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Steinbrück: Neue Idee für Gratis-Kindergarten

Finanzminister Peer Steinbrück hat jetzt eine neue Idee zum Thema Gratis-Kindergarten ins Spiel gebracht. Er will das Kindergeld um vier bis sechs Euro senken, um damit die Kindergartenplätze zu finanzieren.

Die Senkung des Kindergeldes um fünf Euro würde eine Einsparung von 1,1 Milliarden Euro bedeuten. Kommunale Spitzenverbände schätzen die Kosten für gebührenfreie Kindergärten auf zwei bis drei Milliarden Euro.

Die Diskussion um die Gebührenfreiheit der Kindergärten wurde durch den neuen Tiefststand an Neugeburten ins Rollen gebracht.


WebReporter: MajoB.
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kind, Stein, Peer Steinbrück, Idee, Kindergarten
Quelle: www.n-tv.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.03.2006 21:46 Uhr von MajoB.
 
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Ich finde die Idee gar nicht so schlecht. Ich meine fünf Euro sind nicht so viel. Und wenn dafür monatlich die Kindergartenkosten entfallen ist das vielleicht ganz gut. :)
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21.03.2006 22:40 Uhr von usambara
 
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ungerechte Umverteilung: Ein Platz kostet ca 60€ im Monat, er kürzt das KG um 5€/ Monat. Seltsame Rechnung.
Warum sind Schulen kostenlos und Kitas nicht? Selbst studieren ist billiger.
Hier müssen nur die Eltern draufzahlen, nicht die Allgemeinheit. Diese Kinder finanzieren ja auch deren Rente.
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21.03.2006 22:45 Uhr von «azero»
 
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Werter Herr Steinbrück, warum erhöhen wir nicht den Spitzensteuersatz um 2%? Das würde dem Staat etwa 2,3 Mrd Euronen bringen. Und wenn wir gleichzeitig die Körperschaftssteuer wieder einführen (immerhin gibt´s sie auch in vielen anderen Ländern), hätten wir sogar rund 65 Mrd Euronen zur Verfügung, um die von usambara geforderte GRUNDSÄTZLICH KOSTENLOSE (soziale) Bildung zu realisieren.

Was halten Sie davon?

Nix? Verständlich. Warum sollen sich die Reichen auch solidarisieren? Schließlich leben wir nicht in einem Sozialstaat, nicht wahr?!
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21.03.2006 22:58 Uhr von Netknight
 
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Na ja: Auch wenn ich jetzt einigen Kindern hier Unrecht tue, die können ja schließlich nichts für ihre Eltern.

Aber: Die meines Wissens nach knappen und teuren Kindergärtenplätze sollten primär für Kinder von Erwerbstätigen reserviert sein und nicht für solche, deren Eltern sie für einen halben Tag los werden wollen. Wie gesagt, die Kinder können nichts dafür, egal aus welcher Familie sie kommen, aber dem Trend Familie vs. Karriere kann nur durch vernünftige Kinderbetreung während der Arbeitszeit der Eltern entgegengewirkt werden.

Also zum Thema: Das Problem der knappen und teuren Kindergärtenplätze löst man nicht mit 5 € sondern mit 100 € Kostenerstattung bei Nachweis einer (zumindest) Halbtagsstelle bzw. 100 € Abschlag auf das Kindergeld bei fehlen dieser. So böse das ja jetzt ja auch klingen mag, aber hier im Land kriegen mittlerweile überwiegend die falschen die Kinder, u.a. darum, um sich dahinter zu verstecken.
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21.03.2006 23:11 Uhr von :raven:
 
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Solange als erstes bei dem Thema Kinder den Leuten Stichworte wie Kosten, Geld und Finanzierung einfallen ändert sich hier leider nix! Wenn es Mal soweit ist, dass Stichworte wie Familie, Verantwortung, Kultur... ja vielleicht sogar Volk in den Sinn kommt, dann haben wir eventuell eine Chance...
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21.03.2006 23:14 Uhr von roichi
 
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...also: ich kann da usambara und azero nur zustimmen.

