26.03.06 16:22 Uhr
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Demografie-Experte behauptet: Rente in Zukunft erst mit 75 Jahren

In 40 Jahren werden wir bis zum 75. Lebensjahr arbeiten müssen. Das behauptet der Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg. Grund sei die niedrige Geburtenrate in Deutschland.

Daher müsste der Ruhestandsbeginn für Arbeitnehmer in Zukunft schrittweise bis auf 75 Jahre angehoben werden, um das Verhältnis zwischen Rentnern und Beschäftigten stabil zu halten.

Zugewanderte könnten das Problem nicht lösen. Sie seien häufig nicht berufstätig oder verrichteten einfache Tätigkeiten. Ihre Kinder hätten meist keinen oder niedrigere Schulabschlüsse.


WebReporter: artefaktum
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Jahr, Zukunft, Experte, Rente
Quelle: www.handelsblatt.com

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.03.2006 16:39 Uhr von snickerman
 
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Handelsblatt! Wieder so eine Schreibe des Groß-Kapitals,
mit der die Politik und die Volksmeinung
beeinflusst werden sollen!

Ich hör´mich langsam an wie ein Kommunist,
hätt ich von mir nie gedacht...
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26.03.2006 16:46 Uhr von artefaktum
 
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@snickermann: Ganz so entsetzt wie du war ich nicht, als ich das gelesen habe. Ich habe eher herzlich gelacht und mich gefragt, ob man so was wirklich ernst meinen kann. Anscheinend ja, und was noch schlimmer ist, viele nehmen so was für bare Münze und sind davon überzeugt, das so eine Arbeits(lebens)zeitverlängerung wirklich nötig ist.

Köstlich finde ich seinen Vergleich der Deutschen mit ausländischen Arbeitnehmern, die für ihn natürlich grundsätzlich dümmer sind. Selbst wenn es stimmen würde, man braucht auch Menschen,die unqualifizierte Arbeit machen.
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26.03.2006 16:59 Uhr von labor_007
 
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für einfache tätigkeiten, welche keinen schulabschluss erfordern, benötigen wir keine zuwanderer. es bieten sich bei ssn zahlreiche kommentatoren der autoren an, welche sich aufgrund ihrer kommentare selbst outen. *sfg*
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26.03.2006 17:16 Uhr von kwikkwok
 
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Herr Birg ist einschlägig bekannt: Als Haus und Hofschreiber der FAZ und politisch verwandter Publikationen z. B.

Hier mal eine sicher gelegentlich auch übers Ziel hinausschießende Bewertung seiner Thesen:

http://www.taz.de/...
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26.03.2006 17:23 Uhr von mone86
 
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tja dann sollte man halt etwas gegen die niedrige geburtenrate machen! ..............
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26.03.2006 17:46 Uhr von my_mystery
 
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SO EIN SCHMARRN !: Die wenigsten können in unserer hektomanisierten übertechnisierten Welt mit über 60 noch mithalten ?

Wie soll das erst in 40 Jahren sein ?

Forget it ! Deutschland geht im Jahre 2050 sowieso
in Kohlrabien oder Multikultistan auf ... Bis dahin
sind die "Deutschen" eh´ in der Minderzahl und zu
alt um sich zu wehren.

.... das geht mir am ...Armgeweih vorbei ...

... bis dahin bin ich 80 ...

... oder schon vermodert ...

(c:
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26.03.2006 18:22 Uhr von Jimyp
 
