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Linkspartei nominiert Petra Pau für das Amt der Bundestagsvizepräsidentin

Die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linkspartei, Petra Pau, wurde von ihren Fraktionskollegen einstimmig für das Amt der Bundestagsvizepräsidentin nominiert.

Dies gab Fraktionschef Oskar Lafontaine heute gegenüber der Presse bekannt. Pau, so Lafontaine, sei vom Parteivorsitzenden Bisky, der im November letzten Jahres selbst viermal bei der Wahl zum Bundestags-Vize durchfiel, vorgeschlagen worden.

Eigentlich, so Pau, würden «gute Gründe» vorliegen, nach der Brüskierung der Linkspartei beim letzten Wahlgang den Posten nicht zu besetzen. Im Falle einer erfolgreichen Kandidatur will sie sich besonders für Bürgerrechte und Demokratie starkmachen.


WebReporter: sannifar
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bundestag, Amt, Linkspartei
Quelle: www.tagesspiegel.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.03.2006 21:39 Uhr von Jimyp
 
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Hoffentlich fällt die genauso durch...
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27.03.2006 21:51 Uhr von kathleenchristine
 
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Jimyp: das sind aber mal richtig liebe und gute Wünsche, die du ihr da verpasst - ;)
das Recht der Partei ist es, daran gibts nichts zu rütteln
ob die Prtei selbst gefällt oder nicht, das steht auf einem ganz anderen Blatt.
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27.03.2006 22:06 Uhr von Jimyp
 
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@kathleenchristine: Und um denen dieses Recht zu nehmen, könnte man von mir aus auch die Gesetze ändern und diese Partei komplett verbieten! ;)

PDS? Nein Danke!
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27.03.2006 22:19 Uhr von kathleenchristine
 
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Dann: hätten wir aber nicht nur eine, die verboten werden sollte, jeder käme mit seinem Extra- Wunsch an, funktioniert so herum glaub ich nicht, oder? ;)
Wunschzettel, wer fliegt?
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27.03.2006 22:33 Uhr von Teppichratte
 
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Gääähhhn: so langsam wird das mit der "PDS" peinlich.
Vergessen sind die Nachfolgeparteien der NSDAP oder all die Blockflöten, die von heut auf morgen von der CDU reingewaschen wurden.

Was die sogenannten "guten" Parteien sich in dieser Sache bisher geleistet haben, ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Und dass ausgerechnet die etablierten Parteien mit dem moralischen Zeigefinger winken ist wirklich dreist, denn in der Beziehung nehmen sie sich alle nix.
Sollen sie doch eine Politik machen, das solche "bösen" Parteien überflüssig machen.
Die sind demokratisch gewählt worden, ob es den alten Herren nun passt oder nicht, aber dieses Spielchen "näää, die lassen wir nicht mitspielen" ist eigentlich schon als infantil zu bezeichnen, Kindergarten halt.
Und erzähl mir bitte keiner, dass die alteingesessenen moralisch, hochtabende, politische Gründe haben, die alten Damen und Herren sind angepisst, weil da welche in ihrem heiligen Club sind, die störende Fragen stellen (noch), denn sobald die mal richtig mitspielen dürfen kommt auch bei denen das Fressen vor der Moral.
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27.03.2006 23:35 Uhr von «azero»
 
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In Geschichte nicht aufgepasst, Jimyp? > Und um denen dieses Recht zu nehmen,
> könnte man von mir aus auch die Gesetze
> ändern und diese Partei komplett verbieten!

Oder die Definitionen für "Demokratie", "Meinungsfreiheit" und/oder "Parteienvielfalt" noch nicht gefunden?

Deine Idee hatten schon welche vor dir: Die Nazis waren gut darin, Parteien und Gruppierungen, die ihnen nicht gepasst hatten und denen sie politisch nichts entgegensetzen konnten, einfach zu verbieten. Hast du dir das bei ihnen abgeschaut?

Wie wäre es denn zur Abwechslung mal mit was ganz Neuem? Sowas wie "Demokratie" und "Parteienvielfalt"?

Als ich damals annektiert wurde, runzelte ich angesichts der Tatsache, dass rechtspopulistische Parteien die politische Landschaft bevölkern, entsetzt die Stirn: Wenn ich irgendetwas WIRKLICH HASSEN gelernt habe, dann waren es Nazis und Leute, die glauben, "Demokratie" und "Menschenrechte" seien nur hohle Phrasen.

