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Studie zeigt: Mindestlöhne vernichten keineswegs Arbeitsplätze

Am morgigen Dienstag wird eine Studiensammlung mehrerer Autoren mit dem Titel "Mindestlöhne in Europa" präsentiert, die zu wesentlich positiveren Erfahrungen mit festen Lohnuntergrenzen kommt als viele Wirtschaftsexperten.

In den Studien, die vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Insitut der Hanns-Böckler-Stiftung gesammelt wurden, werden Resultate mehrerer Industrieländer miteinander verglichen, die bereits Mindestlöhne eingeführt haben.

Es würden keineswegs automatisch Arbeitsplätze verloren gehen oder verlagert werden, die Arbeitslosigkeit habe nicht zugenommen. Wichtig sei aber die Höhe dieser Untergrenze und deren Differenzierung nach Regionen oder Branchen.


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WebReporter: snickerman
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Studie, Arbeit, Arbeitsplatz
Quelle: www.taz.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.03.2006 11:02 Uhr von snickerman
 
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Es ist nun einmal traurige Tatsache, dass gerade im Osten Deutschlands viele Arbeitnehmer gezwungen sind, für Vollzeit-Arbeit Mini-Löhne in Kauf zu nehmen, von denen sie nicht leben können. Aber wir dürfen diese Situation nicht einfach hinnehmen, denn diese Lohndrückerei wird sonst nur noch schlimmer werden!
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13.03.2006 11:30 Uhr von delerium72
 
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@Autoren Kommentar: Vor einiger Zeit wurde nur über das Thema "Sonderwirtschaftszone-Ost" geredet und nach einigen Protesten in der Öffentlichkeit nicht weiter diskutiert. Aber geben tut es sie halt schon .....
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13.03.2006 11:30 Uhr von Cpt.Proton
 
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Hans Böckler Stiftung: is klar, daß die zu dem Schluß kommen. :-D
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13.03.2006 11:52 Uhr von jokobe
 
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Die Gewerkschaften haben haben schon immer so gearbeitet.
Man denke nur an die erfolgreiche "Neue Heimat", BfG-Bank oder auch Coop.
Man muss nur fest genug dran glauben, dann wird die Erde ein Scheibe.
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13.03.2006 12:04 Uhr von Momimi
 
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kampagne: hier kann man eine kampagne zur einführung von mindestlöhnen unterstützen:
http://www.mindestlohn.de
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13.03.2006 12:20 Uhr von Davor
 
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aha: "Studie zeigt: Mindestlöhne vernichten keineswegs Arbeitsplätze "

Dafür aber die feuchten Träume der Blutsturzkapitalisten und Unterjochungsfeudalisten

Also ehrlich wenn ich kurz davor wäre paradiesische chinesische Verhältnisse in D einzuführen würde ich mich als Arbeitgeber der gerne die Knochen seiner Sklaven zerreibt auch gegen Mindestlöhne wenden

Sind ja nicht meine Knochen die ich zerreibe

Klar oder?
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13.03.2006 13:42 Uhr von jokobe
 
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@Davor: oh mann.
Arm in Arm mit der Arbeiterklasse - und am Wochenende Fußball.
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13.03.2006 17:01 Uhr von Davor
 
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jokobe: das Bier nicht vergessen

gefällt euch doch als Abgrenzung um uns zu zeigen wie primitiv wir sind oder?

nicht daß ich wirklich denke daß du und deinesgleichen mehr drauf hättet als speckige austauschbare Phrasen...

naja wer die Arbeiterklasse verachtet hat noch nicht begriffen wie parasitär er/sie wirklich ist

und du verachtest sie offensichtlich sehr...
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13.03.2006 19:04 Uhr von eruendil
 
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Mindestlöhne sind Raub an den wohlverdienten Renditen der Aktien- und Fondbesitzer.

