20.03.06 13:08 Uhr
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Irak: In Bagdad fliehen die Menschen vor konfessionellen Auseinandersetzungen

Bereits jetzt gebe es «ethnische Säuberungen» im Land, warnte Ex-Premier Ijad Allawi, das dürfe man nicht verschweigen, sehen könne man das schon in der Hauptstadt Bagdad, wo der Tigris mehr und mehr zu einer Grenze werde.

Im Westen seien die Sunniten stark, viele davon Nutznießer des Saddam-Regimes, die den bewaffneten Kampf unterstützten, östlich des Flusses hätten die Schiiten ihre Hochburg. Bislang gebe es hauptsächlich gemischte Wohnviertel, doch das ändere sich.

Die Minderheiten würden bereits jetzt aus den gegnerischen Einflusssphären fliehen, auch außerhalb der Hauptstadt bemühten sich die Volksgruppen um mehr Land und Einfluss.


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WebReporter: snickerman
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Mensch, Irak, Bagdad, Auseinandersetzung
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.03.2006 12:18 Uhr von snickerman
 
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Experten haben schon lang vor dem Einmarsch der Amerikaner gewarnt, dass der Irak nur mit Zwang zusammengehalten werden kann und nach Entfernung der brutalen Klammer Saddam auseinanderfallen würde...
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20.03.2006 13:55 Uhr von SooGreez
 
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USA bzw. England haben noch nie ein: besetztes Land friedlich zurückgegeben.
Sie haben immer die Volksgruppen gegeneinander aufgespielt um nach dem Rückzug ihren Einfluss halten zu können.
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20.03.2006 14:09 Uhr von PruegelJoschka
 
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@SooGreez: Klar. Schauen wir uns mal die Ossis und Wessis an ...

Solltest Du in der Lage sein, mehr als eine Dimension mit Deinem Denken zu erfassen, dann merkst Du vielleicht, daß es so einige Länder gibt, die es eigentlich nicht geben dürfte. Das liegt oftmals daran, daß früher die Zugehörigkeit über Volksgruppen und nicht Karthesische- Koordinaten definiert wurde. Dadurch wurden vermeintliche "Völker" auf mehrere Länder verteilt. Solange sich ein schrecklicher Diktator gefunden hat, der alles platt machte, was das Maul aufgerissen hat, funktionierte diese Melting- Pott (Jugoslavien, UDSSR, Irak, Türkei (;-)). Bei anderen half oftmals ein gemeinsamer Feind (Palästina). Fallen nun diese Faktoren weg und es kommt eine relative Freiheit ins Land, gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Wenn die Volksgruppen zu großen Teilen Scheisse im Kopp haben, gibt es Bürgerkrieg.

2. Wenn die Volksgruppen noch ein bischen denken können, reißen sie sich zusammen und trennen sich freidlich oder bleiben eben zusammen.

Beispiele für die 2. Gruppe gibt es unendlich. Man nennt sie überall auf der Welt "Minderheiten". Es gibt genug davon in Deutschland, Europa ... halt überall ...
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20.03.2006 14:47 Uhr von usambara
 
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Gross-Iran-Gottesstaat statt vorher ein von der Religion getrenntes Staatssystem, das haben die Amerikaner zu verantworten.
Der Irak ist ein Testfeld für ein Religionskrieg geworden, der
auch andere Länder in der Region erfassen kann.
Und von Demokratie und Frieden keine Spur.
Danke Bush! Sehr professionelle Arbeit!
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20.03.2006 14:50 Uhr von exekutive
 
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@pruegeljoschka: 1. Wenn die Volksgruppen zu großen Teilen Scheisse im Kopp haben, gibt es Bürgerkrieg.
--------------------------------------

das meinst du doch nicht ernst oder?

wenn deine behauptung stimmen würde, müsste es in deutschland, amerika ja überall "bürger"krieg geben..

(ja okay, teilweise gibt es ja bei uns bürgerkrieg.. mcdonalds vs. bürgerking-klassische form des bürgerkriges)

vielmehr spielt der hass eine rolle.. hass geschürt von einigen wenigen personen(z.b. durch unwahrheiten), die wissen was sie tun müssen um ganze völkergruppen gegeneinander aufzuhetzen (europa weis da auch ganz gut bescheid)

anderer seits spielt auch die vergangenheit große rolle..
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20.03.2006 14:57 Uhr von PruegelJoschka
 
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@exekutive: Doch, das ist mein Ernst. Natürlich gibt es immer Ausseneinwirkungen ... trotzdem entschließen sich die einen darüber hinweg zu sehen, während sich andere bekriegen.

Du hast Recht! Es müsste überall Kriege geben. Die gibt es aber nicht! Es ist aber eindeutig, daß es den Bayern ohne den Rest der Deutschen besser gehen würde ... und trotzdem gibt es keinen Bürgerkrieg. Und auch in Polen gibt es keinen Krieg zwischen den Schlesiern und dem Rest. Die Tschechen und Slovaken haben sich friedlich getrennt ... es geht doch ...
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20.03.2006 18:05 Uhr von eruendil
 
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Kennt sich da unten einer aus? Sind das wirklich Bekenntnisstreitigkeiten oder ist das wie in Nordirland nur ein historisch bedingter Zufall, dass die eine Volksgruppe halt den Glauben hat und die andere Volksgruppe nen anderen? (Und der Streit geht nicht um Glaubensinhalte, sondern um die Frage welche Volksgruppe die Macht haben soll...)

Grüße,
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20.03.2006 21:57 Uhr von usambara
 
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Aufklärung der Volksgruppen: Schiiten und Sunniten im Irak begreifen sich als Araber.
Schiiten im Iran sind keine Araber. Die Kurden sind auch sunnitischen Glaubens, aber keine Araber. Dann gibt es noch Turkmenen, die von der Türkei beschützt werden und
im kurdischen Teil des Irak leben. Ausserdem gibt es noch ein paar orthodoxe Christen, wie der Ex Aussenminister von
Saddam aber die verlassen das Land jetzt.

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