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Schafft die staatliche Rente ab und jeder soll für sich selbst sorgen! Wenn ich 50 Jahre lang jeden Monat einen bestimmten Betrag spare und selbst anlege, dann habe ich davon später mehr, als wenn ich in die Rentenkasse einzahle und letztendlich vielleicht nur 5 oder 10 Jahre lang ne lächerliche Rente bekomme!
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26.03.2006 19:26 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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Ja ist doch Klar: Diese Bundesregierung gehört in den Strafvollzug!
Renten-Lüge CDU/SPD Regierung lügt und vertuscht die Wahrheit!
Die Rentenkassen wären übervoll, wenn fast 5 Millionen Staatsdiener (Politiker, Beamte usw.) ebenfalls in die Rentenkassen einzahlen würden. Fast 5 Millionen Staatsdiener haben noch nie einen Cent in die Rentenkasse gezahlt, aber greifen die höchsten Pensionen ab. Unsere Politiker und Beamte kassieren monatlich bis zu 22.000 Euro, zusätzlich noch bis zu 100.000 Euro Nebenverdienst - und zahlen keinen Cent in die Sozialkassen.
Wenn jeder Staatsdiener nur 10 % seiner Bruttobezüge in die Rentenkasse zahlen würde, wäre unsere Rentenkasse sogar in der Lage eine Rente mit 58 zu finanzieren.
Genauso läuft es im Gesundheitswesen: Ärzte und Schwestern arbeiten rund um die Uhr und werden massiv im Lohn gedrückt, und alle 260 Krankenkassenvorstände und kassenärztlichen Vereinigungen zahlen sich monatlich bis zu 21.000,00 Euro Monatsgehalt (je Vorstandsmitglied) aus unseren Beiträgen. Hinzu kommt noch die Altersvorsorge und ein Luxusauto mit Fahrer. Und wir zahlen - auch hier die Zeche. Damit auch diese "Raffgis" in "Saus und Braus" leben können, müssen wir erhebliche Zuzahlungen leisten.

Werden Politiker immer unverschämter?
Wie gerade bekannt wurde, will die große Koalition von CDU und SPD die geplanten Verschärfungen im SGB II mit Auszugsverbot und Leitungskürzung für Junge Erwachsene unter 25 Jahre in einem Schnellverfahren am Freitag durch den Bundestag boxen.
Selbst gravierende handwerkliche Mängel die am Montag bei der Anhörung im Sozialausschuss im Bundestag deutlich wurden hindert die Koalitionäre nicht daran, das Gesetzgebungsverfahren mit der Brechstange abzuschließen, bevor überhaupt eine Debatte über die brisanten Veränderungen geführt werden kann.
Ich hatte mir gerade die "Aktuelle Stunde" im Bundestag angesehen, wenn man da die Sprüche unserer angeblichen Volksvertreter von CDU und SPD hört, dann fällt einem wirklich nichts mehr ein! Unsere Kinder denen keinerlei Perspektiven ermöglicht werden, will man nun ans Leder! Die Dreistigkeit wie die Politiker von CDU und SPD über die Verschwendung von Steuergeldern sprechen, ist unglaublich.
Politiker und Beamtenkinder erhalten weit über das doppelte des normalen Kindergeldes, obwohl die Politiker sich schon maßlos am Volksvermögen bedienen. Es ist unerträglich, wenn sich Politiker monatlich bis zu 22.000,00 Euro aus Steuermitteln zahlen und nebenbei sogar bis 80.000.00 Euro dazuverdienen. Politiker die mehr wie 5000 Euro dazu verdienen, dürften keinen Anspruch mehr auf Transfergeldern aus der Steuerkasse haben! Die Kinder der Beamten erhalten mit allen Zuschlägen noch ca. 520 Euro Kindergeld! Auch Politiker erhalten nur Transferleistungen genau wie jeder Arbeitslose! Aber sein Einkommen muss er seinen Wählern nicht offenbaren. Ein Skandal wie hier mit Geldern der Allgemeinheit umgegangen wird. In Sachsen-Anhalt erhöhte man sich die Landtagsdiäten mit Stimmen der CDU und SPD, in den letzten Jahr um 550.- Euro. Auch das Weihnachtsgeld für die bedürftigen Staatsdiener in Höhe von 652 Millionen Euro wurden gern eingesackt.
200 Millionen sollen bei den Jugendlichen (ALG II) eingespart werden. Aber z. B. für Waffengeschenke an Israel sind 833 Millionen Euro nicht zu viel. Wem platzt da nicht der Kragen?
Eigentlich wären am Freitag vor allen "ARGEn" massive Proteste erforderlich!
Warum beziehen Politiker- und Beamtenkinder ca. 520 Euro Kindergeld? Warum werden auf die Diäten und Beamtenbezüge keine weiteren Einnahmen angerechnet? Wie kann es sein, das fast 5 Millionen Politiker und Staatsdiener nicht in die Sozialkassen einzahlen. Keine Rentenkürzung und keine Zuzahlung beim Arzt und Medikamente wäre mehr nötig! Warum erhalten ca. 900.000 Beamtenpensionäre ca. 24 Milliarden Euro aus Steuermitteln der Bevölkerung? Warum greifen die Politiker so massiv in die Kassen der Steuerzahler? Ist das soziale Gerechtigkeit?
Das Volk wird verdummt mit Sprüchen die unerträglich sind "Leere Kassen"! Dabei sind die Kassen so voll, dass wir allein für die Aufrüstung und Auslandseinsätze der Bundeswehr fast 40 Milliarden Euro
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26.03.2006 19:27 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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weiter: Unbereinigte Arbeitslosenzahlen 12.588.951
Fast 13 Millionen Arbeitslose hat Deutschland wirklich!
7.654.879 ALG II Empfänger, 1.653.402 ALG I Empfänger, 1.480.670 Arbeitslose befinden sich in irgendwelchen Umschulungen. Ohne Hilfe müssen 1.800.000 Bürger auskommen, weil die Ehepartner noch ein Einkommen über 1000 Euro erzielen. Die Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit lagen per 31.12.05 bei 50,31 Milliarden Euro ein. Die Ausgaben lagen allerdings nur bei 50,82 Milliarden Euro. Der Steuerzahler musste hier also nur knapp 500 Millionen beisteuern.
24,8 Milliarden Euro müssen dagegen die Steuerzahler aufbringen um nicht mal 900.000 Beamtenpensionäre ihren Lebensabend zu versüßen. Die durchschnittliche Beamtenpension liegt derzeit bei 2.620,00 Euro monatlich! Rentner die über 40 Jahre in die Sozialkassen gezahlt haben, verfügen oft nur über eine Durchschnittsrente von unter 900 Euro monatlich. Über 4 Millionen Politiker und Beamte im öffentlichen Dienst zahlen bis heute keinen Cent in die Rentenkasse. Viele Beamte bekommen mehr Weihnachtszulage als ein Hartz IV Empfänger im ganzen Jahr bekommt. Ist das soziale Gerechtigkeit?

