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Bayern führt verpflichtenden Deutschtest für Vorschulkinder ein

Kinder mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit müssen in Bayern künftig ein Jahr vor dem Besuch der Grundschule einen Deutschtest ablegen. Fallen sie bei diesem durch, sollen sie im letzten Kindergartenjahr 160 Stunden Deutsch pauken.

Dem am Dienstag gefassten Beschluss des bayerischen Landeskabinetts zufolge sollen Kinder, die auch nach diesen 160 Stunden Sprachunterricht nicht über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen, anstelle der Regelschule eine Förderschule besuchen.

Eltern, die ihre Kinder von der Teilnahme am Deutschtest oder Sprachkurs fernhalten, sollen zudem mit einem Bußgeld belegt werden. Darüber hinaus soll in einem solchen Fall die zuständige Ausländerbehörde benachrichtigt werden.


WebReporter: Megiddo
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutsch, Bayern, Bayer
Quelle: www.finanzen.de
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53 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.04.2006 18:19 Uhr von scoe
 
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genau: richtig so! sollte in jedem bundesland eingeführt werden. deutschtest für die eltern direkt mit
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04.04.2006 18:26 Uhr von Artemis500
 
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Gut so wird endlich mal die Integration vorangetrieben.

Aber die Bayern...bräuchten die nicht auch nen Hochdeutschtest?

;-)
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04.04.2006 18:32 Uhr von Mondelfe
 
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finde ich gut sollten sie in allen Bundesländern einführen.

Dann hätten diese Kinder (vielleicht) später eine bessere Chance bei der Schul- und Berufswahl.
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04.04.2006 18:34 Uhr von blazebalg
 
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ich fände es gut wenn sie von anfang an einfach deutsch gepaukt bekommen. den rest finde ich ganz schön übertrieben, bußgelder, abschiebung(?ausländerbehörde "benachrichtigen"??)

förderschule naja, allein der sprache wegen... ziemlich übertrieben, aber man muss auch bedenken, viele können deutsch nicht lernen wenn sie die sprache ausserhalb von schule und kiga nie sprechen, es gibt auch hier in württ. stadtteile wo deutsch einfach nicht vorhanden ist. um eine sprache zu lernen müssen auch alltägliche sachen gesprochen werden, mit deutschen freunden, einkaufen gehen blabla da gibts immer was. aber allein in der schule wird keine sprache flüssig, jeder fremdsprachenkorrespondent geht in die länder wo die jeweilige sprache gesprochen wird.

an der gesellschaft muss auch was anders werden, nicht nur an der schule, auch wenn die konservativen gern mit gesetzen prügeln und auf altgedientem sitzen wie 20 zentner reis hehehe
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04.04.2006 18:39 Uhr von Mondelfe
 
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was mir gerade noch einfällt was ist eigentlich mit den Kinder von den "Nicht-Deutschen", die nicht in den Kindergarten gehen??
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04.04.2006 18:47 Uhr von neeth2
 
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Wieso trennen? Ich würde diesen Deutschtest vor der Einschulung mit ALLEN Kindern machen, denn viele ´Deutsche mit Migrationshintergrund´ bzw. deren Kinder fallen sonst durchs Raster, und es gibt sicher auch einige deutsche Kinder, die dank elterlicher Gleichgültigkeit kaum überhaupt sprechen können - denen könnte sowas doch auch helfen...

Ich finde das ganze nicht schlecht - und auch ich würde den Eltern mit Konsequenzen drohen, denn wer sein Kind nicht auf deutschkenntnisse testen lassen will, hat wohl auch kein Interesse an wirklicher Integration.
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04.04.2006 18:50 Uhr von Jorka
 
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Sollte Pflicht werden in ganz Deutschland: und zwar auch für die Kinder die nicht den Kindergarten besuchen.
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04.04.2006 18:57 Uhr von lukiluke
 
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und was ist mit den bayern...? ich meine, deutsch können viele ja auch nicht so richtig. wird das dann nicht alles ein wenig teuer, wenn die alle 160 stunden deutsch verpasst bekommen... ;-)
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04.04.2006 19:03 Uhr von summertime
 
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die Eltern? was ist mit denen? ... wenn zu Hause wieder sonstwas gesprochen wird auch nicht sehr förderlich. Aber ansonsten meine voll Unterstützung. Wer Arbeit will, muss die Sprache lernen!
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04.04.2006 19:07 Uhr von Teppichratte
 
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Warum nicht gleich Nägel mit Köppen machen? Wo ist der Unterschied, wenn ein Bayer kein Deutsch kann, oder ein Türke kein Deutsch kann?
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04.04.2006 19:12 Uhr von Teppichratte
 
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Noch was, wo sollen denn auf einmal die ganzen Förderschulen herkommen, oder noch unwahrscheinlicher, wo soll plötzlich das Geld für die Lehrer herkommen?

Ich halte das mal wieder für unausgegorenen Aktionismus, nur damit in der Zeitung steht "Bayern greift durch". Mal sehen, was davon in der Realität übrig bleibt.
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04.04.2006 19:13 Uhr von solynieve
 
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Jetzt ist gut: Bayern sind Deutsche, ist anscheinend schwer zu glauben. In jeder Region in Deutschland wird irgendein Dialekt gesprochen. Meine plattdeutsch-sprechenden Schulkameraden haben sehr schnell hochdeutsch gelernt.
Der schlimmste Dialekt ist doch wohl sächsisch;))
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04.04.2006 19:27 Uhr von Kerio
 
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@Teppichratte: Ganz einfach, ein Bayer kann Deutsch (eventuell mit Dialekt), ein Türke dagegen kein Deutsch. ;)
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04.04.2006 19:37 Uhr von El_Toro^
 
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richtig so! ist ja wohl das mindeste was man erwarten kann. Integration ist ja schön und gut, allerdings gehören dazu immer zwei Seiten.
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04.04.2006 19:47 Uhr von Teppichratte
 
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@Kerio: Theoretisch, glaub mir, es gibt ne Menge Deutsche Kinder, die kein Deutsch können.
Wo wird denn eigentlich die Grenze zwischen "können" , "etwas können" oder "gar nicht können".

