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Paris: Für die Zukunft tiefgefrorene Körper mussten feuerbestattet werden

Die Körper von Raymund Martinot und seiner Frau waren vor 22 Jahren für eine Reise in die Zukunft tiefgefroren worden. Der Trip endete jetzt, nachdem der Sohn entdeckt hatte, dass die Kühlanlage des Lagerraums der Wiederzubelebenden ausgefallen war.

Im Kühlraum konnten die notwendigen minus 65 Grad Celsius nicht gehalten werden und die Körper waren am auftauen gewesen. Martinot, ein Arzt, hatte schon zu Lebzeiten bestimmt, dass er mit seiner Frau im Jahr 2050 hätte aufgetaut werden sollen.

Der Sohn sagte, ihm sei keine andere Wahl geblieben, als seine verblichenen Eltern, die beide Anhänger der Kryonik-Bewegung gewesen waren, vergangene Woche zu einer Feuerbestattung ins Krematorium zu geben.


WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Paris, Zukunft, Körper
Quelle: www.taipeitimes.com

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.03.2006 22:37 Uhr von la_iguana
 
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Die Transhumanistiker sagen dass Kryonic (oder Cryonic) nichts anderes als eine Bestattungsform bei Temperaturen von minus 196 Grad Celsius sein.

Hier waren es gerade mal minus 65 Grad Celsius, was offensichtlich auch hätte reichen müssen, die Körper bis zum Jahr 2050 vor dem verwesen zu retten und zu warten bis die Wissenschaft so weit sei, sie wieder zu regenerieren. Pech gehabt...
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19.03.2006 11:15 Uhr von Hainz
 
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@Autor: Ich denke mit einem "Pech gehabt" kann man hier nicht einfach antworten, denn schließlich sind hier Menschen ums Leben gekommen, die eigentlich irgendwann weiterleben wollten. Natürlich sind sie selber Schuld, wenn sie sich einfrieren lassen und es dann doch keine Möglichkeit gibt sie wieder aufzutauen, aber dass die Maschinen ausgefallen sind oder was auch immer, haben sie nicht beeinflusst.

Tut mir Leid fals du es nicht so gemeint hast, aber ich wollte es auch schon etwaigen weiteren Kommentatoren ans Herz legen!

greez
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19.03.2006 11:22 Uhr von Joeiiii
 
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Ob das mit dem einfrieren und dem auftauen in der Zukunft funktioniert wage ich ja zu bezweifeln. Die Idee dahinter finde ich aber trotzdem gut. Es wäre auch für mich ganz interessant zu sehen was in 50 Jahren auf dieser Welt los ist, was in der Forschung geleistet wurde.....usw. Den Berechnungen zufolge gibt es in 50 Jahren kein bzw. kaum noch Erdöl. Wäre gespannt was da dann so abgeht.

Da ich der englischen Sprache leider nicht so ganz mächtig bin habe ich eine Frage: Wie lief das ab? Haben sich diese zwei Leute bei voller Gesundheit einfrieren lassen (einfach nur um die Zukunft zu sehen), oder waren sie krank und ließen sich einfrieren weil es in der Zukunft vielleicht Heilungsmöglichkeiten gäbe?

Man kennt es ja auch aus dem Tierreich. Manche Tiere versetzen sich ja auch in eine Starre, und wachen wieder daraus auf wenn es wieder wärmer wird. Aber das ist ein relativ kurzer Zeitraum, und keine Schockgefrierung. Bei Minus 196 bzw 65 Grad ist der Körper meines Erachtens tot. Zwar gut konserviert aber leblos.
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19.03.2006 11:39 Uhr von Schafschen
 
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mhm wie soll das gehen? sobald man einfriert dehnt sich das wasser in den zellen aus und sprengt diese, da müsste man sich irgendwie komplett entwässern. (das wird zb bei sperma gemacht, aber ob das bei menschen geht? ;))
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19.03.2006 11:47 Uhr von hady
 
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Quelle ist schonmal unvollständig! Und anscheinend haben hier Hainz und Joeiiii die Sachlage nicht ganz erfasst. Hier wurde niemand umgebracht oder damals lebendig eingefroren.
In der Quelle fehlen zwar Infos darüber, wann und warum Raymund Martinot das Zeitliche segnete, aber zu seiner Frau heißt es:
"But his wife, Monique Leroy, died first, of ovarian cancer, in 1984, and was the first to enter the intricate stainless steel freezer unit in the chateau´s vaulted cellars."
Sie starb also 1984 an Gebärmutter(?)Krebs und wurde anschließend eingefroren. Sie war also zum Zeitpunkt des Einfrierens über den Jordan. Wann ihr Mann folgte, steht nicht in der Quelle. Aber lebendig hat auch er sich kaum einfrieren lassen.
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19.03.2006 11:49 Uhr von can0n
 