Quelle u.a. http://www.Volksprotest.de
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So und das alles zusammen erklärt es doch alles. Es werden immer mehr Arbeitslose (die offiziellen) und Arbeitlose (die unoffizielen, die auch arbeiten wollen) und im gegenzug immer mehr "Beamte", Verwalter & Pensionäre.
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26.03.2006 19:41 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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Jimyp: Das geht doch gar nicht. Wer soll denn dann die Pensionen bezahlen? Und Du hasst vollkommen recht das System funktioniert nicht mehr das ist gescheitert und muss sehr schnell reformiert werden. Denn wie man lesen kann (aus den vorherigen Megapost) kann das gar nicht mehr aufgehen. Und die Selbstvorsorgung (aber keine Rentenversicherung) sind die einzige Möglichkeit um gut wegzukommen. :-) :-(
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26.03.2006 19:53 Uhr von Cpt.Proton
 
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@Auge: Deine Quelle halte ich für wenig seriös.
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26.03.2006 19:58 Uhr von Tommy69
 
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@das Allsehende Auge: Kauf Dir mal ´ne Brille: "Die Rentenkassen wären übervoll, wenn fast 5 Millionen Staatsdiener (Politiker, Beamte usw.) ebenfalls in die Rentenkassen einzahlen würden. Fast 5 Millionen Staatsdiener haben noch nie einen Cent in die Rentenkasse gezahlt, aber greifen die höchsten Pensionen ab. "

Beamte zahlen nicht in die Rentenkassen ein, das ist richtig. Sie erhalten im "Rentenalter" auch keine Rente aus der Rentenkasse, sondern eine Pension vom Bund.
Jetzt aufpassen:
Bei einem vergleichbaren Netto-Gehalt erhält ein Arbeitnehmer ein wesentlich höheres Brotto, wovon ein Teil in die Sozialversicherungen wandert.
Auf das niedrigere Brutto zahlt der Beamte nur Krankenkasse und Steuern.
Der vergleichbare "Rentenbeitrag" wird vorher bereits wegbehalten und es obliegt dem Dienstherrn dieses Geld für spätere Pensionen anzulegen (Pensionssicherungsfonds).