Allerdings ist es natürlich auch interessant, wie auch irgendwo in einem anderen Thread schon erwähnt, dass deutsche Experten nach Finnland fahren um sich das DDR-Bildungssystem anzusehen, weil das ja sooo viel besser ist, und man es ja vor 16 Jahren mit viel Vergnügen als Teufelswerk verbannt hatte, genauso, wie die kostenlosen Kindergärten.
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21.03.2006 23:43 Uhr von usambara
 
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@Netknight- Recht auf Lernen: Also, das nur arbeitende Eltern ein Recht auf einen "Hortplatz" haben sollten, ist doch nur eine weitere Strafe für Arbeitslose.
Zudem sollen Kinder im "Hort" das Leben Lernen und nicht
hehortet/gehütet werden, und zwar von Lehrerinnen und nicht von "Angelernten".
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22.03.2006 05:42 Uhr von Buster_
 
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Warum Kostenlos: Merkwürdige Idee. Auch der einen Seite wird den Leuten in die Tasche gegriffen um es auf der anderen wieder rauszuwerfen. Warum muss Kinderbetreuung grundsätzlich kostenlos sein? Warum will Steinbrück die Eltern bestrafen die sich selbst um ihre Kinder kümmern. Ich kenne Beispiele da organisieren sich mehrere Familien selbst und kümmern sich gemeinsam um die Kinder. Oder die Kinder werden in der Familie betreut. Die sollen jetzt alle weniger Kindergeld bekommen? Die sollen gezielt die Familien fördern, die sich einen Kindergartenplatz nicht leisten können. Alles andere ist überflüssig.
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22.03.2006 07:57 Uhr von Finn.W
 
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@roichi: Was war den an dem System der Kinderbetreuung in der DDR gut? Das ganze System war nur darauf angelegt die Kinder möglichst früh unter Kontrolle zu bringen. Schon im Kindergarten wurden die Kinder auf Parteilinie gebracht. Schau dir doch mal Kinderbücher aus der DDR an. Partei, Volkspolizei und NVA gut, Westen und Kapitalismus böse. Bei einigen hat das auch durchaus Früchte getragen, wenn ich mich unter vielen älteren DDR-Bürgern heute umhöre. Nebenbei konnte man die Zwerge auch schön ausfragen was die Eltern so sagen oder tun. "Na habt ihr gesteern wieder Westfernsehen geschaut?". Das die ganze Kostenlose Indoktrination der Kinder in der DDR auch teurer war, als der Staat sich leisten konnte, spielt im Sozialismus ja keine Rolle.

Ein Erziehungssystem das falsche Ziele verfolgt wird nicht dadurch besser das es kostenlos ist. Die Rundumbetreuung war auch deshalb notwendig damit jede Frau zur Arbeit gehen konnte (Kontrolle der Werktätigen). Ich bin froh das wir in Deutschland nicht so ein Erziehungssystem wie in der DDR haben. Hier kann ich selbst entscheiden ob ich mein Kind selbst erziehe, es in eine nichtstaatliche Betreuungseinrichrtung gebe oder in einen öffentlichen Kindergarten.
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22.03.2006 08:13 Uhr von moddey
 
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Finanzierung: Steinbrück will also den Kommunen 1,1 Mill. geben. Die sagen aber kostenl. Kinderbetr. kostet ca 3 Mill. Also was passiert. Die Kinderbetreuung wird kostenlos, aber die Qualität sinkt. Es wird noch mehr an Personal, Material und Räumlichkeiten gespart werden müssen. Was habe wir damit gewonnen? NIX !!!

Also lieber finanz. Beihilfen für Geringverdiener, wie es die ja auch jetzt schon gibt anstatt kostenlos für alle. Und dann kann man trotzdem die 1,1 Mill. nehmen und noch Erzieherinnen einstellen und Fortbildungen ermöglichen.
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22.03.2006 08:27 Uhr von «azero»
 
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Genau Finn.W, zeig´s ihnen! Erkläre ihnen,: dass sie nicht sehen, was sie sehen!


> Was war den an dem System der Kinderbetreuung
> in der DDR gut?

