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Neue Ladenöffnungszeiten: Nur das Saarland will nichts ändern

Geschäfte sind bisher nur zwischen 06:00 und 20:00 Uhr geöffnet, Sonn- und Feiertage ausgenommen. Die Föderalismusreform soll dies ändern: Dann soll der Handel entscheiden, wann eingekauft werden kann.

Das Magazin "Focus" startete bereits eine Umfrage unter den Bundesländern zu diesem Thema. Ergebnis: Elf der 16 Länder haben ihre Entscheidung schon getroffen. Das Saarland ist als einziges Land gegen eine Änderung des Bundesladenschutzgesetzes.

Zehn Bundesländer sprechen sich für sehr viel flexiblere Öffnungszeiten aus, werktags vielleicht sogar 24 Stunden am Tag. Die Sonntage sollen als Ruhetag erhalten bleiben - nur Mecklenburg-Vorpommern will für Kurorte eine Ausnahme machen.


WebReporter: black cybercat
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Laden, Saarland
Quelle: www.rp-online.de

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43 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.03.2006 17:22 Uhr von Deniz1008
 
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Endlich mal ein guter Ansatz ab und zu denken die politiker wirklich zu gegebener zeit.... lol*

mfg

Deniz1008
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12.03.2006 17:49 Uhr von Parramatta
 
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lange überfällig: Vor der Tür eines Shopping Centers hatte ich ´mal eine Fahrzeugpanne, an einem Sonntagmorgen um 11:00 Uhr. Bei K-Mart eine neue Batterie gekauft, und der Sonntagsausflug war gerettet, zumal Discounter sehr viel preiswerter sind als Tankstellen. Dto. Baumärkte: Die wären hierzulande sonntagmorgens voll, wobei der/die Hausherr/Hausfrau eine kleine Raparatur noch am gleichen Tag vornehmen könnte, weil am Vorabend etwas defekt ging.

Ein Anfang ist gemacht. Eine gute Nachricht!
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12.03.2006 18:03 Uhr von rheih
 
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24 Stunden rund um die Uhr? Wer muss schon mitten in der Nacht noch dringend was einkaufen???
Und wenn gibt es doch heute schon Tankstellen, wo man 24 Stunden lang fast alles bekommt, was man so braucht...

Wer will sich als Verkäufer die Nächte um die Ohren schlagen?

Durch solche Öffnungszeiten werden sich die Umsätze nicht erhöhen, sondern nur verschieben!

Zwischen 18 und 20 Uhr sind doch jetzt schon kaum noch Leute in den Geschäften...
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12.03.2006 18:20 Uhr von johagle
 
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Deniz1008: <<<<...ab und zu denken die politiker wirklich zu gegebener zeit.... lol*>>>>

Welche Politiker lässt du denn für dich denken? Die, die das Ladenöffnungsgesetz fallen lassen oder die, die sich dagegen wehren? Aber egal… hast dus schon mal mit selbst denken versucht? Dann würdest du darauf kommen was das Gesetz bewirkt!

Eine eingeschränkte Ladenöffnungszeit schützt kleine Ladenbesitzer und macht sie Konkurrenzfähig gegen die Haie der Branche! Aber was geht’s uns an? Sollen sie doch schauen wo sie bleiben! Darum unterstützen wir die Politiker die dieses völlig unnötige Gesetz für ihre Geldgeben (die Grossindustrie) streicht und regen uns dann bei gegebener Zeit darüber auf wenn wir im Baumarkt eine Stunde auf den Verkäufer warten. Kurzum… dieses Gesetz zu streichen ist ein weiterer Schritt in Richtung „Geld von unten nach oben“ zu verteilen!

Wer hat schon genug Geld zu den bereits gegebenen Zeiten zu kaufen? Ach was … öffnen wir die Läden doppelt so lange, steigt der Umsatz auf das doppelte… so die Logik unserer unfähigen Politiker! Aber diese Politiker verteilen auch 750 000 Arbeitslose auf 150 000 offene Stellen, im Land der Pisa-Opfer!

