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Köln: Ehemalige Synagoge wird zur Gaskammer - ZdJ empört

Der international bekannte Künstler Santiago Sierra wird ab heute jeden Sonntag bis zum 30. April hochgiftige Autoabgase in die ehemalige Synagoge in Pulheim leiten. Besucher können mit einer Gasmaske geschützt den Raum betreten.

Diese gut besuchte Kunstaktion "gegen die Banalisierung der Erinnerung an den Holocaust" sieht der ZdJ jedoch als "Beleidigung der Opfer" an. Der ZdJ stellt die Frage, weshalb die Opfer und nicht die Täter des Holocaust auf diese Art provoziert werden.

Der gebürtige Spanier Sierra ist bekannt für solche provozierende Aktionen u. a. gegen Rassismus und Ausbeutung. Der Generalsekretär des ZdJ sieht die Gefahr, dass Nachahmer eine Kopie des KZ Auschwitz errichten könnten um es erlebbar zu machen.


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WebReporter: port
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Köln, Zentralrat der Juden, Synagoge
Quelle: www.netzeitung.de

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28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.03.2006 17:31 Uhr von Benares
 
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... was is nich alles kunst: aber mal ernsthaft, sowas is echt ne farce.
aber es is ja auch kunst, tierkadaver in müllbergen in museen auszustellen, weil kunst ja in erster linie provozieren soll...
wenn man keine ideen hat, bzw. keine, die nicht weit über die richtlinien jeglicher westlicher normen gehen, sollte man das künstlerdasein sein lassen und stattdessen kammerjäger werden, wenn man denn gerne mit gas arbeitet.
was der ZdJ da von sich gibt, von wegen "täter provozieren, nicht die opfer" is auch ein wenig bösartig ... wen will man denn da dem gas aussetzen??? alle die 70 oder jünger sind, scheiden schon mal aus, weil die mit den nazis nix zu tun ham ... und der rest, hmm, ich weiß ja nich, sollte man die aus rache fühlen lassen, wie es is, vergast zu werden???
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12.03.2006 18:05 Uhr von rheih
 
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Kunst: Kunst hört da auf, wo der gute Geschmack unterschritten wird....
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12.03.2006 18:05 Uhr von fanatiker
 
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*lol*: Also ganz ehrlich bei der News konnte ich mir ein grinsen einfach nicht verkneifen, das ist einfach zu sarkastisch. Klingt wie ein schlechter Judenwitz! Schon alleine die Überschrift: Synagoge wird zur Gaskammer...
Da denkt der böse Verstand gleich. Prima, Transportkosten gespart.
Also nee, was heutzutage alles als Kunst gilt...
Das war ja wohl ein totaler Griff ins Klo.
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12.03.2006 18:19 Uhr von pulverschmid
 
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Verhöhnung oder doch "Kunst"? Zum einen geben wir ziemlich viel Geld für monumentale Quadersteine in kunstvoll geometrischen Anordnungen aus, die über jegliche Kritik erhaben zu sein haben.
Andererseits läßt man einen Ausländer mitten in Deutschland zumindest geschmacksfragliche Vergasungsaktionen zelebrieren, die ihre Unangreifbarkeit absolut nur aus einem fragwürdigen Kunstbegriff herleiten.
Mein Gott, ich hätte mir solcher Art Kunst wohl nicht erlauben dürfen, obwohl ich das Geld dafür mindestens ebenso dringend brauchen würde.
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12.03.2006 18:29 Uhr von Gregsen
 
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kunst ist was der künstler als kunst definiert und andere darüber streiten lässt ob es kunst ist... so definierts zumindest die rechtsprechung.

Ich persönlich sehe das aber nicht so. Das ist einfachste provokation ohne eine Aussage. Gerade in eine synagoge autoabgase zu leiten ist billigste polemik. Der künstler verfolgt damit auch kein höherwertiges ziel, er will einfach nur provozieren und das ist ihm hier gelungen.
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12.03.2006 19:39 Uhr von kathleenchristine
 
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rheih: Kunst
Kunst hört da auf, wo der gute Geschmack unterschritten wird....rheih
----------- Stimmt und damit ist alles gesagt.
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12.03.2006 19:39 Uhr von prinzdenmark
 
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Kunst ist in einem rundem raum in die ecke zu spucken.... =)
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12.03.2006 22:40 Uhr von aumirake
 
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Cool was Menschen so Kunst nennen ich hab ja schon einigen Schrott gesehen aber das so was wie das mit der Synagoge als Kunst gilt haette ich nicht gedacht.Bin ja mal echt gespannt was in Zukunft noch so auftaucht.
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12.03.2006 23:07 Uhr von ottokar VI
 
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@ Rheih und kathleenchristine: und was guter Geschmack ist, bestimm Ihr beide zusammen, stimmts?
Dann als nächstes auch gleich, welche Meinung die richtige ist, und welche man besser nicht vertreten darf.

