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DIHK-Chef: Mindestlöhne sind der falsche Weg

In die Diskussion um Mindestlöhne und Kombilöhne hat sich jetzt der Chef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, eingeschaltet. Er warnte vor Mindestlöhnen, da sie keine neuen Arbeitsplätze schaffen würden.

Kombi- und Mindestlöhne würden für gering qualifizierte Arbeitnehmer nicht nur keine neuen Arbeitsplätze schaffen, sondern sogar Arbeitsplätze vernichten.

1,6 Millionen müssen momentan mit Löhnen von teilweise auch unter sechs Euro auskommen. Der Mindestlohn dürfe nicht darüber liegen. Besonders fatal wäre das für den Osten Deutschlands, wo bereits heute Löhne auf 80 Prozent des Westniveaus gezahlt werden.


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WebReporter: artefaktum
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Chef, Weg, DIHK
Quelle: www.rp-online.de

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11.03.2006 10:44 Uhr von artefaktum
 
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Ob ein Arbeitsplatz wirtschaftlich rentabel ist, muss sich nicht nur der Arbeitgeber fragen, sondern auch der Arbeitnehmer, der von dieser Arbeit leben muss. Dass Braun als Arbeitgebervertreter die Rentabilitätsfrage nur aus Arbeitgebersicht interessiert, überrascht nicht. Die Gesellschaft aber muss auf dieses Problem eine Antwort finden. Schließlich muss ein Mensch von seiner Arbeit auch einigermaßen in Würde leben können.
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11.03.2006 14:13 Uhr von Troll-Collect
 
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naja, als Wirtschaftsvertreter: muß er das behaupten. Er vertritt eben nur seine Interessen und nicht die der Allgemeinheit.

Passend zum Thema ein Artikel in der Zeit

"... Gustav Horn vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung ist für einen Mindestlohn. Nur so lasse sich Armut verhindern.
Die Strategie, die Arbeitslosigkeit in Deutschland durch immer geringere Lohnkosten zu reduzieren, ist gescheitert. Dafür werden die Folgen dieser Strategie immer massiver spürbar. Die Armut in Deutschland nimmt zu, auch unter den Beschäftigten. Durch die ausbleibenden Einnahmen geraten die Sozialsysteme und die öffentlichen Haushalte immer mehr unter Druck.
Es ist daher an der Zeit, von einem Instrument Gebrauch zu machen, das in anderen Ländern Europas längst Realität ist: ein allgemeiner, gesetzlicher Mindestlohn. ... "
http://zeus.zeit.de/...
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11.03.2006 14:28 Uhr von megaakx
 
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Natürlich: hat der Typ von von der DIHK Recht, seht ihr das denn nicht? Der Arbeitnehmer hat schließlich das Geld in die Firma zu bringen damit er überhaupt arbeiten darf - das der Arbeitnehmer Geld verdient ist natürlich der falsche Weg!

Okay, und jetzt ernsthaft:
Ich kann mir vorstellen das der sowas sagt, der hat bestimmt genug Kohle und weiß nicht wie es nem normalen Arbeitnehmer in Deutschland geht. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer Größer, da haben solche rosa-sonnenbrillenträger wie dieser Typ natürlich keine Ahnung von.
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11.03.2006 15:00 Uhr von prod1gy
 
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Ich hasse diesen Typen: Braun ist so widerwärtig und ekelhaft...
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11.03.2006 15:40 Uhr von delerium72
 
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ja ja Herr Braun: Für sie scheint der Traum von der "Sonderwirtschaftszone-Ost" das wahre zu sein.
Ihnen gehts ja auch gut (ich glaube sogar zu gut). Ich wünsche ihnen 1 Jahr Harz IV mit allen Konsequenzen, nur damit sie mal wie runter kommen und die Welt sehen wie sie (auch dank ihrer Mithilfe) wirklich ist: nämlich nicht mehr wirklich schön.
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11.03.2006 16:44 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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Ja, ja: Das Problem sind ja nicht die Niedriglöhne, die sind ja gut. Das Problem ist das die Preise zu hoch sind. So, man muss nämlich daran was ändern, das wir wieder Konkurrenzfähig werden. Also der Strom könnte um 40 Prozent gesenkt werden, wenn die Regierung sich da stark machen würde. Was mehr bringen würde als immer diese Debatte um die zu hohen bzw. zu niedrigen Löhne. Es muss nämlich der Hebel ganz woanders angesetzt werden. Und zwar es muss dafür gesorgt werden dass wir attraktiver werden. Und da bringt das was bis jetzt immer gelabert wird nichts. Genau das Gegenteil ist der Fall (wo stehen wir den jetzt, das sagt doch alles). Also wie ich schon einmal schrieb. Wir müssen alles Zwangshalbieren, dann brauchen wir auch keine modernen staatlichen Zwangsarbeiter, sondern die würden dann regulären versteuernden versicherten Jobs arbeiten.

Also noch mal 35 Stunden Woche, sofortige Halbierung der Löhne, Steuern, Gebühren, Strom, Mieten und Preise. (bei letzteren zwei nur so weit es geht.). <--- Denn nur das ist die Lösung. Aber leider gibt es zu viele Deppen bzw. müssen deppenhaft agieren.
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13.03.2006 19:16 Uhr von eruendil
 
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Mindestlöhne jetzt! @Allsehendes Auge: Ich fürchte, so eine Halbierung kannst Du nicht durchsetzen, einfach weil wir keine Planwirtschaft haben. Und ob uns das mit Indern und Chinesen konkurrenzfähig machen würde... wohl kaum.

Mindestlöhne haben den Vorteil, dass die Löhnabwärtsspirale damit gestoppt werden könnte, die über kurz oder lang die deutsche Binbnenwirtschaft ruiniert (wenn sie das nicht schon ist...)

Natürlich würden möglicherweise Großunternehmen ins Ausland verlagern, aber das tun die sowieso, je mehr Gewinne sie einfahren, desto schneller.

Aber der Bäcker, der Frisör, der Computerladen an der Ecke, das Kaufhaus im Stadtzentrum usw. die würden kräftig vom gestiegenen Einkommen der Menschen profitieren (und zwar weit mehr als sie die Löhne kosten).

Wie geht das? Wirtschaft ist ein Kreislauf und der funktioniert um so besser, je mehr da ist, was "fließen" kann. Im Moment blutet unsere Binnenwirtschaft aber an die Fonds und Kapitalgesellschaften aus. Das geht aber nur bis zu einer bestimmten Grenze, dann ist Schluss und das System kollabiert. Mindestlöhne stabilisieren das System wieder ein wenig.

Sehr gute Erfahrungen hat man damit in England (und ich glaube in Frankreich) gemacht -> die Menschen verdienen so viel, dass sie leben können (was auch den Staat entlastet!) -> die Menschen geben mehr aus -> es können mehr Leute eingestellt werden (von kleinen und mittleren Unternehmen, also denen, die sowieso die meisten Arbeitsplätze bereitstellen bzw. schaffen).

Kennt Ihr Cyberpunk à la Robocop, wo die Großkonzerne die Welt regieren und alles nach Ihrer Pfeife tanzt? Das ist JETZT, es will nur keiner wahrhaben.

Grüße,

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