Nix. Deswegen haben es die Finnen ja auch kopiert und sind damit - natürlich nur rein zufällig - bei allen Studien auf den vordersten Plätzen. Qualitativ UND quantitativ.

> Schon im Kindergarten wurden die
> Kinder auf Parteilinie gebracht.

Jetzt wo du es sagst, fällt es mir wieder ein: Wir mussten jeden Tag 6 Stunden lang Parteilieder singen, während wir draußen stramm gestanden haben. ... Mein Gott, ich hätt´s vergessen, wenn du mich nicht daran erinnert hättest... Danke, mein Held.

> Partei, Volkspolizei und NVA gut,
> Westen und Kapitalismus böse.

Und? Wo ist der Unterschied zu heute?
> Partei, Volkspolizei und NVA böse,
> Westen und Kapitalismus gut.


> Bei einigen hat das auch durchaus Früchte
> getragen, wenn ich mich unter vielen
> älteren DDR-Bürgern heute umhöre.

Und du meinst, das liegt an deren regelmäßigem Kindergartenbesuch, ja?

> Nebenbei konnte man die Zwerge auch
> schön ausfragen was die Eltern so
> sagen oder tun.

Woah, was würde ich nur machen, wenn du nicht wärst? Tatsächlich war es so, dass nur ausgebildete Stasi-Spitzel und Folterknechte Kinder betreuen durften. Pädagogische Bildung? Wozu, wenn man doch nur ausspionieren wollte?!

> "Na habt ihr gesteern wieder
> Westfernsehen geschaut?"

Stimmt! Woher weißt du das? Jeden Tag musste ich einen 49-seitigen Fragebogen ausfüllen, was meine Eltern und Geschwister am Vortag getan haben.

Listiger Seiteneffekt: Ich konnte schon sehr früh die Uhr lesen und fließend deutsch schreiben. Nur dafür hat man mich das gelehrt. Wozu auch sonst?! ;)

> Das die ganze Kostenlose Indoktrination
> der Kinder in der DDR auch teurer war,
> als der Staat sich leisten konnte, spielt
> im Sozialismus ja keine Rolle.

Frag Frau Merkel, wie teuer es war. Sie war aktiver Teil des indoktrinierenden Systems. Und sei nicht enttäuscht, wenn sie dir sagt, dass es nicht halb so teuer war, wie du glaubst, aber mehr nützliche Früchte brachte, als du annimmst.

> Ein Erziehungssystem das falsche Ziele
> verfolgt wird nicht dadurch besser das
> es kostenlos ist.

Du meinst Erziehungssysteme, die Paradoxa als Wertegrundlage vermitteln? So etwa wie das aktuelle, in dem Individualismus gepredigt und gleichzeitig manglende Sozialisiation beklagt wird? "Du bist Deutschland!", nicht "Wir!".

Damit machst du dich zu einem von 70 Millionen Deutschländern, Finn.W. Zu einem armen Würstchen. ;)

> Die Rundumbetreuung war auch deshalb notwendig
> damit jede Frau zur Arbeit gehen konnte
> (Kontrolle der Werktätigen).

Genau! Jetzt weiß ich es wieder: Arbeit dient nur der Kontrolle. Kein Wunder also, dass man heutzutage auf andere Kontrollmaßnahmen ausweichen muss, wenn immer weniger Menschen arbeiten. Haleluja, Bruder, du hast es begriffen...

> Ich bin froh das wir in Deutschland
> nicht so ein Erziehungssystem wie in
> der DDR haben.

... du meinst "... wie in Finnland", nicht wahr?
Stimmt! Wozu auch den Kindern etwas beibringen? Die könnten glatt klüger werden und weniger so dummes Zeug erzählen, wie du es in deinem letzten statement getan hast. Vor allem würden sie dies auf der Basis von WISSEN machen, statt wilde - indoktrinierte - Räuberpistolen zu verbreiten...

> Hier kann ich selbst entscheiden ob ich
> mein Kind selbst erziehe, es in eine
> nichtstaatliche Betreuungseinrichrtung
> gebe oder in einen öffentlichen Kindergarten.