So… und jetzt setz dich mal hin und verwende dein eigenes Gehirn!
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12.03.2006 18:44 Uhr von Parramatta
 
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Gewerkschaften sind das Übel: Was diesem Land fehlt, ist eine Eiserne Lady, eine deutsche Margaret Thatcher!

Was spricht dagegen, ein Teil der 5 Millionen deutschen Arbeitslosen eine Chance zu geben, nachts hinter einer Ladentheke zu arbeiten? Doch nur die für heutige Verhältnisse unverschämten Forderungen der Gewerkschaften. Sie sind das wahre wirtschaftliche Dilemma in diesem Land. Leider traut sich (noch!) keiner an sie heran.
Wenn es möglich ist 1-Euro-Kräfte tagsüber für einen zusätzlichen Hungerlohn zwangsweise zur Arbeit zu schicken, dann wird es doch wohl möglich sein, nachts einen Nebenverdienst im Lohnsegment von z.B. 5€/h zuzulassen? Und zwar ohne der Agentur für Arbeit, sprich dem Steuerzahler, zusätzlich auf der Tasche zu liegen. Und hier ist die Milchmädchenrechnung dazu: Tagesverdienst: 5€ x 8h = 40€ x 22d = Monatsverdienst 880€. Und das selbstverständliche ohne steuerliche Abzüge. Wobei ein lediger Arbeitsloser ca. 650€ für seinen Lebensunterhalt vom AA bekommt und per 1-Euro-Job noch 160€ dazu verdienen darf. Und das Ganze für eine 30h-Woche. Ja, wollen wir Reformen, oder wollen wir in Lethargie verharrend darauf warten, dass Bananenrepubliken uns wirtschaftlich an die Wand fahren?!
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12.03.2006 18:57 Uhr von bigpapa
 
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DAFÜR: den nur wer Geld verdient , kann Geld ausgeben, und wer Geld ausgibt hilft den Umsatz (besonders von Artikel die NICHT lebensnotwendig sind) zu steigern.

Und wo kauf ich diese Artikel ? Im Geschäft.

Wieso verdient der Internethandel ein Vermögen mit riesigen Zuwachsraten. Weil die Leute abends um 23:00 z.b. ihren Video-Recorder kaufen.

Ich denke eh der Markt reguliert sich selbst und der Gesetzgeber muss da nicht zuviel regulieren.

Und ja ich denke an die ach so armen Verkäufer. Nur bei 24 Std. Öffnungszeiten müsse die jetzigen nicht 1 Min. länger arbeiten, aber vielleicht die X-100td. die arbeitslos sind, haben wieder Arbeit.

Gruß

BIGPAPA
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12.03.2006 18:57 Uhr von stellung69
 
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6-24 uhr reicht auch: Wie Rheih schon schrieb: warum soll man denn nachts einkaufen können? Nachher gibt es wieder welche die sich beschweren, nachts arbeiten zu müssen....
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12.03.2006 19:02 Uhr von HolyLord99
 
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"Nachher gibt es wieder welche die sich beschweren, nachts arbeiten zu müssen...."

Im Moment gibts es wohl mehr Leute, die sich beschweren, dass sie gar nicht arbeiten dürfen. Die können doch dann nachts arbeiten.
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12.03.2006 19:11 Uhr von kathleenchristine
 
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Die: Ladenöffnungszeiten werden immer aus dem Hut gezaubert, wenn von etwas anderem abgelenkt werden soll, meistens bleibt dann doch alles wie es war, Und neue Arbeitsplätze? Weiterträumen..die Unkosten werden dadurch höher und die Zeiten in denen eingekauft wird verschieben sich eventuell, Mehreinnahmen gibts dadurch nicht.
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12.03.2006 19:13 Uhr von stellung69
 
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nachts arbeiten >>Im Moment gibts es wohl mehr Leute, die sich beschweren, dass sie gar nicht arbeiten dürfen. Die können doch dann nachts arbeiten.<<