Demnächst führen wir auch noch ein vernünftiges Gesundheitssystem ein, nur weil das in England und anderen Ländern besser funktioniert? Irgendwo muss Schluss sein!
</ironie>

Grüße,
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14.03.2006 17:28 Uhr von Cpt.Proton
 
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Mindestlöhne: vernichten die Arbeitsplätze, die weniger erwirtschaften, als den Mindestlohn.
Ich glaube kaum, daß Arbeitgeber, jetzt auf einmal Leute arbeiten lassen, die ihnen mehr kosten, als bringen. Ein Mindestlohn betoniert weiter unseren unflexiblen Arbeitsmarkt, es gibt bessere arbeitsmarkttechnische Instrumente, die mehr Beschäftigung bewirken, die Löhne steigen lassen und trotzdem Marktpreise zulassen.
Außerdem denke ich, man ist hier in D noch meilenweit von chinesischen Verhältnisse entfernt, also bitte ein bißchen weniger linke Polemik bitte.
Die Art, wie hier Manche dumme Worthülsen benutzen, lässt einen nicht auf eine gut Diskussion hoffen.
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14.03.2006 17:47 Uhr von Troll-Collect
 
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@Proton: Wie viele Studien, die deine falschen Behauptungen widerlegen, brauchst du noch?
Aber Fakten haben dich noch nie beeindruckt.
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14.03.2006 17:55 Uhr von Cpt.Proton
 
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Wie wäre es mit einer, die nicht von der Gewerkschaft gesponsert wurde ?

Das du das Fakten nennst ist klar, denn du hast ja noch nie über deinen roten Tellerrand hinausgeblickt.

lol
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14.03.2006 18:07 Uhr von Troll-Collect
 
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Ach Proton: Auch wenn es Perlen vor die Säue werfen ist, weit du im nächsten Thread wieder nach Quellen schreist, die bereit zig mal gepostet wurden:

"Denn die Princeton-Professoren Alan Krueger und David Card hatten nachweisen können, dass selbst Erhöhungen des Mindestlohnes um 20 Prozent keinen Beschäftigungsverlust zur Folge hatte. "
http://www.zeit.de/...

"Leider können die Tarifparteien dieses Problem nicht mehr allein lösen. Deshalb müssen wir eine untere Grenze einziehen. Mindestlöhne sind im Moment unvermeidlich."
http://www.berlinonline.de/...

"Ein Gegenbeispiel ist Großbritannien, das Mindestlöhne Ende der neunziger Jahre eingeführt hat. Hier stieg die Beschäftigung seither deutlich; gleichzeitig fielen die Tarifabschlüsse höher aus als in Deutschland. In Frankreich setzt die Regierung seit über 40 Jahren einen Mindestlohn fest, dem alle Arbeitgeber unterliegen."
http://www.zeit.de/...

Viele deutsche Ökonomen glauben, ein Mindestlohn sei nutzlos und koste Arbeitsplätze. Beides ist falsch
http://www.zeit.de/...

"Im Jahr 1998 empfahl die OECD daher ihren Mitgliedstaaten ein "durchdachtes Paket ökonomischer Maßnahmen mit einem angemessen gesetzten Mindestlohn und Lohnzuschüssen". Vier Jahre zuvor hatte die Organisation noch geraten, Mindestlöhne abzuschaffen. In den Vereinigten Staaten stieg der Mindestlohn im Jahr 1999 auf Betreiben ausgerechnet der Republikaner um 20 Prozent auf 6,15 Dollar.

Die Abkehr vom alten Dogma begann 1994 mit einem Aufsatz im "American Economic Review" (AER), einer der angesehensten ökonomischen Fachzeitschriften der Welt. Zwei US-Ökonomen präsentierten dort eine empirische Studie mit dem erstaunlichen Ergebnis: Eine kräftige Erhöhung des Mindestlohns kann zu zusätzlichen Arbeitsplätzen führen."
http://www.handelsblatt.com/...

"... Gustav Horn vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung ist für einen Mindestlohn. Nur so lasse sich Armut verhindern.
Die Strategie, die Arbeitslosigkeit in Deutschland durch immer geringere Lohnkosten zu reduzieren, ist gescheitert. Dafür werden die Folgen dieser Strategie immer massiver spürbar. Die Armut in Deutschland nimmt zu, auch unter den Beschäftigten. Durch die ausbleibenden Einnahmen geraten die Sozialsysteme und die öffentlichen Haushalte immer mehr unter Druck.
Es ist daher an der Zeit, von einem Instrument Gebrauch zu machen, das in anderen Ländern Europas längst Realität ist: ein allgemeiner, gesetzlicher Mindestlohn. ... "
http://zeus.zeit.de/...

usw. usw. - übrigens alles aus Threads, in denen du dich ausgelassen hast. Soll ich deine Ignoranz als Ausdruck von Faktenresistenz deuten?
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14.03.2006 20:34 Uhr von Cpt.Proton
 
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Fakten: sehen anders aus.
Du schreibst hier nichts weiter als Meinungen, gegen die auch schon 1000-fach gegen-argumentiert wurde.

