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Berlin: Israelische Botschaft empfiehlt, Deutsche nicht als "Nazi" zu bezeichnen

Die israelische Zeitung "Jedijot Achronot" berichtet von einer Empfehlung der israelischen Botschaft in Berlin an ihre Bürger, den Begriff "Nazi" in Deutschland am besten nicht zu verwenden.

Der Deutsche reagiere darauf sehr empfindlich und verstehe keinen Spaß. Offiziell lautet der Rat: "Es ist nicht weise, in Deutschland in der Öffentlichkeit das Wort 'Nazis' zu verwenden."

Grund für die Empfehlungen waren geäußerte Nazi-Vergleiche von Touristen aus Israel gegenüber kontrollierenden Zollbeamten, als eine Frau Zigaretten schmuggeln wollte sowie einer anderen Reisenden, die sich über die geringe Steuererstattung beschwerte.


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WebReporter: labor_007
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutsch, Berlin, Israel, Nazi, Botschaft
Quelle: www.n-tv.de

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49 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.04.2006 16:07 Uhr von labor_007
 
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Warum sollte sich auch ein 25-jähriger Zollbeamten am Flughafen von einem israelischen Tourist als "Nazi" bezeichnen lassen, wenn dieser mit zu vielen Zigaretten erwischt wird? Als der geboren wurde, war das 3. Reich schon 35 Jahre lang Geschichte!
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07.04.2006 16:18 Uhr von Deck
 
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krank: also dass sowas spaß sein soll, kann ich sowieso nicht verstehen. aber dass das von israelis kommt, finde ich sehr merkwürdig. wenn mein volk so gelitten hätte, würde ich den tätern nicht aus spaß einen namen geben. schon gar nicht so lange zeit danach. man sollte meinen, dass sich das verhältnis mal ein bißchen normlisiert - natürlich ohne die schrecklichen taten und ereignisse zu vergessen. aber scheinbar glauben die, wir rennen hier immernoch alle durch die gegend und grüßen mit dem hitler-gruß...
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07.04.2006 16:32 Uhr von terrordave
 
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normal wenn die mich nicht mehr nazi nennen dann sag ich auch nicht mehr saujude zu denen...
wie schon Deck angemerkt hat, es ist sehr komisch, dass gerade israelis sich zu diesem ausdruck hinreißen lassen...wo sie doch selber so empfindlich sind, wenn man sie an diese zeit erinnert (diejenigen dies miterlebt haben). wenn das jetzt ne britische empfehlung für die wm wäre würd ich ja nix sagen sondern nur den kopf schütteln... ;)
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07.04.2006 16:38 Uhr von Julizka84
 
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dürfte die: Deutsche Botschaft denn auch empfehlen, dass Deutsche Israelis nicht als Judenpack bezeichnen sollten?
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07.04.2006 16:45 Uhr von Uli Radtke
 
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@terrordave: wenn du die "saujuden" nennen solltest, nenn ich dich aber nazi ;-)
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07.04.2006 16:52 Uhr von labor_007
 
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liebe kommentatoren: bitte zerstört nicht meinen Beitrag durch Eure, nicht nur von mir unerwünschte, Kraftausdrücke und versucht doch einfach nur, sachlich zu bleiben. DANKE
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07.04.2006 17:04 Uhr von jens3001
 
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Nazi ist in dem Sinn kein Schimpfwort sondern eine Bezeichnung für die politische Ausrichtung bzw. Parteizugehörigkeit.. nämlich "NAtionalsoZIalist".

Das man sowas zu jemanden sagt finde ich auch dämlich. Könnte ich genauso zu jemandem "Liberaler" oder "Demokrat" sagen.

Das diese israelischen Touristen etwas angreifendes gemeint haben ist wieder was anderes.
Mich regt dabei auch weniger auf das man als "NAZI" bezeichnet wird sondern eher das der/diejenige dann anscheinend keinerlei Ahnung hat in welchem Zusammenhang das Wort steht.

