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Meschede: Ast fällt auf Frau - Förster muss Entschädigungsgeld zahlen

Vor rund zweieinhalb Jahren war eine junge Frau mit ihrem Fahrrad in Meschede unterwegs. Plötzlich löste sich von einem Baum ein Ast und fiel auf die Fahrradfahrerin. Durch diesen Unfall ist 27-Jährige querschnittgelähmt.

Ein 66 Jahre alter Revierförster muss nun 5.000 Euro Entschädigungsgeld an die Schwerbehinderte zahlen. Das entschied heute ein Richter am Mescheder Amtsgericht. Im Gegenzug wurde der Prozess wegen "fahrlässiger Körperverletzung" eingestellt.

Ob der Förster früh genug die Bedrohung hätte merken müssen, ließ sich nicht eindeutig klären. Der Richter erklärte: "Die Schuld ist aber so gering, dass es für eine Verurteilung nicht ausreicht".


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frau, Entschädigung, Meschede
Quelle: www.wdr.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.03.2006 20:26 Uhr von sachsen-joshi
 
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merkwürdig: naja, wenn es für ne verurteilung nicht reicht, warum zahlt er dann ? Aber andernseits, die Frau ist mit 5.000 vielleicht geholfen, das leid lindert das nicht im geringsten. Daher doch recht merkwürdig
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15.03.2006 10:19 Uhr von Eysenbeiss
 
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Schuld gering bei Querschnittskähmung ? Ohne Ast, kein Unfall, ohne Unfall keine Querschnittslähmung

aber ist klar, die Schuld ist gering, so wie die Intelligenz und das Verständnis deutscher Richter
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15.03.2006 11:10 Uhr von hathkul
 
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seltsam als in münchen city ein fall sich ereignete bei dem ein stromkabel mitsamt verankerung aus einer hauswand riss und auf einem autodach aufschlug (20 kilo brocken...nicht auszudenken wenns einen passanten erwischt hätte) da wollte die autofahrerin schadensersatz von der MVV...
ratet mal was die bekommen hat. richtig. nüscht.
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15.03.2006 11:15 Uhr von schwimmbotze
 
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@ Eysenbeiss: Ja ne is klar, dann roden wir doch einfach alle Wälder, dann kann kein Ast mehr runterfallen.
Achja und wen verklagen wir beim nächsten mal wenn jemand vom Blitz getroffen wird? Jörg Kachelmann?
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15.03.2006 21:34 Uhr von Thoetti
 
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Höhere Gewalt: Soll der Förster an jedem Ast jetzt Klimmzüge machen. So´n Blödsinn. Nahe an der Natur sein ok, und wenn etwas natürliches passiert soll´s der Förster gewesen sein.

Wenn ich im Wald aber vom Hund eines Spaziergängers angefallen werde und dabei schwer verletzt werde, ist dies immer eine Bagatelle.

Aus meiner sicht muessten dann auch Lawinenopfer die Bergwacht verklagen können.
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16.03.2006 21:55 Uhr von Litos
 
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Der Förster hat Verantwortung: Es ist doch der Job des Försters, auf den WEGEN im Wald genau solche Unfälle zu verhindern, indem er Äste abschneidet, die drohen, herunterzufallen. Dafür wird er bezahlt und wenn er seinen Job nicht richtig macht, muss er halt dafür aufkommen. Ist genau wie bei Kunstfehlern von Ärzten.
Die Frage hier ist nur, ob der Förster diesem Ast überhaupt ansehen konnte, dass er herunterfallen würde. Das Gericht hat festgestellt, dass diese Frage sich nicht eindeutig klären lässt und man ihn deshalb nicht wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilen kann.
Wo jetzt die 5000 Euro herkommen, ist mir auch nicht ganz klar, aber da es eine Schmerzensgeldzahlung ist (und kein Bußgeld/Gefängnis, was den Förster evtl sonst erwartet hätte), müsste das soweit ich weiß sowieso unabhängig von der anderen Verhandlung laufen.
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08.04.2006 12:52 Uhr von arbeer
 
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Verfahrenseinstellung wegen geringer Schuld: Das Verfahren wurde wegen geringer Schuld gemäß §153a StPO eingestellt.
Der ganze Bericht ist hier:
http://www.sauerlandthemen.de/...
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08.04.2006 13:03 Uhr von vst
 
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ich würde sagen: wir holzen die bösen wälder ab, machen an jedem weg in den alpen ein geländer hin, sperrschilder an wegen ohne geländer, baden in seen ohne schwimmweste wird grundsätzlich verboten, und jeder bauer hat seine weiden ständig zu säubern. es könnte jemand auf den kuhfladen ausrutschen.

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