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Iranische Ölbörse: These entkräftet - US-Wirtschaft wird nicht zusammenbrechen

Die von verschiedenen Blogs und Zeitungen sowohl im europäischen als auch im arabischen Raum verbreitete These (ssn berichtete), dass die US-Wirtschaft aufgrund der iranischen Ölbörse zusammenbrechen wird, hat sich als unhaltbar herausgestellt.

Beispielsweise wurde behauptet, dass diese Börse den Dollar schwächen wird. Allerdings betragen die jährlichen Ölexporte des Iran nur 55 Milliarden Dollar, während allein der amerikanische Ölmulti ExxonMobil einen Börsenwert von 360 Milliarden Dollar aufweist.

Sollten die iranischen Ölexporte in Euro verrechnet werden, hätte dies nur minimalste Auswirkungen auf den Dollar. Unklar ist auch, wann und ob die Börse überhaupt jemals starten wird.


WebReporter: prod1gy
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: USA, Wirtschaft
Quelle: www.spiegel.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.03.2006 13:55 Uhr von prod1gy
 
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Na da werden hier bei manchen Usern aber Tränen fließen, nachdem sie sich schon so auf diese Ölbörse eingeschossen haben ;)
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10.03.2006 14:14 Uhr von Troll-Collect
 
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Spekulation: Sowohl die Argumente der einen, als auch der anderen sind nachvollziehbar. Der Spiegekommentar listet allerdings recht einseitig auf, für ein "Nachrichtenmagazin" wäre ein ausgewogeneres Fazit wünschenswert gewesen - immerhin ist die Umstellung ein erster Schritt, für andere Länder gibt es durchaus Gründe, diesem zu folgen.
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10.03.2006 14:23 Uhr von killozap
 
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Ich finde diese News: überhaupt nicht "einseitig". Die Aussagen, dass eine iranische Ölbörse große Auswirkungen auf die amerikanische Wirtschaft haben werde sind ideologisch angehaucht, die Zahlen in dieser News klingen dagegen recht nüchtern.
Ich bin garantiert kein Freund der USA und deren Wirtschaftsmacht, aber halte auch überhaupt nichts von iranischer Scheiss-Propaganda.
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10.03.2006 14:26 Uhr von Muta
 
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Der Artikel ist ziemlich nutzlos: Das die US-Wirtschaft allein durch die Iran-Ölbörse zusammenbrechen wird, hab ich auch nirgends gelesen (Schaden richtet es an, aber keinen so erheblichen).
Falls die iranische Ölbörse zum Vorbild für andere Länder wird und diese sich dem System anschließen, DANN wird es zum sehr ernsten Problem für die US-Wirtschaft.

Daher geht der Spiegel-Artikel unseriös an den Argumenten, der Leute die die These aufgestellt haben (das bei Erfolg der iranischen Ölbörse und Weiterverbreitung es zu den US-Problemen kommen könnte), vorbei.
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10.03.2006 14:30 Uhr von Troll-Collect
 
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@killozap: _Beide_ Seiten sind in ihrer Pauschalität einseitig. Man kann zum jetzigen Zeitpunkt weder von "US-Wirtschaft wird zusammenbrechen" noch von "keine Folgen" sprechen.

Entscheidend ist, wie weit sich andere Länder, Börsen, Unternehmen in der Zukunft (muß ja nicht innerhalb von Wochen sein, kann sich auch um Jahre handeln) anschließen. Der iranische Schritt alleine wird sich kaum auswirken, wenn weitere folgen, kann es mit der Zeit für die USA eng werden.
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10.03.2006 14:39 Uhr von HolyLord99
 