Weißt du, was man mir damals sagte? "Mach dir keine Sorgen. Eine gesunde Demokratie verträgt sowas. Außerdem gehört das zur Meinungsfreiheit. Auch wenn es uns vielleicht nicht passt.". Interessant, dass diese Aussage offensichtlich nur für das rechte Spektrum gilt. Naja, irgendwie auch verständlich. Denn nach 16 Jahren "freier" Marktwirtschaft habe ich zumindest begriffen, dass die Rechten wenigstens nicht die lukrativen Waffengeschäfte verhindern und sich im Zweifel nicht gegen einen richtigen Deutschen wenden - egal, ob er nun Steuern zahlt oder nicht.

Aber was man mir noch sagte, stimmt mich - heute mehr denn je zuvor - bedenklich: "Denk dran: In deinem Darkside Germany hattest du nur EINE Partei zur Auswahl. Hier kannst du in den buntesten Farben und Inhalten wählen." ...

Ich fand das toll. War schlicht begeistert. Allein dafür wäre ich bereit gewesen, all die naiv-debilen Siegerposen zu vergessen, die man allerorten bewundern durfte, wenn man mir - wieder einmal - von oben herab erklären wollte, ich müsse erst mal "arbeiten lernen" und sowieso: Ich müsse FREIHEIT lernen.

Naja, seit etwa 10 Jahren habe ich aber ein Problem: Ich habe die gleiche Wahl wie früher: Wahlweise die Blockpartei "CDEFGNPRSUÜ" oder extrem rechts; DVU etwa, oder NPD. Braun oder Schwarz. Das ist wie in der DDR. Da gab es auch nur Rot oder die Schwarzrotgelbe Blockpartei, die sich selbst als "politische Schwestern" verstanden (und auch so handelten).

Was genau hatte ich gewonnen? Ich habe eine Einheitspartei gegen eine andere eingetauschst. Nicht wirklich der Hit, denkst du nicht?!

Und jetzt stehst du da, und machst alles, was ich abgrundtief hasse: Du äffst - bewusst oder nicht (Wenn nein, schönen Gruß vom Bildungsministerium!) - die Nazis nach und erklärst mit einer Selbstverständlichkeit, dass mir das kalte Grauen den Nacken hochkriecht, dass "... eine Einheitspartei völlig ausreiche, und man auf Parteienvielfalt nur dem Namen nach nicht verzichten wolle. Programme dürften sich hingegen durchaus wie ein Ei dem anderen gleichen. Das hätte den Vorteil, dass die Verwirrung bei der Wahl nicht so groß ist und man - Nochmals: Schöne Grüße vom Bildungsministerium! - nicht so viele Programme lesen müsse.".

Was also hast du nicht verstanden, Jimyp? Ist es "Demokratie", "Meinungsfreiheit" oder "Parteienvielfalt"?
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28.03.2006 00:06 Uhr von johagle
 
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azero: <<<Hast du dir das bei ihnen abgeschaut?

Ach azero! Jetzt überschätzt du unseren Jimyp aber!

Das hat er von seinen Freunden aus Amiland! Dort hat man schon lange erkannt dass man den Menschen eine Wahl vorgaukeln muss um Strömungen der Wut zu kompensieren und in „richtige Kanäle“ umzuleiten! Heisst… die eine Partei haut dem Volk mit dem Prügel auf den Kopf und die andere schaut betroffen. Wählt das Volk dann die andere Partei, bekommt die den Prügel und Partei 1 übt sich im „betroffen schauen“. DAS ist moderne Demokratie! Und der impertinenten Opposition beschert man einen Club-Urlaub im Abenteuercamp auf Kuba.

