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Bewährungsstrafe für Vergewaltigung der eigenen Tochter

Ein ehemaliger Pastor wurde vom Kölner Landgericht wegen Vergewaltigung seiner damals 17 Jahre alten Tochter zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Er gab zu, seine Tochter im Jahre 1985 missbraucht zu haben.

Der nun 66-Jährige habe unter anderem die Taten in dem Pfarrhaus und in einem Wald begangen. Die Tochter schwieg jahrelang aus Angst, das Familienglück zu zerstören und um das Ansehen ihres Vaters nicht zu schädigen.

Da ein beachtlicher Teil der Straftaten bereits verjährt war, konnten sich diese nicht auf das Strafmaß auswirken. Der Richter gab an, dass diese Taten die bisher Schlimmsten gewesen seien, von denen er je in seiner Dienstzeit gehört habe.


WebReporter: labor_007
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tochter, Vergewaltigung, Bewährung
Quelle: www.e110.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.03.2006 13:59 Uhr von labor_007
 
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Einfach lachhaft, so ein Urteil im Namen des Volkes auszusprechen. Als missbrauchte Tochter sollte man vielleicht seinen Vater wegen des Besitzes von Raubkopien anzeigen - da sind härtere Strafen zu erwarten!
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23.03.2006 15:38 Uhr von rw999
 
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Deutsches Unrechtssystem: Man bekommt bei Raubkopien eine höhere Strafe, als wenn man jemand vergewaltigt. Ist dem Staat ein Leben weniger Wert als ein Programm, eine Film-DVD oder eine Musik-CD?
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23.03.2006 15:58 Uhr von Joeiiii
 
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Schweinerei: @ rw999 >>Ist dem Staat ein Leben weniger Wert als ein Programm,eine Film-DVD oder eine Musik-CD?<<

Ja klar. Die Musik-, Spiele- und Filmindustrie hat nämlich eine Lobby, bzw. eine Stimme. Wenn die sagen 2 Jahre Minimum für Raubkopierer dann wird es so gemacht. Da geht es auch um eine Menge Geld.

Bei einem Kindesmißbrauch geht es nicht um Geld. Wäre eigentlich kein Grund solche Schweine so milde davonkommen zu lassen, aber scheinbar hat man hierzulande gar kein Interesse Vergewaltiger und Kinderschnänder zu verurteilen.

Ihr beide habt Recht. Es wäre echt das beste wenn man sich ein paar Raubkopien besorgt, sie dem Vater unterjubelt, und ihn dann bei der Polizei anzeigt. So hat man echt mehr Chance auf eine faire Strafe.
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23.03.2006 15:59 Uhr von mercator
 
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Den Raubkopie-Fetischisten, denen nichts anderes einfällt, als bei jedem Rechtsfall die angeblich schlimmen Strafen für Raubkopierer als Beweis dafür anzuführen, wie mies usner Rechtssystem ist: Bis zu zehn Kopien für den privaten Gebrauch sind erlaubt; verboten ist es, mit eigenen Kopien Geschäfte zu machen; verboten ist es auch, urheberrechtlich geschützte Werke aus dem Internet herunterzuladen, wenn offensichtlich ist, dass es sich um illegale Ware handelt; verboten is es schließlich, mit Hilfe von Spezialprogrammen einen Kopierschutz zu umgehen. Wenn ein PC ein Stück trotz Kopierschutz erkennt, ist eine Kopie zulässig. Harte Strafen hat es nur bei massenhaft kommerzieller Verwendung von Raubkopien gegeben. So weit zu der Legende Raubkopien...

Abgesehen von diesem dämlichen und bis zum Erbrechen strapazierten Vergleich aber fand ich das Urteil auch unfassbar: Eine Vergewaltigung ist immer ein Verbrechen, das Sühne erfordert, egal, ob der Täter ehemaliger Pastor, 20 oder 69 Jahre alt ist. Eine Bewährungsstrafe hätte man vielleicht rechtfertigenkönnen, wenn der Mann der alleinige Ernährer der Familie gewesen wäre - aber mit 69 bekommt er ja schließlich seine Rente - auch im Gefängnis.
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23.03.2006 16:26 Uhr von Freshmaker_01
 
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Diese Raubkopier - Kommentare sollten hier mal verboten werden. Nervt tierisch.
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23.03.2006 16:56 Uhr von PBernd
 
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@Autor: zur Meinung: Schon mal gehört, das jemand wegen einfachen Besitzes von Raubkopien ins Gefängniss kam.
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23.03.2006 17:44 Uhr von Artemis500
 
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Egal ob man erst bei Massenhafter Verbreitung von Raubkopien fünf Jahre in den Knast wandert:
Dass ein Verbrechen das lediglich finanziell schädigt (und auch da nicht die Ärmsten) überhaupt härter bestraft werden kann als ein Verbrechen das die Psyche eines Menschen zerstört...das ist pervers.