Du hast einfach keine Ahnung ...

-- Thomas

P.S. Zur Verdeutlichung:

Beamter A8 : 2.217,60 € brutto, -342 € Steuer (Kl 1), -30,78 € KiSteuer, - 18,81 € Soli, -132 € Krankenvers. = 1696 € netto.
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26.03.2006 21:25 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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Ja Ok: Dann muss ich die Quelle in der Sache Korrigieren. :-(

Aber der Rest stimmt schon. Denn wir müssen für immer mehr werdende Verwaltungsaufgaben immer mehr bezahlen und für Politiker ja auch. Wie auch für den der heute gegangen ist. Denn ich glaube kaum dass der in einem Jahr Hartz-IV bekommt und erstmal von seinem gesparten leben muss.

Aber zu deiner Rechnung. Ui hast Du wenig abgaben, da wird man ja richtig neidig. ;-)
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26.03.2006 21:46 Uhr von Tommy69
 
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Abgaben: Ja, ich als Beamter (woher weißt du das?) habe recht wenig Abgaben, aber im Vergleich zu Kollegen gleichen Alters weniger Netto-Einnahmen.

Und darauf kommt es ja letzten Endes an.

Das mit den Politikern ist schon ein Übel, aber die Politiker machen ja nur einen geringen Prozentsatz unserer Beamten aus.

Lehrer, Polizeibeamte, Finanzbeamte, DTAG-Beamte; macht ca. 500.000 Beamte in Deutschland. Im Budenstag sintzen nur ein paar hundert.

Apropos Arbeit: Es würde mir nichts ausmachen länger als bis 67 zu arbeiten, solange der Job ok ist.

-- Thomas
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27.03.2006 00:28 Uhr von eros007
 
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was soll´s: Ich als heute 22 Jähriger habe mich sowieso schon darauf eingestellt, bis 70 oder auch 75 zu arbeiten. Ich fände es ja schon mal gut, wenn die Herren Politiker ehrlich genug wären, auch mal offen zu sagen, dass wir gar nicht drum rum kommen, wenn Leute wie ich (angehender Akademiker) bis mindestens 70 arbeiten. Mal offen zu sagen, dass die Generation meiner Eltern einfach viel zu wenig für die Zukunft getan hat. Diese Generation wird es nur in etwa 10-20 Jahren an der Rente spüren. Teilweise spürt sie es an der Arbeitslosigkeit ja auch schon heute.
Aber die jüngere Generation wird noch viel mehr spüren. All das, was heute auf vereinzelte Provinzstriche überwiegend in Ostdeutschland zutrifft, wird in 20 Jahren auch im Westen aktuell sein. Der demographische Wandel wird dafür sorgen, dass die Arbeitslosigkeit trotz schrumpfender Bevölkerung noch steigen wird. Denn die Abgabenlast wird höher (selbst wenn wir den Rentnern nur Sozialhilfe zahlen müssen), die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft nimmt ab (da weniger junge Leute zur Verfügung stehen, ihr Potential durch die schlechter werdenden Schulen und Hochschulen noch schlechter genutzt wird; andererseits zu wenig für lebenslanges Lernen getan wird) und damit werden Unternehmen wie auch Hochqualifizierte aus Deutschland flüchten. Und damit die Arbeitsplätze.

Wann kann man sich endlich eingestehen, dass man im Umgang mit den Problemen Arbeitslosigkeit, demographischer Wandel und Zukunftsfähigkeit der deutschen Gesellschaft die letzten 20 Jahre in wesentlichen Punkten so gut wie alles falsch gemacht hat?