Man Man Man, habt Ihr denn garnix gelern aus der Nazizeit???
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12.03.2006 23:37 Uhr von kooya
 
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kunst, kunst, kunst da kann man ja auch gleich in nem sushi restaurant stuendlich kleine atomboembchen zuenden, und die besucher koennen dann in den entsprechenden schutzanzuegen und mit geigerzaehler da rein -.-
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12.03.2006 23:58 Uhr von Der Erleuchter
 
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Es ist vor allem ne Kunst den Gestank wieder aus den Klamotten zu bekommen und aus der Synagoge.

Na wenn dann noch ne Gasmaske undicht ist - viel Spaß! Oder es stürzt jemand im Nebel, denn unsichtbar ist Abgas bestimmt nicht wenn es so hoch konzentriert ist...

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13.03.2006 00:44 Uhr von kathleenchristine
 
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ottokar VI: vielleicht gerade deswegen? Sehr weit hast du auch nicht gedacht, nicht mal von 12 bis Mittag. Enträtsel es doch einfach selbst, falls es geht.
In zwei Sätzen sich selbst permanent zu widersprechen, dazu gehört auch einges.
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13.03.2006 04:00 Uhr von joe_user
 
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Provokation gerechtfertigt: Gibt es nicht sowas, wie eine Kopplung des Künstlereinkommens mit dem öffentlichen Interesse und der Überzeugunskraft hinsichtlich Geldgebern? Wenn ja, scheint Herr Sierra ja nicht wiklich viele Probleme zu haben, oder? Wenn seine Kunstaktion wirklich eine "gut besuchte" war.

Das Problem, das die ältere Generation scheinbar mit derartigen Provokationen hat, ist das sie den Umgang der Jüngeren mit dem dritten Reich und dem Holocaust nicht ertragen kann. Es ist imho wesentlich besser, A.H. als Witzfigur und rechtes Gedankengut als absurd zu sehen, und/oder sich mit rechten Ideen kritisch auseinander zu setzen, als *andauernd* diese Oh-wie-unglaublich-kannst-du-dir-gar-nicht-vorstellen-
schrecklich-Predigten zu hören zu kriegen und irgendwann dagegen abzustumpfen, da a) unsere Zeit genügend Schrecken bereithält die sich rein zahlenmäßig nicht mit dem Holocaust vergleichen lassen, nichtsdestotrotz aber menschlichem Handeln bedürfen und b) Die Bezeichnung als "N.azi" sowie 3.Reich-Vergleiche fast überall, auch in der Politik inflationär gebraucht werden.Ich war zum Beispiel in Berlin und habe weder auf dem Stolenfeld, noch in dem Museum irgendwas *erlebt*. Desweiteren verstehe ich nun die meisten "Respektlosigkeiten" jüngerer Mitbürger gegenüber einigen (wohlgemerkt relativ teuren) Betonklötzen. Es ist einfach nicht mehr real. Geschichte eben.
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13.03.2006 06:12 Uhr von Deniz1008
 
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lol* übertreiben zu bezeichnen ist ja wirklich untertrieben.

echt!

lol*

mfg

deniz1008
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13.03.2006 08:08 Uhr von Bjoern68
 
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Pech für die Juden: Beleidigung ? Warum , die Kriegszeit ist vorbei. Das wollen die Juden aber nicht einsehen. Was haben wir damit noch zu tun ? Nichts !!!
Traurig was damals passiert ist, ist aber langer her und gut ist !
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13.03.2006 10:18 Uhr von fanatiker
 
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Nachtrag: Hier ist noch ein guter Kommentar zu dieser News (wie ich finde), ich denke damit ist auch alles gesagt:
http://www.rundschau-online.de/...
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13.03.2006 10:56 Uhr von ari99
 
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Ziel erreicht ? Er wollte gegen die banalisierung ankämpfen - und hat zumindest teilweise sein Ziel erreicht.
Es wird darüber diskutiert, darüber nachgedacht.
Skurril ist es schon - aber es kommt auf den Rahmen - also die Aufmachung an.