Das Problem wird aber sein, daß nicht mehr Personal eingestellt werden wird, sondern daß das vorhandene Personal anders eingeteilt wird. Bei der Ausdehnung der Ladenschlußzeit von 18:30 auf 20 Uhr ist ja auch nicht mehr Personal eingestellt worden.
Im Klartext heißt das: Umsatz und Zahl der Arbeitsplätze bleibt gleich; es hat nur der Laden länger auf.......
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12.03.2006 19:15 Uhr von johagle
 
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bigpapa: <<<<Ich denke eh der Markt reguliert sich selbst und der Gesetzgeber muss da nicht zuviel regulieren.>>>>

Klar … darum haben wir keine Tante-Emma Läden mehr, sondern Aldi, Norma und Lidl und 5 Mill Arbeitslose. Denn Haie gewinnen immer! Warum nicht alle Gesetze abschaffen und dem Faustrecht der Stärkeren alles regulieren lassen? Warum „nur“ die Märkte?

<<<<Und ja ich denke an die ach so armen Verkäufer. >>>>

Musst du nicht. Denk lieber an die armen Kunden die stundenlang auf einen Verkäufer und eine Beratung warten! Oder bist du wirklich so naiv zu glauben man würde mehr Verkäufer einstellen? Von wessen Geld? Wie schon erwähnt droht der Internethandel und der wirtschaftet völlig ohne Beratung und Verkäufer, und somit zu einem Bruchteil der Kosten … und das ist der wahre Grund warum der Internethandel boomt! Nicht die Öffnungszeiten!

Wollen wir diese Welt?
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12.03.2006 19:24 Uhr von pulverschmid
 
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Nicht ein einziger Teuro mehr mit langer Öffnung! Es gibt keinen noch größeren ökonomischen Unsinn, als von einer Verlängerung von Ladenöffnung irgendeine Belebung der Wirtschaft zu erwarten. Logisch, denn auch den nächtlichen Teuro kann man ebenfalls nur ein einziges Mal ausgeben. Die Frage ist doch nur wann, wo und bei wem. Nichts anderes. So werden die Großen Ketten schon etwas gewinnen, indem sie es anderen Kleineren wegnehmen. Die Konsumtion bleibt insgesamt jedoch genau die Gleiche.
Da wird nur jeglicher Bequemlichkeit Vorschub geleistet, indem der Normal-Trottel dann auch den Tag verschlafen kann und Nachts um 2 Uhr einkaufen. Ob das Verhältnis die Unverhältnismäßigkeit von noch immer mehr Ausbeutung der im Handel Tätigen rechtfertigt, bezweifle ich schlicht. Da werden nicht mehr Leute eingestellt, weil dann ja jeglicher klägliche Effekt für die Händler vollends verpuffen würde. Aber auch heute ist uns schon klar, daß die Lügereien der Demagogen und der Globalisieurungstreibenden nicht verstummen werden und wir Opfer immer noch größerer Verdummungen werden. Es sei denn, wir wehren uns und bewahren uns unseren Verstand.
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12.03.2006 19:24 Uhr von carry-
 
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alles blödsinn: warum mischt sich da der staat ein. wenn ein geschäft meint es muss 24h am tag offen haben, sollen sie doch. wenn sie merken, dass mitten in der nacht keiner einkauft, werden sie ihre öffnungszeiten überdenken.
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12.03.2006 19:28 Uhr von Teppichratte
 
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Ich meine einfach, es sollte jedem freigestellt werden, als meine Kunden mitbekommen haben, dass Werkstatt und Wohnung eins waren, hab ich die besten Geschäfte zwischen 18 und 24 Uhr gemacht.
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12.03.2006 19:37 Uhr von prinzdenmark
 
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@johagle: evt solltest DU dein hirn benutzen...

nenn mir einen politiker oder geschäftsmann,der so denkt wie du es schreibst......eben keiner ....
weil die wohl kaum politikeroder geschäftsmänner wären wenn die so kurzsichtig stupide denken würden...

also bevor du anderen mensch anprangerst ,man solle doch sein hirn benutzen.....benutz es doch mal bitte selber..
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12.03.2006 19:43 Uhr von press2006
 
