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Nackter Protest gegen Abschaffung des Verbots der Käfighaltung

Heute beabsichtigt der Bundesrat das ab 1.1.2007 in Kraft tretende Verbot der konventionellen Käfighaltung von Geflügel zu kippen.

Der Berliner Künstler Benjamin Schmidt sitzt aus Protest dagegen seit gestern splitternackt in einem Käfig vor dem Gebäude des Bundesrates.

Er fordert u. a. vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU), sich selbst für eine Stunde in solch einen Käfig zu setzten.


WebReporter: ccwm
Rubrik:   Politik
Schlagworte: nackt, Protest, Verbot, Abschaffung, Käfig
Quelle: www.rp-online.de
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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.04.2006 10:42 Uhr von ccwm
 
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Anzumerken ist noch, daß die Käfighaltung bereits 1999 vom Verfassungsgericht verboten wurde. Daran ändert auch die Ausrede mit der Vogelgrippe nichts, die gibt es nämlich schon seit 1959!

Es ist schon bemerkenswert, über welche Mittel (und willfähige Lakaien in der Politik) die geflügelverarbeitenden Industrie verfügt, daß sie sogar den Bundesrat zu einem verfassungswidrigen Beschuß verleiten kann.
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07.04.2006 12:19 Uhr von megatrend
 
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money rulez! money makes the world go round...

in der Schweiz ist die Käfighaltung von Geflügel verboten (seit einigen Jahren). Leider gibt es da zwei Wermutstropfen:
1. es dürfen immer noch Batterieeier importiert werden
2. die Massenhaltung von Geflügel in Hallen ist immer noch erlaubt
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07.04.2006 13:16 Uhr von vst
 
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entschuldigt bitte: aber es gibt kein verbot der käfighaltung.
das war nie geplant.

es sollen käfige mit mehr grundfläche und mehr höhe eingesetzt werden.
und das soll gekippt werden.
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07.04.2006 13:39 Uhr von FleurMia
 
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traurig was ich sehr traurg finde ist, dass man lebende Wesen immer noch wie leblose Ware behandelt....

Ich habe schon in jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder.
von Leonardo da Vinci

Fleischessen ist ein Überbleibsel der größten Rohheit.
Der Übergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung.
von Leo Tolstoi

Die Zahl der Vegetarier würde sicher ins Unermessliche sich steigern, wenn der gebildete Mensch die Tiere, derer er sich als Nahrung bedient, selbst schlachten müsste.
von Christian Morgenstern

nur ein kleiner Denkanstoss für alle, die es immer noch für normal halten Wesen zu töten, zu schlachten und zu essen...

Für mich bleiben es Leichenteile, ob nun menschliche oder tierische macht für mich keinen Unterschied.... -sowas kommt mir nicht auf den Teller...
von FleurMia ;o)


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07.04.2006 13:43 Uhr von Son_of_Doom
 
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@FleurMia: Dein Problem! Verschone uns bitte mit deiner Propaganda!
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07.04.2006 13:49 Uhr von vst
 
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S_o_D: pöser pursche :-)

es wird zeit, dass ich mal sprüche von nichtvegetariern, sogenannten leichenfressern ausgrabe.

irgendeiner wird doch dazu was gesagt haben
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07.04.2006 13:50 Uhr von jens3001
 
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@Fleur: Naja. Deine Ansicht kann ich nicht wirklich teilen. Auch wenn du da Vinci, Tolstoi und Morgenstern als "Verbündete" hast ;)

Denn Fleisch essen ist nichts schlimmes. Unzählige Lebewesen auf diesem Planeten sind Fleischfresser. Andere Vegetarier und wieder andere sind Allesfresser.
Und zu denen gehört der Mensch nunmal. Daran ist nichts verwerfliches.. es ist etwas ganz natürliches.

Zu da Vinci:
Diese Zeit wird nur dann kommen wenn die Medien sich dies einheitlich auf die Flagge schreiben und mit Katastrophen-News ala Schweinepest, Geflügelgrippe und BSE ankommen.
Nicht das es sowas nicht schon vor 100en von Jahren gegeben hätte.. aber das ist nunmal die Freiheit der Medien.. Panik zu verursachen.

Zu Tolstoi:
Fleischessen ist kein Überbleibsel von Rohheit. Es ist Teil der Natur und der Nahrungskette.