MUAHAHA, you made my day, Finn.W.
Entscheide dich doch mal spaßeshalber für eine öffentliche Einrichtung. Und dann versuche mal, deine Entscheidung umzusetzen.
Viel Geduld beim Warten wünsche ich dir.


Ein einfaches Beispiel gefällig? Im Kontext einer Blumenausstellung schloss die hiesige Kommune drei öffentliche Kindergärten. Offizielle Begründung: Zu wenig Auslastung. Realität: zwei der drei Kindergärten hatten 3-jährige Wartelisten, weil der Bedarf das Angebot deutlich überstieg. ... Und wofür wurde das so eingesparte Geld verwendet? Im Abschlussbericht der Ausstellung fand man den Beitrag: "Zusätzliche Begrünung der Ausfallstraße.".

Unsinn, denkst du?! Klar, würde ich auch nicht glauben wollen. Kannst du aber gern nachlesen. Sobald man dir als Steuerzahler das Recht einräumt, kommunale Ausgabenberichte detailliert einzusehen. Die bekommst du nämlich nicht zu sehen. ... Aus gutem Grund, wie du jetzt weißt. ;)
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22.03.2006 09:01 Uhr von Mario78
 
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azero: Ich liebe dich,für deine Texte!
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22.03.2006 10:05 Uhr von Finn.W
 
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@azero: Für mich ist das Bildungsystem in Finnland nicht mit dem Bildungssystem der DDR vergleichbar. Organsisatorisch sind beide Systeme zwar ähnlich. Aber es bestehen fundamentale Unterschiede in der Zielsetzung der Erziehung.

Hier ein Vorwort und ein parr Worte aus einem Kinderbuch in der DDR, zum Thema Todesstreifen und zum Bundesgrenzschutz:

"Es ist unsere internationalistische Pflicht, in der revolutionären Klassenwachsamkeit nicht nachzulassen. Frieden gibt es, weil wir stark und gut bewaffnet sind."

"Der Dienst des Grenzsoldaten wird durch ein Sperrsystem und eine Vielzahl technischer Mittel, wie Hubschrauber, Funkmeßtechnik, Signalanlage u. a. erleichtert."

"Er hat militärische Funktionen nach innen, also in der BRD, und nach außen gegen uns zu erfüllen. In der BRD ist er zur Unterdrückung jener Arbeiter und Bürger vorgesehen, die gegen die Ausbeutung kämpfen, und nach außen soll er für die Bundeswehr und die anderen militärischen Verbände der Nato das Aufmarschgebiet im Falle einer Aggression gegen die DDR sichern."
(Aus dem DDR-Kinderbuch (ab 12J) "Unsere nationale Volksarmee")

Ich kann dir gerne noch mehr Beispiele dieser pädagogisch wertvollen Kindererziehung in den der DDR nennen. Das blaue Buch für die Bildungs- und Erziehungsarbeit im Kindergarten von 1985 kennst du ja sicher selbst. Dieser Thälmann-Kult in der Erziehung ist mit Sicherheit nicht mit der Kindererziehung in einem Demokratischen Land wie Finnland vergleichbar. Deine ironische Erwiederung auf die perfiden Methoden der Stasi, die nachweislich auch in Kindergärten und Schulen tätig war, spricht auch für sich.
Die DDR war schon ein toller Staat, mit gutem Erziehungssystem.






Hör ich die Soldaten singen,
laß ich all mein Spielzeug stehn,
und ich renne auf die Straße,
die Soldaten muß ich sehn!

Fröhlich klingen ihre Lieder
Ich steh stramm und grüße sie.
Und der Hauptmann grüßt mich wieder
vor der ganzen Kompanie.

Unsere Soldaten schützen alle Kinder
vor dem Krieg,
meinen Vati, meine Mutti,
jedes Haus und die Fabrik.

