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Schweiz: Kein Diebstahl, wenn jemand am Geldautomat fremde Scheine einsteckt

Eine Bankkundin hatte an einem Geldautomat 1.000 Euro angefordert. Wegen einer längeren Wartezeit auf die Ausgabe des Betrages verließ die Frau die Bank. Der nächste Nutzer des Automaten steckte die Scheine ein und wurde wegen Diebstahls angezeigt.

Gegen die Verurteilung zu 60 Tagen Haft legte der zunächst wegen Diebstahls Bezeichnete Widerspruch ein. Das daraufhin am Bundesgericht in Lausanne überprüfte Urteil hielt jedoch nicht stand, eine Diebstahls-Tat habe sich hier nicht ergeben.

Der Vorkunde, der die Ausgabe am Bankomat nicht abgewartet hatte, war noch nicht im Besitz der Scheine, also wurden sie ihm nicht gestohlen. Auch der Bank wurde nichts weggenommen, da das Geld nach der Automaten-Ausgabe ihr nicht mehr gehört habe.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Schweiz, Diebstahl, Schein, Geldautomat
Quelle: www.20min.ch

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.03.2006 13:55 Uhr von LuckyBull
 
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Leider reicht der Platz hier nicht aus, den Fall hinsichtlich der Weiterentwicklung darzustellen. Ein völlig ohne Strafe ausgehender Fall bliebe nämlich noch abzuwarten. Die Angelegenheit wurde wieder an das vorige Gericht zurück gewiesen.
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30.03.2006 14:14 Uhr von Kulle78
 
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Kommentar sehr hilfreich: Und ich dachte schon, dass es damit gegessen ist. Könnte mir es ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass es straflos bleibt. Daher war der Kommentar zum Verständnis sehr hilfreich. :-)
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30.03.2006 14:20 Uhr von The_Nothing
 
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Wenn das wirklich straffrei bleibt, dann weiß ich wie ich meinen nächsten urlaub verbringe :-)

Ab in die Schweiz und zwei Wochen vorm Geldautomaten kampieren...
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30.03.2006 14:50 Uhr von >rno<
 
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Fundunterschlagung: In Deutschland wäre es wohl Fundunterschlagung.

Bis zu 3 Jahren Haft oder Geldstrafe
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30.03.2006 15:24 Uhr von DJ Giraffentoast
 
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frage: mich würde mal interessieren wie lange die frau gewartet hat....weiss es jemand?
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30.03.2006 15:32 Uhr von megatrend
 
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News unvollständig und tendentiös: In der Quelle steht noch: "Mit dem Entscheid aus Lausanne steht allerdings noch nicht fest, dass der Betroffene straflos ausgeht. Das Dossier geht zur Neubeurteilung zurück ans Neuenburger Kantonsgericht. Es muss darüber befinden, ob allenfalls das Delikt der unrechtmässigen Aneignung erfüllt ist."

Es darf als quasi gesichert gelten, dass der Mann das Geld nicht behalten kann. Zwar wird der Mann nicht wegen Diebstahls verurteilt, aber er könnte wegen unrechtmässiger Aneignung verurteilt werden. Aber behalten wird er das Geld nicht können.
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30.03.2006 15:43 Uhr von jens3001
 
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1000 Euro? In Deutschland können auf einen Schlag am Automaten max. 550 (?!) Euro abgehoben werden. Dachte das diese Begrenzung auch im Ausland gilt... muss mich wohl geirrt haben.

Ich kann nicht verstehen, das die Dame nicht auf die Auszahlung gewartet hat.
Man hört den Automaten doch rattern/arbeiten. Und ganz abgesehen davon, wäre mir das zu heiss, denn mit der Bestätigung das ich das Geld abgeheben will wird es vom Konto abgebucht.
Lieber etwas länger warten und im Notfall per Handy/Telefonzelle die Störungsnummer (steht an allen Automaten) anrufen.

Das das Geld niemanden gehört halte ich auch für ein Gerücht. Denn die Frau hat einen einfachen Buchungsvorgang gemacht. Nämlich "virtuelles" Geld vom Bankkonto in "echtes" Geld / Scheine umgewandelt.
Also gehört es ihr auch weiterhin. Das sie es hat liegenlassen ist wieder was anderes.. das Eigentumsrecht liegt trotzdem noch bei der Frau.
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30.03.2006 15:58 Uhr von Metallicum
 
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Schweiz + Euro = ? Seit wann geben schweizer Geldautomaten Euros aus? Die nehmen da drüben ja nur in seltensten Fällen Euros an!?
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30.03.2006 16:02 Uhr von Klaus Helfrich
 
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News - Kommentar: Zitat aus den Regeln:

" Dein Kommentar soll sich auf die News beziehen. Es ist aber nicht erlaubt, die News im Kommentarfeld weiterzuschreiben. Es ist gerade die Kunst, eine Nachricht in 3x 250 Zeichen zusammenzufassen. "

Wer so viele News wie "Lucky Bull" verfasst hat - mehr als 4.000 - dem sollten die Regeln bekannt sein.

