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Deutsche Bank: Ackermann erhielt 2005 knapp zwölf Millionen Euro

Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, hat im Jahr 2005 11,9 Millionen Euro verdient. Damit stieg sein Gehalt gegenüber dem Vorjahr um gut 18 Prozent.

Im Vergleich steht er aber nicht an der Spitze, denn einige Mitglieder aus dem so genannten Group Executive Committee erhalten da einiges mehr, jedoch müssen diese ihre Gehälter nicht bekannt geben.

Die Gehaltserhöhung begründet sich vor allem durch den Konzernüberschuss in Höhe von 3,5 Milliarden €, was eine Steigerung von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist.


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WebReporter: eherzel
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Euro, Million, Bank, Deutsche Bank, Josef Ackermann, Acker
Quelle: www.netzeitung.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.03.2006 14:17 Uhr von eherzel
 
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Einfach nur eine Frechheit. Da werden Tausende an Angestellten "entsorgt" und die feinen Herren da oben stopfen sich noch mehr in die eigenen Taschen.
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23.03.2006 14:32 Uhr von snickerman
 
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Hätte er denn weniger bekommen, wenn sein Laden Verlust gemacht hätte?
Oder vielleicht noch ´ne fette Abfindung obendrauf?
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23.03.2006 14:35 Uhr von rheih
 
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Zwölf Millionen Euro: Wieviel Arbeitslose könnten mit soviel Geld unterstützt werden?

Da werden tausende Mitarbeiter auf die Straße gesetzt um Kosten zu sparen und die hohen Herren bekommen Millionen in die Taschen gestopft...

Da ist was faul im Staate Dänemark.....
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23.03.2006 14:45 Uhr von blazebalg
 
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hmm: einerseits ist es viel geld, andererseits, was ist das problem? jeder weiss was manager verdienen können, und das ist mit sicherheit kein leichter job oder? also die wo meckern, werdet selber manager :-P

je mehr verantwortung eine person hat, umso mehr geld kriegt sie auch. und nein ich bin nicht reich ^^
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23.03.2006 14:58 Uhr von Bjoern68
 
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Geldgieriger Mensch, der nichts für die Leute tut: Grauenhaft das sich solche Leute mit solch mächtigen Gehaltserhöhungen bedienen können.
Die Angestellten kämpfen mit der Gewerkschaft ums nackte geld und diese Penner scheffeln ohne Ende...
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23.03.2006 15:11 Uhr von flo1227
 
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Der bekommt genausoviel wie er wert ist, da gelten nunmal Marktgesetze. Wenn sie einen für 3000 brutto finden würden, dann würden sie das auch machen, tun sie aber nicht! Warum?
Weil Manager nunmal nicht auf Bäumen wachsen und der Job alles andere als einfach ist.
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23.03.2006 15:32 Uhr von tobo81
 
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@flo1227: Dieses Gehalt steht aber genausowenig wie das von unseren so genannten Fußball- oder Formel 1-Stars in Relation zu einem "Otto-Normal-Verbraucher-Lohn"!!!

Ich gehe schon davon aus, dass es einige an den Unis gibt, die sich in der Materie auskennen. Dazu noch einen mit ein bischen Berufserfahrung und schon hätten wir den Ackermann ersetzt. So ein Übermensch ist der ja auch nicht!!

Aber ist schon krass, was die sich da an Gehältern verteilen dürfen! Und alle meckern, wenn die Ärzte ein paar Prozent mehr Geld verlangen..
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23.03.2006 15:45 Uhr von blazebalg
 
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@tobo81: ich finde es auch nicht superklasse dass er soviel hat und ich nich, aber ganz nüchtern gesehen, die relation zwischen manager und otto normal verdiener kann man gar nicht machen!

die arbeit die ackermann leistet ist eine andre als der 0815 bandarbeiter sonst wo oder? viele stellen sich wohl vor dass man da eine ruhige kugel schiebt! wenn es der firma kacke geht ist man der a**, alle zeigen mit dem finger auf dich. er sitzt sicher nicht in seinem büro und vernascht eine sekretärin nach der anderen oder?

wie gesagt, wer viel verantwortung hat und viel leistet, der kriegt viel. unglaublich viel, aber es scheint real zu sein, und es scheint wohl "normal" zu sein als top manager top gehälter zu bekommen.

also, anstrengen und manager werden anstatt zu nörgeln ;-)
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23.03.2006 15:55 Uhr von flo1227
 
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@tobo81: ob das moralisch vertretbar ist oder nicht, ist ja eine ganz andere Frage. Ich denke es hört sich schon pervers an, wenn man die 12 Mio mit jemandem in Relation setzt, der von Harz 4 leben muß.
Aber wenn wir solche Vorgänge nur nach moralischen, aber nicht mehr nach marktrationalen Gesichtspunkten betrachten würden, dann würde die Wirtschaft in sich zusammenbrechen. Das Motto "jeder nach seinen Bedürfnissen" anstatt "jeder nach seiner Leistung" in der DDR hat ja scheinbar nicht funktioniert.
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23.03.2006 15:57 Uhr von eherzel
 