Da sollte dringend das Gesetz geändert werden. Sowas kann doch nicht verjähren!
Dem Opfer gehts heute wahrscheinlich auch noch beschissen.
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23.03.2006 17:45 Uhr von labor_007
 
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@PBernd, lies mal bitte die folgende news des webreporter xsiriusx:

"Update: Kabinett beschließt Änderung des Urheberrechtes

Wie ssn berichtete, hat Bundesjustizministerin Zypries die Bagatell-Klausel für Privatkopien aus dem neuen Gesetz für Urheberrechte gestrichen. Dieses Gesetz wurde nun vom Kabinett beschlossen. Damit ist ab Inkrafttreten jede Privatkopie verboten.

Ab nächstem Jahr kann dadurch jede Kopie eines kopiergeschützten Datenträgers mit bis zu zwei Jahren, bei gewerblich genutzten Kopien mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden.

Außerdem beinhaltet die Urheberrechtsnovelle den "zivilrechtlichen Auskunftsanspruch". Dadurch dürfen nicht nur Staatsanwälte Verbindungsdaten von Internetserviceprovidern erfragen, sondern auch die Musikindustrie.

Quelle: http://www.spiegel.de
WebReporter: xsiriusx "


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23.03.2006 17:58 Uhr von Kampfpudel
 
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@mercator: "Bis zu zehn Kopien für den privaten Gebrauch sind erlaubt"

Falsch. Gerade gestern erneuerte Zypries das Argument, daß, sowie der Hersteller einen Kopierschutz auf einer Disc einrichtet, diese NICHT kopiert werden darf. Programme, die diesen Kopierschutz umgehen, sind verboten.

"aber mit 69 bekommt er ja schließlich seine Rente - auch im Gefängnis."

Falsch. Er bekam die Strafe auf Bewährung. Also nix Gefängnis.

@Freshmaker_01

Damit argumentierst Du gegen die Meinungsfreiheit.
Mich nervt es tierisch, wenn Raubkopierer-Kommentare verboten werden sollen.
Es ist legitim, seinem Unmut über diese Form der Rechtsprechung Luft zu machen. Es kann nicht sein, daß über eine Bagatellgrenze nachgedacht wird, aber aufgrund des Drucks der Industrie zur alten und für den Staat kostspieligeren Variante zurückgekehrt wird. Das Rechtssystem muß unabhängig von äußeren Einflüssen bleiben!

@beide

Was meint ihr, was passiert, wenn ab sofort zehn- oder hunderttausende Klagen der Industrie auf dem Tisch der Staatsanwaltschaft landen. Dann wird es noch viel mehr Vergewaltigungs- und Mißbrauchsfälle geben, die verjähren.
Nicht negieren, argumentieren!
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23.03.2006 18:03 Uhr von Teppichratte
 
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Das einzig gute: bei der ganzen Geschichte, dass es überhaupt zur Anzeige und Verurtrilung kam.
Die Frau wird andere Sorgen haben, als das Strafmaß.
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23.03.2006 18:16 Uhr von Teppichratte
 
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@wok! Das stimmt natürlich.
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23.03.2006 22:46 Uhr von mercator
 
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@Kampfpudel: Bitte genauer lesen: 1.Ich habe deutlich darauf hingewiesen, dass das Umgehen des Kopierschutzes strafbar ist, dass aber gerade nach dem neuen Gesetzentwurf private Kopien erlaubt sind. Frau Zypries hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das auch gilt, wenn der PC die kopiergeschützten Daten lesen kann, ohne dass ein spezielles Programm zur Umgehung des Kopierschutzes benutzt wird.
Im Übrigen bleibe ich dabei - und das sage ich als jemand, der selbst unter Raubkopierern leidet - dass geistiges Eigentum genauso Eigentum ist wie anderes und ich kenne niemanden, der Straffreiheit für einen Dieb fordert, der meint etwas stehlen zu müssen, weil es ihm zu teuer ist, es zu kaufen. So argumentieren aber die meisten Raubkopierer.
2. Rente - ich hätte den Konjunktiv benutzen sollen, dann wäre es klarer geworden. Was ich sagen wollte, war ja gerade, dass man dem Täter keine Bewährungsstrafe geben sollte, denn auch im Gefängnis würde er seine Rente bekommen, die Familie wäre also nicht mittellos.
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26.03.2006 23:26 Uhr von Doc Schnüffel
 
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Verjährung...? Wie bitte?? Unglaublich, dass selbst ein Taschendieb härter bestraft wird!
Wie lang gedenkt unsere Justitz und vor allem Gesetzgebung noch den Weichspülgang für Kinderschänder anzubieten??
[edit;silence_sux]

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