Leider ist News auch unter Einbeziehung des Kommentars unvollständig, da weder der Ort des Geschehens noch der Ort der ursprünglichen Gerichtsverhandlung erwähnt wird.

Zitate Quelle:
"Eine Kundin hatte im Mai 2004 in Peseux NE...."
"Die Neuenburger Justiz verurteilte ihn dafür zu 60 Tagen Gefängnis..."
"...zurück ans Neuenburger Kantonsgericht."
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30.03.2006 16:17 Uhr von Sunseeker
 
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@Metallicum: In der Schweiz sind Geldautomaten, die Euro ausgeben recht verbreitet. Man kann sogar sein Konto komplett in Euro führen.
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30.03.2006 16:45 Uhr von Benares
 
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@ >rno<: nein, in deutschland wäre das keine fundunterschlagung. wie soll denn der mensch wissen, wer das geld vergessen hat, der bank kann es ja nich mehr gehören und wenn da nich zufllig eine kamera hing, dann konnte das auch keiner sehen
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30.03.2006 16:46 Uhr von Phoenix87
 
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@>rno<: " In Deutschland wäre es wohl Fundunterschlagung.
Bis zu 3 Jahren Haft oder Geldstrafe"
Falsch, in Deutschland könnte sowas gar nicht passieren...
10 Sekunden, nachdem das Geld rausgeschoben, aber nicht nicht entnommen wurde, wird es wieder eingezogen und es wird nichts abgebucht vom Konto!
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30.03.2006 17:09 Uhr von para99
 
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@Phoenix87: auch in der Schweiz zieht der Geldautomat das Geld wieder zurück, wenn es nicht entnommen wird (ob es auch 10 sek. sind weiss ich nicht) wahrschwinlich kam der "Finder" in dem Moment zum Automaten, in dem der das Geld ausspuckte.
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30.03.2006 18:05 Uhr von red.devil
 
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@benaro: hier irrst du. Es ist jederzeit nachvollziehbar, wer wann Geld vom Automaten angefordert hat. Sieh mal auf deinen Kto-Auszug, das steht auch Datum und Uhrzeit der Abhebung. Die Bank hat diese Daten selbstverständlich zur Verfügung, somit ist eine Nachvollziehbarkeit gegeben.

Was mich wundert ist dieser Zufall, dass in den paar Sekunden, in denen die Scheine zu sehen sind zufällig der nächste Kunde da war, die Zeit, bis die Scheine wieder eingezogen werden ist nämlich im Normalfall (zumindest in D) nicht so wahnsinnig lang (30 Sek. oder so).
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30.03.2006 20:09 Uhr von megatrend
 
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@ jens3001

Die Bezugsmenge ist je nach Karte und Bank, ja sogar je Kunde unterschiedlich. Ich kann bei meiner Bank an Automaten max, 5000 Franken pro Tag beziehen. Wenn ich mehr beziehen möchte, dann muss ich an den Schalter gehen. Den maximalen Bezugsbetrag von Fr. 5000 habe ich mit meiner Bank vereinbart; es wäre auch weniger möglich gewesen, mehr allerdings nicht. Mit der Maestrocard kann ich pro Tag tausend Franken an Automaten beziehen, in Geschäften hingegen bis 2000 Franken.

@ Metallicum

An Schweizer Bankautomaten kann man des öfteren auch Euro beziehen, insbesondere in Städten oder in grösseren Bankfilialen. In der Schweiz kann man an vielen Orten mit Euro bezahlen, allerdings mur mit Noten; das Herausgeld erhält man dann in Schweizer Franken. Einige Geschäfte sind sogar dazu ünergegangen, die Preise auch in Euro anzuschreiben.

Grund für dir Eurobezugsmöglichkeit an Automaten sind jene Schweizer, die ins benachbarte Europa gehen; ausser GB und Dänemark sind wir ja quasi vom Euro "umzingelt". Auch gibt es hier in Städte und grösseren Bankfilialen Automaten, bei denen man Euros in Schweizer Franken wechsel kann.
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30.03.2006 20:23 Uhr von pulverschmid
 
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@megatrend - magaout! -: Wieso hat luckyBull eine tendenzielle Meldung geschrieben? So steht alles im Original. Daß es ein bißchen hämisch klingt, liegt an der Häme der Sache. Bekanntlich dürfen Meldungen ja auch nicht 1:1 übernommen werden! Insofern, Gratulation für den Autor und ein Megaout für die billige besserwissende Kritik! Wenns weiter nichts ist, als Autoren eine Tendenz zu unterstellen, dann würden hier keine Seiten mehr zu füllen sein. Jede Meldung ist von Haus aus tendenziell.
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30.03.2006 20:39 Uhr von kbatommy
 
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@Jens: ich glaube auch nicht das man bei 1000 euro einfach so den geldautomaten verlässt.abgesehen davon sollte der "dieb" meiner meinung nach nicht verurteilt werden.selber schuld die alte
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30.03.2006 22:03 Uhr von brycer
 