Hört sich komisch an…. is aber so.
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28.03.2006 06:44 Uhr von Buster_
 
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Das Recht der Parlamentarier: ist es diese Kandidatin nicht zu wählen. Hoffentlich machen sie davon gebrauch.
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28.03.2006 07:00 Uhr von johagle
 
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Das hoffe ich auch Buster!: Sonst hält sich das Märchen, das man Bisky nur aus Gewissensgründen nicht gewählt hat, ewig… und daran hat niemand Interesse! Wir wollen gar nicht in irgendeiner Art und Weise mit den bestechlichen Parteien in einen Topf geworfen werden oder von ihnen gewählt werden… das überlassen wir dem Volk … kurz nachdem der Wecker schellt …
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28.03.2006 09:13 Uhr von Finn.W
 
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Warum nicht? In einem Land das von einer ehem. FDJ-Sekretärin regiert wird, kann auch so eine SED-Treue Sozialistin Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages werden.


"Bis 1985 war sie im erlernten Beruf tätig und begann dann ein Studium an der SED-Parteihochschule Karl Marx, welches sie 1988 als Diplom-Gesellschaftswissenschaftlerin abschloss. Sie war dann bis 1990 Mitarbeiterin beim Zentralrat der FDJ."

"Die Parteihochschule "Karl Marx" war die höchste Bildungsstätte der SED,..."
(Quelle Wikipedia)

Genau solche Leute brauchen wir in Deutschland. Stramme Kommunisten, die schon zu DDR Zeiten fleißig an der Diktatur mitgewirkt haben.
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28.03.2006 17:33 Uhr von kathleenchristine
 
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Wieso: schauen alle bei Tatsachen so permanent weg? Wieso kommen sofort Verschwörungstheorien, wenn Hinweise kommen, das die Vergangenheit der Partei eben nicht Vergangenheit ist?
Warum darf mans nicht mal schreiben, ohne im Kreuzfeuer der Anhänger zu landen?Warum ist da einfach keine sachliche Diskussion möglich - unter sachlich verstehe ich in diesem Fall einmal nicht nur die eigenen Argumente gelten zu lassen?
Das würde mich persönlich interessieren.
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28.03.2006 21:22 Uhr von «azero»
 
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Ich gewinne zunehmend den Eindruck, kathleenchristine, dass du mit der Zeit immer oberflächlicher wirst.

> Wieso schauen alle bei Tatsachen so permanent weg?
> Wieso kommen sofort Verschwörungstheorien,
> wenn Hinweise kommen, das die Vergangenheit
> der Partei eben nicht Vergangenheit ist?

Als politisch überaus interessierter Bürger beobachte ich - nicht nur, aber auch - die Linkspartei sehr sorgfältig. Nicht nur während irgendwelcher Phasen, in denen sie im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, sondern auch in ihrem - für viele anscheinend nebensächlichem - für mich aber sehr interessantem eigentlichem Umfeld: ihrer politischen Arbeit.

Daher klingt das, was du da sagst, in meinen Ohren wie eine Verschwörungstheorie. Und wenn du nicht möchtest, dass ich dich fortan als "Verschwörungstheoretikerin" einstufe, bitte ich dich eindringlich, mir Fakten, Zahlen, Daten und meinetwegen Augenzeugen beizubringen, die deine These von den "Tatsachen" stützen. (Wenn´s geht, lass bitte die BILD-Zeitung und andere, ähnlich seriöse Quellen, aus dem Spiel.)

Allein die Phrase "... einfach keine sachliche Diskussion möglich ..." klingt nahezu, als hättest du die vergangenen 16 Jahre auf einem anderen Planeten zugebracht. Aber hey, es kommt auf einen Versuch an: Ich lerne gern dazu. Sage mir, was du weißt. Argumentiere. Ich höre dir gespannt zu.
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28.03.2006 21:48 Uhr von kathleenchristine
 
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Wenn: du mich als oberflächlich einstufen möchtest, dann tu dir keinen Zwang an, ich weiß dass es anders ist. Zudem hab ich nicht dich persönlich angegriffen. Was mir persönlich stinkt, ist z.B diese Geschichte mit den Menschenrechten.
http://www.rbb-online.de/...
was zuvor gelaufen ist, und was versucht wird, dann daraus zu machen, natürlich auch deshalb, weil nicht einmal der Versuch gestartet wird, von denen die an vorderster Front beteiligt waren, dies auch zurückzunehmen oder in irgend einer Weise gerade zu rücken. Das andere Parteien sich nicht mit Ruhm bekleckern was Menschrechte betrifft, ist auch mir bekannt, darum geht es jetzt hier nicht, sondern einfach darum, dass sie sich anders darstellten und viele in ihnen eine Hoffnung sahen. Die ist in dem Moment beendet, in dem sich zeigt, da walten doch ganz genau die alten Ideen und Ideale, denen man doch öffentlich abschwor.
Ich bin nicht Proton, ich hänge mich auch nicht an eine Partei, wer mich etwas kennt, weiß ziemlich gut dass ich bei allen sehr genau hinschaue und mich mit den Dingen beschäftige, die sie fabrizieren oder auch gut machen könnten. Ich setze mich mit vielen Dingen auseinander und hier eben genau mit diesem Punkt der stinkt.
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29.03.2006 00:17 Uhr von «azero»
 
