19.03.06 19:16 Uhr
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Merkel familienfreundlich: Votum für kostenlose Kindergartenplätze

Auf dem CDU-Parteitag am Samstag in Mecklenburg-Vorpommern sprach Angela Merkel über die alarmierende Bevölkerungsentwicklung in Deutschland.

Frau Merkel liegt am Ausbau der Kinderbetreuung z. B. durch das Angebot an kostenlosen Kindergartenplätzen, obwohl sie noch im Bundestagswahlkampf 2005 der Finanzierung mehr als skeptisch gegenüberstand.

Völlig offen blieb auf dem Parteitag wiederum die Frage einer möglichen zukünftigen Finanzierung.


WebReporter: Streetlegend
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kind, Angela Merkel, Kindergarten
Quelle: www.handelsblatt.com

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40 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.03.2006 19:13 Uhr von Streetlegend
 
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Gute Ideen gibt es in unserem Land ja sicherlich viele, aber Ideen ohne Lösungs- bzw. Finanzierungsvorschläge bringen wohl doch dann wenig oder eigentlich nichts. Der Grundgedanke geht in Ordnung, aber wie sieht es mit der Umsetzung aus?
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19.03.2006 19:38 Uhr von bingo`
 
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sry: aber ist ein Veto nicht immer sowas wie eine Absage bzw. ein "Nein"?

oder versteh ich hier was falsch? xD
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19.03.2006 19:47 Uhr von eruendil
 
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Sind kostenlose Kindergartenplätze die Lösung des Problems oder nur seine Verschleierung?

Ich meine, in einer Gesellschaft, in der quasi beide Partner Karriere machen MÜSSEN, um nicht als Looser dazustehen, wer soll sich da Kinder anschaffen? Immerhin sind laut Statistik Kinder "Karrierehindernis" (und "Sozialabstiegsgrund") NUMMER 1.

Löst man das Problem mit "Kindergartenplätzen für alle"? Glaube kaum. Ich glaube, den Leuten muss bewusst werden, dass Familie ein Wert an und für sich ist und nicht nur Karriere und Kohle zählen.

Ansonsten ist es natürlich auf jeden Fall gut, wenn jeder, der einen KiGa-Platz braucht, auch einen bekommt. Kenne viele Leute, die dieses Problem regelmäßig zur Verzweiflung bringt...

Grüße,
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19.03.2006 19:52 Uhr von eruendil
 
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@bingo: Vom Veto les´ ich nichts in der Quelle, aber Merkel spricht sich schon FÜR kostenlose Kindergartenplätze aus.

Naja und was Merkel angeht, ist das doch wahrscheinlich eh nur "Gut-Wetter-Machen" bei den Wählern. Hast doch gesehen, dass die Finanzierung noch nicht einmal erwähnt wurde. Wo soll denn auf einmal die Kohle herkommen? Die kann man doch außerdem auch viel besser ´n paar Buddies aus der Wirtschaft als Subventionen hinten ´reinschieben.

Grüße,
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19.03.2006 20:58 Uhr von Jaraen
 
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Woher das geld kommen soll ? Na ganz einfach - Kinderlose Eherpaare und Singles bekommen erstmal nur die halbe Rente ( wurd ja schon vorgeschlagen ) aber müssen auch den doppelten betrag einzahlen. Schon ist genug Geld da - wovon aber nur 10% in die Kindergärten gehen und der Rest ist für die geplante Diäten erhöhung der Politiker, denn die nebenjobs bringen noch nicht genug ein.
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19.03.2006 21:01 Uhr von erdengott
 
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Finanzierung ist gar nicht so schwer: Für viele kostet der Kindergartenplatz jetzt schon sp gut wie nichts und für die Berufstätigen die heute derbe zur Kasse gebeten werden müsste man nur die steuerliche Absetzbarkeit wieder nehmen. Das Problem ist nur das Zusammenspiel Bund-Länder-Gemeinden. Da wird lieber Bürokratie gepflegt bevor man auch nur einen Euro freiwillig loslässt.