Aber eins will ich noch anmerken, weil ich dieses Thema schon so langsam satt habe, nachdem ich ausgerechnet ne Hausarbeit über das Thema geschrieben habe:

Was du und auch die Meisten in ihrer Argumentation außer 8 lassen, ist die Reichweite der Mindestlöhne.
So wird zum Beispiel gerne auf Großbritannien verwiesen oder andere Länder, besonders auch auf http://www.mindestlohn.de , ohne, aus Propagandazwecken natürlich, darauf einzugehen, daß diese Löhne nur auf einen geringen Teil, der Beschäftigten gilt.
In GB zum Beispiel, wenn mich nicht alles täuscht knapp 1,x%.
Ist klar, dass man dann erzählen kann, daß es keine großen Effekte auf den Arbeitsmarkt hatte. Was mich an deiner Art hier zu diskutieren richtig nervt ist daß du die Informationen wie ein Schaf konsumierst, anstatt deinen Kopf zu benutzen. Ich meine bei Azero ist es klar, der kanns nicht...

Wenn man deine Logik weiterspinnen würde, dann überleg mal, was ein Mindestlohn von 20€ erst für positive Effekte auf den Arbeitsmarkt hätte. Wenn dann noch jeder einen Firmenwagen bekäme, dann wäre der pos. Effekt für die Autobranche kaum zu überschätzen.

Die Logik passt einfach nicht. Arbeitsplätze entstehen nur dann, wenn er der Firma mehr bringt, als er kostet. Wird der Preis hochgesetzt, dann fliegt er raus. Dann kann er sich freuen, daß er von einem working poor zu einem not-working-and-poorer geworden ist.

Die ständigen Verweise auf andere Länder sind nicht solide, denn die Vergleiche sind empirisch fast unmöglich.
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14.03.2006 20:43 Uhr von pulverschmid
 
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@Troll-Collect: Nicht aufregen, da tönt doch nur der selbsternannte Cpt. aller Colporteure. "Das Blöken verstummt im Walde!", einfach weil das Echo ausbleibt.
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15.03.2006 09:10 Uhr von «azero»
 
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Weiter spinnen?: *lol, Cpt.Proton, das Gegenteil solltest du machen. Dann würde es mit dem Realismus auch besser klappen.

> Die Art, wie hier Manche dumme Worthülsen
> benutzen, lässt einen nicht auf eine gut
> Diskussion hoffen.

Ach was?! Definiere "dumme Worthülse".

> Ein Mindestlohn betoniert weiter unseren
> unflexiblen Arbeitsmarkt, ...

Oha. Dann sind die anderen 27 Staaten in Europa, genau genommen - mit einer Ausnahme - alle führenden Industriestaaten, also alle dumm und unflexibel? Und nur du kennst die Lösung, das Allheilmittel?

> ... es gibt bessere arbeitsmarkttechnische
> Instrumente, die mehr Beschäftigung bewirken,
> die Löhne steigen lassen und trotzdem
> Marktpreise zulassen.

Zu dumm, dass weder CDU, noch CSU, FDP oder SPD diese in den vergangenen 30 Jahren entdeckt haben. Immerhin fallen die Realeinkommen seit 30 Jahren rapide. Seit 15 Jahren sind sie - auch gemessen an den Staaten, die an der gleichen, "globalen", Wirtschaft teilnehmen - praktisch im freien Fall begriffen. Und die Arbeitslosigkeit wurde seit 30 Jahren "bekämpft". In den vergangenen 20 Jahren hat sich dieser "Kampf gegen die Arbeitslosigkeit" allerdings immer weiter zu einem "Kampf gegen die Arbeitslosen" gewandelt.

Aber sicher wirst du diese Vollidioten bald mit deiner Genialität erleuchten, nicht wahr?!

> Mindestlöhne vernichten die Arbeitsplätze,
> die weniger erwirtschaften, als den Mindestlohn.


