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VW will Belegschaft erpressen: Arbeiter in Spanien halten stand

Der deutsche VW-Mutterkonzern versucht, seine Belegschaft im spanischen Pamplona zu erpressen: Entweder der Betriebsrat stimmt einer deutlichen Verschlechterung des Tarifvertrages zu - oder das Werk wird geschlossen und die Produktion verlagert.

Die betroffenen Arbeiter haben zu dem heute auslaufenden Ultimatum ihre Auffassung deutlich gemacht: "La lucha continua" hieß es am Donnerstag aus tausenden Kehlen vor dem Werkstor, also 'der Kampf geht weiter'.

Die Beschäftigten planen, sich nicht dem Diktat aus Wolfsburg zu unterwerfen und arbeiten für die nächste Zeit einen entsprechenden Streikplan aus. Mit Blick auf 61,5 % Gewinnsteigerung von VW im Jahr 2005 scheint eine harte Auseinandersetzung anzustehen.


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WebReporter: lukiluke
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Spanien, VW, Arbeiter, Beleg, Belegschaft
Quelle: www.jungewelt.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.04.2006 14:27 Uhr von zwed120281
 
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nicht nur in deutschland ein problem, wie man sieht ,liegt das Problem nicht an der deutschen wirtschaft sondern an geizigen deutschen Unternehmen/geschäftsführer, die nur dicke Gewinne einstecken wollen, also aus protest kein VW kaufen!
und noch was , verlagerung von Arbeitsplätzen wegen hoher Gewinne sollte man verbieten

man kann sich unendlich lang drüber aufregen!
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07.04.2006 15:16 Uhr von weebl
 
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@wok! Vollste zustimmung!
Das Vokabular der gesamten Quelle ist schon recht aggresiv und außerdem sehr einseitig
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07.04.2006 15:20 Uhr von Cpt.Proton
 
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jungewelt halt: Falsch ist es auch, weil das Werk nicht im Baskenland steht, sondern in der Hauptstadt der autonomen Region Navarra ist.
Hemmingwayleser wissen mehr, oder die Leute, die in diese r Stadt gewohnt haben ;-)
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07.04.2006 16:06 Uhr von opppa
 
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Globalisierung: So kommen die Auswirkungen von Herrn Lopez wieder nach Spanien zurück.


großen Überschrift: Geiz ist geil!!
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07.04.2006 16:12 Uhr von Cpt.Proton
 
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Was hat Aznar damit zu tun ? Dann kauf doch einen Polo oppa und nicht den billigen Japaner.
Wenn ich so ein 9mal kluges Gelaber immer höre...
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07.04.2006 16:21 Uhr von jens3001
 
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Wenn ihr wüsstet wofür VW alles Geld rausschmeisst.

Ich habe beruflich mit VW zu tun und weiss das sie nicht nur einen grossen Wasserkopf haben sondern auch Geld für sehr viele Projekte "wegwerfen". Projekte die aus der Praxis-sicht von vorneherein zum Scheitern verurteilt sind.

Noch dazu kommt, das sie einen grossen Teil der VW-eigenen Administration demnächst in eine eigens dafür gegründete Firma verlegen.
Dadurch senken sie zum einen Personalkosten und zum anderen "outsourcen" sie bestimmte Teilbereiche und können sich so freuen wieviel Kosten sie doch einsparen durch Personalreduzierung und gleichzeitig Arbeitsplätze schaffen indem sie neue Firmen gründen.

Da sollte man sich wirklich fragen ob da nicht was total daneben läuft.

Das der Gewinn von VW im Vergleich zu den vorigen Jahren gesunken ist, ist schon richtig. Nur es wird immer noch Gewinn gemacht.. und nicht zu knapp.
Daher ist diese "Erpressung" (wer weiss von uns schon wie das wirklich abläuft) unterste Schublade.
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07.04.2006 16:42 Uhr von Julizka84
 
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das ist keine Erpressung: das ist eine Wahl die die VW Mitarbeiter haben. Jeder Firma arbeitet wirtschaftlich und gewinnorientiert. Die Spanier können froh sein, dass Sie überhaupt gefragt werden, und man das Werk nicht gleich in den Ostblock verlagert.

