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Verein "Kriegskind" kümmert sich um psychische Folgen des Zweiten Weltkriegs

Der Verein "Kriegskind" hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen, die den Zweiten Weltkrieg als Kind erlebten, psychologisch zu betreuen.

In einer Selbsterfahrungsgruppe wird deutschen Kriegskindern bei der Bewältigung der posttraumatischen Folgen des Erlebten geholfen. Wie die Vereinsvorsitzende Dr. med. Spranger erklärte, kehren bei vielen die Erinnerungen erst im Rentenalter zurück.

Frau Spranger berichtet, dass ihr Verein, der auch unter der Internetadresse http://www.kriegskinder.de zu erreichen ist, Anfragen aus ganz Deutschland erhalte. Sie selbst betreut deutsche Kriegskinder seit Anfang der achtziger Jahre.


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WebReporter: Megiddo
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Krieg, Verein, Folge, Weltkrieg
Quelle: www.shz.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.04.2006 08:47 Uhr von Megiddo
 
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Jeder, der sich einmal mit Eltern, Großeltern, Nachbarn oder sonstigen Bekannten über deren Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg unterhält, wird wohl feststellen, dass man hier oft auf eher verschlossene Reaktionen trifft. Auch von daher empfinde ich die Arbeit des Vereins als unterstützenswert, denn Kinder sind immer die Opfer eines Krieges.
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04.04.2006 11:46 Uhr von MannisstderBlond
 
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Deie Idee ist nicht schlecht, aber: wer kümmert sich um die Generation danach?

Meine eigenen Eltern sind solche Kriegskinder, denen aber bisher keiner geholfen hat.
Nun werden sie bald 80 und sagen selber, dass ihr Leben bis auf die wenigen Kriegsjahre erfüllt und harmonisch verlaufen ist.
Doch was ist mit uns, den Kindern der Kriegskinder?
Im Gegensatz zu unseren Eltern, die trotz des Krieges eine gesicherte Zukunft hatten, stehen wir vor einem Nebel, der uns keinen ungetrübten Blick in die selbige erlaubt.
Sichere Renten wie sie unsere Eltern haben sind nur noch Träume.
Eine eigene Kultur bzw. Identität haben wir dank der Verbrechen des Naziregimes und der daraus resultierenden Zwangs-Multi-Multi Bewegung schon lange aufgegeben.
Nicht unsere Eltern brauchen Hilfe.
Die Hilfe brauchen wir, aber noch mehr unser Kinder, deren Zukunft schon mehr der Hölle gleicht, als einem Leben.

Statt aus eigener Verunsicherung und Angst solche Hilfsvereine für eine Generation, die dies vielleicht gar nicht möchte, zu errichten, sollten wir alle lieber etwas sinnvolles für die Zukunft der nachfolgenden Generation tun.

mfg
MidB
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04.04.2006 14:05 Uhr von le-nitzel
 
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@MidB: Im Grunde stimme ich deiner Aussage zu... allerdings liegt es an uns selber, dass wir uns unsere "Identität" zunichte machen.

Die "Bück-dich-Stellung" Deutschlands hat sicherlich ihren Ursprung in den Verbrechen der Wehrmacht etc., allerdings wurden die größeren Fehler wohl nach dieser Zeit gemacht (und man macht sie noch bis heute), in der man - voller Schuldgefühle - zu jeder Regressforderung Ja und Amen gesagt hat. Durch diese Idiotenpolitik sind wir ein Volk von Weicheiern geworden.

Back to topic!
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04.04.2006 14:18 Uhr von PruegelJoschka
 
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@le-nitzel: Deutschland hat viel mehr den "Veteranen" des Krieges bezahlt als den Opfern. Und Deutschland hat kaum selber Leute für die Kriegsverbrechen verurtelt. Im Grunde gilt in Deutschland seit 1946 die Devise: "Wie? Der Krieg ist schon solange her. Sollen wir etwas ewig bezahlen?"

Macht ja nix, daß Dir was anderes beigebracht wurde. Als Weichei flennt man doch eh am besten über seine eigene Situation.

Deutschland ist (noch) eine Wirtschaftsmacht und die Nachkriegsgenerationen haben es geschafft ein tolles Land aufzubauen. Aber für Dich ist es scheinbar nur eine Geschichte der Mißerfolge ... na dann ...

Es wurden viele Dinge in Deutschland verbockt. Aber in anderen Ländern ist es ähnlich. Und Deutschland muss halt einsehen, daß sie bei gewissen Themen nicht mitreden können. Im Bezug auf Israel hat Deutschland nun mal die Fresse zu halten. Und das ist auch gut so. Es gibt genug andere Länder, die sich beim Thema Israel beteiligen können und Deutschland findet genug andere "Länder", die sie verbessern können.

Aber es ist ja nie genug, es ist ja immer scheisse und man will immer das, was man nicht bekommen kann.

@Topc:

Langweilig. 60 Jahre her. Hat nur Stammtischcharakter. Die Leute haben nun mal ein Trauma, NA UND? Die jetztige Jugend lebt dafür in einem Dauertrauma mit einer Aussicht auf eine 300Euro Rente (sorry, bin halt Optimist). Sollen sie das Ende ihres Lebens genießen, andere hatten nicht so viel Glück.

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