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Urteil: Fahrlehrer durfte mit 1,49 Promille "arbeiten"

Nach einem nun veröffentlichten Urteil des Oberlandesgerichtes Dresden durfte ein Fahrlehrer trotz eines Blutalkoholwertes von 1,49 Promille einer Fahrschülerin Fahrstunden erteilen.

Das zuständige Amtsgericht verurteilte den Fahrlehrer in erster Instanz noch wegen fahrlässiger Trunkenheit im Straßenverkehr, die eingelegte Revision führte nun zum Freispruch.

Nach Auslegung des OLG Dresden führte jedoch nicht der Fahrlehrer das Auto (er gab nur eine einzige Anweisung während der Fahrt), sondern die Fahrschülerin, die schon 20 Fahrstunden hinter sich hatte.


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WebReporter: Kulle78
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Promille, Prominent
Quelle: 123recht.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.04.2006 01:41 Uhr von Kulle78
 
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Dieses Urteil ist kein Freibrief, denn nur weil die Schülerin fast egenständig fuhr, ist der Fahrlehrer mit einem blauen Auge weg gekommen.

Aber trotzdem schon krass, ich wär bei so einem Fahrlehrer wahrscheinlich nicht eingestiegen...
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07.04.2006 09:27 Uhr von stefan84m
 
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meiner Meinung nach Fehlurteil: Sicher der Fahrlehrer faehrt nicht selber, aber er muss trotzdem die Bremse und das Lenkrad... im Notfall betaetigen. Und das kann er bei 1,49 % nicht. Ich hoffe er wird gefeuert, da das Trunkenheit bei der Arbeit ist.

Und was waere bei nem Unfall, denn dafuer haftet auf jeden Fall zum Teil der Fahrlehrer?
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07.04.2006 09:33 Uhr von azraeI
 
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prost: super ich mach fahrlehrer
saufen und fahren
ne mal im ernst das urteil is ein witz
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07.04.2006 09:40 Uhr von xORED
 
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Versicherung ich denke die Versicherungsgesellschaft wird wohl den Vertrag kündigen. In dieser Branche spricht sich sowas schnell rum - dann hat er vielleicht noch seine Lizenz aber kann das Gewerbe , zumindest selbsständig , nicht mehr wahrnehmen.
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07.04.2006 10:03 Uhr von noobgen
 
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Fahrlehrer saß doch auch am Steuer! Wenn ich mich recht errinnere habe die Fahrschulautos auf der Beifahrerseite Bremse, Gas und Lenker.
Daher meiner meinung nach ein Fehlurteil
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07.04.2006 10:31 Uhr von indoxo
 
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@noobgen ROFL: Brems und Gaspedal ok...aber Lenker hab ich noch net gesehen...

Wäre auch zu lustig... Fahrlehrer fährt links und Fahrschüler rechts... Wäre dann wie gleichzeitiges Benutzen der Maus bei Remoteunterstützung... sprich nix geht mehr...

Ich finde das Urteil im Prinzip richtig (vom Sachverhalt). Moralische Frage ist natürlich ne andere. Zu prüfen wäre natürlich auch noch, inwieweit das Urteilsvermögen des Fahrlehrers bei dem Promillegehalt beeinflusst wird und ob nicht ein Berufsverbot zu erteilen wäre...
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07.04.2006 10:37 Uhr von Kulle78
 
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@ alle: Rein rechtlich und dogmatisch betrachtet ist das Urteil, in meinen Augen leider, nicht zu beanstanden. Er hat das Fahrzeug nicht selbst geführt und das ist für eine Bestrafung nunmal notwendig.

Indoxo hat es insoweit richtig erkannt; der moralische Faktor spielt bei der Urteilsfindung keine Rolle, auch wenn der Bauch da was anderes sagt.

Die ganze "Was-wäre-Wenn"-Nummer muss man außen vor lassen, denn es ist nunmal nichts passiert und daher ging das Urteil in diese Richtung. Das war wahrscheinlich einmalig, bei anderen Umständen hätte es sicherlich eine Strafe gegeben.
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07.04.2006 10:57 Uhr von sanfterRebell
 
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@noobgen: Ein Lenkrad haben die Fahrschulen rechts nicht, aber außer Gas und Bremse auch noch die Kupplung

zum Thema: Ich wäre sofort wieder ausgestiegen, wenn mein Fahrlehrer besoffen wäre; der Fahrlehrer ist immerhin meine Lebensversicherung, falls ich nen Fehler mache!
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07.04.2006 11:17 Uhr von NjamNjam
 
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Niemand: denkt an den armen Fahrlehrer. Vielleicht hat er ja familäre Probleme, die er allein nicht mehr lösen konnte. Vielleicht hat ihm die Fahrschülerin Liebe verwehrt?

Das sind alles Punkte die ihr nicht berücksichtigt habt. Der Fahrlehrer konnte aber auch eine schwere Kindheit gehabt haben.

Es ist so leicht über andere herzuziehen. Es muss aber erst mal Ursachenforschung gemacht werden.
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07.04.2006 11:28 Uhr von anonym10
 
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und die fahrschülerin: hat di edann ne anzeige wegen fahrens ohne fahrerlaubnis bekommen? wär für mich die logische konsequenz.

gru´ß
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07.04.2006 11:30 Uhr von Desperados-AC
 
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natürlich ist der Fahrlehrrer: der Fahrzeugführer. Überlegt doch mal dass das so sein muss, weil der Schüler ja noch überhaupt keinen Führerschein besitzt. Von daher finde ich ist das Urteil eine krasse Fehlentscheidung!
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07.04.2006 12:06 Uhr von TheWidowmaker666
 
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schon richtig: Natürlich ist der Fahrlehrer in so einem Fall indirekt der eigentliche Fahrzeugführer.
Er muß genauso gut, eventuell sogar besser reagieren können als der Fahrschüler. Macht dieser nämlich einen Fehler, ist der Fahrlehrer dazu da, diesen abzufangen. Mit 1,5 Promille Alkohol im Blut könnte das schwer werden...