Mich überkommts dann immer die darüber aufzuklären.. und daraus entwickelt sich dann
- entweder ein handfester Streit darüber ob alle Deutschen nun "Nazis" sind oder nicht
- oder der andere lernt was dazu (bzw. ich selber manchmal auch)
- oder ich beiss mir auf die Zunge *g*

Ich sehe das Wort "Nazi" nicht als Beleidigung wenn ich so bezeichnet werde. Wenn überhaupt dann nur wenn ich merke das der Gegenüber keinerlei Ahnung (oder Ansicht zu dem Thema) hat sondern einfach nur was nachplappert.

Aber insofern ist die Warnung der Botschaft natürlich auch angebracht.
Wir Deutschen schaffen es wirklich meisterlich uns selbst Reuegefühle einzureden die wir gar nicht haben müssen. Entsprechend aggressiv oder zumindest abweisend reagieren wir.
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07.04.2006 17:18 Uhr von pirata
 
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jens3001: das glaube ich auf Anhieb, dass Nazi fuer Dich kein Schimpfwort ist.
"Wir Deutschen schaffen es wirklich meisterlich uns selbst Reuegefühle einzureden die wir gar nicht haben müssen."
Man soll keine Reuegefuehle haben, wenn man fast die halbe Welt in Schutt und Asche legte und fuer den Tod von ueber 50 Millionen Menschen verantwortlich ist?
Du bist wohl wirklich ein Nazi? Das ist nach Deiner Auslegung natuerlich nicht als Beleidigung gemeint und verstoesst damit auch nicht gegen die Netiquette.
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07.04.2006 17:24 Uhr von denksport
 
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ich wars nichT ich hab´ keinen umgebracht. Und nun?
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07.04.2006 17:37 Uhr von mone86
 
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pirata: finde deinen kommentar etwas daneben!!
"Man soll keine Reuegefuehle haben......Du bist wohl wirklich ein Nazi?"
bezeichnest du immer gleich jemand als nazi, wenn er keine reuegefühle zeigt?! unsere generation hat mit dem 3. reich nichts mehr zu tun und kann deshalb auch nix dafür für das was damals passiert ist!!!!
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07.04.2006 17:38 Uhr von BeInspired
 
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@pirate: na da fühlt sich aber jemand aufn schlips getreten.
meine fresse dass hier aber auch immer zwei welten aufeinander treffen müssen...die einen die sagen was geht mich die zeit an, war nicht mein baujahr und gut. irgendwann is jede entschuldigung mal alt genug....und dann die andern, die am liebsten noch in 1000 jahren bestimmen personengruppen in den arsch kriechen würden...kann dich irgendwie nicht sein oder? ich meine glaubst du allen ernstes dass sich die franzosen so schämen, als die hugenotten damals gejagt wurden? oder meinst du die engländer schämen sich, dass sie deutsche kommunisten nach dem kreig gefoltert haben?
ich weiß dass die zeit damals schlecht war, das streitet ja auch niemand ab. nur hört doch bitte einfach mit dem arschkriechen auf....meine generation is lange weg vom krieg...und so sollte man uns auch behandeln.
danke ^^
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07.04.2006 17:49 Uhr von dragon_eye
 
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@Pirata: Also wirklich - das hätte nicht sein müssen...
Ich bin 22 und bereue auch nichts. Das war alles vor meiner Zeit und selbst wenn ich damals gelebt hätte - ich hätte doch nichts dagegen tun können.

Man kann ja heute als Bürger auch nichts gegen die D*pp** tun, die ständig neue Schulden auf unser aller Kosten machen.