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@blazebalg: geht es der Firma kacke, leiden als erstes die Angestellten, welche zu Tausenden dann ihre Papiere bekommen, weil die Firma dann wieder sparen muß und der feine Herr Manager wird abgeschoben mit ner fetten Abfindung und der Nächste aus den Kreisen ist an der Reihe, ein ewiger Kreislauf, der nur da oben stattfindet.
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23.03.2006 16:06 Uhr von indoxo
 
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Soviel wert wie 400 normale Mitarbeiter in seinem: Unternehmen? (Basierend auf einem durchschnittlichen Jahresgehalt in Höhe von 30.000 der einzelnen Mitarbeiter)

Ich bin zwar generell für leistungsgemäße Bezahlung, aber die Leistung von Ackermann bezieht sich nur auf asoziales Verhalten (Stellenabbau) insofern kein Kunststück, das hätte jeder der o.g. Mitarbeiter auch gekonnt.
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23.03.2006 16:11 Uhr von Muta
 
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@flo1227: "genausoviel wie er wert ist, da gelten nunmal Marktgesetze. Wenn sie einen für 3000 brutto finden würden, dann würden sie das auch machen, tun sie aber nicht! Warum?
Weil Manager nunmal nicht auf Bäumen wachsen und der Job alles andere als einfach ist."
Das man nur für das oben genannte Gehalt einen ordentlichen Betriebswirt bekommt, ist aber nun doch äußerst unwahrscheinlich.
Zu solch einem hohen Gehalt führt weniger leistung als:
- Durch die hohe Position kann man natürlich wesentlich sein eigenes Gehalt beeinflussen
- und als Nebenfaktor: Spitzenmanager bekommen hohe Gehälter damit sie entsprechende "Schweinereien" auch ohne Skrupel durchführen (z.B. hier: viele Angestellten entlassen, weil das klassische Bankgeschäft nicht ganz so viel Rendite abwirft, wie hedge-Fonds usw.) und nicht drüber plaudern

"Das Motto "jeder nach seinen Bedürfnissen" anstatt "jeder nach seiner Leistung" in der DDR hat ja scheinbar nicht funktioniert."
Das ist eine äußerst und zu simple Analyse der DDR-Planwirtschaft. Genauso auch der Gehaltsstruktur in der hiesigen Gesellschaft. Als wenn wirklich viel Leistung = viel Gehalt und umgedreht zwangsläufig gelten würde...
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23.03.2006 16:14 Uhr von no_trespassing
 
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Bitte in dem Fall keine Neiddebatte: Man mag den hohen Gehältern skeptisch gegenüberstehen, aber in dem Fall Ackermann sollte man die Dinge etwas genauer hinterfragen.

Die Deutsche Bank steht dank der Investment-Banking-Sparte glänzend da. Diese wird allerdings von London aus betrieben. Die Investmentbanker haben einen exzellenten Stand und könnten von einem Vorstandsvorsitzenden sogar verlangen, daß der Sitz der Deutschen Bank von Frankfurt nach London verlegt würde.

Ackermann ist einer der wenigen Manager, dem die Balance gelingt, die Investmentbanker in London richtig ruhig und zufrieden zu stellen und gleichzeitig dem Privatkundensegment hier in Deutschland den Rücken freizuhalten.

Mit anderen Worten: Es profitieren die deutschen Angestellten erheblich von Ackermann, weil es innerhalb der Deutschen Bank keine Autoritätsperson gibt, die von beiden Segmenten gleichermaßen akzeptiert würde. Das ist das eine.

Zum anderen: Die Gehälter sind mit dem Spitzensteuersatz besteuert, was heißt, daß mehr als 40% von dem angegebenen Wert schon mal wegfällt. Zweitens sind es hauptsächlich Aktien der Deutschen Bank, die Ackermann als Gehalt bekommt. Meist unterliegen diese Aktien einer angemessenen Haltefrist. Also nichts, was holterdipolter zu Geld gemacht werden könnte. Das ist nicht Geld, was man liquide auf dem Konto zur Verfügung hat, um damit ordentlich zu prassen.

Ackermann ist für die Deutsche Bank extrem wichtig, er ist einer der wenigen Manager, die nicht einfach ausgetauscht werden können, ohne daß der Konzern dadurch der Gefahr ausgesetzt wäre, seinen Stammsitz zu verlieren oder gar zum Übernahmekandidaten zu werden.

Zum Schluß: Einige hier im Forum wettern gegen den gleichzeitigen Arbeitsplatzabbau, der mit dem hohen Managergehalt einhergehe. Das ist so nicht ganz richtig.Die Deutsche Bank hat zwar zur Konsolidierung mal 6000 Mitarbeiter entlassen, das war vor ein paar Jahren, aber: Der Abbau fand größtenteils im Ausland bei Tochterfirmen statt, nicht hier in Deutschland.