Deine gelernte Formel wieder? Du weißt sie immer noch? Meinen Glückwunsch! Wenigstens etwas kannst du dir ja doch zumindest mehr als ein paar Tage merken. Schade nur, dass damit anscheinend dein Speicher schon gefüllt ist...

A propos: Über wie viele dieser von dir ausgewälten Arbeitsplätze gibt es eigentlich? Wie hoch ist der prozentuale Anteil am Gesamtvolumen?

> Fakten sehen anders aus.

Erleuchte mich, oh Faktengenie! Bring mal einen Fakt, damit ich erkennen kann, was ein "Fakt" ist. (Wäre dann zwar der erste - zumindest nach Definition des Dudens -, aber hey, jeder fängt mal an. ;))

> Du schreibst hier nichts weiter als
> Meinungen, gegen die auch schon
> 1000-fach gegen-argumentiert wurde.

Oha, jetzt wird´s interessant: Aus der Rubrik "Cpt.Proton erklärt uns die Welt" lesen Sie heute "Das sind Fakten".

Ein "Fakt" ist also genau jene Meinung, die du als Fakt anerkennst? Und er ist widerlegt, wenn man dagegen argumentiert hat? Wow, das muss eine lustige Welt sein, in der du da lebst, Cpt.Proton.

> ... ne Hausarbeit

YEAH! Endlich mal ein VWL-Experte im Forum. Eine ___HAUSARBEIT___ hat er geschrieben. Lasst uns nun demütig das Haupt neigen und diesem Experten zuhören...

> So wird zum Beispiel gerne
> auf Großbritannien verwiesen...

Genau. Dem schließe ich mich doch gleich mal an, und zitiere das linke Kampfblatt namens "Handelsblatt":

"Labour führte den »nationalen Mindestlohn« unter Wehgeschrei der Unternehmensverbände und der Tory-Opposition mit doppelter Zielrichtung ein: den Abbau sozialer Ungleichheit und der Beschränkung von Lohndumping. Der Mindestlohn ist unverzichtbarer Teil von Labours »make work pay«-Strategie.
...
Trotz »National Minimum Wage« (NMW) wurden seit 1999 mehr als zwei Millionen neue Jobs geschaffen – die Mehrheit im Niedriglohnbereich der Konsumdienstleister. Eine Studie der London School of Economics (LSE) folgerte 2004, dass der NMW die Schaffung von Arbeitsplätzen in marginalen Bereichen vielleicht verlangsamt habe, aber dann nur bei Firmen mit ohnehin »geringen Überlebenschancen«.
...
Laut Manning ist der Mindestlohn heute das »allgemein populärste und akzeptierteste Stück linker Labourpolitik«. Der Konsens geht durch das politische Spektrum. Auch Konservative und Unternehmerverbände akzeptieren den Mindestlohn heute im Prinzip – trotz des obligatorischen Streits über die richtige Höhe."
http://www.handelsblatt.com/...!200013,200051,1048244/grid_id/0/artpage/0/SH/0/depot/0/index.html

> In GB zum Beispiel, wenn mich nicht
> alles täuscht knapp 1,x%.

Naja, du wirst sicher Verständnis dafür haben, dass ich diese Aussage gern zementiert haben möchte, nicht wahr?! Für meinen Geschmack (ich erinnere hämisch an "BIP-Wachstum wird linear gemessen") täuschst du dich nämlich zu oft. Aber hey, du wirst sicher keine Schwierigkeiten haben, die Gesetze Großbritanniens zu widerlegen und als "Lüge" abzutun, oder?!

> Wenn man deine Logik weiterspinnen würde,
> dann überleg mal, was ein Mindestlohn von
> 20€ erst für positive Effekte auf den
> Arbeitsmarkt hätte.

Weiter spinnen? Wie wäre es, wenn du AUFHÖRTEST, zu spinnen, Cpt.Proton? DAS ist nämlich dein größtes Manko: Du spinnst zuviel weiter.
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15.03.2006 09:11 Uhr von «azero»
 
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Teil II: Warum hast du es eigentlich nicht noch absurder gemacht? Waren 1.000.000 Euro Mindestlohn dann sogar dir zu absurd? Oder wie soll ich das verstehen?! Die hätten noch viel positivere Auswirkungen auf den Binnenmarkt. Was glaubst du, wie der Absatz bei Porsche und Ferrari - und damit die Steuereinnahmen - steigen würden?! Herrje, wir würden uns praktisch reich kaufen: Je mehr wir konsumieren, desto mehr Geld haben wir...