Kein Land, das vor 20 Jahren eine mit Westdeutschland vergleichbare wirtschaftliche Situation hatte (Wiedervereinigung hin oder her), steht heute so schlecht da (nicht einmal im zusammengebrochenen Ostblock sieht es so düster aus - vergleicht man mit der Ausgangslage). Die meisten Länder stehen heute besser da als damals. Nur wir dämlichen Deutschen haben damals einfach das Geld zum Fenster rausgeschmissen, anstatt die Schulen zu verbessern, Ausländer- und Arbeiterkindern faire Chancen zu geben, neue Technologien zu erschließen usw.

Hier in Deutschland hat man mittlerweile eingesehen, dass der Wohlstand der heute 50-Jährigen nicht zu halten sein wird. Komisch, dass ich solche Eingeständnisse nur in Ländern mit niedriger Geburtenrate höre. In Deutschland, aber auch in Italien. Andererseits hört man in Ländern mit gesunder Bevölkerungsentwicklung (die also keine Radikalkur zum Abnehmen auf sich nehmen) solche Signal nicht. Im Gegenteil. In Schweden und GB deutlich, in Frankreich eher zögerlich (was nicht zuletzt an den politischen Ereignisse der letzten Wochen und Monate liegt - die haben den Glauben daran doch etwas erschüttert), aber dennoch vernehmbar. Dabei müssten nach gängiger Interpretation doch gerade für jene Staaten mit abnehmender Bevölkerungszahl mehr Wohlstand für den Einzelnen ergeben (wenn der Wohlstand in etwa konstant bliebe). Die Zahlen deuten eher auf das Gegenteil hin, das heißt Wohlstand lässt sich nur halten, wenn er sich vermehrt.

Wenn also nicht ein Wunder passiert, wird Herr Birg meiner Meinung nach durchaus Recht behalten. Was den Niedergang Deutschlands und eine deren wichtigsten Ursachen betrifft.

Man kann natürlich die Symptome lindern. Bezüglich Kinderfreundlichkeit weit über das hinausgehen, was Frankreich heute tut (nach dem Motto "alles, was erfolgversprechend scheint, muss auch versucht werden"), damit die Geburtenraten im gesunden Bereich (ich definiere ihn gerne mit 1,7-2,4 Kindern/Frau oder 11-15 Kindern/1000 Einwohnern und Jahr) stabilisiert werden können. Zudem endlich den einzig logischen Schluss aus der Tatsache ziehen, dass in Deutschland am wenigsten Kinder weltweit geboren werden (was Geburten/1000 Einwohnern angeht). Wir können es kurzfristig nicht ändern, dass wir die wenigsten Kinder haben. Aber dann müssen wir diesen wenigen auch weltweit die beste Ausbildung bieten (oder wenigstens zu den 5% der besten gehören). Alles andere wird den Niedergang nicht aufhalten können. Rente ab 67 ist richtig. Rente ab 70 wäre meiner Meinung noch richtiger. Dennoch kann das den "Niedergang" kaum aufhalten.

Schon heute stellt man vermehrt fest, dass gut ausgebildete, junge Leute Deutschland verlassen. Trotz Arbeitskraftmangels (in gewissen Berufen jedenfalls). Dieser Trend wird sich in den nächsten 10 Jahren aller Voraussicht nach verstärken. Bei den Perspektiven in Deutschland (Steuern, Sozialabgaben, Verhältnis Abgaben/Leistungen) kann es den jungen Leuten auch niemand verdenken. Meine Kinder sollen jedenfalls Sprachen wie französisch, englisch oder schwedisch fließend sprechen können. Sie werden es meiner Meinung nach brauchen.
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27.03.2006 01:54 Uhr von SchlachtVati
 
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na hoppla: arbeiten bis 75 ist angesagt(?!)
damit ist das männliche durchschnittsalter erreicht und wer sich getrauen sollte aus der rentenkasse auch nur noch einen cent zu beantragen wird vöglergespritzt.


damit ist statistisch die nullrente erreicht weils leben in den meisten fällen nur 75 hergibt.

bei der nächsten rentenreform wird man wohl das rentenalter auf 100 setzen und den rentenanspruch dann von 650 Euro auf 2100 Euro für 100 jährige erhöhen.das wäre dann die soziale komponente des gesetzes.

die gesundheitstrulla ergänzt diese soziale komponente der 100 jährigen dann durch eine staatlich gesicherte zwangsdemenzvorsorgepauschale die direkt von der sozialkomponente einbehalten wird.


man kann wirklich nur noch lachen in diesem narrenstall.
ein ausbund ........ ich laß es lieber und lächle .

die rente ist endlich fast auf nullkosten und annähernd 200 Mrd € im Jahr werden in der endstufe fällig wenn die jetzt 55 jährigen bis 75 endlich plattgemacht wurden.

dann können wenigstens die renten für die abgeordneten als sicher unterstellt werden .
irgendwie muß ein virus in die schreibstuben gekommen sein.