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Absolut dafür: Ich bin dafür, dass die Geschäfte 24h am Tag und 7 Tage die Woche geöffnet haben. Wer schon einmal in den USA war, wird diesen Luxus nicht missen wollen. Es wird Zeit, dass es endlich auch in Deutschland eingeführt wird.
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12.03.2006 19:44 Uhr von nfrisch
 
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Habe einmal um 1 Uhr im Wal-Mart eingekauft: In Florida, open 24hours.
Um diese Uhrzeit war das Personal damit beschäftigt, die Regale wieder aufzufüllen. Alles stand voll mit Paletten, man konnte kaum umherlaufen. Fast keine Kunden. Kasse war nur eine besetzt. Der Refundschalter steht nicht zur Verfügung, wird erst am Morgen besetzt.

Das ganze hat auf mich so gewirkt, dass man die Nacht eh benötigt, um alles wieder herzurichten. Warum dann also nicht gleich die Türen offen lassen. Wenn ein Kunde weiss, dass ein Laden immer offen hat, überlegt er nicht lange und entscheidet sich für diesen, bevor er zu einem anderen geht, welcher eventuell schon geschlossen hat.
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12.03.2006 20:05 Uhr von ncsnews
 
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ihr seit hohl in der birne!!! ich arbeite bei karstadt mö in hamburg
als die alten ö-zeiten noch waren (10 - 18.30uhr)
waren wir noch 131 mitarbeiter. dann kamm 8 - 20uhr jetzt sind wir nur noch 84 mitarbeiter. der betriebsrat sagte wenn die ö-zeiten noch länger wersen müssen wohl noch ein paar leute gehen um personalkosten für längere öffnungzeiten auszugleichen also nix mit arbeitsplätze.
über der fussball wm zeit haben wir übrigens täglich bis 22uhr geöffnet und es werden keine !!! zusätzlichen aushilfen eingestellt.
ich habe übrigen nur ein tag in der woche frei
sonst darf ich täglich von 8-20uhr im laden stehen.
ich freue mich schon auf dei wm :-(

in diesem sinne..............
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12.03.2006 20:34 Uhr von johagle
 
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prinzdenmark: <<<<nenn mir einen politiker oder geschäftsmann,der so denkt wie du es schreibst......eben keiner ....>>>>

Auf diesen Unsinn hat ja ncsnews schon ausreichend geantwortet.

Übrigens… ich war lange genug Selbstständig und die Ausweitung der Arbeitszeiten haben mir und 99% meiner damaligen Kollegen den Todesstoss versetzt! Oder möchtest du 7 Tage die Woche 14 Stunden arbeiten und das ohne Urlaub? Dann mach doch! Ansonsten wären Argumente manchmal hilfreich aber die hast du ganz offensichtlich nicht! Mehr muss man dazu nicht sagen. Sabbere einfach weiter die Lügen deiner Politiker nach.
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12.03.2006 20:51 Uhr von vst
 
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prinzdenmark: >weil die wohl kaum politikeroder geschäftsmänner wären wenn die so kurzsichtig stupide denken würden...<
da muss ich jetzt mal kurz grinsen.
niemand denkt so kurzsichtig wie politiker.

von einer wahl zur andern.
das wäre ein langer zeitraum.
normalerweise hält die meinung eines politikers bis der wind sich dreht. und dann hängt man sein fähnchen eben in den wind der aus einer anderen richtung weht.
wie barthle

kennst du norbert barthle? nein? cdu-politiker. bundestagswahl 2005. er war einer der politiker die sich mit klinsmann photographieren ließen um dieses photo im wahlkampf zu verwenden. barthle der hoffnungsträger unter den politikern mit klinsmann dem hoffnungsträger im fußball.
vor einer woche hat diesr barthle verlangt, dass diese flasche klinsmann sich vor dem sportausschuss des bundestages verantworten muss.

ein halbes jahr und eine drehung um 180 grad.
bravo

und geschäftsleute denken genauso kurzfristig.
wenn das geschäft nicht läuft entlässt man angestellte.
kaum einer denkt weiter. und es rächt sich jetzt schon. es findet aber kein umdenken statt.
weder in der politik noch in der wirtschaft.
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12.03.2006 21:48 Uhr von Mr.Gato
 
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@@@rheih, st.69, nfrisch usw, Dann schaut ma über den grossen Teich Richtung USA. Da klappt das mit den Öffnungszeiten perfekt. Und denen gehts wirtschaftlich immer noch gut.