Also wirklich, Pirata, Du solltest nochmal drüber nachdenken, was Du da für einen Bockmist geschrieben hast.

und @mikebison:
Dein "Dieser Tipp"-Kommentar ist grammatikalisch falsch!
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07.04.2006 17:56 Uhr von pulverschmid
 
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Die diplomatische Botschaft -: der Israelischen Botschaft ist doch völlig verständlich und o.k. Ich wüßte nicht, was es daran auszusetzen gäbe. Es geht doch nur um einen guten Umgang miteinander.
Außerdem ging der Aufruf natürlich nicht an uns Deutsche, sondern an die iraelischen Landsleute, die sich nicht immer so aufkiepern sollen, vor allem nicht, wenn sie uns besuchen.
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07.04.2006 17:57 Uhr von msi999
 
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@Kommentatoren zu pirata: Sorry, aber es waren Eure Väter und Großväter!!! Ich bin auch nicht viel älter als Ihr, aber ich schäme mich sehr wohl dafür, was hier im Namen des deutschen Nationalismus angerichtet wurde. Und ich schäme mich für die, die das heute noch leugnen oder verharmlosen!!!
Sicher muss man sich nicht jeden Tag dafür entschuldigen. Aber Reue und Demut steht uns - auch 60 Jahre danach - immer noch gut zu Gesicht.
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07.04.2006 18:08 Uhr von Uli Radtke
 
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@mone und andere: du als individuum mußt natürlich nix bereuen, und bist auch nich fürs dritte reich verantwortlich zu machen

aber wenns um unsere eigenschaft als "deutsche" geht, dann ist das dritte reich nunmal teil unserer geschichte..
ich finds unpatriotisch wenn man die negativen teile "seiner" (also der deutschen) geschichte so verdrängt..
wenn man sich schon so vollmundig zu seinem deutschen vaterland bekennt, dann gehörts auch dazu sich mit den schattenseiten des deutschseins auseinander zu setzen

wir sind papst, wir sind weltmeister (also 1990, nicht 2006).. aber nazis waren wir nie, denn da haben wir ja noch nicht gelebt

niemand soll sich hier als nazi fühlen (bis auf diejenigen, die es tatsächlich sind).. aber ein gewisses verantwortungs- und geschichtsbewußtsein wär schon nich verkehrt
zwar kann hier niemand unserer generation für die damaligen verbrechen, aber wir tragen die verantwortung für die gegenwart.. und da ist ein schuldbewußtsein (für die fehler verganener generationen) wichtig

dann noch dieser dämliche vergleich "die anderen haben aber doch auch....."
erstmal haben die anderen eben nicht !(das gleiche und in dem ausmaß gemacht wie wir), von daher find ich diese kindergartenmäßige schuld-weiterleitung einfach nur daneben..

wenn ich zb us-amerikaner wär, wär ich genauso an der aufklärung von verbrechen die im namen meines landes verübt worden interessiert

wir deutschen können stolz auf uns sein, dass zumindest ein teil von uns, frei von irgendwelchen möchtegern-patriotischen und ahnen-in-schutz-nehmenden argumenten die vaterländische geschichte betrachten kann.. da haben wir einigen anderen ländern mal was vorraus, also freut euch und macht mit ;-)
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07.04.2006 18:41 Uhr von mone86
 
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@msi999 und uli radtke: msi
ich kann trotzdem nichts dafür, was meine vorfahren für verbrechen gemacht haben. und von meiner verwandtschaft war niemand ein nazi-verbrecher, das behaupte ich jetzt mal einfach so, sonst müsste ich meine ganze familie als lügner bezeichnen! und wenn ich mich für das was vor 61 jahren geschah nicht schäme heißt es noch lange nicht, das ich es "leugne oder verharmlose"! aber ich bin ganz sicher auch NICHT stolz auf die ns zeit!!!

uli R.
verantwortungsbewusstsein ja, aber schuldbewusstsein nein......