Und Karriere lässt sich egal was man anbietet nicht sinnvoll mit dem Aufziehen von Kindern verbinden. Die meisten wollen zudem keine Karriere, sie wollen nur ihren Beruf halbwegs problemlos ausüben. Auch wenn die Schlagwörter "Kind-Karriere" einprägsamer sind als "Kind-Beruf".
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19.03.2006 21:06 Uhr von shadow#
 
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Lächerlich! Der Union haben wir Büchergeld und Studiengebühren zu verdanken, was helfen da ein paar lächerliche Kindergartenplätze?
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19.03.2006 21:13 Uhr von philipp8000
 
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@shadow#: Wenn man in der Politik immer so einfach argumentieren könnte, hättest auch du die Chance Bundeskanzler zu werden!
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19.03.2006 21:37 Uhr von Der Erleuchter
 
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Man macht das nicht nur zum Spass da sollen am Schluß Kinder rauskommen... Also - genug geübt - ich brauch Rentenzahler!!!
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19.03.2006 21:53 Uhr von eruendil
 
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@Jaraen: Bei dem Thema muss man schon ein bißchen aufpassen. Immerhin KÖNNEN in D-Land 25% der Paare keine Kinder kriegen, und es werden immer mehr (Unfruchtbarkeit...). Die leiden aber schon mehr als genug darunter, wäre schlimm, wenn man die dann auch noch dafür finanziell bestraft, zumal Adpotion nur bei ganz wenigen geht, weil es viel zu wenig Adoptivkinder gibt.
<zynismus>Aber man könnte ja Abtreibung verbieten, dann wäre Deutschland vielleicht geholfen, weil es mehr Kinder zum Adoptieren gäbe. ;) </zynismus>
(Bitte nicht auf mich eindreschen, nicht ich bin zynisch, die Realität ist es.)
Grüße,
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19.03.2006 22:00 Uhr von «azero»
 
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eruendil, zwei Fragen - drei Antworten: > ... ist das doch wahrscheinlich eh nur "Gut-Wetter-Machen"
> bei den Wählern.

Frau Merkel kommt aus dem Osten.
Dort waren Kindergärten nicht nur Abschiebeanstalt oder Aufbewahrstation, sondern Teil und Fundament des Bildungssystems. Auch der sozialen Bildung, die unsere neoliberalen und neokonservativen Apologeten anscheinend - und bedauerlicherweise - nie genossen haben.

Frau Merkel hat durchaus kapiert, dass soziale Bedürfnisse nur in einer sozialen Gesellschaft realisiert werden können. (Immerhin hat sie das volle Spektrum sozialen Netzes für sich in Anspruch genommen. Erfolgreich, wie man sieht. ;)) Sie muss nur erst noch kapieren, dass es auf dem von ihr eingeschlagenen Weg nicht funktioniert.

> Wo soll denn auf einmal die Kohle herkommen?

Es gibt ganz einfache Lösungswege. So naheliegend, dass man sie übersieht, weil man zu dicht davor steht: Schau mal auf den "zweiten Arbeitsmarkt". Da ist die Lösung. Staatliche Kindergärten mit "staatsbediensteten" Angestellten auf dem "eineinhalbten" Arbeitsmarkt.

Der Haken: Die Christen denken nur ans Abkassieren. Müssen sie auch. Denn dafür werden sie seit Jahrzehnten gekauft, wie man immer wieder an kleinen Zwischenepisoden feststellen darf. Und mit dieser Variante ist nix zu verdienen, denn das Geld bliebe praktisch zu 100% im Umlauf. Das ist doof, denn die Reichen bezahlen viel Geld an die CDU, damit sie noch mehr wiederbekommen; nicht dafür, dass die Christen auf einmal ein soziales Gewissen entwickeln...

Die Antwort auf deine Frage ist also schwierig und lautet in ihrer größten Annäherung an die Realität ein bisschen orakelhaft "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.". In diesem Sinne wird es also niemals "kostenlose Kindergärten" geben, weil diese per se beweisen würden, dass die CDU seit etwa 30 Jahren lügt, und dass sich auch die SPD vor nunmehr 8 Jahren für das Kapital und gegen das Volk entschieden hat.