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Sollte nicht straffrei bleiben: Ich denke, der Finder des Geldes sollte nicht straffrei bleiben!
Immerhin war es nicht sein Geld.
Wenn ich in Deutschland, egal wo, einen 1000 Euro-Schein finden sollte, dann wäre es...... Falschgeld! ;-)
Also find ich lieber zwei 500er :-P
Angenommen ich hätte das Glück und würde das Geld einfach so behalten, dann wäre es Fundunterschlagung, da ich ja eigentlich verpflichtet wäre, das Geld abzugeben.
Die Sache mit dem Finderlohn steht dann auf ´nem anderen Blatt. :-)
@Benares:
Es wäre Fundunterschlagung, da man, wenn man was findet, eigentlich nie weiß, wer es verloren/vergessen/verbockt hat.
Die Bank kann aber ohne Probleme, anhand ihrer Aufzeichnungen der Geldbewegungen am Automaten, nachvollziehen , wem das Geld eigentlich gehört.
@The_Nothing :
Das mit dem Campieren vorm Geldautomaten wär vieleicht ´ne Idee. Aber ich könnte mir auch vorstellen, wenn der Typ wirklich straffrei bleibt, dann gibts wahrscheinlich ein riesen Gedränge in den Sommermonaten vor den Geldautomaten.
Dann lieber einen Bringservice (Lebensmittel, Kondo... ;-P ) für die wachsamen Camper dort einrichten und sich damit dumm und dämlich verdienen. :-D
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30.03.2006 22:36 Uhr von sacratti
 
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Bei Fundunterschlagung: würde sich nur der Staat bereichern. Ansonsten ist Geld anonym und damit nicht oder nur schwer zuordenbar.
Es mag unschön sein, insbesondere wenn man bedenkt, es könnte eine Rentnerin/Rentner gewesen sein, aber moralisch verwerflich oder gar strafbar halte ich das nicht. Insbesondere auch, weil erst vor kurzem ein Fall bei Escher im TV war. Ein Finder gab Geld bei der Bahn im Fundbüro ab, das Geld wurde nicht während der Frist abgeholt, worauf die Bahn das Geld einsteckte.
Rechtlich war es aber so, der Bahnhofsvorplatz war trotz Widmung öffentlicher Verkehrsweg und damit die städtische Fundstelle zuständig. Der Finder hätte also eienn Anspruch auf das nach der Frist nicht abgeforderte Geld.
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30.03.2006 23:30 Uhr von stellung69
 
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zum Fundbüro: hätte der Mann gehen sollen. Wenn er das Geld behalten kann, ist das meines Erachtens nicht richtig......
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30.03.2006 23:37 Uhr von chaotic
 
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@jens3001: der Geldautomat, bei dem ich meistens Geld abhebe, lässt die Kunden bis zu 1000 Euro abheben.
Es gibt ein Tages- und ein Wochenlimit, dass je nach Bank und Automat unterschiedlich sein kann. Deine Bank, die dir deine EC- Karte gibt, setzt ein Limit fest und der Geldautomat bzw. die Bank, die den Automat betreibt setzt auch ein Limit fest. Es gilt (so weit ich weiß) immer das kleinste der möglichen Limits beim Geldabheben.
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31.03.2006 08:32 Uhr von pakebuschr
 
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wer würde die 1000€ liegen lassen? wer 1000€ liegen lässt weil er nicht abwarten kann der hat auch genug davon oder soll man sich etwa auf die Strasse stellen und fragen wem die 1000€ gehören :-)
wenn da nun eine Brieftasche liegt ists was anderes aber so, wie will man feststellen wem die gehören oder war da eine Kamera?
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31.03.2006 09:11 Uhr von Joker007
 
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natürlich Unterschlagung: Natürlich erfüllt das Verhalten des Mannes den Tatbestand der Unterschlagung gemäß § 246 StGB. In der Schweiz gibt es mit Sicherheit eine entsprechende Strafvorschrift.

Merke: Alles was richtig Spass macht, ist verboten !
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31.03.2006 10:38 Uhr von jens3001
 
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@megatrend, chaotic und frifra: Schon klar, das ich pro Tag bzw. pro Woche mehr Geld am Automaten abheben kann.
Nur mit einer Aktion ist bei mir zumindest 550 Euro festgelegt (hab ich dann wohl irgendwann mal so bestimmt).
Wenn ich mehr Geld möchte, muss ich halt nochmal abheben.
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31.03.2006 11:30 Uhr von account
 
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@Benares: hää? - welch Logik - wenn Du einen Geldbeutel irgendwo findest weisst Du auch nicht zwingend wem er gehört wenn keine ID-Material drin ist - Fundunterschlagung ist es aber einer gewissen Höhe (ich glaube 100€ wenn ich mich recht entsinne ...) - alles andere wäre ja totaler Unsinn ...

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