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Suizidversuch eines 19-Jährigen kostete 2004 drei Menschenleben – BGH-Revision

Es geschah in den frühen Morgenstunden des 19. Juni 2004. Mit dem festen Willen, seinem Leben ein Ende zu setzen, fuhr ein damals 19-jähriger junger Mann mit Absicht als "Geisterfahrer" auf eine Autobahn in Bayern auf.

Mit ausgeschalteten Scheinwerfern beschleunigte er sein Auto und fuhr auf ein entgegenkommendes Fahrzeug zu. Obwohl er dann doch noch die Scheinwerfer einschaltete, stieß er frontal mit dem Auto zusammen, in dem drei Menschen starben.

Nachdem er vom Landgericht Regensburg zu vier Jahren Jugendstrafe u. a. wegen dreifachen Mordes verurteilt wurde, gingen sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft in Revision, wodurch der Fall ab heute vor dem BGH verhandelt wird.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mensch, Suizid, BGH, Revision
Quelle: de.news.yahoo.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.03.2006 14:47 Uhr von Kamimaze
 
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Jaja, der Juni, der Monat mit den meisten Suiziden nach Weihnachten.
Das Urteil des LG Regensburg kann ich auch nicht so ganz nachvollziehen, "nur" vier Jahre wegen dreifachen Mordes?
Mich wundert auch, dass der Angeklagte bei dem Aufprall offenbar keine größeren Verletzungen davontrug und in dem anderen Auto drei Menschen starben.
Trotzdem tragische Sache.
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16.03.2006 15:05 Uhr von Garviel
 
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@Kamimaze: Wenn der Typ nen BMW hatte und damit nen Corsa gerammt hat, wundert mich das nicht... Aber die vier Jahre kann ich auch beim besten Willen nicht nachvollziehen, ebenso wenig, warum der Typ sein Vorhaben nicht spätestens NACH dem Unfall durchgeführt hat. Jetzt hätte er wenigstens einen guten Grund gehabt, sich abzuschalten.
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16.03.2006 15:23 Uhr von PruegelJoschka
 
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Mit fehlen die Worte
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16.03.2006 17:03 Uhr von Joeiiii
 
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Ich muß gestehen, daß ich auch schon mal so fertig war daß ich fast Selbstmord gegangen hätte.

Ob man leben oder sterben will bleibt letztendlich jedem seine eigene Sache. Aber wenn schon, dann sollte man nicht andere Leute mit reinziehen, und schon gar keine Menschen damit gefährden oder gar töten.

Wer absichtlich falsch auf die Autobahn auffährt und ein entgegenkommendes Fahrzeug rammt und dabei 3 Menschen tötet der ist für mich ein Mörder, und zwar ein dreifacher.....und dementsprechend ist er auch zu bestrafen. 4 Jahre erscheinen da ein bißchen wenig.
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16.03.2006 17:34 Uhr von Kamimaze
 
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@Joeiiii: > "daß ich auch schon mal so fertig war daß ich fast Selbstmord gegangen hätte."

Und, war das auch im Frühsommer? In dieser Jahreszeit werd ich auch immer so depressiv, so Mitte Juli legt sich das dann aber wieder.

Noch ein Nachtrag: Bei dem Unfall 2004 wurde auch der 19-Jährige Geisterfahrer schwer verletzt und in dem entgegenkommenden Fahrzeug saß eine kroatische Familie:

http://de.news.yahoo.com/...
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16.03.2006 20:24 Uhr von polake
 
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das wär doch DIE Gelegenheit: wieder die Todesstrafe einzuführen...
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17.03.2006 02:17 Uhr von Joeiiii
 
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@ polake: Naja, das mit der Todesstrafe ist ja auch so eine Sache. In diesem Fall wäre sie wohl eher deplaziert.

Da er sich selber das Leben nehmen wollte sollte man ihm doch die Chance dafür geben. Das ist jedenfalls billiger als den Typen ein paar Jahre einzusperren. Ein Häftling kostet ja schließlich eine Stange Geld, und wenn der sowieso vor hat ....... naja, ich laß das mal so stehen.

Die Angehörigen haben ja so und so nichts von der Strafe. Es bringt ihnen nix wenn er lebenslänglich hinter Gitter müßte und es nützt ihnen nichts wenn er tot wäre. Ein Menschenleben, oder in diesem Falle sogar drei, kann man nicht in Gold aufwiegen.