Den Christen kann man das nachsehen. Die sind es seit 2.000 Jahren gewohnt, massenhaft Menschen zu unterdrücken und den Fortschritt zu bremsen. Aber die Sozialdemokraten haben damit ihre Wurzeln verraten. Und sie werden den Teufel tun, das jetzt auch noch mit eindeutigen und selbst für den dümmsten Bauern nachvollziehbaren Fakten zu belegen...

Man wird also die Idee wie gewohnt mit Phrasen, wie "unfinanzierbar", "unmöglich" und "unglaublich" vom Tisch fegen und statt dessen die arbeitslosen Kindergärtnerinnen zum Laub harken in den Park schicken...
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19.03.2006 23:20 Uhr von kathleenchristine
 
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Wird: sowieso niemand dran glauben, ist so ein ähnlicher Scherz wie mit dem Recht auf einen Kindergartenplatz, das Recht ist schon da, nur sie Plätze fehlten.Wenn allerdings die Geburtenzahlen weiter so zurück gehen, gibts auch da wieder Plätze genug.
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20.03.2006 00:28 Uhr von eruendil
 
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@azero: Von den 2000 Jahren musst Du aber mindestens die ersten 300 abziehen (da wurden die Christen unterdrückt). Bleiben 1700. Und die Nazizeit und die napoleonische Herrschaft und ... und ... und...
Also: ich als Christ bin es erst seit ca. 1200 Jahren gewohnt, massenhaft Menschen zu unterdrücken, um das mal ganz klar zu stellen und keinen Zweifel an den Fakten aufkommen zu lassen!

Tja, auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen: Die Geschichte des Christentums ist NICHT eine endlose Geschichte der unterdrückten Massen (wie es mir noch meine 68er Lehrer in der Schule "beigebracht" haben (eigentlich müsste man indoktriniert sagen)); das ist zum größten Teil Geschichtsknitterung.

Habt Ihr mal darüber nachgedacht, wieviel Leid menschliche Ideologien nur in den letzten 200 Jahren über die Menschen gebracht haben (ja, INKLUSIVE Kapitalismus und Neoliberalismus)? Dahinter können sich 2000 Jahre Christentum aber GANZ locker verstecken. Und das TROTZ Aufklärung, Humanismus und dem ganzen Zeug, das angeblich die Welt so weit voran gebracht hat (auch wenn ich deren Verdienste nicht leugne). Will jetzt auch nicht zum 100sten mal den ganzen Quatsch mit Hexenverfolgung, Inquisition, Unterdrückung des Volkes usw. aufrollen, wovon das allermeiste ideologisch nützliche Märchen sind.

Vielleicht können wir uns darauf einigen:
"Da rief Jesus [seine Apostel] zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wißt, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein; und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein. (Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.)" (Markus 10,42-45)
Das in Klammern () will ich keinem aufnötigen, gehört aber zum Kontext.

Grüße,
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20.03.2006 00:34 Uhr von swald
 
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eruendil: "Immerhin KÖNNEN in D-Land 25% der Paare keine Kinder kriegen, und es werden immer mehr (Unfruchtbarkeit...)."

Klar bei den über 60-Jährigen sieht es schlecht aus, die hätten früher dran denken sollen. Ansonsten sind die 25 % ein Witz.
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20.03.2006 00:42 Uhr von eruendil
 
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@azero und @swald: @azero: Mit dem Rest hast Du leider größtenteils Recht. Auch das "C" im Parteinamen ist eine Schande. Man sollte die verklagen, dass sie das endlich rausnehmen müssen.

zu Kindergärten: Es geht mir hier nicht darum, Kindergärten als Verwahranstalten zu diffamieren. Die haben ja auch in der Entwicklung ihren guten Sinn (wo treffen sich heute noch ganz kleine Kinder, gerade in der Stadt, um soziale Kompetenzen zu entwickeln; da schließt der KiGa wohl in gewisser Hinsicht eine Lücke, die durch unsere unnatürliche Lebensweise aufgerissen wird).
Naja, und bezüglich des (sozialen) Bildungssystems vor 1990 im Osten bin ich ziemlich skeptisch. Da kenne ich etliche Christen, die haben aber eimerweise Dreck gefressen, weil sie nicht "konform" waren. Da wurden auch Menschen systematisch fertig gemacht und sind daran zerbrochen, schlimmer als das die meisten katholischen Internate geschafft haben, denn aus denen gab es irgendwann auch ein Entkommen...

