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Nicaragua: Theologe poltert gegen den Papst und ruft zur Revolution auf

Der nicaraguanische Befreiungstheologe, Poet und Ex-Kultusminister, Ernesto Cardenal, ist ein Freund der offenen Worte. Papst Johannes Paul II. sei "ein Desaster" für die Kirche gewesen und sein Nachfolger Benedikt XVI. sei "vielleicht noch schlimmer".

Aufgabe der katholischen Glaubenslehre müsse es sein, die Revolution zu predigen, für Gerechtigkeit einzutreten und gegen die Armut zu kämpfen, sagte Ernesto Cardinal in einem Interview mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Vom EU-Lateinamerikagipfel im kommenden Mai in Wien erhoffe er sich, dass sich die Europäer gemeinsam mit den lateinamerikanischen Staaten zu einem Bündnis gegen die USA formierten.


WebReporter: pirata
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Papst, Revolution, Nicaragua, Theologe
Quelle: www.kurier.at

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.03.2006 03:10 Uhr von pirata
 
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Das mit der Allianz der EU gegen die USA kann er sich wohl abschminken. Es ist aber interessant, dass die sogenannte Befreiungstheologie immer noch in Lateinamerika präsent ist. Papst Joh. Paul II hatte (auf drängen des heutigen Papstes) unzählige Würdenträger in die Wüste geschickt. Die Bibel durfte keine politische Botschaft haben. Und US-Präsident Reagan gab ab 1982 gar Millionen aus dem Verteidigungsetat aus, um Lateinamerika mit unpolitischen, evangelischen Sekten zu überziehen.
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16.03.2006 09:35 Uhr von PruegelJoschka
 
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Jo der JP2 wusste genau, daß Dummheit, Armut und Unglück die Kirchen füllen! Ein wahrer Meister ... Quantität statt Qualität ...
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16.03.2006 11:53 Uhr von phoo
 
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@prügelJoschka: häh ?
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16.03.2006 12:41 Uhr von kantonanton
 
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Das Christentum ist nur eine Schande: wie Recht dieser man hat. Man muss die Leute zur Revolution aufrufen, diese Ordnung zu brechen. In was für einer Welt leben wir eigentlich, aber diese LEute (Vatikan und Bush ) stecken unter eienr Decke.
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16.03.2006 13:25 Uhr von exekutive
 
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@kantonanton: da hast du vollkommen recht (:

auch wenns traurig ist ):
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16.03.2006 14:41 Uhr von PruegelJoschka
 
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@phoo: huh?

... reden kann ja so minimalistisch sein. Danke für´s Gespräch ^^
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16.03.2006 17:39 Uhr von Negative Creep
 
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Ohja: jetzt geht´s richtig gut!
Gegen Bush UND die Kriche. Vielleicht noch die Musikindustrie mit auf unsere schwarz-weiß gut-böse-Liste nehmen?

Sagt mal Leute, denkt ihr das alles wirklich?
Okay, Bush ist doof. Ein schlechter Politiker. Aber nicht alle Amerikaner (nur um das von vornerein festzulegen).
Die Kirche, ja, hm, die engargiert sich ja so sozial überhaupt nicht, hat nicht sowas wie Hilfe für 3.-Welt-Länder oder viele Einrichtungen auch in Deutschland wo die Jugend sich beschäftigen kann. Aber okay, die Kirhce ist durch und durch schlecht....