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tommy69

"Apropos Arbeit: Es würde mir nichts ausmachen länger als bis 67 zu arbeiten, solange der Job ok ist."


das reformhaus zeigst du mir , welches botox als ersatzgehirnmaße verschleudert .

"Man könnte rein theoretisch mit einer 20-Stunden-Woche seinen Lebensstandard, den man heute hat, decken, wenn man nicht eben auch noch ein Drittel der Zeit für die Zinsen arbeiten müsste."
Helmut Creutz (*1923), dt. Architekt und Wirtschaftsanalyst, auf der INWO-CD "Der Fluss des Geldes" (2001)


"Allein in der Miete, das weiß ich aus meiner Erfahrung als Architekt, stecken 60 bis 80 Prozent Zinsen drin. Die besteht fast nur aus Zinsen. Deswegen sprechen ja auch die Süddeutschen vom Mietzins, wenn Sie die Miete ansprechen. Und im Schnitt aller Ausgaben gesehen, muss man mindestens ein Drittel, eher 40 Prozent ansetzen, die wir heute dafür zahlen. Mit jedem Euro, den ich ausgebe, zahle ich 40 Prozent: 40 Cent Zinsen! Und ich muss mal im Jahr zusammen addieren, was ich auf diese Weise an Zinsen gezahlt habe und das vergleichen mit den Zinserträgen, die ich tatsächlich hatte. Da werden 80 Prozent der Bevölkerung feststellen, dass sie mehr eingezahlt als herausbekommen haben."
Helmut Creutz (*1923), dt. Architekt und Wirtschaftsanalyst, in der Deutschlandfunk-Sendung "Zwischentöne" (10. Aug. 2003)


"Die gesamte Zinsbelastung aus allen Verschuldungen lässt sich in etwa an den Bankzinserträgen abmessen, die 2001 bei 382 Mrd. Euro lagen. Die gesamten Personalkosten, also Bruttolöhne plus Arbeitgeberanteile, betrugen 2001 rund 1.110 Mrd. Euro, bei einer Zahl von 32,7 Millionen Arbeitnehmern. Daraus errechnen sich durchschnittliche Personal- kosten je Arbeitsplatz in Höhe von 33.945 Euro. Teilt man die Zinslastgröße von 382 Mrd. Euro durch diesen Betrag, dann hätte man rechnerisch gut elf Millionen Arbeitnehmer damit bezahlen können. Allein der Staat, der heute rund 67 Mrd. Euro Zinsen jährlich aufbringen muss, hätte mit diesem Geld rund zwei Millionen Arbeitslose einstellen können."
Helmut Creutz (*1923), dt. Architekt und Wirtschaftsanalyst, Antwort auf eine Leserfrage in der Zeitschrift Humanwirtschaft (Febr./März 2003)
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27.03.2006 07:37 Uhr von Tommy69
 
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@SchlachtVati: Toller Nick, lässt tief blicken ... ein auf_Kosten_der_Elterngeneration_Lebender. ;-)

Zu Creutz: Wundert mich, dass Du nicht den Schwarzseher Hannich zitiert hast, dieser prophezeit seit Jahren den Zusammenbruch des Kapitals und die Revolution der Massen.
Passieren tut .. nichts.