Zu Morgenstern:
Da hat Christian absolut unrecht. Denn noch vor knapp 200 Jahren haben die meisten Menschen selbst geschlachtet.
Und auch wenn man es heute selbst machen müsste wäre das lediglich eine Frage der Gewohnheit.


Um es nicht zu verwechseln:
Ich bin auch gegen Massentierhaltung, usw. Aber ich sehe den Verzehr von Fleisch als etwas an das zur Evolution und zur Natur des Menschen gehört.
Viel wichtiger wäre es auch noch Fleisch nicht einfach in sich reinzustopfen als ob es nichts wäre sondern es mit Respekt zu behandeln. Denn du hast Recht.. es ist und bleibt Teil eines Leichnams... der eines Tieres. Und dieses Tier ob tot oder lebendig hat unseren Respekt verdient.

Und Vegetarier sind auch nicht wirklich besser wenn du mich fragst.. denn nur weil Pflanzen nicht auf unsere Art und Weise kommunizieren können heisst das nicht, das sie nicht auch "leben".
Und demnach müsstest du Gewächshäuser, Äcker, usw. auch ablehnen...

Nur von was lebt man dann?! :O
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07.04.2006 14:17 Uhr von thetdk
 
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Vegetarier sind inkonsequent! Der einzig sinnvolle Grund für Fleischverzicht sind Dinge wie Massentierhaltung.
Allerdings unterstützt man als Vegetarier sowas ja trotzdem noch, wenn man tierische Produkte konsumiert.
Also ist der einzig konsequente Weg der Veganismus. Oder Selbstversorgung mit eigenem Bauernhof.

Zu beiden Dingen sind die wenigsten Menschen bereit.

Ich esse Fleisch und tierische Produkte. Gerne.
Und ja, wenn nötig würde ich sie selber schlachten.

Und ja, ich bin der Meinung das Tierschutzgesetze durchaus verschärft werden können.

Aber Vegetarismus ist kein brauchbarer Ansatz sondern Heuchelei....
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07.04.2006 14:23 Uhr von FleurMia
 
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Also erstmal denke ich, dass wir die Möglichkeit hätten ohne tierische Produkte auszukommen... wäre vor allem günstiger und sinnvoll im Hinblick auf Wasserknappheit (vergleicht mal ein Klino Fleisch und ein Kilo Getreide...)...

und ich denke, dass es sehr voll etwas mit der letzten Rohheit des Menschen zu hat.. Fleisch zu essen ist roh... und wegen dem Argument, dass es ja so natürlich wäre:
Unser ganzes Zusammenleben, unsere Kultur, unsere Technik ist, verglichen mit der Lebensweise von Tieren, ja wohl höchst unnatürlich...

Und was die Heuchelei betrifft: Ich bin nicht die jenige, die mit meinem Fleischkonsum die Massentierhaltung unterstützt, fördert und bezahlt! Ich bin nicht diejenige, die heuchelt... wenn ihr Massentierhaltung so schlecht findet: wieso unterstützt ihr sie denn dann?
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07.04.2006 14:29 Uhr von FleurMia
 
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ich benutze auch kein Leder, Pelz oder ähnliches... meine Eier hole ich direkt vom Bauernhof und Milch und Butter sind längst durch teirfreundliche Produkte ersetzt (zum Großteil Soja)..

Und nochmal nur Heuchelei (weil das einfach dreist war):
ihr findet die Behandlung der armen Geschöpfe auch so schlimm wie ich, weil es teilweise so unvorstellbar grausam wäre, dass man Gefahr laufen würde ein Kind zu traumatisieren, wenn man ihm erklärt wo der Burger herkommt: dann unterstützt diese Machenschaften nicht!
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07.04.2006 14:38 Uhr von jens3001
 
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Nochmal an Fleur: Der Mensch lebt so natürlich wie er kann. Der Mensch hat keine wirklichen natürlichen Feinde die sich seiner Ausbreitung nennenswert in den Weg stellen könnten.
Deshalb macht er sich überall breit und lebt seinen Trieb aus wo und wie er nur kann.
Und der Mensch hat auch heute noch sehr viele Eigenschaften die er zwar manchmal gerne ablegen würde aber dennoch nicht verleugnen kann.
Ich esse gerne Fleisch. Nicht weil ich Massentierhaltung befürworte, sondern weil ich es
1. essen kann (Mein Körper kann es verarbeiten)
2. weil es mir schmeckt
3. weil ich es als Teil des Lebenskreislaufes ansehe
4. weil ich keinen Grund kenne der dagegen spricht
5. weil ich mir bewusst bin was ich esse und warum ich es esse

