Thejack86: sag mal wovon träumst du denn?

was glaubst du denn, wie das bei der bahn langläuft? denkst du echt, der zugführer sitzt in seiner kabine und denkt sich "mensch, ich hab heute lust passagiere zu ärgern, ich fahr jetzt mal absichtlich zu langsam sodass ich zu spät komme"? also so läuft das nun wirklich nicht.

die zugführer haben selten wirklich einfluss auf die verspätungen. das ist meist abhängig von ganz anderen sachen. wenn ein zug irgendwo im nirgendwo anhält und da mal eben 45 minuten rumsteht, dann nicht, weil der zugführer mal ´nen spaziergang machen wollte, sondern weil er per funk dazu die anweisung bekommen hat. da ist dann vielleicht irgendwas auf dem bahnhof nicht in ordnung, kaputte gleise, defekte leitungen etc. weswegen er dann nicht gleich in den nächsten bahnhof einfahren darf. oder es sind unterwegs auf der strecke bauarbeiten durch die er nicht einfach durchrauschen darf. möglicherweise gab es auch einen wildunfall oder ein selbstmörder hat sich vor einen zug geworfen. und dann gibt es bei den zügen eine hierarchie, demnach ist z.b. ein ICE höher gestellt als ein regionalzug. und wenn der ICE sich verspätet, muss der regionalzug, wenn er anschlusszug ist, auf den ICE warten. logischerweise verspätet er sich dadurch selbst auch.

ein szenario: irgendwo geht eine oberleitung kaputt. die züge dürfen wegen nicht gewährleisteter sicherheit nicht an der entsprechenden stelle vorbeifahren. die anschlusszüge auf den nächsten bahnhöfen müssen auf die züge warten. irgendwann stellt man fest, dass das leck nicht so schnell behoben werden kann, die züge werden umgeleitet und irgendwann dürfen dann auch die anschlusszüge weiterfahren. ergo: etliche züge haben sich massiv verspätet, weil irgendwo eine oberleitung gerissen ist. aber kein einziger der zugführer war schuld daran.

und du willst jetzt all die zugführer mit geldbußen belegen, obwohl sie rein gar nichts für die verspätungen können?

nein, das ist nicht die lösung. solche außerplanmäßigen dinge wie defekte und bauarbeiten sind bei der bahn einfach schon zu normal geworden. daran muss gearbeitet werden.
hab es schon oft erlebt, dass die lok kaputt geht und dann alle passagiere auf einem popeligen kleinen bahnhof ohne unterstellmöglichkeit im regen oder bei -10°C auf den nächsten (die fahren hier im stundentakt) oder den ersatzzug warten mussten. und sowas darf einfach nicht sein.
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08.04.2006 21:21 Uhr von md2003
 
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Ich fahr zwar nie mit der Bahn, aber das hört sich doch gut an!

Bei Verspätung gibt es Kohle - sowas gibt es bei einem PKW nicht - wenn man z.B. unverschuldet im Stau auf der Autobahn steht!!!

Klarer Vorteil für die Bahn:-)
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10.04.2006 03:07 Uhr von HHAG
 
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@Phoebe5035: > was glaubst du denn, wie das bei der bahn langläuft?
> denkst du echt, der zugführer sitzt in seiner kabine und
> denkt sich "mensch, ich hab heute lust passagiere zu
> ärgern,

Ihr habt beide Unrecht. Der Zugführer sitzt in gar keiner Kabine, sondern kontrolliert Fahrkarten, dient als Ansprechpartner im Fahrgastraum und fertigt an Bahnhöfen die Abfahrt ab.. :-) Ihr hingegen meint einen Lokführer bzw. Triebfahrzeugführer.

Und natürlich stimmt es, dass der am allerwenigsten für Verspätungen kann. Und da mir mein Leben einigermaßen lieb ist, bestehe ich sogar drauf, dass die Lokführer auch in Zukunft an roten Signalen halten und nicht drüberrauschen, weil sie bei Verspätung Angst um ihre Bezahlung oder gar ihren Job (siehe Japan) haben.

> hab es schon oft erlebt, dass die lok kaputt geht und
> dann alle passagiere auf einem popeligen kleinen
> bahnhof ohne unterstellmöglichkeit im regen oder bei
> -10°C auf den nächsten (die fahren hier im
> stundentakt) oder den ersatzzug warten mussten. und
> sowas darf einfach nicht sein.

Ja, aber irgendwo muss der Ersatzzug/-ersatzlok ja herkommen und wenn man sich gerade in der Pampa befindet, dann ist das meist nicht gerade der nächstgelegene Bahnhof, sondern der nächste Großstadtbahnhof, wo ein diensthabender Reserve-Mann auch erst mal zur Reserve-Lok laufen, diese fahrbereit machen und zur Einsatzstelle fahren muss.

Das ist halt alles nicht so einfach.

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