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@Autor: Grammatik Fehler :P: " und die Körper waren am auftauen gewesen."
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19.03.2006 16:51 Uhr von Arne 67
 
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Bei der Cryonic oder so: Werden die Körper der verstorbenen Menschen eingefroren.

Es werden als keine Menschen irgendwie vorbereitet, die noch evtl. leben. Der Tod muß vorher wie auch bei anderen Menschen durch die Ärzte bestätigt sein. Es geht darum, das diese Menschen denken, das man Sie evtl. in der Zukunft heilen könnte und dann wieder zum leben erwecken. (Ist so wie bei Enterprise & Nachfolger, wo man fast alle Krankheiten ausgerottet hat)
Diese Personen gehen auch davon aus, das es den Ärzten in der Zukunft auch gelingen wird Ihre Toten Körper wieder zu beleben.
Die Preiswerteste Variante dieser Aufbewahrung ist die das man nur den Kopf einfriert.
In der Zukunft sollen dann die Ärzte den vernichteten Körper durch einen Biomechanischen Körper ersetzen.
(Ähnlich wie bei Star Wars, wo Luke eine Kunsthand erhalten hat, nachdem diese Ihm von Darth Vader abgeschlagen wurde)
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19.03.2006 19:59 Uhr von lewi1
 
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Oder wie bei Futurama ;): Dort leben auch nur die köpfe weiter von den "dammals" berümten persönlichkeiten ^^
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19.03.2006 22:34 Uhr von JR-Europe.de
 
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In der Schweiz denkt man schon weiter und: sicherer.
Siehe: http://www.blick.ch/...

Gruss JR-E
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20.03.2006 11:30 Uhr von Steffes
 
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Interessant: Das ist zwar alles sehr interessant, aber möchten man wirklich irgendwann mal wieder leben in einer Welt, die man dann plötzlich nicht mehr kennt, weil sie so anders geworden ist? Man bedenke auch, dass auf die Dauer eine Überbevölkerung stattfindet wenn das alle machen würden und so viel Platz haben wir nun wirklich nicht. :-)
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20.03.2006 11:39 Uhr von JR-Europe.de
 
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@Steffes ... "Freiheit zur Unsterblichkeit" sollte: Menschenrecht und Raumfahrt für die zur Pflicht werden.
Aber "Unsterblichkeit" wollen eh nur Minderheiten
und es soll ja kein Pflichtprogramm werden, sondern nur wer will.
Die erste Notlösung dafür ist die des mutigen Pioniers Dr. Toma in der Schweiz, der eben nicht den Fehler macht, sich als Leiche einzufrieren.
Anschließend kann man dann - im wahrsten Sinne des Wortes - "ganz cool" warten, wie:
1. zukünftige Generationen die Welt und ihre persönliche Daseinsberechtigung erklären und
2. wie man uns da wieder raus holt, wir haben ja dafür bezahlt

Gruss JR-E
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20.03.2006 11:41 Uhr von JR-Europe.de
 
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@@Steffes ... "Freiheit zum ewigen Zusammenleben": sollte Menschrecht werden.
Es gibt - ich gebe zu - Minderheiten, welche wenn es möglich wäre, bis "in alle Ewigkeit" zusammen bleiben wollen. Was die dabei für "Spielregeln" untereinander haben, ist deren Sache. Offensichtlich "funzt" es, sonst würden sie das nicht wollen. Damit meine ich nicht nur Ehepaare, Lebensgemeinschaften oder nur Menschen.

Gruss Jens
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03.04.2006 15:26 Uhr von la_iguana
 
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Wenn auch der Platz auf den Friedhöfen: weniger wird, hat der versuch damit sicher nichts zu tun.
Ich besuchte übrigens vor kurzem in Mexiko City einen Friedhof besonderer Art: Die verstorbenen Familienangehörigen sind in einem Hochhaus untergebracht. Zwei Stockwerke sind den Urnen, die in Glaskästen stehen, vorbehalten.

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