Der Zinsanteil lässt sich einfach erklären: Fast alle Neubauten sind auf Krediten gebaut, gemäß dem Motto "Ich will jetzt leben, nicht nachher." Wobei es sich ohne Schulden viel entspannter leben lässt.
Hinzu kommt noch das Diktat und die Verlockungen der Werbung "Kauf jetzt, bezahl später." Oder "Auto gekauft, Boot geleast".
Mal ehrlich: Wer braucht, realistisch betrachtet, einen Neuwagen um von a nach b zu kommen?
Aber der Nachbar hat ja einen Neuwagen, also wird auf Teufel komm raus die Bank angehauen damit man vor der Türe auch einen Neuwagen stehen hat, bezahlt wird in 5 Jahren.
Genauso die schicken Klamotten, der Urlaub, die Eigentumswohnung usw. Wobei bei der heute zu erwartenden Mobilität Wohneigentum eine recht IMMOBILE Sache ist, denn beim räumlichen Arbeitsplatzwechsel kann man nicht so einfach nachziehen. Aber ich schweife ab.

Ich kenn zwei Lehrerfamilien mit gleichem Einkommen und beide leben in gleicher Wohnlage.
Die eine ist immer liquide wegen eines sparsamen Lebensstils (10 Jahre alter Audi, seltene Urlaubsreisen, keine Gastronomie, Haus bezahlt).
Die andere ist permanent pleite, Haus nicht abbezahlt, aber immer Flugreisen, neuestes BMW-Modell vor der Haustür, alle paar Abende fein ausgehen.

Das Kapital ist nicht an unseren Umständen schuld, sondern unsere Lebensauffassung.

-- Thomas
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27.03.2006 10:28 Uhr von U05684.
 
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Merhbelastung an allen Fronten: Ich komme mir so vor, als wäre ich im Krieg! Gekämpft wird an allen Fronten:

Im Supermarkt sind die Lebensmittelpreise schon wieder gestiegen. Salat fällt heute aus.
Beim Arzt fallen 10 EUR für Ullala an, zusätzlich kosten mich die nicht mehr verschreibungsfähigen Dauermedikamente auch nur nicht mehr zahlbare 23 EUR. Wenn ich die ohne Arztbesuch kriegte, wäre das schon praktisch, stattdessen steigt der Krankenkasenbeitrag weiter an.
Das Finanzamt schreit nach einer saftigen Steuernachzahlung weil ich seit letztem Jahr zu dicht an meinem Arbeitsplatz wohne und die Fahrtkostenpauschale weggefallen ist.
Wenn die Fahrtkosten nur nicht so immens gestiegen wären.
Mein Arbeitgeber jammert auch schon wieder, das mein Gehalt viel zu hoch ist. Dabei verzichten meine Kollegen und ich schon seit zwei Jahren auf Weihnachts- und Urlaubsgeld.
Zulagen und Zuschläge gibts schon lange nicht mehr.

Und nun kommen die hohen Politiker mit ihren neuen Vorschlägen zur Besserung der Lage und für mehr Gerechtigkeit:
Entlastung der Arbeitgeber durch einfrieren der Sozialversicherungsbeiträge beim Arbeitgeberanteil
Reduzierung der Hilfszahlungen durch Ausschluss der Jugendlichen Anspruchnehmer unter 25
und Mehrbelastung von Kinderlosen.

Ich bin bedient! Bringt doch erstmal die 5 Millionen Arbeitslosen an die Arbeit, die 5 Millionen Beamten und Politiker zum Zahlen bevor ihr anfangt uns dafür zu bestrafen, das wir keine neuen zukünftigen Arbeitslosen produzieren, weil uns kaum selbst genug zum Leben bleibt...
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30.03.2006 02:16 Uhr von sammy64
 
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Die Rente: wird einem nur noch vorgegaukelt.
Man soll sich mal vorstellen mit 20 Jahren in den Beruf zu gehen und die Summe, die vom Arbeitnehmer und -geber sinnvoll zu investieren, dann kannst Du mit 50 Jahren in die Rente gehen und den Rest Dienes Lebens genießen.
Interessieren würde mich noch wieviel wirklich bis 67 arbeite(können). Dann 1 Jahr Rente und dann Karotten von unten zählen.
Da kann man fast meinen, das ist von denen so beabsichtigt.
Arbeiten bis zum umfallen.
Eine schöne Aussicht. Aber ohne mich. Da seile ich mich lieber ab, denn ich will mich nicht in den Tod arbeiten.Nee.

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