Auch den neuen Kindergarten
meinen schönen Teddybär,
unser liebes schwarzes Kätzchen,
schützen sie mit dem Gewehr.
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22.03.2006 10:06 Uhr von AngelsDark
 
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@azero: nichts hinzuzufügen. that´s it!
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22.03.2006 10:17 Uhr von vst
 
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und wie sehen die vorschläge aus: wenn die wahlen vorüber sind?
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22.03.2006 14:18 Uhr von «azero»
 
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Ach Finn.W, du bist wirklich funny.: Wer hat verlangt, dass man heute Lieder aus den Anfängen eines sozialistischen Landes singen soll? Herr Steinbrück? Frau Merkel?

Lass´ uns stattdessen das Hohelied vom Geld anstimmen. "Mo´ money, mo´ cash..." und "Money makes the world go round"... Und dabei tun wir so, als wäre dies unabänderlich. Das ist zwar nicht wahr, macht es uns aber möglich, das Denken gänzlich einzustellen und so zu werden, wie du es bist. :)

In diesem Sinne: Was genau willst du eigentlich sagen? Dass man mich betrogen hat, weil ich weder das von dir zitierte Kinderbuch, noch das drollige Lied kenne? Und das, obwohl ich dachte, die ganze Palette genossen zu haben?!

(Glosse: Wenn du das Zitat wortwörtlich übernommen hast, bin ich überrascht: Phrasen wie "... nach innen, also in der BRD ..." gab es in der DDR nicht. ;) Anders als in der BRD, in der indoktriniert wurde, die SBZ wäre kein eigenständiger Staat, erkannte man - zumindest, wenn ich mich an meine Ausbildung erinnere - die Bundesrepublik als eigenen Staat an. "Innen" wäre also irreführend gewesen und wurde daher auch stets abgelehnt. Statt dessen war die Bundesrepublik IMMER "außen". Vielleicht noch "drüben". Mehr aber nicht. Statt dessen ist diese Formulierung ein deutlicher Hinweis auf eine - vorsichtig ausgedrückt - "zeitgemäße Adaption", geschrieben von jemandem, der es gewohnt ist, in bundesdeutsch indoktrinierten Maßstäben zu denken. ;))

> Dieser Thälmann-Kult...

*lol, im Gegensatz zu den heutigen kiddies, die für ein tolles Handy und ein paar Klingeltöne alles um sich herum vergessen, waren nur wenige Menschen in der DDR in der Lage, den von dir herbeibeschworenen Kult so zu sehen, wie du es zelebrierst.

Dieser "Kult" hatte vor allem den Zweck der Sozialisation; einem Verein entsprechend. Der nachfolgende Verein war übrigens die FDJ, zu deren innerem leitenden Agitations- und Propagandakreis Frau Merkel gehörte. Frag sie doch selbst, warum sie 10 Jahre lang FREIWILLIG führende Tätigkeiten in einem solchen "Kult" ausübte. Agitations-Tätigkeiten übrigens, die bei den meisten "Durchschnitts-DDR-Bürgern" so verhasst waren, wie das Weihwasser für den Teufel. Agitations-Tätigkeiten, die niemand ausüben musste, denn dazu konnte man niemanden zwingen. ;)

> Deine ironische Erwiederung ... spricht auch für sich.

Soll sie auch. :)
Dummerweise begreifst du sie nicht. Noch nicht?

> Die DDR war schon ein toller Staat,
> mit gutem Erziehungssystem.

Sach´ ma´, Finn.W, kannsse auch in anderen Dimensionen als "Schwarz/Weiß", "Gut/Schlecht" und "Links/rechts" denken? Oda geht´s nich´?

Deine naive Schwarz/weiß-Malerei ist mir ein wenig _zu_ einfältig...

Die Finnen und die Schweden haben das Bildungssystem aus der DDR kopiert und adaptiert. Die gleiche Chance hatte die Bundesrepublik auch.

Listigerweise gab es da aber einen Haufen solcher Pappenheimer wie dir.

Beispiele gefällig? Der grüne Pfeil.
War Scheiße. Kam schließlich aus der DDR. Wurde abgeschafft, wieder eingeführt, noch einmal abgeschafft. Und wieder eingeführt. --- Heute? "Bewährtes System bundesdeutsch-freiheitlicher Verkehrsführung: Freie Fahrt für freie Bürger!".

