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Reaktion auf Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz - Böhr (CDU) legt Ämter nieder

Der Vorsitzende und Spitzenkandidat der rheinland-pfälzischen CDU, Christoph Böhr, hat die Konsequenzen aus dem für seine Partei enttäuschenden Ergebnis der heutigen Landtagswahl gezogen und seine Ämter auf Landesebene niedergelegt.

Gegenüber der ARD erklärte Böhr, für ihn sei es folgerichtig, für das Scheitern die persönliche Verantwortung zu tragen.

Auch andere Unionspolitiker gaben ihrer Enttäuschung über das Ergebnis, die CDU büßte im Vergleich zu 2001 drei Prozentpunkte ein, Ausdruck.


WebReporter: sannifar
Rubrik:   Politik
Schlagworte: CDU, Rhein, Amt, Rheinland-Pfalz, Reaktion, Rheinland, Wahlergebnis
Quelle: www.stern.de
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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.03.2006 21:39 Uhr von Tommy69
 
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Bei DER Landespolitik kein Wunder: IMHO haben sich ausschließlich SPD und FDP z.B. für die Erhaltung der Call-Center der Telekom eingesetzt.
Getreu dem Motto: Bringt die Arbeit zu den Menschen, nicht die Menschen zur Arbeit.

Da hätte etliche Teilzeitkräfte das Nachsehen gehabt, täglich 80 - 100 km zu neuen Standorten.

-- Thomas
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26.03.2006 23:10 Uhr von wewuma
 
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Und endlich kein Heide Simonis-Effekt: Eigentlich hätte Böhr es wissen müssen - er wirkte schon bei der letzten verlorenen Wahl -farblos- und er hätte wohl besser auf seine Parteifreunde gehört und sich nicht mehr an Pos. 1 setzen lassen sollen.
Aber dann die Niederlage offen einzugestehen und sofort Konsequenzen daraus zu ziehen, hat in Deutschland Seltenheitswert.
Endlich mal ein Politiker, der zugibt, dass er verloren hat und es nicht schönredet und anschliessend sagt, dass er für Vorsitze nicht mehr zur Verfügung steht.
Chapeau!!
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26.03.2006 23:32 Uhr von necesite
 
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Beitrag: Bei Roten Grünen und Dunkelroten wäre sowas undenkbar... Die würden sich öffentlich hinstellen und Neuwahlen fordern. Respekt, nicht jeder, der politischer Macht ausgesetzt ist, erkennt so offen an, dass er seinen Platz räumen muss. Dieser Mann hat das Prinzip der Demokratie verstanden!
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27.03.2006 01:41 Uhr von «azero»
 
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*lol, genau, necesite! Was du - wie so häufig - nur wieder einmal nicht bemerkst, ist dennoch eher sprachlicher Natur:

Was bei den Schwarzen "Konsequenzen ziehen" heißt, nennt man bei den Roten, Grünen und "Dunkelroten" (Welche von beiden meinst du damit?) wahlweise "feige flüchten" oder "vor der Verantwortung drücken", nicht wahr?! (Oder wollen wir´s nachschlagen? Steht ja hier im Forum...)

Im Übrigen, wewuma, bin ich absolut nicht deiner Meinung: Wenn Herr Böhr daraus persönliche Konsequenzen zieht, zwingt er mir auch eine konsequente Schlussfolgerung auf: Wenn er selbst - persönlich - für die verfehlte (Landes-)Politik seiner Partei haftbar ist, hat man offensichtlich in der CDU schon die Diktatur eingeführt. In jedem anderen Fall KANN - zumindest in einer Demokratie - einer allein gar nicht schuld sein. Ergo haben wir ein Dilemma:

a) Die CDU ist diktatorisch aufgebaut und missachtet demokratische Grundsätze.
Dann ist es zumindest gut, dass sich wenigstens hin und wieder mal jemand findet, der bereit ist, persönlich "gerade zu stehen"; doch das macht die Partei noch unwählbarer...

b) Man braucht - wie so häufig in letzter Zeit - einen Sündenbock und delegiert - ebenfalls sehr häufig - die Verantwortung einfach auf eine Person. Damit befreit man sich nach dem alten, aber ausgezeichnet wirkenden, Spruch "Haltet ihn! Da läuft der Dieb!" von der gesamten "Last der Schuld und Sühne" und kann so - "bereinigt und geläutert" - genauso weitermachen wie bisher --- als wäre nichts geschehen. (Darin hat die CDU bekanntlich besondere Erfahrung.)