Wieviel Prozent der BRD leben in Häuser die Juden enteignet und nie wieder zurückgegeben wurden ?

Wieviel Firmen haben Ihre Existenz jüdischen Zwangsarbeitern zu verdanken ?

Sicher wird es in der BRD keine Judenverfolgung mehr geben - aber dafür Hartz IV mit ca. 10 Millionen betroffenen !!!

Dazugelernt ?
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13.03.2006 12:22 Uhr von guenter jablonowski
 
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@gaskammer: das anliegen ist einfach respektlos und würdelos.
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13.03.2006 13:17 Uhr von summertime
 
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Kunst: fängt da an, wo man geehrt wird für etwas kleines unbedeutendes was man geschaffen hat ... mit einem Skandal schafft das ja jeder. Diese Skandal-Dinger sind einfach nur lächerlich ...
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13.03.2006 14:30 Uhr von Elementarion
 
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Kommentar: Wieso wird hier eigentlich was reingeschrieben was nicht richtig wichtig ist, z.B. wurde vor längerer Zeit nen Typ bei uns von ner Bahn überrollt und steht hier irgendwas? Nö
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13.03.2006 14:57 Uhr von joe_user
 
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@fanatiker & Nichttrolle: [Hier ist noch ein guter Kommentar zu dieser News (wie ich finde), ich denke damit ist auch alles gesagt:
http://www.rundschau-online.de/]
Die Quelle sagt aus, dass es für den Besucher darum geht, das Grauen der damals vergasten Juden nachzuempfinden, das ist jedoch Unsinn. Die Synagoge hat Symbolcharakter,es ist keineswegs ein Fun-Erlebniss oder in irgendeiner Form authentisch, das will der Sierra auch gar nicht behaupten.
(Diese ´Interpretation´ beruht auf der historischen Tatsache, dass die Mehrheit der Juden nicht in Synagogen vergast wurde und ein wenig elementarem Kunstverständniss.)

Ich fühle mich nicht im geringsten schuldig für damals.Ich war noch nicht geboren. Ich werde mir weder eine Schuld einreden lassen, noch werde ich durch ein ´unvorstellbares Grauen´ multipliziert mit 6Millionen meine Sicht der Welt so relativieren, dass alles heutige nicht so schlimm ist.
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13.03.2006 19:30 Uhr von maki
 
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Kunst kommt von Können.
Und nicht von Wollen.
Sonst hiesse es nicht Kunst, sondern Wunst.
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13.03.2006 19:31 Uhr von DerPepe
 
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mmhh: wozu ist der eigentlich da?
weiss bisher nur, das se mal nen kokser als vorsitzenden hatten, und bei alles was mehr oder weniger leicht ne anspielung auf den zweiten weltkrieg sein könnte, sie uns versuchen als das alte nazideutschland wieder brandzumarken.

nu bekommen se für millionen von euros ihre bauklötze in berlin hingebaut und sollen endlich ruhe geben.

haben die russen eigentlich auch nen mahnmal gebaut, für all die juden die sie hingerichtet haben?
oder für all die deutschen "kriegsgefangenen" die se hingerichtet haben.
oder die amies, für die aktion im vietnam, oder die engländer für die aktionen in schottland und ireland?


ist doch alles schwachsinn, jedes land hat scheisse gebaut, und uns hält man das als einzigen noch ewigkeiten danach vor.

greetz pepe
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13.03.2006 21:13 Uhr von Shila
 
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Projekt gestoppt: So wie ich heute mitbekommen habe, ist das Projekt anscheinend gestoppt worden.
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14.03.2006 00:04 Uhr von denksport
 
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schön dass es gestoppt wurde: Noch nie war mir der ZdJ so sympathisch, wie dadurch dass ein Stopp ereicht worden ist. Mir als Deutscher ging diese künstlerische Konfrontation ebenfalls auf die Nerven. Es ist Geschichte, und die Opfer leben noch. So wie auch die unbeteiligten Nachkommen. Anders als im Karikaturenstreit ist die Kränkung der Opfer doch abzusehen gewesen. Und schließlich handelt es sich immerhin um ein religiöses Geäude.... tss, wer über die Genehmigung von sowas entscheiden kann, sollte besser ein kluger Mensch sein.

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