@nfrisch: Bei meinem Wal-Mart Besuch in Texas um etwa 3Uhr in der Nacht war der Laden eigentlich recht voll. War zwar net ganz so voll, aber ansonsten sahs aus wie 3Uhr Mittags.

@Parramata: Jup, denk ich auch, daß die Gewerkschaften ein Prob sind in D.

@carry: Eben! Ich bin überzeugt - sollte das Heilige Ladenschlussgesetz tatsächlich ma fallen - daß nur ein Bruchteil aller Geschafte auch 24h offen bleibt. Z.B. Wal-Marts in grösseren Städten und sowas. Viel mehr auber auch net.
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12.03.2006 22:22 Uhr von detterbeck
 
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sinn dieser diskussion? manche behaupten immer, hier würde den läden aufgezwungen werden, länger aufzumachen. hier geht es lediglich darum, ein mehr als überflüssiges verbot zu streichen, nicht mehr und nicht weniger!
ich halte es für mehr als sinnvoll, etwaige sperrzeiten wie ladenschluss abzuschaffen und jedem laden selbst die entscheidung zu überlassen, wann offen ist und wann nicht. aber es ist ja nix neues, dass hier bei ssn die denker-elite am werk ist ;)
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12.03.2006 23:59 Uhr von HendrikFolkerts
 
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Wenn ein Geschäftsinhaber es mit seinen Mitarbeitern arrangieren kann, warum sollte er dann nicht 24 Std. auf haben. Ist doch seine Sache. Warum mischt sich der Staat da ein?
Und wenn die großen es mit Ihren Gewerkschaften vereinbaren können, dann sollen sie doch?
Warum gibt es denn an einer Tankstelle (völlig überteuert) alles Mögliche rund um die Uhr zu kaufen????

WEIL EIN BEDARF BESTEHT!!!
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13.03.2006 00:48 Uhr von «azero»
 
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Warum der Staat sich da einmischt,willst du wisse: HendrikFolkerts?

Ganz einfach: Weil wir ein Grundgesetz haben, das (noch) allen Unternehme(r)n die gleichen Chancen bieten soll.

Es geht nicht um die Supermärkte. Es geht um die zehntausenden von "Tante-Emma-Läden", die es sich definitiv nicht leisten können, noch einen "Nacht-Angestellten" einzustellen. Egal ob er 880 oder 2000 Euro kostet. Die meisten dieser Läden dämmern schon seit Jahren am Existenzminimum herum. Immer weniger Leute sind bereit (und in der Lage), die etwas höheren Preise dieser Läden zu bezahlen. Wenn jetzt noch der Schock ausgeweiteter Konkurrenz kommt, werden zehntausende endgültig die Türen abschließen.

Die paar tausend, die auf diese Art einen Nebenjob als Teilzeitkraft finden, belasten ihrerseits hingegen die Sozialkassen noch mehr: Sie gehen arbeiten und zahlen dafür gar keine oder sehr wenig Steuern. Das Resultat sind - zwangsläufig - zusätzliche Belastungen der Sozialkassen. Und daraus folgend weitere Kürzungen der Sozialleistungen.

> Warum gibt es denn an einer Tankstelle (völlig überteuert)
> alles Mögliche rund um die Uhr zu kaufen????
> WEIL EIN BEDARF BESTEHT!!!

*lol, guter Einwurf. Du weißt, dass die Tankstellenpächter den größten Teil ihres Einkommens aus diesen "Nebenprodukten" ziehen? Du kannst selbständig denken? Wenn ja, verrate mir doch mal, was du machen würdest, wenn dir 80-85% deines Einkommens über Nacht wegbrechen. Nun? Weißt du es? Oder reicht´s dafür nicht?