Beides nicht wirklich angenehme Konsequenzen, die mir da - zum wiederholten Male - von den sogenannten "Volksparteien" aufgedrängt werden...
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27.03.2006 09:39 Uhr von wewuma
 
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@azero: Deine Definition ist verständlich, wenn man damit die Haltung verbindet, dass die Parteien, und die CDU in besonderer Weise, sowieso nichts taugen.

Weder Herr Böhr, noch Herr Beck oder gar Frau Merkel, Herr La Fontaine oder gar Herr Platzek bestimmen alleine die Politik Ihrer Parteien - gleichwohl sie wesentlichen Einfluß haben.

Entscheidend ist aber, das Führungsleute, egal von welcher Partei, oder sonstigen Organisation, wenn sie über Charakter verfügen Verantwortung zu übernehmen haben.
Nicht mehr und nicht weniger hat Böhr gemacht.
Dass das in der heutigen politischen Landschaft., aber auch in den Führungsetagen eher selten ist, zeigt m.E. aber zu deutlich, wie wenig die Führungsriegen bereit und in der Lage entsprechend zu reagieren.
Herr Schröder ist ein trauriges Beispiel dafür, wie gering Bereitschaft für Verantwortungsübernahme sein kann, oder Frau Heide Simonis etc. etc.
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27.03.2006 10:02 Uhr von «azero»
 
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Ich stimme dir durchaus zu, wewuma,: wenn du sagst

> Entscheidend ist aber, das Führungsleute, egal von
> welcher Partei, oder sonstigen Organisation, wenn sie
> über Charakter verfügen Verantwortung zu übernehmen > haben.

Allerdings ist die Art und Weise des "Konsequenzen Ziehens" dabei von eminenter Bedeutung:

Man kann die Konsequenzen ziehen, indem man einfach den Platz räumt, wenn die anderen nicht so wollen. Das ist übliches Verhalten, wurde es doch schon in frühester Kindheit geprägt. Herr Schröder und Herr Kohl - um nur zwei aus einer nahezu unendlichen Liste zu nennen - haben es ja auch schon erfolgreich vorgemacht, dass "Konsequenzen ziehen" und "noch mehr Geld bekommen" respektive "weiterhin Verantwortung tragen bzw. Macht besitzen" nicht unbedingt einen Widerspruch darstellen muss.

Was man hingegen von Führungskräften erwarten können sollte, ist, dass sie in der Lage sind, zu analysieren, wie es zu den Resultaten kommen konnte. Und mindestens ebenso wichtig ist es, angemessene Mittel der Reaktion zu finden.
Doch dabei versagen die meisten sogenannten "Führungskräfte"; was uns denn auch in das aktuelle Desaster krankender Binnenwirtschaft führte.

Wenn Herr Böhr (ebenso wie alle anderen auch) also wirklich "Verantwortung übernehmen" wollte, dann sollte er es auch machen: Inklusive ALLER erforderlichen Maßnahmen; wozu unmittelbar die Fehleranalyse und entsprechende Methodenumstellung gehört. Doch weit gefehlt! Statt zu analysieren, WIE es dazu kommen konnte, wird nur beantwortet WER daran Schuld hat. Und danach: Business as usual...

Ich nenne das nicht "Konsequenzen ziehen", sondern "Sedierung des Wahlviehs". Statt dem Volk zu dienen, wird jemand ausgewählt, der einmal über den Marktplatz geschleift wird, bevor man damit fortfährt, das Gleiche zu machen, was man vorher bereits getan hatte --- ganz so, als wäre nie etwas geschehen...
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27.03.2006 10:07 Uhr von kathleenchristine
 
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Wenn: ich sehe, was die Parteien auf Landesebene hinstellen
dann frage ich mich wirklich, warum das auf Bundesebene nicht funktioniert.

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