Kein Wunder also, dass du wenigstens einen marginalen Anflug von Intelligenz beweist und deine eigene widersinnige These gleich ad absurdum führst.

> Die Logik passt einfach nicht.

"Mindestlohn", lieber Cpt.Proton, ist kein Ersatz für Tarife. Es ist ein kleinster gemeinsamer Nenner, der für ALLE gilt. So wie beispielsweise der Mietspiegel. Aber hey, den hältst du wahrscheinlich auch für falsch. Warte ... anderes Beispiel: Es ist vergleichbar mit einem "empfohlenen Verkaufspreis" des Herstellers.
Und in diesem Fall gibt der eigentliche Besitzer der Arbeitskraft, unser allseits be- und geliebter Staat, halt einfach einen Mindestverkaufspreis an. ... Das ist auch in der Wirtschaft absolut nicht unüblich. Wenigstens das solltest auch du schon wissen.


> Arbeitsplätze entstehen nur dann,
> wenn er der Firma mehr bringt, als er kostet.

... Cpt.Proton, du langweilst. Seit über einer Woche hast du nur EIN EINZIGES "Argument" (Grenzkosten <= Grenzertrag) gebracht.
Okay, das wiederholst du immer und immer wieder. Aber es langweilt trotzdem.


> ... working poor ...

Es ist - ich weiß, dass du das folgende sowieso nicht verstehst, rechnen ist bekanntlich nicht deine Stärke - sogar besser, wenn er arbeitslos ist, als wenn er eine Arbeit für jemand anderen macht, der seinerseits nicht am paritätischen Sozialgefüge partizipiert und sich statt dessen lieber als Geldsenke versteht. Das hat mit dem Geldfluss, also DER Kenngröße der Marktwirtschaft, zu tun.

> not-working-and-poorer

Ironischerweise hat sich derzeit ein Zwitter etabliert: Immer mehr Menschen arbeiten immer länger für immer weniger Kaufkraft. Jahrhundertelang war das Gegenteil das Ziel allen Strebens. Wir befinden uns also in einer Rückwärtsentwicklung.

Und warum?

Weil das Geld knapp wird? Lüge!
Noch nie war Deutschland so reich wie heute. Allerdings war das Geld - abgesehen vom tiefen Mittelalter - auch noch nie so einseitig verteilt: Die obersten 10.000 Familien in Deutschland besitzen 40% des gesamten Volksvermögens. Die restlichen 70 Millionen Menschen teilen sich 60%, wobei die untersten 15 Millionen Menschen über ganze 4% verfügen können.

Weil die Arbeit knapp wird? Richtig!
Das soll sie auch. Anderenfalls würden wir das Ziel der "Arbeitserleichterung" verfehlen.

Weil Konzepte fehlen? Richtig!
DAS ist das eigentliche Problem: Wir alle wissen, wo wir die Symptome finden --- nur die Ursachen zu benennen wagt keiner. Denn das geht an die essenziellen "Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär"-Fiktionen, die dieses System zu einem hervorragenden mentalen Gefängnis machen, in dem man nicht einmal Wärter bezahlen muss, denn die Gefangenen bewachen sich hier gegenseitig.

> Die ständigen Verweise auf andere Länder
> sind nicht solide, denn die Vergleiche
> sind empirisch fast unmöglich.

Lustig, dass ausgerechnet du das sagst.
Noch vor fünf Jahren gab es nur gelegentliche Blicke ins Ausland. Man suchte einen "eigenen" Weg.

Das fand man in konservativen Kreisen überhaupt nicht toll und begann, wahlweise Neuseeland, Österreich, Polen, Indien, USA, China, Finnland, Dänemark, Spanien und Portugal zu zitieren, um so "untermauern" zu können, wie gut die anderen das doch handhaben würden. Insbesondere ein Herr Merz ist mir da noch im Gedächtnis, der es schaffte, in einer einzigen Rede Vergleiche zu den USA (Managergehälter) und Polen (Arbeitnehmergehälter) zu ziehen. Wahlweise taten sich dann weitere Konservative mit anderen Vergleichen hervor.