Das Urteil damit zu begründen, dass die Fahrschülerin ja schon 20 Fahrstunden hatte und sicher fuhr oder was auch immer, ist in meinen Augen völliger Blödsinn!

Meiner Meinung nach ein klares Fehlurteil!
Der Fahrlehrer hat sich, seine Fahrschülerin und andere Verkehrsteilnehmer fahrlässig gefährdet.
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07.04.2006 12:11 Uhr von weebl
 
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Urteil is richtig: Strafrechtlich hat er das Fahrzeug nicht geführt, weswegen er auch nicht verurteilt werden kann

Seine Versicherung und evtl auch sein Chef werden dem aber noch sicher was entgegensetzen;)
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07.04.2006 12:24 Uhr von Jimyp
 
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Es gibt Fahrschul LKWs, die auch rechts ein Lenkrad haben, aber die sind glaube ich ziemlich selten geworden. Ein Fahrschulauto mit zwei Lenkrädern habe ich jedenfalls noch nicht gesehen!
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07.04.2006 12:44 Uhr von kaminholzer
 
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der Richter hatte sicher über 1,49 Promille So ein Urteil kann nur ein Richter fällen, der selber Alkoholiker ist, oder dem zumindest 1,49 Promille nichts ausmachen...



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07.04.2006 13:10 Uhr von collateral damage
 
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mich würde interessieren: wie er erwischt wurde..
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07.04.2006 13:36 Uhr von Kerstin199
 
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hab ich mich verlesen oder haben die das wirklich gemacht?
Ein >Fahrlehrer ist meiner meinung nach jemand der eine Vorbildfunktion zuerfüllen hat. da kann es doch nicht an gehen das jemand der das Autofahren beibringt betrunken zur arbeit kommt und dann noch Fahranweisungen erteilt. Als Fahrlehrer hat man die Pflicht auf die Fahrschüler aufzupassen und ihnen das korrekte autofahren beibringen. Wie soll das denn "besoffen" gehen? Auch wenn dieser fahrschüler schon 20 Fahrstunden hinter sich hat heißt das noch lange nicht das er auch autofahren kann. Es gibt leute die können selbst nach 100 Fahrstunden nicht richtig fahren. Deshalb finde ich die begründung für den Freispruch unzureichend. Meiner meinung darf so etwas NICHT passieren.
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07.04.2006 15:16 Uhr von blumento-pferde
 
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Falsches Urteil: Stellt euch das mal in der Luftfahrt vor. Ein Flugschüler fliegt mit einem besoffenen Ausbilder...

Meiner Meinung nach ist er der Einzige im Fahrzeug der dieses durch den Besitz der Fahrerlaubnis führen darf, und hat somit dieselben Bedingungen zu erfüllen wie jeder andere Fahrzeugführer auch.
Mal abgesehen von der Vorbildfunktion.

Mein Urteil wäre gewesen:
Entziehung der Fahrerlaubnis und Berufsverbot für mind. 3 Jahre.
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08.04.2006 07:49 Uhr von johagle
 
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Matthias1979: <<<Was hat der sich zu Schulden kommen lassen? Er war nur betrunken auf Arbeit. >>>>

Du begreifst es nicht, oder? Wie schon von einigen Vorrednern gesagt…


DER FAHRLEHRER IST DER FAHRZEUGFÜHRER!!!


Dabei spielt es keine Rolle ob er nun ein Lenkrad hat oder rechts sitzt! Er ist rechtlich gesehen ohne Wenn und Aber der Fahrzeugführer! Das geht so weit, das selbst das telefonieren mit dem Handy für ihn verboten ist!

http://www.ra-x-ius.de/...

Ich hoffe der Link schafft alle Unklarheiten aus dem Weg!

Ich kann mich nur einigen Vorrednern anschliessen … vermutlich stand der Richter selbst unter Drogen…
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08.04.2006 10:33 Uhr von TheWidowmaker666
 
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@Mathias1979: Der "Stammtischdenker" bist wohl eher Du...Dein Kommentar läßt zumindest genau diesen Schluß zu.

Mit Bewertungen in Richtung IQ solltest Du Dich zurückhalten...kann manchmal peinlich werden...
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08.04.2006 11:22 Uhr von Thejack86
 
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1,49°%: lol und die fahrschülerin hat bestimmt nix gemerkt ... lol

also ich hätte im erstens seine berufserlaubins entzoggen ...
zweitens führschein weg
drittens ... geld der fahrschülerin zurück gegeben ... damit sie das noch mal wo anders RICHTIG machen kann wer weiß was sie alles falsch gemacht hat ,,,
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08.04.2006 11:45 Uhr von mäGGus
 
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Garnicht selten: In meiner Fahrschule wurde immer mit den Schülern um Flaschen- bzw. kistenweise Sekt gewettet. Ich kenne diverse Leute deren Fahrlehrer während der Fahrt saufen oder einfach einschlafen. Ich denke mal wenn man den ganzen Tag kurz vor dem Herzinfarkt Beifahrer spielen muss braucht man irgendwas zur Beruhigung.

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