Von daher sollte man in dem Fall eine gewisse Weitsicht an den Tag legen.
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23.03.2006 16:27 Uhr von eherzel
 
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@no_trespassing: das ist so nicht ganz richtig, der Stellenabbau wurde letztes Jahr beschlossen und ich halte es für irrelevant, ob die Stellen nun hier oder im Ausland abgebaut werden, letztendlich sind es 6000 weitere Familien, die teils oft nicht wissen, wie sie monatlich über die Runden kommen sollen.
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23.03.2006 16:46 Uhr von no_trespassing
 
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@eherzel: >>und ich halte es für irrelevant, ob die Stellen nun hier oder im Ausland abgebaut werden, letztendlich sind es 6000 weitere Familien, die teils oft nicht wissen, wie sie monatlich über die Runden kommen sollen.

Ich nicht unbedingt.
Ich gehe davon aus, daß bei den 6000 Stellen z.B. ein größerer Teil im höheren Management und in den Verwaltungsebenen von Bankers Trust in den USA oder auch in GB dabei waren.
Die Amerikaner machen es im Prinzip vor und leben diese Ellbogen-Mentalität sozusagen in Reinstform aus. Da braucht man sich nicht wundern, wenn das Pendel mal zurückkommt.

Letztendlich ist das ganze ein globaler Wettkampf, in dem der durchsetzungsfähigere überlebt. Und Wirtschaftsinteressen sind weiterhin nationale Interessen, für jedes Land.

Von daher sehe ich das nicht als irrelevant an.
Selbst wenn in den USA die Arbeitslosigkeit enorm zunehmen würde, politisch würde sich dort doch eh nix ändern. Oder siehst Du das anders?
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23.03.2006 16:54 Uhr von eherzel
 
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@no_trespassing: auch wenn sich politisch in den USA nichts ändern wird, hat es trotzdem Auswirkungen weltweit. Hier in D sind es vielleicht nur ein paar Hundert Stellen, die wegfallen, aber eben nur bei einer Firma und andere Firmen machen es genauso, siehe AEG in Nürnberg, da sind es 1700 Stellen und summiert man dieses mal alles, da kommen locker ein paar Zehntausend zusammen alleine hier in D, die dann vom Staat aufgefangen werden müssen und das soll in Ordnung sein? Damit es wenigen gut und besser geht, sollen viele leiden? Dies hat nichts mit einer Neiddebatte zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand!
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23.03.2006 17:02 Uhr von no_trespassing
 
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@eherzel: Im Grunde hast Du recht...man hinterfragt bei diesen auseinanderklaffenden Gehältern zurecht das Prinzip Gerechtigkeit.

Aber wie gesagt: Im Fall Ackermann liegen die Dinge etwas anders. Das habe ich umfangreich ausgeführt. Der Mann ist praktisch der einzige, der die Bank führen kann.

Sollte die Deutsche Bank übernommen werden, dann hat Deutschland keine einzige (!) global agierende Großbank mehr. Das macht man sich gar nicht bewußt.

Während die Franzosen gleich vier Global Player (Société Générale, BNP Paribas, Crédit Agricole, Crédit Lyonnais) aufgestellt haben, sind wir nach der Übernahme der HVB böse ins Hintertreffen geraten.

Deswegen: Deutschland kann es sich nicht leisten, die Deutsche Bank zu verlieren.
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23.03.2006 23:27 Uhr von SchlachtVati
 
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@muta: man sollte zumindest anerkennen daß sein investmentbanker mehr als er verdient.

ja und der muß ja sein gehalt nicht offenlegen.

die beweisführung ist damit nicht zu widerlegen,aber für ein q.e.d absolut unbrauchbar.


das ist die berühmte logiknummer hinter der man sich immer verstecken kann und grundsätzlich unterbezahlt ist.

jeder muß das mit sich selbst ausmachen.

die kunden und anleger der Deutschen Bank müßten eigentlich verschreckt reagieren wenn investmentbanker noch mehr kohle abschleppen als der boß selbst.

ich denke man sollte eine sammlung machen damit er wenigstens das virtuelle gehalt des investmentbankers erreicht.

immerhin sind das ja wirklich wahre hungerlöhne.


*läkz mi am asch*
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24.03.2006 10:30 Uhr von FlyingHorsetothemax
 
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und eines tages [edit;silence_sux: merken auch Fakes, dass sie hier nicht unentdeckt bleiben]
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24.03.2006 12:30 Uhr von wewuma
 
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Wenn ich das höre und lese: verstärkt sich schlagartig meine Neigung Kommunist zu werden - und zwar so radikal, dass ich solche Führungsleute als erstes für das, was sie sonst so anstellen in die Verantwortung nähme.
OK, sie sollen gut verdienen - wenn aber solche astronomischen Summen erreicht werden, dann müssen sie für die Fehlentscheidungen, Fehlinvestitionen etc. (Nieten in Nadelstreifen) auch genau so mit ihrem Vermögen haften.
So lange das nicht der Fall ist : Nieder mit solchen Kapitalisten!!!!!

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