"die heutige Generation ist nicht verantwortlich für das, was geschah, aber sie ist verantwortlich, für das was aus der zukunft daraus wird"
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07.04.2006 18:44 Uhr von Ötschie
 
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Also ich würde mich beleidigt fühlen, wenn jemand zu mir Nazi sagen würde.
und @jens3001:
Natürlich müssen wir heute keine Schuldgefühle dafür haben, was vor über 60 Jahren passiert ist. Wir sollten uns aber immer unserer Vergangenheit bewusst sein. Wenn also jemand zu uns Nazis sagt, dann ist das nicht nur sachlich falsch, sondern auch, für mich zumindest, sehr beschämend, weil ich so immer wieder an die furchtbaren Taten erinnert werde.
Vielleicht ist es aber auch gar nicht schlecht so, denn so wird hoffentlich auch nichts vergessen....
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07.04.2006 18:55 Uhr von pulverschmid
 
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Völlig daneben und vom Thema abgekommen! Was zerfleischt Ihr Euch denn nun wieder endlos in "Schuld & Sühne"? Dabei seid Ihr wieder, wie so oft bei diesem Reizthema, völlig vom Eigentlichen abgekommen.
Die Israelis selbst wollten lediglich ihren eigenen Leuten einen versöhnlichen Tip geben, weiter nichts! Deshalb:

Die diplomatische Botschaft -
der Israelischen Botschaft ist doch völlig verständlich und o.k. Ich wüßte nicht, was es daran auszusetzen gäbe. Es geht doch nur um einen guten Umgang miteinander.
Außerdem ging der Aufruf nicht an uns, sondern an die iraelischen Landsleute, die sich nicht immer so aufkiepern sollen, vor allem nicht, wenn sie uns besuchen und doch bitte bitte keine Nazis auch nicht Nazis nennen sollen! Zu unser aller Verständnis und Wohl! Zum Wohl!
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07.04.2006 18:58 Uhr von pirata
 
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Stimme Uli/msi99 voll zu: Immer mit stolz geschwellter Brust vom „Wunder von Bern“ reden wollen, wo “wir“ 1954 Weltmeister wurden, aber nix davon wissen wollen, was zehn Jahre vorher geschah. Das sind mir die richtigen Historiker.
Ich empfinde Scham beim Blick zurueck. Und diese Scham tut mir gut. Ich fuehl mich wohl damit. Ich bin sogar etwas stolz auf dieses Gefuehl. Weil es einen gewissen Grad ethischer Auseinandersetzung zeigt. Etwas, was die Deutschen wohl den Schweizern oder den Oesterreichern voraus haben. Auch den Russen, den US-Amerikanern, Japanern, Israelis, Tuerken etc....
Mein bescheidener Reichtum, in dem ich heute lebe, haben jedenfalls Juden und Zwangsarbeiter mit aufgebaut. Wetten, dass sich mein NSDAP-Grossvater am Eigentum deportierter Juden vergangen hat? Wetten, dass die polnischen Zwangsarbeiter auf unserem Bauernhof gratis schufteten, und meine Familie das Gemuese trotzdem teuer an die Staedter verkaufte? Wetten, dass ich deshalb auch heute noch ein Kriegsgewinnler bin, weil meine Familie erst durch den Krieg zu (bescheidenem) Wohlstand kam?
Wetten, dass ich an dem Unrecht nicht schuld bin, mich aber trotzdem fuer meine Familie (zumindest muetterlicher Seits) schaemen darf?
Ex-Bundeskanzler Schroeder war uebrigens immer stolz darauf, aus einer mittellosen Familien zu kommen. Dann darf/muss ich mich eben auch an meine (braunen) Wurzeln erinnern. Muss dazu stehen, dass mein Grossvater bis zu seinem Tod die Nazis waehlte, bis zu seinem Tod die Nationalzeitung abonniert hatte und von mir verlangte, ihm daraus vorzulesen. Dass ich bei ihm nicht „Dalli-Dalli“ im TV schauen durfte („Schalt ab, der Dreckjud`!“ und dass er sich trotzdem immer als Judenretter hoch stilisierte wobei er nach der Befreiung durch die Franzosen nichts beseres wusste, als Nazigroessen in unserem Haus zu verstecken und sich ausgerechnet von den Kommunisten einen Persilschein ausstellen lies, damit er schnell wieder aus dem franzoesischen Knast kam.
Ich muss mich damit auseinandersetzen, dass mein Nazi-Grossvater als nichteheliches Kind geboren wurde und sein Vater Jude war. Ich muss... ich muss und finde es klasse, mich mit all dem auseinanderzusetzen.