@swald: Bitte, bitte, ich bin da kein Fachmann. Aber wenn Du da mehr Ahnung hast, nenn doch mal die Quellen, ich stütz mich da halt auf das, was ich aus den Medien höre...
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20.03.2006 00:46 Uhr von Raspelfrank
 
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Ich hätte da einige Vorschläge, wo das Geld herkommen soll, aber dann bin ich wieder mal ein Fall für den Verfassungsschutz.

Das Geld ist allemal da, es ist nur falsch verteilt. Und bei Angie fängt es schon an und im Bundestag und den Ländern geht es weiter. Was dieser Staat an Eigenverbrauch geltend macht, mein Steuerberater würde mich kielholen.

Sicherlich muß gute Arbeit gut bezahlt werden. Aber gerade in den letzten 10 Jahren explodieren gerade die Gehälter der Manager, die die meisten Stellen abbauen. Seit Einführung der "Zwangsabgabe" bei den Krankenkassen verdoppeln und verdreifachen sich die Gehälter der Vorstandsbosse dieser Kassen, die eigentlich ihre Beiträge senken sollten, diese aber demnächst wieder kräftig steigen lassen. Irgendwas läuft gewaltig schief in diesem Land....Aber, wie gesagt: Geld ist da!
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20.03.2006 00:50 Uhr von eruendil
 
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@Raspelfrank: Danke für diese Stimme der Vernunft!
Gruß,
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20.03.2006 01:44 Uhr von «azero»
 
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Vorsicht, eruendil. Ich gebe zu, dass ich die 2.000 Jahre mit den ersten 300 Jahren "voll" gemacht habe. Fakt ist aber, dass sich die Christen seit dem Jahr 311 in einer einzigartigen Situation befanden: Sie waren IMMER an ALLEN Regierungen beteiligt. Auch am Nazi-Regime.

Hitler (übrigens überzeugter Katholik) sagte es auf der berühmt-berüchtigten Saarkundgebung anno 1934 so: "Der Nationalsozialismus ist weder antikirchlich noch antireligiös, sondern im Gegenteil, er steht auf dem Boden eines wirklichen Christentums.". Auf der gleichen Kundgebung ließ er verlauten "Die katholische Kirche hat fünfzehnhundert Jahre lang die Juden als Schädlinge angesehen, sie ins Getto gewiesen usw., da hat man erkannt, was die Juden sind ... Ich gehe zurück auf die Zeit, was man fünfzehnhundert Jahre lang getan hat." Im Jahr 1932 sagte er "So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.".

Adolf Eichmann, konvertierter Katholik und Organisator der Endlösung, profitierte übrigens in besonderer Weise von der Hilfe katholischer Priester, die ihn vor der Verfolgung durch die Alliierten schützten, ins Ausland schafften und dort mit einer neuen Identität deckten, die erst der Mossad aufdecken konnte: "Ich erinnere mich in tiefer Dankbarkeit an die Hilfe katholischer Priester bei meiner Flucht aus Europa und entschied, den katholischen Glauben zu honorieren, indem ich Ehrenmitglied wurde."

Ohne die christliche Vorarbeit wäre Hitler mit seinem Rassenwahn schlicht baden gegangen...