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Realismus?! > Was mir persönlich stinkt, ist z.B
> diese Geschichte mit den Menschenrechten.

Das war deutlich zu merken.
Und genau das meine ich mit "Oberflächlichkeit".

Listigerweise verlierst du nämlich seit dem Tag dieser Nachricht zunehmend den Blick für die Realität. (Anscheinend hat es dich emotional sehr getroffen.)

Setz dich also lieber, bevor du weiterliest; denn ich fürchte, ich muss dich enttäuschen, liebe kathleenchristine: Die Welt um dich herum ist kein Märchenwald. Die "gute Fee" gibt es nicht; und auch der "Märchenprinz" wird - zumindest in diesem Leben - nicht vorbegeritten kommen. Aber es gibt "Schlimme" und "ganz Schlimme"; "Hexen", "Gnome", "Raubritter", "Diebe" und "Verbrecher"; "selbstherrliche Könige" und "Bettler".

Die __EINZIGE__ Wahl, die du hast, ist zu entscheiden, wen du für "weniger schlimm" hältst. Und da, dessen sei versichert, gibt es weit interessantere Phänomene, als die Tatsache, dass eine Parteiführung sich von der - persönlichen - Aussage einiger Parteimitglieder insoweit distanziert, als man es nicht zur "Parteilinie" zu erklären bereit ist. (Spannend zu beobachten übrigens, welche Quelle du wiedergibst. Ich erwartete sowas ähnliches durchaus.)

Solltest du also tatsächlich geglaubt haben, die Linkspartei würde dir das Paradies auf Erden bescheren und die WASG dir Honig und Milch nach Hause bringen, bist - und warst - du gewaltig auf dem Holzweg...

> Ich bin nicht Proton, ...
> Ich setze mich mit vielen Dingen auseinander ...

Das macht Cpt.Proton auch. Er legt auseinander und setzt es emotional-willkürlich wieder zusammen. Passt es nicht, wird es passend gemacht.

Nichts anderes machst du.
Zweifellos ist das, was du erwähnst, ein Kritikpunkt. Allerdings - und das ist es, was dich, wenigstens hier, Cpt.Proton so ähnlich macht - verlierst du zunehmend den Blick für die Verhältnismäßigkeit. (Zumindest ist das in der vergangenen Zeit zunehmend mein Eindruck, weshalb ich nun gern wüsste, was das "viele" ist, wo du so "genau hinschaust".)

Während man also durchaus festhalten könnte, dass man die Linkspartei bei nächster Gelegenheit mal genauer zu ihrem diesbezüglichen Standpunkt fragt, glaube ich - yep, zugegeben, ich bin Pragmatiker: Ich will Lösungen; und Handeln ist mir allemal lieber als rekursives Debattieren -, dass es andere, wichtigere, schlimmere - LEBENSBEDROHENDERE - Kritikpunkte gibt. Denn während du dich echauffierst, dass doch tatsächlich Linke für eine Regierung eintreten, die nur aus opportunistischen Gründen "sozialistisch" wurde und ansonsten eher eigene Ziele verfolgt(e) - insbesondere infolge einer anscheinend typisch mittel- und südamerikanischen Auslegung der Begriffe "Freiheit" und "Demokratie" -, waren sich die anderen sogenannten "Volks-"Parteien dieses Landes nicht zu fein, gleich mal "Nägel mit Köpfen zu machen", und massiv Mittel zur Vernichtung von Menschen bereit zu stellen; materiell und finanziell. In Milliardenhöhe.

Während also die bösen Linken ihre Papier- und Stoff-Banner und -Plakate in subtropischer Hitze herum schleppten, bauten die anderen - nicht nur dort, aber auch - in mediterraner Hitze ihr metallenes Kriegsgerät zusammen.