So wie den Tankstellenpächtern wird es vielen Klein- und Kleinstlädenbesitzern gehen. Nicht den Großen der Branchen. Die juckt es nicht, wenn sie für hunderte Quadratmeter Ladenfläche halt noch einen oder zwei Hilfkräfte einstellen. (Erfolgreich ist das Konzept der Schülerpraktikanten. Dann kann man die angestellten (Teilzeit-)Mitarbeiter einfach in die Spätschicht schieben, ohne auch nur einen einzigen Arbeitsplatz schaffen respektive zusätzliches Geld ausgeben zu müssen.)

Wer glaubt, diese Idee schaffe Arbeitsplätze, der zieht sich die Hose wahrscheinlich auch mit der Kneifzange an. Zehntausende Arbeitsplätze - SOZIALVERSICHERUNGSPFLICHTE EINKOMMEN - gehen verloren im Tausch für ein paar tausend steuerbefreite (respektive steuergeminderte) Geringverdiener-Einkommen, die von Steuergeldern - also dem Geld, das du artig Monat für Monat an den Staat zahlst - unterfüttert werden müssen, damit diese Menschen sich wenigstens ein Dach über dem Kopf und Brot auf dem Tisch leisten können.

> Wer schon einmal in den USA war,
> wird diesen Luxus nicht missen wollen.

Keine Frage, das ist eine Form des Luxus, wenn man auch nachts noch einkaufen kann. Wer wüsste das besser zu schätzen als ich? Immerhin neige ich latent dazu insbesondere am WoE das Einkaufen zu verpassen ... errr ... vergessen.
Dumm wird´s nur, wenn man anschaut, womit dieser "Luxus" bezahlt wird. Und dann tendiere ich doch eher dazu, die Köche in der Gaststätte meine Vergesslichkeit ausbaden zu lassen...
Denn bezahlt wird dieser Luxus mit dem Ausbau der Schicht der "working poor", liebe/r press2006. Leute, die so wenig verdienen, dass sie zwei, drei oder sogar vier Jobs haben, um wenigstens Telefon, Fernsehen, Wohnung, Strom und Essen bezahlen zu können.

Übrigens sind die USA ein ausgezeichnetes Beispiel für die Unsinnigkeit dieser Idee: Dort ist es absolut üblich, in 24/7-Läden 12-Stunden-Schichten zu arbeiten. Für einen Lohn, der kaum ausreicht, die Grundbedürfnisse nach Essen, Trinken und Schlafen zu befriedigen. "Mehr Arbeit" gibt es dadurch sehr wohl. "Mehr Arbeitsplätze" hingegen mitnichten.

» Die meisten Menschen würden lieber sterben als nachdenken.
» Genau genommen tun sie das auch.
[Bertrand Russell]
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13.03.2006 00:58 Uhr von kathleenchristine
 
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HendrikFolkerts: Und das werden sich die Tankstellen auch nicht so ohne weiteres wegnehmen lassen.... zudem ,es ist immer dieselbe Diskussion und es läuft immer wieder aufs selbe hinaus, geändert wird gar nichts.Von mir aus könnte jeder öffnen und schließen wie er lustig ist, nur wer dabei an ein mehr an Arbeitsplätzen denkt, falsch gewickelt.Auch die Einnahmen werden nicht mehr, es wird vielleicht eine Verschiebung der Einkaufzeit geben, aber dadurch verändern sich keine Einnahmen - wogegen aber die Ausgaben wachsen. Wer an TV Einkäufe denkt, da sitzen die Herrschaften schon in Pantoffeln, können sich das Teil eigentlich vielleicht gar nicht leisten, dann wirds spontan doch bestellt. Die werden aber nie um diese Uhrzeit dann einkaufen, dann wäre es nicht mehr spontan und unbedingt gebraucht wurde dieser Artikel auch nicht. So stelle ich mir das zumindest vor, also wer an eine wunderbare Zeit denkt, Vorteile sehe ich nicht unbedingt - sollte es denn jemals dazu kommen.

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