Das gilt auch für die christliche Arbeit WÄHREND des Nazi-Regimes:

Papst Pius XII. sagte es schlicht so: "Ich wünsche dem Führer nichts sehnlicher als einen Sieg.". Bischof Göllner drückte es etwas direkter aus, als er 1936 in Linz predigte "Es ist strenge Gewissenspflicht eines jeden Christen, das entartete Judentum zu bekämpfen.". Auch der Erzbischof Gröber nahm keineswegs ein Blatt vor den Mund, als er 1944 an den Papst schrieb: "Wir verkennen manches Gute der neuen Weltanschauung [Anm: der Nazis] nicht. Wir finden aber beim näheren Zusehen, dass es in ihrem Besten Kopie des Christentums ist."

... von Faulhaber, Berniger und Konsorten schweige ich hier lieber ganz. ;)

Bis heute hat sich die Kirche niemals offiziell von ihrem Verhalten zu Zeiten der Nazis distanziert. Erst Johannes Paul sprach zögerlich von "einigen schwarzen Schäfchen in der Herde"...

> Tja, auch wenn es einige nicht wahrhaben
> wollen: Die Geschichte des Christentums
> ist NICHT eine endlose Geschichte der
> unterdrückten Massen...

Auch wenn ich die "Geschichtsknitterung" lustig finde (ein sehr blumiger Vergleich :)), wann und wo genau ist sie das nicht?

Erst Luther, der selbst überzeugter Judenfeind und Kriegshetzer war, brachte mit der Reformation das erste Flämmchen von Progression in ein korruptes, intrigantes, selbstherrliches System, das einzig darauf basierte, mittels Indoktrination zu herrschen.

Bis heute lassen die großen Kirchen JEDE Form ursprünglichen christlichen Freigeistes vermissen. Bis heute maßen sie sich an, definieren zu können, was genau das Wort Gottes ist, und was nicht --- was du also glauben darfst und was nicht.

> Dahinter können sich 2000 Jahre Christentum aber GANZ locker verstecken.

Auch damit wäre ich vorsichtig. Man schätzt, dass die Christen etwa 400 Millionen Menschen direkt und indirekt umgebracht haben. Allein bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Da auch Hitlers Rassenwahn auf dem christlichen Fundament des Judenhasses basierte, müsste man zumindest die toten Juden auch auf das Konto der Christen rechnen...

Irgend jemand hat mal behauptet, würde man das ganze Blut, das die Christen in ihrer Zeit vergossen haben, über Deutschland ausschütten, würden die Deutschen über 50cm tief im Blut waten. Ich hab´s nie nachgerechnet, ob rund 2,8 Mrd Liter Blut ausreichen würden; allein das Bild...

Und es war ja nicht so, dass sie keine Gelegenheit gehabt hätten, "christlich" zu sein. Immerhin haben sie Kaiser gekrönt und Regierungen dominiert. Jahrhundertelang.

Insofern ist es ein deutliches Zeichen, dass sich bis heute nichts geändert hat: Nach wie vor sitzen die Christen (oder jene, die sich dafür halten) an den Hebeln der Macht. Nach wie vor unterdrücken sie und beuten gnadenlos die Armen aus. Seit - Achtung, Korrektur! - 1.695 Jahren hat sich NICHTS geändert.

Zu deiner Beruhigung:
Gelegentlich, ganz selten allerdings, gibt es Christen, die den ursprünglichen Glauben vertreten ... Christen, die tatsächlich "christlich" sind. Dummerweise gehen die aber in der breiten Masse der "anderen" schlicht unter. Leider. Denn die Bibel ist ein faszinierendes Werk, das fundamentale soziale Werte dokumentiert. Hätten die Christen ihr nur Glauben geschenkt, wir würden heute im Paradies leben, anstatt darüber debattieren zu müssen, ob kostenlose Kindergärten nun bezahlbar sind oder nicht...
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20.03.2006 01:44 Uhr von «azero»
 
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Themenwechsel: > Es geht mir hier nicht darum, Kindergärten als
> Verwahranstalten zu diffamieren.

Aber mir. Denn sie sind nichts anderes mehr. Schließfächer für Kinder.
Es gibt keine Konzepte, die Kinder - aus der Bildungsperspektive betrachtet - nutzbringend zu beschäftigen. Statt dessen wird aufbewahrt und weggeschlossen...