Damals - genau genommen: bis heute früh - war es notwendig, sich mit anderen zu messen.

Nun kommt aber ein Cpt.Proton angewackelt und stammelt was von "nicht solide", also eine Glosse, die bereits vor vielen Jahren von ... tata ... der PDS gebracht wurde, die ihrerseits darauf hinwies, dass solche Vergleiche IMMER hinken und wenig bis gar nicht geeignet sind, 1:1-Kopien der Vorgehensweise zu erstellen. Damals rammte man die PDS dafür unangespitzt in den Boden; und also begannen die Linken, sich identisch zu verhalten. --- Jahre später zerrst du es wieder hervor?

Da stellt sich doch die Frage: Bist du ein Schläfer der PDS? So wie Sudel-Ede? Den haben die doch auch bezahlt. ... Oder sollte ich irren, weil du mich ideologisch so sehr verwirrst?!
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15.03.2006 12:53 Uhr von Cenor_de
 
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Mindestlohn? Na da treffen ja wieder alle Fronten aufeinander.

Fakt ist, daß man nichts weiss, b4 man es nicht versucht. Und wenn es nicht klappt wieder korrigiert.
Studien sind nix anderes als Wahrsagerei.
Sowohl von der einen als auch vn der anderen Seite.

Ich kann mir beides vorstellen, daß es klappt oder auch nicht.

Weil es gibt ja nur zwei Alternativen (wenn man zugrunde legt, daß man von seinem Lohn auch leben können soll)

a) Mindestlohn
b) Lohnsponsoring (ich sehe auch den Vorschlag von progressiven Lohnnebenkosten als solches)

Lohnsponsoring wir erhebliche Mitname-Effekte haben, bei der Wirtschaft.
Midestlöhne werden in einigen Dienstleistungsbranchen furchtbar zuschlagen.

Aber es besteht ja Handlungsbedarf, denn die Alternative ist Stütze mit Schwarzarbeit und das ist für die Allgemeinheit die teuerste Lösung.

Also würde ich denken einen Kombination ist sicherlich die beste Lösung.
Mindestlohn auf etwas niedrigerem Niveau als gefordert.
Progressive Lohnnebenkosten mit staatlichen Zusatzleistungen bei der Rente.
Und Kombilohn-Zuschüsse.

Denkbar wäre auch einen höheren Mindeslohn für befristete Arbeitsverhältnisse anzusetzen.

Aber hier geht sicher probieren über studieren, alles is t besser als akademisch zu diskutieren und dann nix zu tun, weil man unterschiedliche Gutachten hat.
So machen die das nämlich schon seit jahrzehnten und da wissen wir aus der prxis, und nicht der Theorie, daß das nicht funktioniert.

Das Ziel muss sein:

Wer 40 Stunden arbeitet, der muss angemessen wohnen und leben.

Und da bin ich mit OL mal ausnamsweise einer Meinung, ein Unternehmen, daß nicht wirtschaften kann und seinen Arbeitern gleichzeitig ein Gehalt zahlen, von dem man in Deutschland leben kann, das soll das doch bitte woanders machen.

Und da wird mir auch Proton wohl zustimmen, wenn mir jemand eine Geschäftsidee präsentieren würde, die auf der Anname beruht, er würde nebenher Sozialhilfe bekommen (Nix anderes is Kombinlon, Sozialhilfe für Unternehmer mit nem schlechten Konzept), den würd ich auslachen.

In jeder Konzeption muss man die Kosten realistisch kalkulieren, und wenn man dabei die Löhne für die Arbeiter unterhalb des Existenzminumums ansetzt, dann ist das Schwachsinn. Wenn die Chinesen und die Polen, das mit sich machen lassen, ist das ihr Problem.

Kombilohn ist Subvention. das kann man mal ne zeitlang machen um die Wirtschaft etwas zu puschen, aber das ist kein lang- und auch kein mittelfristiges Konzept.

Es wird also nicht ohne Mindestlohn gehen. Obwohl damit Risken verbunden sind.
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15.03.2006 20:58 Uhr von «azero»
 
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Huh? > Mindestlohn auf etwas niedrigerem Niveau als gefordert.