Wenn bei uns die Streiks auch so weiter gehen dann werden die neuen Werke von VW BMW & CO. garantiert auch nicht mehr in Deutschland gebaut oder gar verlagert. Aber die dummen Deutschen streiken ja wegen einer Stunde mehr arbeit oder 5% mehr Lohn und versauen es sich dafür lieber mit den Arbeitgebern. Tolle Einstellung für 5% mehr lohn seinen Arbeitsplatz zu riskieren.
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07.04.2006 20:40 Uhr von Davor
 
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jens: stimmt

aber auf der anderen Seite sind sie recht nette Kunden weil der strategische Einkauf bei ihnen nicht besonders durchblickt und zwischen Entwicklung bzw. Technik und Einkäufern niemand richtig durchblickt - ist wie ein 6er im Lotto mit denen Geschäfte zu machen :-)
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07.04.2006 21:35 Uhr von Cpt.Proton
 
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@Julizka84: Vollkommen richtig !
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07.04.2006 22:39 Uhr von radiojohn
 
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@Cpt.Proton: Wer hat denn wo irgendetwas von Aznar gesagt? Ich kann nichts finden.
Der ehemalige Spitzenmanager Lopez wurde allerdings von "opppa" ins Gespräch gebracht.

Gruss y un saludo
ArrJay .;(*¿*);.
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07.04.2006 22:56 Uhr von md2003
 
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Also wo sind die guten alten Zeiten geblieben, in denen Arbeiter und Angestellte nicht der letzte Dreck waren?!?!

Das wird doch alles von Jahr zu Jahr schlimmer - oder kommt mir das nur so vor?
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07.04.2006 23:24 Uhr von -mysterious-
 
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ist: doch inzwischen fast in jeder branche üblich dass bei gewissen "differenzen" sofort gestreikt wird. vor allem wenn das unternehmen auch noch eine so deutliche umsatzsteigerung erzielen konnte ist klar, dass auch die arbeitnehmer was vom kuchen haben wollen!!
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08.04.2006 15:38 Uhr von Parramatta
 
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Bravo Julizka84! Leider hat nicht jeder dein Weitsicht, sondern denken nur bis zum Tellerrand
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09.04.2006 12:31 Uhr von weissepferde
 
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falsch julizka84: Wenn jeder so denken würde, hätte es die Arbeiterbewegung nie gegeben und somit gäbe es wohl Kapitalismus in Reinkultur - nicht umsonst heisst es Eigentum verpflichtet. Leider gerät diese Prämisse immer mehr in Vergessenheit - dank global player. Deshalb ist der Arbeitskampf ein wichtiges Instrument, den immer sollte der Mensch an erster Stelle stehen und nicht die Gewinnmaximierung. Denn wer hat schon gehjamls gehört, dass die Manager, die das Schlamassel ja schliesslich zu verantworten habe, sich einen neuen Geschäftswagen gestrichen haben oder gar das Gehalt gekürzt?
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09.04.2006 13:22 Uhr von Parramatta
 