Und da kommt meine Neigung zum Pazifismus wieder zum Vorschein: Wenn es um Krieg geht, bevorzuge ich das Wort. Wenn es um Verletzungen und Verstümmelungen geht, neige ich zu gezielten - oder flächenwirksamen - Phrasen.

... Lass uns mal ein ganz einfaches Gedankenexperiment machen:
Wir sind - für einen Moment - Gott: Ohne andere Dinge zu berühren, nehmen wir alle Menschen weg und lassen nur die Linken übrig. Und dann stellen wir den Urzustand wieder her und nehmen nur die Linken weg. ... Was denkst du, wie lange müsste man in den jeweiligen Situationen warten, bis keine Menschen mehr diesen Erdball bevölkern würden? Wer ist also schädlicher für den Fortbestand der Art?

Dieses - zugegeben: stark vereinfachende - Experiment kannst du beliebig ins Detail fortsetzen; es ist quasi fraktal. Fast immer ist die Antwort ziemlich eindeutig. Jedenfalls unter den aktuellen Umständen. Und die sollten wir beachten. Schließlich sind wir ja Realisten, nicht wahr, kathleenchristine?! ;)
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29.03.2006 00:57 Uhr von kathleenchristine
 
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Schade: das war keine Antwort, sondern ein persönlicher Angriff auf eine vermeintliche, aber dann abtrünnige Gefolgschaft. Kritisches kann nicht geduldet oder akzeptiert, ja nicht einmal respektiert werden ohne dem anderen Realitätsverlust unterschieben zu wollen. Dies könnte der Partei vielleicht schaden ?
Respekt dem anderen gegenüber ist da wohl nicht gefragt, ja nicht einmal eine eigene Meinung darf gelten.
Ich erwarte keine Antwort, hat sich für mich erledigt.
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29.03.2006 08:42 Uhr von «azero»
 
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Rekursion: > Kritisches kann nicht geduldet oder akzeptiert,
> ja nicht einmal respektiert werden ohne dem anderen
> Realitätsverlust unterschieben zu wollen. Dies könnte
> der Partei vielleicht schaden ?

Und wieder: Ebenso "argumentiert" Cpt.Proton. Kein ... Unterschied. (Ich wollte eigentlich "nennenswert" schreiben, aber es gibt nicht einmal marginale Unterschiede, wenn man von der Wortwahl absieht.)

Natürlich ist Kritik wichtig und interessant. Nur gibt es auch für Kritik ein Maß. Und das vernachlässigst du völlig, kathleenchristine.

Den Vorwurf des Realitätsverlusts wirst du dir deshalb so lange gefallen lassen müssen, wie du ein paar Demonstranten - zudem noch ohne "Parteiauftrag" und damit in Eigeninitiative - für "schlimmer" hältst, als - IM PARTEIAUFTRAG und, da es sich um eine "Regierungspartei" handelt, im VOLKSAUFTRAG, also IN DEINEM AUFTRAG - Kriegsgerät und Söldner in Kriegsgebiete zu exportieren respektive dessen Finanzierung vor Ort zu unterstützen.

Ich möchte, dass du festhältst, dass ich dir weit entgegen gekommen bin, indem ich dir unterstelle, dass du es zumindest für _SCHLIMMER_ hältst, denn - korrigiere mich, wenn ich irre - bisher hast du nicht einmal mit einem Bruchteil der Vehemenz, mit der du die freie Meinung einiger Menschen verurteilst, gegen die Meinung jener protestiert, die vorgeben, DEINE MEINUNG in der Welt zu vertreten...

Daraus muss ich schließen, dass du es begrüßt oder zumindest duldest, dass in deinem Auftrag und mit deinem Steuergeld Menschen ermordet werden.

Und, es mag dir befremdlich erscheinen, aber ICH tendiere dazu, das Menschenleben zu achten. Insofern sind mir Wölfe, die weniger Schafe reißen schon mal lieber als Wölfe, die um der Felle willen morden.

Natürlich hätte ich es auch lieber, ich könnte Wölfe wählen, denen man die Zähne ganz gezogen hat. Aber die gibt es nicht. Also bleibt mir nur die Option der Schadensminimierung.