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Doch: die News ist einseitig. Natürlich sind die Argumente, die der Spiegel bringt nachvollziehbar, aber sie sind nicht die absolute Wahrheit. Niemand kann in die Zukunft sehen und oft kommt es bei politischen und auch wirtschaflichen Entwicklungen auf Symbolik mehr an, als auf Zahlen. Das wird jeder Wirtschafts-Wissenschaftler, der nur an das starre Bild des homo oeconomicus glaubt, verneinen, aber auch in dieser Disziplin gibt es "offene" Geister. Und genau diese Symbolik würde mit der Ölbörse geschaffen. Natürlich ist es nur ein kleiner Anteil des Ölgeschäfts, das der Iran macht, aber die Mutmaßung in der Quelle, dass Russland dort kein Öl kaufen würde sind einfach aus der Luft gegriffen. Reine Spekulation. Und das der Euro irgendwann _ernsthaft_ mit dem Dollar um die "Vormacht" konkurrieren wird, bestreitet kein Wirschaftswissenschaftler. Nur die Frage, wann und wer gewinnen wird wird noch diskutiert. Und das dieser "Kampf" zwangsläufig mit einer "Schwächung" des Dollars als "reserve-currency" einhergehen wird ist auch unbestritten. Und da geht es noch nicht mal nur um das Öl. Es geht genauso um andere Waren. Momentan bezahlen z.b. die Japaner europäische Waren noch immer in Dollars. Wenn sie diese "direkt" in Euro bezahlen würden, wäre das schon ein gewaltiger "Schock" für den Dollar. Aber auch hier kann man nur mutmaßen, ob und wann das eintreten wird.

PS: Der Spiegel ist ja mittlerweile bekannt dafür, alles was nur im entferntesten nach "Verschwörung" riecht als "Blödsinn" oder "Legende" zu diffamieren.
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10.03.2006 14:43 Uhr von kwikkwok
 
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Jedenfalls definitiv Boulevard: Eine geradezu klassische Boulevard-News sogar. Nur mal so angemerkt;)

Gruß, kwikkwok
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10.03.2006 15:38 Uhr von HolyLord99
 
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10.03.2006 18:18 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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Ja mag stimmen: Aber! Der Iran soll ja nur der zweite Märtyrer nach Irak sein. Denn soviel ich weis werden auch andere Arabische Staaten auch die Umstellung auf den Euro machen. Tja, hat das der Spiegel mit eingethest? nein! Also es bleibt spannend, vielleicht kommt ja vorher noch ein Krieg, wer weis? Meine Wettquote steht bei 8:1. :-(

Und zum Irak. Wieso wird das Öl denn nicht mehr in Euro abgerechnet, wollte das Irakische Volk das nicht mehr?
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11.03.2006 11:09 Uhr von Montauk
 
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richtig die iranische ölbörse, beschränkt auf den iranischen ölmarkt hat keine auswirkungen auf den dollar!

aber das ist ja auch nicht der punkt!
der punkt ist das andere mit sicherheit folgen werden, aufgrund der günstigeren umrechnung z.b. für die europäer.

andere länder wie japan oder china könnten endlich ihre riesigen dollarhortungen loswerden.

wenn die iranische ölbörse nicht der auslöser für eine krise sein wird dann mit sicherheit eine militärische intervention, beides kann sich die us- administration nicht leisten....

zum thema iranische ölbörse empfehle ich den nicht mainst.- abhängigen angehängten artikel unter die lupe zu nehmen.

http://www.choices.li/...

danach muss man sich nicht wundern wenn die fed in diesem monat die m3- zahlen nicht mehr veröffentlicht.

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11.03.2006 20:18 Uhr von paulchen1
 
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@Montauk: Einen prima Link hast du gegeben. Wenn das ,was die Seite schreibt, eintreffen sollte, ist der $ und der amerikanische Imperialismus am Ende. Die US können dann nicht mehr die Notenpresse anwerfen und der Rest der Welt dafür bezahlen lassen.
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12.03.2006 06:32 Uhr von Montauk
 
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paulchen1, respekt: du hast es erkannt=>

jetzt verstehst du auch warum die us-administration keine wahl hat, in der iranfrage.

die usa hat in den 50gern schon einmal eine marionettenregierung installiert, sie werden es auch nochmal tun, angesichts der bedrohung, ihre weltweiten hegemonieansprüche zu verlieren.

erschütternd, bezüglich des spiegelartikels ist für mich die tatsache, wie weit die desinformation schon fortgeschritten ist, wenn es sich um nicht systemkonforme themen handelt.

gegen das westliche system = automatisch unhaltbare verschwörungstheorien.....

mfg
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12.03.2006 15:01 Uhr von HolyLord99
 
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16.03.2006 20:51 Uhr von HolyLord99
 
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Artikel zum Artikel: http://www.heise.de/...

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