Noch eins? SERO. Jedem Ossi vertraut.
War Scheiße. Kam schließlich aus der DDR. Wurde abgeschafft. Und wieder eingeführt. Natürlich als neue Idee bundesdeutscher Rohstoffwiederverwertungsstrategien zum Schutz der freien Bürger. Heißt heute "Duales System" und "Grüner Punkt". Der Haken? Ist nicht nur massiv teurer, sondern auch unwirtschaftlicher und deutlich am Ziel vorbei. Denn in der DDR wurde wiederverwertet, hier wird damit gehandelt... Systemimmanente Phänomene, würde ich sagen. ;)

Noch eins? Das Schulsystem.
War Scheiße. Kam schließlich aus der DDR. Wurde abgeschafft. Statt dessen kam das - natürlich viel bessere - multiple Bildungssystem der Bundesrepublik. Natürlich als "bessere Idee". Die Finnen dachten da anders. 1995 führten sie auch die letzten Reste der Kopie landesweit ein. Der Erfolg? Die Finnen siegten selbstsicher bei allen Ländervergleichen. Die Bundesrepublik war erstaunt, wie scheiße das "Bessere" im direkten Vergleich abschnitt.
(Glosse: Soweit ich mich entsinne, gewannen die Finnen nicht, weil sie sozialistische Aufbaulieder zelebrierten. Doch soweit kannst du anscheinend nicht denken.)
Meine Prognose: Es wird wieder eingeführt. Natürlich als grundlegend neue Idee der Reformer...

Noch eins? ... Nein, Finn.W, das passt eh nicht in deinen von Indoktrination und Tunnelblick begrenztes Hirn. Wäre also verschwendete Zeit. Außerdem habe ich bereits einen Prellbock. Ich brauche dich nicht. ;)

Wären da nicht all diese Pappenheimer gewesen, die grundsätzlich meinen, sie wären im Besitz des Lapis Philosophorum, nur weil sie ihre Siegermentalität nicht ablegen können, hätte Deutschland PISA im Vorbeigehen gewinnen können. Immerhin wären sie nicht mit einer billigen Kopie angetreten, sondern sie besaßen das Original.
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22.03.2006 14:22 Uhr von «azero»
 
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Wichtiger noch:: Angesichts der Tatsache, dass Deutschland nicht gerade mit billiger Produktions-Arbeit hausieren kann, könnte man so wesentlich leichter an alte Traditionen anknüpfen: Extrem hohe Qualität der Bildung. So hoch, dass die Menschen aus aller Welt in Deutschland studieren wollten... Doch das ist Jahrhunderte her... Leider. ... So hoch, dass die Qualifikation in Deutschland Garant für die Marke "Made in Germany" und man federführend in den Bereichen Innovation und Präzision war. ... Doch das ist Jahrzehnte her ... Auch leider ... Denn es gibt immer mehr Menschen wie dich, die nur in Kategorien, wie "schwarz" und "weiß" denken können und damit den - zwingend erforderlichen - Reformprozess vorsätzlich behindern und verzerren.

Erst recht leider.
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22.03.2006 14:52 Uhr von Finn.W
 
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Komisch: Ich finde eher deine Ansichten komisch.

"Was genau willst du eigentlich sagen?"
Was du scheinbar nicht begreifst. Aber nochmal, dass Erziehungssystem in der DDR ist deshalb nicht mit dem von Schweden oder Finnland vergleichbar weil die Ziele und Inhalte der jeweiligen Systeme sich klar unterscheiden. Das die Organisation (Schulzeiten, Klssenverbände u.ä.) ähnlich sind, bestreite ich ja gar nicht.

"Dieser "Kult" hatte vor allem den Zweck der Sozialisation; einem Verein entsprechend."
Nein. Das Ziel hieß Kontrolle und Beeinflussung im Sinne der Partei.


"Der grüne Pfeil. ´Bewährtes System bundesdeutsch-freiheitlicher Verkehrsführung: Freie Fahrt für freie Bürger!´."
LOL, wie konnte ich nur ohne diese "freiheitliche Verkehrsführung" auskommen (ich finde die Regelung aber nicht schlecht).