Gefordert ist ein Mindestlohn über ALG2 (wobei selbiges unterhalb des anerkannten Existenzminimums liegt). Das macht summa summarum etwa 1.000 Euro brutto. Oder eben etwa sieben Euronen. Alles darunter ist unausgegorener Humbug und wird nur - wie bei diesen "Reformen" üblich - Geld kosten anstatt zu nutzen.

Denn der __Nutzen__ eines Mindestlohnes ist der Kompromiss aus der Einhaltung des Rechts auf persönliche Entfaltung bei gleichzeitiger Wahrung wirtschaftlicher Fundamentalinteressen. Anders ausgedrückt: Eine Arbeit, die nicht einmal das Auskommen mit dem Einkommen sicherstellen kann, ist betriebswirtschaftlicher Humbug und ökonomischer Nonsens. Das hast du auch richtig zusammengefasst, Cenor_de. Allerdings ziehst du nicht die konsequenten Schlussfolgerungen.

> Das Ziel muss sein:
> Wer 40 Stunden arbeitet, der muss angemessen
> wohnen und leben.

Ich würde es anders definieren:
» Das Ziel muss sein:
» Wer nicht arbeitet, muss menschenwürdig leben können.
» Wer arbeitet, muss ein angemessenes Einkommen haben,
» das den Lebensstandard sichert, den man von einem der
» führenden und reichsten Industriestaaten erwarten könnte.

Immerhin reden wir nicht über eine Bananenrepublik, deren Wirtschaft mangels Kompetenzen oder finanzieller Mittel zusammenbricht. Wir reden über ein Land, in dem 4.000 Milliarden Euronen auf privaten Konten herumlungern. Wir reden über ein Land, das von ALLEN führenden Standort- und Bonitätsbewertern durch die Bank Höchstnoten erhält. Wir reden über ein Land, das seit dem späten Mittelalter als Hochlohn- und Qualitätsregion ebenso bekannt war, wie für seine Wissenschaften und Innovationen. Wir reden über ein Land, das nach zwei Weltkriegen, in denen es praktisch vollkommen ruiniert wurde, innerhalb von kaum 20 Jahren wieder zur Weltelite aufgestiegen ist. Wir reden über ein Land, das zum vierten Mal in Folge mit großem (und zunehmendem) Abstand Exportweltmeister geworden ist. Wir reden über ein Land, in dem es zur Normalität gehört, dass Ingenieure als Hausmeister (neudeutsch: facility manager) eingestellt werden; in dem also die Qualifizierung ein Maß erreicht hat, das schon fast jenseits von Gut und Böse ist.

Wir reden über ein Land, in dem sowohl schier endlose Mittel und Kapazitäten, als auch Gelegenheiten vorhanden sind.

... Es wird Zeit, sie zu nutzen!
Und da ist ein Mindestlohn, der ein eigenständiges Einkommen sichert, nicht nur aus sozialmoralischen Gründen notwendig, sondern auch, um dem Mittelstand wieder die Gelegenheit zu geben, zu Atem zu kommen und dem Staat die Chance zu geben, zu erkennen, dass nur sozialversicherungspflichtige Einkommen gute Einkommen sind.

Zu allem anderen, insbesondere zur Aussage

> Kombilohn ist Subvention. das kann man mal ne
> zeitlang machen um die Wirtschaft etwas zu
> puschen, aber das ist kein lang- und auch kein
> mittelfristiges Konzept.

FULL ACK.
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15.03.2006 22:28 Uhr von Cpt.Proton
 
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Doch doch: >>>Kombilohn ist Subvention. das kann man mal ne
> zeitlang machen um die Wirtschaft etwas zu
> puschen, aber das ist kein lang- und auch kein
> mittelfristiges Konzept.<<<

Doch ist es, denn Arbeitslosigkeit kommt den Staat noch teurer. Das ist kein langfristiges Konzept.
Kombilöhne lassen Marktpreise für den Faktor Arbeit zu, dh. es kommt zu keinen Marktverzerrungen und dennoch können auch die Geringproduktiven von ihrer Arbeit leben.
Mindestlöhne dagegen stellen einfach nur Hürden da, und die Leute, die diese nicht nehmen können bleiben auf der Strecke.

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