Kuerzlich fragte mich uebrigens ein Guatemalteke, ob ich ihm nicht mal abends meine Knarre ausleihen koenne, da er einen nervigen Strassenhund erschiessen wolle. Ich lenhte das Ansinnen natuerlich empoert ab, und schob schmunzelnd hinterher: „Weisst Du, wir Deutschen haben sechs Millionen Juden umgebracht, aber Beihilfe zu nem Strassenkoetermord koennen wir nicht leisten. Sowas bekommen wir ethisch nicht auf die Reihe“.
Und das ist gut so! Das unterscheidet mich von meinem Grossvater, der immer Willy Brandt, Helmut Schmidt „und die ganzen Verbrecher in Bonn“ erschiessen wollte.
So, und jetzt gehe ich erstmal zu israelischen Freunden – lecker essen und danach DVD’s tauschen.
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07.04.2006 19:29 Uhr von philipp8000
 
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"Kultwort": So wie ich das teilweise erlebe hat das Wort irgendeine magische Anziehungkraft es zu nutzen. Um Tabus zu brechen oder sich gegen das Böse zu stellen, wer weiß.

Zumindets kenne ich Leute die sich gegenseitig im Spaß mit "Scheiß-Nazi" beschimpfen. Irgendwie sinnlos, aber die bei der Zollkontrolle haben auch sie gesagt was ihnen beim Deutschlandbesuch die ganze Zeit durch den Kopf geganen ist: Das sind versteckte Nazis.

Wobei ich mich Frage warum sie dann herreisen und wieso sie Zigarreten von Israel nach hierher [!!!] schmuggeln wollen. :S

Naja, wird sind alle nur Menschen und handeln manchmal einfach nach Instinkt undn nicht nach Verstand, vielleicht wollten die am Flughafen einfach ein bisschen ihre augestauten "Hass" (hartes Wort dafür) unbewußt rauslassen. So unter-psychologisch ;)

Aber eine Sache ist mir in letzter Zeit auch aufgefallen, wenn man von heute auf den 2. Weltkriegt zurückschaut (und man wird damit in der Schule geradezu zugemüllt, zumindest bei mir) muss man sagen, dass
a) keiner wusste was kommen würde (zumindest nicht alle so genau)

und b) Gegenwehr tot hieß. Ich frgae mich was die heute in einer ganz anderen Welt lebenden damals wohl gewählt hätten.

Es gibt nicht nur Helden wie die Geschwister-Scholl, ich will das Verhalten der Bevölkerung damals gar nicht entschuldigen, man muss es aber auch in Relation setzen.

(Auch waren die Leute nicht so gebildet wie heute und hatten halt Angst..., man stelle sich vor "D" hätte den 2.Weltkrieg gewonnen und man hat einen Juden im Keller versteckt...)
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07.04.2006 19:35 Uhr von montezuma81
 
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@ pirata: "Wetten, dass ich deshalb auch heute noch ein Kriegsgewinnler bin, weil meine Familie erst durch den Krieg zu (bescheidenem) Wohlstand kam?"

ich denke nicht, dass man verallgemeinern kann, dass die deutschen vom 2. weltkrieg (finanziell) profitiert haben. einzelne mag es aber durchaus gegeben haben.


zum thema: die israelis, die die zollbeamten als nazis bezeichnet haben, werden wohl selber kaum direkten bezug zum holocaust gehabt haben. heute ist es doch häufig so, dass man von ausländern als nazi bezeichnet wird, wenn man nicht ihren willen erfüllt - auch wenn die situation gar nichts mit ihrer herkunft zu tun hat.
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07.04.2006 19:56 Uhr von lonezealot
 
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Keine Lehre gezogen: Ich kann nur der israelischen Botschaft empfehlen sich immer mal wieder die Kommentare der Leute hier im SNN durchzulsesen.