Und im Klartext heißt das doch, daß wir dann nicht nur Wohnungsmäßige Ghettos haben werden, sondern dass wir dann auch schulische Ghettos schaffen.
Und von den Ausländern wird Integration erwartet, Integration ist aber keine Einbahnstrasse, man kann sie nicht auf der einen Seite in "spezielle" Schulen abschieben, und ihnen dann erzählen, sie sollten sich integrieren.
So werden nur neue Probleme und Brennpunkte geschaffen.
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04.04.2006 20:12 Uhr von kathleenchristine
 
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Teppichratte: Hier widerspreche ich dir: um überhaupt einen Anfang zur Integration zu bekommen, ist es unumgänglich, dass die Landesprache gelernt wird. Kindergarten ist genau richtig, je jünger die Kinder um so besser. Es kann nur von Vorteil sein für den sich anschliessenden Schulbesuch.
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04.04.2006 20:14 Uhr von kathleenchristine
 
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meiner Umgebung läuft das teilweise genau so, ohne Zwang, auf freiwilliger Basis und es funktioniert.
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04.04.2006 20:16 Uhr von DGSF
 
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jawoll, aber die sachsen nich vergessen ;): ich will ja nicht kritisch werden aber es gibt sachsen die reden schlechteres deutsch als die bayer (so am rande)

Ich finde das sehr gut. Die Kinder sollen ruhig (alle) richtig deutsch lernen, dann ersparrt man sich viel später.

Im übrigen "lukiluke": Es gibt so viele Unterrichtsstunden. 160 Unterrichtsstunden mehr ist doch dann nix besonderes
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04.04.2006 20:23 Uhr von Teppichratte
 
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@kathleenchristine: Da hab ich doch gar nix gegen, ganz im Gegenteil, Deutschkurse schon im Kindergarten sollten verpflichtend sein. Auch da ist uns Finland mal wieder voraus, da werden Eltern auffälliger Kinder (egal welcher Nation) in Sozialverhalten- Kurse geschickt, auch zwingend.

Nur will ich nicht, dass da schon wieder eine Trennung vollzogen wird.
Warum ist es nicht möglich, Deutschkurse, natürlich auch zwingend, nach der Schule durchzuführen? Dann werden die Kinder nicht aus dem Umfeld, in das sie sich ja integrieren sollen, rausgerissen.
Aber wenn schon wieder spezielle Einrichtungen für Ausländer geschaffen ewerden, denn darauf wird es hinauslaufen, haben wir das Gegenteil von dem erreicht, was eigentlich gewollt war, die nächste Parallelwelt.
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04.04.2006 20:24 Uhr von PruegelJoschka
 
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Und wieder mal: Ich bin mir sicher, daß Ausländer unter sich besser Deutsch lernen können, als zusammen mit deutschen Kindern. Und ich finde, daß die Ausländer eine bessere Integration in unserer Gesellschaft erreichen wenn sie von deutschen Kindern isoliert werrden und sich bestimmt gleich "deutscher" fühlen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. So werden die ausländischen Kinder bestimmt gleich die deutsche Kultur und Gastfreundlichkeit in ihrer reinsten Form lernen ...
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04.04.2006 20:29 Uhr von gunny007
 
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rischtich: da eigentlich jeder deutsche irgend einen dialekt spricht lassen wir uns mal außen vor.
nicht deutsch sprechende kinder bremsen den schulunterricht aus, gerade in den unteren stufen. ergebnis siehe pisa.
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04.04.2006 20:32 Uhr von Teppichratte
 
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Besonders: prikelnd und hilfreich für diese Kinder wird bestimmt auch , wenn ihnen von Gleichaltrigen klar gemacht wird, dass sie ja in eine "Kana.....schule gehen, oder wahlweise auch "Akala.....schule", da werden sie sich bestimmt sauwohl und so richtig integriert fühlen.
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04.04.2006 20:38 Uhr von kathleenchristine
 
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Teppichratte: Glaube ich nicht, die Gruppen in den Gruppen sind schon in Kindergärten entstanden, Sprachschwierigkeiten waren der große Störfaktor. Die Trennung untereinander wird weniger, wenn sich Kinder unterhalten können. Was klasse ist, vor allem die Mütter wollen dann auch lernen, die Männer die das zuvor verhindern wollten sind später dann auch dafür. Eines zieht das andere nach sich,hab ich so erlebt
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04.04.2006 20:43 Uhr von Teppichratte
 
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Trotzdem: bin ich der Meinung, dass dadurch neue Brennpunkte geschaffen werden, ausgrenzen kann es nicht sein.
Aber da ich das eh alles für ein großes Blah Blah halte, denn Geld dafür wird nicht da sein, werden wir uns darüber keine Gedanken zu machen. Nachdem das Thema aus den Medien raus ist, wird sich keiner mehr dafür interessieren.
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04.04.2006 20:51 Uhr von evilboy
 
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Und als Österreicher Muss man den Test dann auch machen? Falls nein, werden die anderen Nationalitäten ja diskriminiert - falls ja, wäre das lächerlich.

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