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Moin Weissepferde: Eine Arbeiterbewegung des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts hat sichelrich seine Berechtigung gehabt, in Zeiten als es überhaupt keinen, oder nur geringen Tarifschutz gab und die Arbeitsbedingungen unmenschlich waren. Im Jahre 2006 sieht es aber in Europa, speziell in Deutschland so aus, dass Errungenschaften, die in der Hochkonjunktur der 1960/70er erkämpft wurden, hoffnunglos überzogen sind. In einer modernen Wirtschaftswelt muss global gehandelt werden. Und in diese Globalisierung passen DL´s Errungenschaften nicht mehr hinein. Entweder, wir nähern uns der Weltlage an, oder wir werden im Zuge einer weltweiten Niedriglohnlandschaft (s.a. Anpassung an Urlaube, Kündigungsfristen, Gratifikationen, Arbeitszeit, Krankheitstage, etc.) mit Mann und Maus unter gehen. Ich wünschte mir, wir hätten eine Regierung die Hand in Hand mit den Arbeitgeberverbänden die großen Gewerkschaften stutzen (zerschlagen) würden.
Wäre ich Unternehmer, ich würde meine Produktionsstätten ebenfalls ins Ausland verlegen.
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09.04.2006 13:24 Uhr von Cpt.Proton
 
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@Radiojohn: Jose Maria Aznar Lopez :-D
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12.04.2006 10:59 Uhr von kaminholzer
 
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VW wird erpresst! VW und viele andere Großunternehmen (und damit die Gesellschaft) wurde jahrzehntelang von den Arbeitern und Gewerkschaften erpresst.

Das Lohnniveau ist inwischen so hoch, daß serh bald alles zusammenbrechen wird. Noch kann von den Leistungsträgern Geld abgesaugt werden. Aber wie lange noch!

Wenn ich in Zukunft verarmte, zahnlose und hungernde Menschen auf der Straße sehe, dann weiß ich wer dafür verantwortlich ist. GIER FRISST HIRN!
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12.04.2006 23:30 Uhr von Davor
 
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Kaminholzer: VW kann nicht erpresst werden da VW ein totes Etwas ist - ein Ding - eine Firma. Freilich versucht man durch Personalisierungen diesem eigtl. totem Ding ein eigenes Leben einzuhauchen um irgendeine drohende Gefahr für diese Körperschaft zu signalisieren -

Diese allerdings ist nicht existent da nicht nur diese Körperschaft VW ist und all die executive Manager-Directors etc. (hier kannst du übrigens "GIER" wirklich gelten lassen denn nie stiegen Managerlöhne stärker in geradezu absurdestem Maße wie in den letzten 10 Jahren) sondern auch der kleine Lohnknecht am Band oder der Betriebsschlosser. DIe Bedrohung kommt dann wohl aus der Richtung der Manager...

Mit "Gier" suggerierst du darüberhinaus irgendein überzogenes Anspruchsdenken und blendest damit leider aus daß in D die letzten 10 Jahre für Arbeiter und Angestellte so wenig Lohnzuwachs zu verzeichnen war wie nirgends sonst - ich frage dich wo vor diesem Hintergrund die Gier sein soll?

Was du meinst ist "Existenzangst" bzw. "offensive Sicherung der Existenz.
Nicht Gier.
Das ist die Disziplin der Manager. Denen die Rendite nicht hoch genug steigen kann - wenn sie auch noch so kurz ist und die Nachhaltigkeit bei Null liegt.
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13.04.2006 00:09 Uhr von Cpt.Proton
 
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>>>Mit "Gier" suggerierst du darüberhinaus irgendein überzogenes Anspruchsdenken und blendest damit leider aus daß in D die letzten 10 Jahre für Arbeiter und Angestellte so wenig Lohnzuwachs zu verzeichnen war wie nirgends sonst - ich frage dich wo vor diesem Hintergrund die Gier sein soll?<<<

Nun ja absolut gesehen werden die Arbeiter gut bezahlt. Das jetzt natürlich da nicht mehr Wachstum drin ist, angesichts des schlechten Wachstums der Wirtschaft dürfte klar sein.

>>>Denen die Rendite nicht hoch genug steigen kann - wenn sie auch noch so kurz ist und die Nachhaltigkeit bei Null liegt.<<<

Interessant und wieso sollst gerade du das beurteilen können, wo du weder das Fachwissen hast, noch Insider in den Firmen bist ? Hellseher ? LOL

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