Dabei interessiert mich in erster Linie nicht einmal, ob die so geretteten Menschen wirklich "frei" - im Sinne der westlichen Auslegung dieser "Quasifreiheit" - sind. Mir reicht es - MUSS ES LEIDER REICHEN -, dass sie LEBEN. (Auch hier wünschte ich, bereits einen Schritt weiter gehen zu können als wir schon vor 2000 oder 5000 Jahren waren, und den Menschen "angenehme" Lebensbedingungen oder gar umfassenden "Respekt" erstreiten zu dürfen, aber bedauerlicherweise scheint die Weiterentwicklung des Menschen in den vergangenen tausenden Jahren nur rein physisch gewesen zu sein...)

Und sollte ich auch nur EIN EINZIGES MENSCHENLEBEN retten können, indem ich eine Partei wähle, die VON ANFANG AN gegen den Balkan-, Afghanistan- und Irak-Krieg gewettert hat, dann, lasse ich mir gern den "Vorwurf" der "Parteinähe" respektive "Parteigefolgschaft" gefallen.

Überaus spannend ist es dabei, zu beobachten, wie du - ebenso verkrampft wie Cpt.Proton - versuchst, zu zelebieren, "Parteinähe" wäre mein Motor. Oberflächlicher KANN man schon gar nicht mehr sein, kathleenchristine. Denn weder bin ich Mitglied dieser Partei(en), noch werde ich es in absehbarer Zeit werden (Ja, ich habe es nicht einmal im Ansatz jemals erwähnt; es ist also REINE Spekulation, der du dich da hingibst). Dazu gibt es viel zu viele Punkte, die sich nicht mit meinen Interessen decken. Und die Tatsache, dass sie - zumindest in Bezug auf den Punkt der Menschlichkeit - wenigstens in den essenziellen Fundamenten meinen Weg teilen, dahingehend auszulegen, dass eine entsprechende "Parteinähe" bestünde, müsste dich - würdest du wirklich so genau hinschauen, wie du vorgibst - zwangsläufig dahin führen, dass ich auch der NSDAP nahe stehe, denn auch ich halte Autobahnen durchaus für notwendig und wirtschaftsfördernd. Ebenso müsstest du mir "Parteinähe" zur CDU unterstellen, denn auch meine Absicht ist es, "eingesparte" Steuergelder in Wirtschaftsunternehmen zu pumpen. Und selbstverständlich besteht auch "Parteinähe" zu den Grünen, der FDP, der NPD, der SPD, der APPD, den Grauen Panthern, der DVU und (fast) allen anderen politischen Organisationen und Parteien.
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29.03.2006 08:44 Uhr von «azero»
 
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Und da ich: - auch ich bin nur Mensch - ohne entsprechende Kenntnis abweichender Fakten fundamental von mir auf andere schließe, und du deinerseits - jedenfalls nicht, dass ich es bewusst mitgeschnitten hätte - keine Parteigefolgschaft und/oder -mitgliedschaft ausgewiesen hattest, wird die folgende Aussage reichlich absurd ... fast schon lächerlich oberflächlich:

> Schade das war keine Antwort, sondern ein
> persönlicher Angriff auf eine vermeintliche,
> aber dann abtrünnige Gefolgschaft.

Nein, kathleenchristine, ich greife dich weder persönlich an, noch unterstelle ich dir "abtrünnige Gefolgschaft". Ich nahm - und nehme - lediglich Bezug auf deinen - selbst erhobenen - Anspruch der kritischen Betrachtung. Ein Anspruch, den du entweder fundamental anders definierst als ich, oder einer dem du nicht einmal andeutungsweise gerecht wirst.