> ... bezüglich des (sozialen) Bildungssystems vor
> 1990 im Osten bin ich ziemlich skeptisch. Da kenne
> ich etliche Christen, die haben aber eimerweise
> Dreck gefressen, weil sie nicht "konform" waren.

Im Kindergarten? Schon als Kleinkinder? Wie entsetzlich!
(Kleiner Seitenhieb: Jesus setzte "Christsein" zwingend als willentliche bekennende (Glaubens-)Entscheidung voraus. "Kind" und "Christ" passt schon allein deshalb nicht zusammen. ;))

> Da wurden auch Menschen systematisch fertig
> gemacht und sind daran zerbrochen, schlimmer
> als das die meisten katholischen Internate
> geschafft haben, denn aus denen gab es
> irgendwann auch ein Entkommen...

Du bist sicher, dass du hier Politik und Glauben nicht vermischst? Sicher, für die Christen ist das seit 1.695(!) Jahren untrennbar, aber hey, könnte es sein...? ;)
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20.03.2006 07:22 Uhr von karina02
 
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Ob kostenlose: Kindergartenplätze wirklich die Lösung sind, möchte ich bezweifeln. Vielleicht sollte man eher etwas tun um Kinder vernünftig ernähren und anziehen zu können. Ich habe kein Kind, kaufe aber trotzdem für meinen Neffen (1Jahr), Sachen ein, wenn ich aber die Preise sehe, dafür bekomme ich meist für mich etwas.
Was ist später in der Schule? Die Bücher kosten auch eine Menge, von sonstigen Kosten mal ganz abgesehen.
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20.03.2006 08:25 Uhr von kwikkwok
 
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Titel korrigiert: Da ich selbst diesen Fehler gestern wohl leider übersehen hatte, kann ich mir nur entschuldigen.

Grüßle, kwikkwok
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20.03.2006 09:01 Uhr von jokobe
 
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Kostenlose Kindergartenplätze: Ich bin eindeutig gegen. Notwendig ist es vielmehr, den ganzen Kindergartenbereich aus der eisernene Hand der Kommunen zu befreien. Staatliche Regelungen führen zu erhöhten Kosten, sinkender Qualität, Wettbewerbseinschränkungen und inhaltlicher Gängelung.
Im übrigen sind für die vom Staat ausgehaltenen Kreise die Kindergärten schon jetzt umsonst.
Ich hatte das Glück für meinen Sohn immer den Höchstsatz im Kindergarten zahlen zu dürfen. Es hat mich nicht gestört, gestört hat mich da dagegen, wie der kommunale Kindergarten durchgehend die Interessen der Kinder vernachlässigt hat, ungeeignete Mitarbeiter beschäftigt wurden und die Reinigungszeiten sich nach den Interessen der Mitarbeiter gerichtet haben, nicht nach hygenischen Anforderungen.
Ein Kindergartenplatz in Zukunft auf jeden Fall teuerer sein als ein Tiefgaragenparkplatz. Wem das zu teuer ist, der soll halt seine Finger davon lassen.
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20.03.2006 09:17 Uhr von vst
 
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mal sehen: ob sie das nach den drei landtagswahlen immer noch so sieht.

ich bezweifle das ganz stark.

irgendwas wird ihr schon einfallen warum das nicht mehr geht.
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20.03.2006 12:53 Uhr von moddey
 
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dagegen: Ich bin rigoros gegen kostenlose Kinderbertreuung.
Warum?
Kostenlose Kinderbetreuung führt automatisch zu schlechterer Qualität. Ausserdem wird hier eine Leistung erbracht die auch bezahlt werden muss. Kostenerstattung für Geringverdiener wäre korrekt, aber nicht kostenlos Betreuung für alle.
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20.03.2006 14:06 Uhr von malasmirda
 
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Dagegen: Es ist bei weitem wichtiger den Weltfrieden durch Rüstungsgeschenke zu sichern, als Kindergartenplätze zu bezahlen.

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