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Bonn: Weil Bauherr tot ist, muss die Stadt für Balkonsturz aufkommen

Im Rahmen einer Geburtstagsfete waren zwei Männer (38 und 63 Jahre) von einem Balkon sieben Meter in die Tiefe gestürzt. Eine Brüstung war plötzlich aus der Halterung gebrochen. Der 38-Jährige wurde schwer verletzt und ist seitdem querschnittsgelähmt.

Der Vater von drei Kindern bekam jetzt vom Landgericht in Bonn 250.000 Euro Schmerzensgeld, sowie 31.000 Euro Schadensersatz zugesprochen. Zahlen muss das Geld die Stadt Bonn, da der Bauherr, der normalerweise haftet, schon vor 16 Jahren verstorben ist.

Das Landgericht vertrat die Meinung, dass 1982 bei der Bauabnahme des Wohnhauses der fehlerhafte Balkon nicht erkannt wurde. Man könne von dem 38-Jährigen nicht verlangen, weiter nach anderen Schuldigen zu forschen, so das Gericht.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Stadt, Bonn, Balkon
Quelle: www.wdr.de

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16.03.2006 14:12 Uhr von Tara17
 
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Der erste Satz: "Im Rahmen einer Geburtstagsfete waren zwei Männer (38 und 63 Jahre) von einem Balkon sieben Meter in die Tiefe gestürzt."

Des hört sich für mich sehr komisch an. Ich mein es ist doch sch...egal an welchem Tag, bei welchem Wetter oder sonstwas die vom Balkon stürzen sofern es nichts mit dem Geschehen zu tun hat.
Solche Formulierungen nimmt man zum Beispiel wenn die Polizei "Im Rahmen einer Personenkontrolle..." jemand aufhält und derjenige dann die Polizisten umnietet oder er maßig Drogen dabei hat. Aber doch nicht bei sowas.
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16.03.2006 15:08 Uhr von Garviel
 
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@Tara17: Stimmt. Das klingt so, als gehöre das bei Geburtstagsfeten zu den normalen Vorkommnissen, und passiert sonst nie...
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16.03.2006 15:13 Uhr von swald
 
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Zum Thema: Ich hoffe das dieses Urteil nicht durch die Instanzen kommt, da sich dadurch die Regulierungswut der Bauämter steigert.

Der Bau wurde von einem ausgebildeten Architekt geplant und von einem verantwortlichen Bauleiterüberwacht. Diese tragen die Verantwortung.
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16.03.2006 15:32 Uhr von vst
 
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so ein saudummes urteil (erste reaktion): 24 jahre. es kann nicht sein.
gibt es ein gutachten, das besagt, dass die halterung der brüstung vor 24 jahren schon marode war?
wenn nicht, was kann der mann von der bauaufsicht dafür, dass das geländer nach 24 jahren kaputt geht?

ich verstehe es nicht.
ich bin erst mal fassungslos.
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17.03.2006 13:58 Uhr von guenter jablonowski
 
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@haftung: hat mal jemand darüber sinniert, dass es dem querschnittsgelähmten gleichgültig sein kann, wer in der haftung ist? Ich finde, dass das urteil ok ist, schließlich sind für solche fälle verantwortliche versichert, auch, wenn nicht nachzuweisen ist, dass der mangel von anbeginn an bestand.
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17.03.2006 15:08 Uhr von Davor
 
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vst: okay du bist der architekt aber vielleicht gibt es verordnungen die besagen daß 30 Jahre z. B. einwandfreie Funktion garantiert sein müssen?

soweit ich die news verstanden habe hat man über 20 jahre alte fehler gefunden die schon damals hätten auffallen müssen - es aber, warum auch immer, nicht sind
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17.03.2006 16:48 Uhr von ottyone
 
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@vst weil bei der Bauabnahme des Mehrfamilienhauses im Jahr 1982 gravierende Mängel am Balkon übersehen worden waren.

Darum haftet die Stadt.

Ein Urteil so richtig nach meinem Geschmack, schlimm ist nur das ein Mensch jetzt gelämt ist.

gruß
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18.03.2006 10:23 Uhr von vst
 
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davor, ottyone: wie gesagt erste reaktion. aber um klar zu sehen was das gericht zu diesem urteil bewogen hat müsste man z. bsp. das gutachten sehen.

auch der satz aus der quelle das glas und die halterungen entsprachen nicht den vorschriften lässte ine menge interprätationen zu.

fakt ist allerdings, wenn das schule macht werden die städte und gemeinden bei einer baugenehmigung den bauherren eine art tüv alle paar jahre für ihr haus abverlangen um solche gewährleistungen abzufangen.

dann wird noch weniger gebaut, bzw. die mieten steigen noch weiter, weil das wiederum auf die mieten abgewälzt wird.

wir werden in deutschland immer mehr gefangen in einem wust von vorschriften, gesetzen, gerichtsurteilen.

klar ist es traurig, wenn ein mensch querschnittsgelähmt ist. ich will auch nicht sagen, dass das geländer beim einbau in ordnung war, das kann ich nicht nachvollziehen.

ich kann aber auch das urteil an sich nicht nachvollziehen.
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18.03.2006 14:30 Uhr von EOliver84
 
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Die News ist unvollständig: Ich kenn die News auch unserer Lokalzeitung, da war sie besser.

Die Brüstung war aus Glas. Dieses Glas war vollkommen ungeeignet um damit eine Brüstung zu bauen. Das war vor 24 Jahren so und ist heute auch so.

Nur deswegen ist es möglich zu klagen, nicht weil da etwas morsch geworden ist im Laufe der Jahre.

Kurioserweise wurde bei der Bauabnahme damals wohl sehr viel beanstandet, nur der Balkon nicht.
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18.03.2006 14:35 Uhr von vst
 
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EOliver84: hast du einen link zu dem artikel?

wäre dir sehr verbunden .

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