Das öffent ungemein die Augen was viele Durchschnittsdeutsche über Juden und Israel wirklich denken.

Leute wie Jens3001 sehen natürlich nichts Schlimmes an dem Begriff Nazi, im Gegenteil es schwingt unverhohlen Stolz mit.

Ähnliche Ansichten vertreten hier anonym sehr viele.

Zum Thema:
In Israel werden Deutsche nicht automatisch mit Nazis gleichgesetzt, man weiss sehr wohl das von Regierungsseite die NS-Zeit gut aufgearbeitet ist.

Auf der anderen Seite gibt es leider immer noch Deutsche, speziell junge Deutsche, die sich der Geschichte (nicht Schuld, denn die haben sie faktisch nicht) entledigen wollen.
Diese Menschen sind am gefährlichsten da sie aus der Geschichte keine Lehren ziehen wollen.
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07.04.2006 20:05 Uhr von pirata
 
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@montezuma81: Hast Du dir schonmal ueberlegt, dass bei dieser Situation sich der Zoellner erst den Pass zeigen liess und daraufhin beschloss, diesen Juden mal richtig durchzufi..en? Das der Zoellner wohl vielleicht tatsaechlich ein Rassist war? Oder dass man ihn faelschlicherweise dafuer halten konnte?
Als ich frueher in die DDR reiste war ja auch klar, dass die Grenztruppen Wessis schickanieren wollten. Das waren halt dort fuer meinen Vater Kommunsitenschwei...
Aber der Tipp der Botschaft ist schon o.k. Sind ja wirklich nicht alle D Nazis, auch wenn sich viele so benehmen. Als ich uebrigens 2001 mal in Israel war, hat man mich ueberall ueberfreundlich empfangen. Nicht einmal wurde auch nur ansatzweise die Nazidiktatur erwaehnt (woran ich mich ja auch gar nicht gesteort haette). Genervt haben da mehr die (christlichen) Palaestinenser, die staendig Loblieder auf Hitler anstimmten.
Amis werden in Lateinamerika jedenfalls nicht so freundlich empfangen. Ich glaube, dort vergibt man nicht so schnell.
Aber um Vergeben zu koennen, muss man die Schuld ja auch erst eingestehen, und das machen die meisten Deutschen ja auch. Wenn in ein paar Jahrzehnten auch die Amis vielleicht mal ihre historischen Fehler eingestehen, steht man ihnen in der Welt auch wieder freundlicher gegenueber.
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07.04.2006 20:17 Uhr von montezuma81
 
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@ pirata: "Hast Du dir schonmal ueberlegt, dass bei dieser Situation sich der Zoellner erst den Pass zeigen liess und daraufhin beschloss, diesen Juden mal richtig durchzufi..en? Das der Zoellner wohl vielleicht tatsaechlich ein Rassist war? Oder dass man ihn faelschlicherweise dafuer halten konnte?"


das wäre alles theoretisch möglich, aber solange sich die zöllner an ihre vorgaben und an die gesetze halten, ist ihnen diesbezüglich kein vorwurf zu machen.
man muss auch den umkehrschluß zu deinem kommentar zulassen: nur weil die zöllner es mit einem israeli zu tun haben, dürfen sie zigarettenschmuggel doch nicht tolerieren.



wie gesagt: viele ausländer kommen nicht damit klar, dass man ihnen persönlich einen fehler vorwirft.
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07.04.2006 20:40 Uhr von CHR.BEST
 
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Momentane Meßlatte: Hm, jetzt bin ich irgendwie verwirrt.
Was darf ich in Shortnews/Knigge/dem derzeitig herrschenden Zeitgeist nun sagen/schreiben und was nicht (Zutreffendes bitte ankreuzen, danke)?

[ ] Nazi
[ ] Neger
[ ] Der Jude
[ ] SS

(mehr fällt mir immo nicht ein)

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