Den Tunnelblick haben für mich Menschen, die nur 15 Jahre nach der Wiedervereinigung, alle negative Aspekte der DDR-Diktatur einfach ausblenden.
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22.03.2006 16:54 Uhr von «azero»
 
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Mich wundert´s nicht, Finn.W. > Ich finde eher deine Ansichten komisch.

Völlig normal.

> Aber nochmal, dass Erziehungssystem in der DDR
> ist deshalb nicht mit dem von Schweden oder
> Finnland vergleichbar weil die Ziele und Inhalte
> der jeweiligen Systeme sich klar unterscheiden.

Du bist lustig, Finn.W. Wenn VW sich entscheidet, die Produktionsstraßen für den Golf V auf den Golf VI umzustellen, ist das Produkt kein Auto mehr.

Wenn ich einen Hammer benutze, um damit Knete zu formen, ist der Hammer kein Hammer mehr, weil ich damit ja keinen Nagel in die Wand schlage.

*ROFL*, you rock, dude...
Umso mehr, als du einen der eigentlich wichtigen Punkte denn auch bestätigst und damit andeutest, dass du noch reichlich Nachdenkbedarf hast:

> Das die Organisation (Schulzeiten,
> Klssenverbände u.ä.) ähnlich sind,
> bestreite ich ja gar nicht.

Aha, wir kommen den Ursachen so ganz allmählich auf den Grund. Denk noch mal drüber nach, es gibt noch andere - wichtige - Ähnlichkeiten. Sicher, du brauchst einfach nur noch ein paar Jahre Zeit, nicht wahr? Ich bin wieder mal nur zu ungeduldig...

> Nein. Das Ziel hieß Kontrolle und
> Beeinflussung im Sinne der Partei.

Warte mal: Du bist gebürtiger Ossi und mindestens 32 Jahre alt? Anderenfalls verbreitest du bestenfalls Wissen aus zweiter oder dritter Hand. Fatal, wenn man sich der Tatsache bewusst ist, GRUNDSÄTZLICH und IN JEDEM SYSTEM manipuliert zu werden.

(Bezeichnend ist übrigens auch, dass du versuchst, mit Lügen die Richtigkeit deiner Thesen zu untermauern. Die Geschichte deines Kinderbuches solltest du noch verfeinern, oder Dümmeren erzählen. Nur weil du den Stuss glaubst (selbst fälschst?), bedeutet es noch lange nicht, dass er deshalb richtig oder gar glaubwürdig ist. ;)

Dabei ziehe ich nicht die grundsätzliche Intention solcher - durchaus existenten - Literatur in Zweifel, sondern deine recht eigentümliche und infantile Fälschung ... woher auch immer du sie bezogen hast.)

> LOL, wie konnte ich nur ohne diese
> "freiheitliche Verkehrsführung" auskommen

Bis heute haben so manche Autofahrer nicht begriffen, was hinter diesem Verkehrsführungssytem steckt. Bezeichnend, wenn wir wissen, dass dieses System nicht erst seit gestern Bestandteil der Straßenverkehrsordnung ist. Und noch viel faszinierender, dass vornehmlich jene so unflexibel sind, die am lautesten nach der Flexibilität der Anderen schreien. ;)

> Den Tunnelblick haben für mich Menschen, die
> nur 15 Jahre nach der Wiedervereinigung, alle
> negative Aspekte der DDR-Diktatur einfach ausblenden.

Du meinst also, indem du deine "Weltsicht", die per definitionem ALLE POSITIVEN Aspekte der DDR ausblendet, einfach umkehrst, hast du ein realistisches Bild auf jene "Anderen"? Täusche dich nicht, Finn.W. Nicht jeder ist so einfach gestrickt. ;)
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23.03.2006 17:58 Uhr von roichi
 
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@ azero: Danke.
Du triffst es auf den Punkt.


@ Finn.W

Ich schlage vor, du denkst mal über die Hintergründe deiner Äußerungen nach, und von wem Diese beeinflusst sind, bevor du azero soetwas vorwirfst.

Ansonsten *lach*

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