"Und was die Heuchelei betrifft: Ich bin nicht die jenige, die mit meinem Fleischkonsum die Massentierhaltung unterstützt, fördert und bezahlt! Ich bin nicht diejenige, die heuchelt... wenn ihr Massentierhaltung so schlecht findet: wieso unterstützt ihr sie denn dann? "

Tja. Gute Frage.
Warum unterstützt du mit dem Kauf von irgendetwas und dem Verdienen von Geld den Kapitalismus?
Warum unterstützt du mit dem Kauf und Verzehr von Pflanzen die Genbetriebe die noch mehr versuchen aus der Ernte rauszuholen?
Oder die Chemiefirmen die mit Pflanzenschutz- und Insektenvernichtungsmitteln handeln?
Oder warum isst du Pflanzen, die ja auch leben?

Diese Diskussion zwischen Vegatrier, Veganer und "Fleischosaurier" habe ich mit Freunden schon sehr oft geführt.
Ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis gibt es nicht. Die einen denken so, die anderen so. Ich kann den Standpunkt eines Vegatriers bzw. auch Veganer nicht 100%-ig nachvollziehen. Bin mir aber auch bewusst das es andersherum ebenso sein muss.

Die Fragen die ich dir gestellt habe, kannst du ohne eine Antwort die egoistisch klingt nicht wirklich ehrlich beantworten.
Es dient hier nur zur Veranschaulichung das auch Vegetarier und Veganer nicht vollkommen frei von Schuld an irgendwelchen "Verbrechen" des menschlichen Handelns sind.
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07.04.2006 14:47 Uhr von jens3001
 
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Zu Fleurs PS: Es gibt keinen Grund einem Kind nicht zu erklären woher das Burgerfleisch kommt.
Das Töten und Essen ist nunmal Bestandteil der Ernährung.
Anders machst du es mit Pflanzen doch auch nicht. Nur weil sie nicht so bluten wie Tiere oder Laute von sich geben ist es noch lange nichts anderes.
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07.04.2006 15:32 Uhr von KoboldimKopf
 
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"nutztierhaltung": allein dieser ausdruck ist bezeichnend für diese.. sklavenhaltung. wir halten tiere, wir lassen sie wachsen, verfügen über sie, lassen sie solange leben bis sie groß genug sind, damit wir sie essen können. diese tierproduktion ist sicher nichts natürliches.

fleischessen ist ganz natürlich, ist wichtig für den menschen und auch teil der natur.

aber nicht diese industrielle tötung, die wir seit jahrzehnten mehr und mehr ausbreiten.
Wir essen fleisch, als obs irgendwie.. n keks wäre oder so, aber dahinter steht ein leben eines lebewesens, mit gefühlen und gedanken und erinnerungen wie jeder von uns.
deshalb denke ich, sollte man es auch würdigen und den Tieren die wir essen, die wir nutzen, über die wir uns stellen, respekt erweisen, indem wir ihnen ein freies leben gestatten. von christen wird oft als argument gegen gen-manipulationen genommen, dass sich der mensch nicht über gott stellen darf. Dasselbe sollte für alle Bereiche des lebens gelten, auch für nichtgläubige wie mich.
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07.04.2006 15:41 Uhr von jens3001
 
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@Kobold: Amen.

Nur ein Punkt:
Dadurch das der Mensch irgendwann sesshaft geworden ist war/ist es nicht mehr so einfach jeden Tag auf die Jagd zu gehen (bzw. hat diese sehr oft Wochen gedauert).
Daher ist die Haltung von Tieren als "Fleischdepot" fast schon ein Muss.
Aber ansonsten stimme ich dir zu.
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09.04.2006 20:27 Uhr von alexolaf
 
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man: muss halt sehen was am wirtschaftlichen ist, wenn jetzt die Bauern wahnsinnig investieren müssen, ist auch schlecht. Die kommen eh kaum über die Runden

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