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Heros-Insolvenz: Schlecker fordert Schadensersatz in Millionenhöhe

Wie der "Focus" berichtet, fordert der Groß-Drogist Schlecker von der österreichischen Uniqua-Versicherung den Ersatz des Schadens, der durch die Veruntreuung von Firmengeldern durch die Geldtransportfirma Heros entstanden ist.

Laut Holger Kraft, dem Anwalt von Schlecker, besteht eine Transportversicherungspolice bei dem Tochterunternehmen der Mannheimer Versicherung. Diese biete auch Versicherungsschutz für Gelder, die transportiert würden, aber nicht beim Kunden ankämen.

Hierin ist die Grundlage für die Erstattungspflicht zu sehen, so Kraft weiter. Die Haftung ist noch fraglich. Zu klären ist, ob das veruntreute Geld Bargeld war oder Giralgeld wurde. Gedeckt durch die Police sind lediglich Bargeld-Veruntreuungen.


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WebReporter: Fiete C. Hansen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Million, Schaden, Insolvenz, Schadensersatz, Schlecker
Quelle: www.ftd.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.04.2006 13:36 Uhr von patjaselm
 
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doofe frage: was zum henker ist giralgeld?

ist das ein anderes wort für buchgeld?

falls ja: wieso sollte der fakt, dass das bargeld transportiert wird, dieses zu buchgeld machen?
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03.04.2006 13:48 Uhr von Fiete C. Hansen
 
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@ patjaselm: Ist wirklich eine interessante Frage! Laut Artikel ist es so: "Denn offenbar wurde von Heros eingezahltes Geld nicht auf Treuhandkonten der jeweiligen Kunden, sondern auf andere Konten überwiesen. Die Transportversicherung umfasst aber nach Angaben der Mannheimer nur die Veruntreuung von Bargeld, nicht jedoch Giralgeld."

Durch die Konteneinzahlung wurde der Auftrag ausgeführt. Es wurden lediglich Einzahlungen auf die falschen Konten vorgenommen. Die Bewertung dieser rechtlichen Interpretationen wird sicher noch unterhaltsam werden.
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03.04.2006 13:57 Uhr von patjaselm
 
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@fiete: ich bin zwar kein rechtler, denke mir jedoch, dass bereits mit der einzahlung des bargeldes auf "falsche" konten, das geld als veruntreut zu betrachten ist.

würde mich wundern, wenn ein richter - im falle von sich abzuzeichnenden streitigkeiten - dies anders sehen würde ... aber eben: man muss sich ja immer wieder wundern ;o) ...
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03.04.2006 14:08 Uhr von Fiete C. Hansen
 
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@ patjaselm: Wie heißt es so schön? Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand! *g*

Ein Ausschluss der Deckung durch die Versicherung befreit den Veruntreuer natürlich nicht von seiner strafrechtlichen Belangung (Veruntreuung) und zivilrechtlichen Haftungspflicht.
Eine Veruntreuung ist es in jedem Fall, aber ob es eine nach versicherungsrechtlicher Definition ist, ist wieder ein ganz anderes Thema. *g*
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03.04.2006 14:10 Uhr von patjaselm
 
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genau: eben dieses "andere thema" wird bestimmt vor gericht ausgefochten werden ;o) ...

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