Solltest du ihn also anders definieren, dann bliebe, folgt man deiner Argumentation, nur die punktuelle Betrachtung einzelner, aus ihrem Wirkungsumfeld losgelöster, Aspekte. Entspricht das auch deiner Intention, muss ich mich entschuldigen. Ich ging nämlich von der Betrachtung insgesamt beeinflussender Faktoren - und damit dem Willen, tatsächlich etwas bewegen zu wollen - aus. Dort hast du - anscheinend - den Überblick völlig verloren, was mich denn auch unmittelbar zu der Bitte brachte, mir doch endlich mal zu sagen, worauf genau sich dein Anspruch der "kritischen Betrachtung" bezieht...
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29.03.2006 21:05 Uhr von johagle
 
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hey.. jetzt seit mal wieder brav Leute … ihr redet aneinander vorbei! :-))

Ich als Mitglied der Linkspartei kann wahrlich nicht alles befürworten was irgendwelche anderen Mitglieder von sich geben und denen geht es mit mir vermutlich ähnlich. Angefangen von Drogendiskussionen bis zu „gedanklich angestrebten Koalitionen“ mit bestechlichen Parteien finde ich viele Diskussionen falsch und schädlich! Aber was solls? ICH bin in der Linkspartei weil ich voll hinter den Zielen in der Arbeits- Sozial- und Aussenpolitik stehe! Was zählt denn sonst? Ich bin sicher am Ende wird das richtige Ergebnis stehen!

Vor kurzem ging ein Brief eines Mitglieds der Linken über einen Mailverteiler der das Bedürfnis hatte sich selbst darzustellen. Ein 10seitiges Machwerk mit einem Inhalt, der an Gewaltbereitschaft, Gleichnissen aus der Tierwelt und Kriegstreiberei Hitlers „Mein Kampf“ in den Schatten stellt. Ich hab ihn dann auch gefragt ob er nicht auf der falschen Baustelle arbeitet! Ist dieser Spinner jetzt „die Linken“ oder nur ein Idiot? Wenn ich einen Termitenbau sehe frag ich mich dann was welche Termite gearbeitet hat oder seh ich nur das „Gesamtwerk“? Und genauso sehe auch ich nur das Gesamtwerk… also das Parteiprogramm… und hinter dem stehe ich und nicht hinter einzelnen Individuen!

JEDER darf seine Meinung haben… hier im Forum und auch in einer Partei! Wer kann es ihnen verbieten? Und warum müssen alle in derselben Schublade liegen? DAS zu denken ist undemokratisch!

Zu Kuba: Ich bezweifele das es „Kontraste“ um Menschenrechte geht! Vielmehr geht es ihnen darum amerikanische Menschenrechtsverletzungen gesellschaftsfähig zu machen und die „zivilisierte Bevölkerung“ zu desensibilisieren…. und DAS ist der Punkt! Warum sich über die Amis empören… ist doch völlig normal… die machen es doch auch! DAS ist die Aussage des Berichtes! Warum einem Vorbestraften glauben der einen Mord beobachtet hat… der hat doch selbst Dreck am Stecken… DAS ist die Aussage des Berichtes! Und der Mörder kommt davon weil wir uns über den Vorbestraften empören! In diesem Zusammenhang ist jede Diskussion, über Menschenrechtsverletzungen auf Kuba, kontraproduktiv für das Gesamtziel, der Einhaltung dieser Rechte WELTWEIT!

Darum weigere auch ich mich, mich auf VERGLEICHENDE Menschenrechtsdiskussionen zwischen USA und Kuba einzulassen um den Amis in die Hände zu spielen! Vergessen wir in dem Zusammenhang auch nicht, Bush fährt in einer Panzerlimousine durch Amiland und Castro spaziert durchs Volk… und lebt immer noch! Wer hat also Angst vorm Volk und der Opposition?
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29.03.2006 21:59 Uhr von «azero»
 
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Der perfekte Vergleich :): > Bush fährt in einer Panzerlimousine durch
> Amiland und Castro spaziert durchs Volk… und
> lebt immer noch! Wer hat also Angst vorm Volk
> und der Opposition?

... gespeichert, danke johagle. :D
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29.03.2006 23:35 Uhr von SchlachtVati
 
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in "vielleicht" 3 Jahren spielen: menschenrechte keine rolle mehr ! "patriot`s act- KLOBALL"


"http://www.whitehouse.gov/..."


Bush: "The next three years will demand much of those who serve our country. We have a global war to fight and win."

"die nächsten 3 jahre werden wir viel von denen verlangen, die unserem land dienen. wir müssen einen globalen KRIEG führen und gewinnen"


was hat vati letzten spätsommer geschrieben (?) , wartet ab wenn das gebüsh auf seine zöglinge losreitet !!!

hat zwar wieder nichts mit dem thema zu tun , ist mir aber wurscht !

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