Um noch einmal zur Todesstrafe zurückzukommen:
Es müßte dazu jemand gefunden werden der einfach mal so den Hebel runterdrückt oder das Gift spritzt. Man sollte bedenken daß dies nicht durch Notwehr geschieht, sondern da müßte man vorsätzlich und absichtlich jemand töten. Diese Tat würde zwar vom Staat gedeckt sein, aber was ändert dies? Es wäre genauso Mord, egal wie man es dreht oder wendet.

Klar, es wäre schon eine Menge Geld einsparbar wenn man Verbrecher die es verdient haben töten könnte, weil die Stromkosten für eine Tötung deutlich billiger sind als jahrelanges einsperren. Aber wem auf dieser Welt steht es zu über dies zu richten? Wer entscheidet wer den Tod verdient hat und wer nicht. In so einem Fall möchte ich bestimmt kein Richter sein.

Der nächste Hammer wäre dann wenn sich herausstellt daß er doch unschuldig war?? Dann war die ganze Sache ein Griff ins Klo. Jemanden den man jahrelang eingekerkert hat kann man wieder freilassen, jemand der tot ist wird tot bleiben.

Ich will ganz ehrlich sein: Wenn ich hier gewisse News lese, im Fernsehen die Nachrichten sehe, oder in meiner Tageszeitung gewisse Berichte lese,......dann wünschte ich mir auch oft daß bei uns die Todestrafe wieder eingeführt wird, zb. bei Kinderschändern. Da reagiere ich ziemlich allergisch darauf. Mit solchen Leuten würde ich gerne noch andere Sachen machen bevor sie auf dem elektrischen Stuhl landen, aber das darf ich hier nicht schreiben ohne gerügt zu werden.

Wie wirkungsvoll die Todesstrafe ist sieht man ja in den USA. Trotz Todesstrafe gibt es dort Straftaten ohne Ende. Da wird man dann verurteilt, sitzt ein paar Jahre in der Todeszelle, manchmal auch Jahrzehnte, und dann wird man umgebracht wenn nicht zufällig doch noch ein anderer Täter (der wahre Täter) gefunden wird. In den USA bekommt man wenigstens eine Verhandlung und eine mehr oder weniger faire Chance.

In China zb. geht es da ein bißchen anders zu. 2004 sind offiziell 3400 Menschen hingerichtet worden. Schätzungen zufolge waren es aber mehr als 10.000. Das Recht auf Verteidigung und fairer Verhandlung kann man dort im Märchenbuch finden. Da sitzt man auch nicht lange im Gefängnis so wie in den USA. Schuldig, zack, tot.

Tja, oft liegen Recht und Unrecht nur einen Steinwurf von einander entfernt. Bevor ich jetzt gleich ins Bett gehe noch ein Beispiel:

Ein Mann liegt auf der Straße mit einem Messer im Bauch. Ich, blöd wie ich bin, möchte ihm helfen und ziehe das Messer heraus. Zufällig fährt gerade die Polizei vorbei und sieht das alles. Und nun die Preisfrage: Wie kann ich jetzt noch beweisen daß ich unschuldig bin?? Blut an meinen Händen, das Messer mit Fingerabdrücken in der Hand, und dabei von der Polizei gesehen wie ich neben dem Opfer kniete (das Opfer ist natürlich tot).

Angenommen es gäbe keine Zeugen würde mir wohl kaum jemand glauben. Ich wäre somit ein Mörder, und als solcher hätte ich die Höchststrafe (den Tod) verdient.....und das obwohl ich unschuldig bin und nur helfen wollte.

Gute Nacht
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17.03.2006 07:34 Uhr von vostei
 
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letztendlich: werden bei suiziden immer andere mit involviert, sei es die kläglichen überreste der kandidaten zu entsorgen oder eben , um sich um sie zu bemühen - letzteres dürfte wohl der hauptmotivationsgrund für das treiben solcher gestalten sein.

Im konkreten fall wundert es mich etwas, dass der typ im knast sitzt und nicht da, wo er hingehört - in der klappse. Und btw.: ihn, wie von polake gefordert, auch noch zu belohnen, halte ich etwas für übertrieben - auch wenn es die geisteshaltung von typen wie "polake" wunderbar persifliert.

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