Es lebe die Masse!
Hitler hätte es ja sooo leicht heute....
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16.03.2006 18:25 Uhr von fNORD
 
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Jawohl, Revoluition! Naja, ob nun der Papst schuld sein soll oder die Katholische Kirche ehh?! Wohl eher die Regierungen oder? Ist den die Kirche kapitalitisch? Hmm naja es gibt immerhin eine Vatikan Bank hehe also wer weiss, wenn ja ist sie natürlich auch ein Feind.
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16.03.2006 18:29 Uhr von pirata
 
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@Negative Creep: Natuerlich sind nicht alle US-Amerikaner birneweich. Nur die Praesidenten, die sie immer waehlen. Machen uebrigens die Deutschen ja auch immer. Oder kennt hier jemand einen Bundeskanzler, der wirklich klasse war?
Der Unterschied ist nur, dass sich bei deutschen Wahlen in den letzten 60 Jahren die Kolateralschaeden in Grenzen hielten. Waehrend die USA in den letzten 60 Jahren erst richtig in Hochform auflief...
Aus lateinamerikanischer Sicht verstehe ich also den Anti-Amerikanismus (aus deutscher weniger). Es gibt wohl kein Land in Lateinamerika, indem die USA nicht rummorden und das sie nicht in jahrzenhtelange Diktaturen versinken liessen.
Zur Kirche: In meinem Doerfchen in Guatemala gibt es eine katholische Kirche - und 21 evangelische Sekten, die ebenfalls alle lautstark Kirchen betreiben. Bei einer muessen die Frauen mit weissem Schleier zum Gottesdienst erscheinen, alle duerfen kein Brot noch Fleisch essen...
So wuenschte sich Ronal Reagan die Kirchen in Lateinamerika und bekaempfte deshalb die Katholiken, die stets etwas aufruehrerisch waren.
Die Kirchen hier sind allesamt Wirtschaftsunternehmen. Die scheffeln Geld von den Aermsten, dass einem schlecht werden kann. Die Evangelen sind dabei deutlich schlimmer, als die Katholen. Hilfsprojekte machen Kirchen immer nur aus einem Hintergrund: Du bekommst Brot/Tortilla, wenn du uns deine Seele verkaufst. Die Kirchen sind keine soziale Institution, sonder ein perverser Machtfaktor und gigantische Wirtschaftsunternehmen.
Wie in D auch. Ich selbst hab mal bei der Caritas ein Praktikum gemacht. Ich weiss, dass die katholische Kirche an Obdachlosen verdient, weil der Staat Unmengen Kohle rueberwachsen laesst. Fuer ein Obdachlosen-Zimmer im eisigen Januar, ohne Heizung/ Fensterscheiben in nem alten Schweinstall bekam die Caritas vor 15 Jahren schon 68 Mark die Nacht (pro Person!!!) vom Sozialamt ueberwiesen. Fuenf "Penner" in nem Schweinestall brachten der Kirche rund 340 Mark pro Nacht ein. Bei der Caritas nannte man das - gegenueber dem Sozialamt - "Uebernachtung mit psychosozialer Betreuung". Man sagte mir damals offen, dass die Kirche mit der Obdachlosenbetreuung Gewinn macht. Der Gewinn fliesse allerdings an andere Einrichtungen, die NOCH nicht in den schwarzen Zahlen sind, weil gerade neu aufgebaut.
Und nicht anders laeuft es bei jedem kirchlichen Kindergarten. Das kann die aber jeder Buergermeister Bestaetigen, der einen kirchlichen Kindergarten in seiner Gemeinde hat. Der Staat blecht, die Kirche sahnt ab und indoktriniert.
Die Maer von der Kirche als soziale Insitution ist und bleibt ein Maerchen.
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16.03.2006 19:52 Uhr von schniels
 
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Recht hat er.
Traurig, dass es leute gibt, die auf sowas reinfallen und nicht ihren eigenen weg gehen.

hang the bitch on the cross
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16.03.2006 22:53 Uhr von -mysterious-
 
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also meiner meinung nach hat die kirche auf jeden fall für gerechtigkeit und gegen die armut zu kämpfen. teilweise laufen ja auch sehr gute projekte, nur eben noch nicht genug. an wem das nun genau liegt, wird wahrscheinlich keiner so genau wissen, aber die katholische kirche sollte sich eh etwas öffnen und lockerer werden. die evangelische kirche bekommt´s ja auch hin...

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