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Studie zum Sozialabbau: Wie verändert sich Deutschlands Gesellschaft?

Das Forschungsinstitut Sinus Sociovision hat in einer Studie untersucht, wie sich Deutschlands Gesellschaft verändert, wenn sich der Staat zurückzieht und mehr Eigenverantwortlichkeit das Leben bestimmen könnte.

Familie, Haus, Beruf, Arbeit und Heimat - diese Vorstellungen der "bürgerlichen Mitte" könnten bei einem fortschreitenden Abbau des Sozialstaats unbefriedigt bleiben. Weniger Absicherung und neue soziale Schichten bildeten sich heraus.

"Prekäre" (Unterschicht) und "Dealer" (Wirtschaftsakteure am Rande der Legalität) nähmen zu, die "bürgerliche Mitte" verliere an Boden. Die Politik richte ihren Fokus auf die "modernen Performer" aus. Schon heute seien Veränderungen spürbar.


WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Studie, Gesellschaft
Quelle: www.manager-magazin.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.03.2006 10:38 Uhr von no_trespassing
 
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Ich empfehle wirklich jedem, die Quelle komplett durchzulesen.

Es geht um praktisch nichts anderes, als um die Zukunft, wie das Land aussehen soll.

Wirtschaftlich orientiert nach angelsächsischem Muster oder traditionell, in der eine soziale Absicherung und eine Mittelschicht tonangebend ist?

Eines sollte man in jedem Fall bedenken: Deutschland war/ist ein sozialer Staat. Es ist einfacher jemanden im Vorfeld etwas vorzuenthalten, als ihm wegzunehmen.

Und Kriminalität wird steigen!
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08.03.2006 11:35 Uhr von tonib
 
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also ich denke mal das es anders kommt mit jeder wahl werden jetzt die linken stärker und dann kann man ohne sie nicht mehr regieren
und schon ist die studie hinfällig weils ganz ander vorausetzungen gibt
bin auch kein linker aber ich finde das sie die einzigen sind die noch nicht ganz die realität verdrängt haben
wenn politiker von einen mindestlohn reden von dem man leben kann und dann vorschläge kommen wie 4 euro in der stunde frag ich mich wirklich wo die leben das reicht nicht mal für miete und strom

cu tonib
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08.03.2006 11:41 Uhr von no_trespassing
 
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@tonib: Möglich!
Allerdings wird nicht nur der linke Flügel, sondern auch der rechte gestärkt, wenn beispielsweise die PDS mithilft, Sozialwohnungen zu verschleudern (siehe meine andere News).

Ansonsten gebe ich Dir recht: Die Studie hat politische Veränderungen nicht ausreichend berücksichtigt, oder zumindest nicht ausreichend erwähnt.

Sollte sich allerdings politisch nichts verändern, dann wäre die Vorhersage nicht unzutreffend.
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08.03.2006 11:43 Uhr von usambara
 
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Spiegel USA: dort sieht man was Kapitalismus pur ist.
Die Letzten sind die Armen, denen geholfen wird, siehe
New Orleans (die Schwarzen).
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08.03.2006 11:50 Uhr von vostei
 
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neee: nix politik - die letzte wahl war schon das, was richtung links maximal möglich war, dass liegt daran, dass sich der wähler erpressbar gemacht. Letzteres natürlich von der wirtschaft - ist eine ziemlich offensichtliche tendenz - siehe positivistische wirtschaftsmeldungen nach der wahl - die soziale marktwirtschaft ist out, weil sich der michel, der ab meister aufwärts meint scheffe zu sein, ebenso wie die politik zum büttel der wirtschaft gemacht hat.

Wenn man extremismus mit kriminell gleichsetzt stimmt dann die aussage der studie wieder, RAF-artiges und faschos werden wieder oder weiter erstarken und schwarzarbeit etc pp blühen. Der dumme ist ja jetzt schon der, der einer geregelten arbeit nachgeht....
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08.03.2006 12:25 Uhr von SunSailor
 
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Niemand ist in diesem Land gezwungen, einen Arbeitsplatz anzubieten. Denkt mal drüber nach, bevor ihr dauernd blind auf die Wirtschaft einprügelt.
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08.03.2006 12:31 Uhr von Götterspötter
 
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Studien ?: Was helfen Studien wenn Politiker irgendwo auf dem Uranus leben und nicht mehr die "Klagestimmen" ihres Volkes hören ??

Veränderungen wird es geben ..... mehr als genug .... und auch welche die Studien niemals erfassen werden können :( .....

Kriminalität .... klar ! .... wird mehr .... und das erschreckende daran .... Kriminalität aus Armut !!!
möglich das wir bald mehr News hier lesen werden wie ..... ---> Mutter überfällt Bank damit Ihre Kinder nicht verhungern ..... oder Rentergangs machen deutsche Strassen unsicher ...... ?? wenn man nichts mehr zu verlieren hat kann ich mir einiges vorstellen .... es gibt irgendwann nur 2 Möglichkeiten ... entweder man kommt davon oder in den Knast - dort ist es schön warm und man bekommt 2-3 mal am Tag was zu essen !!! ....

Mir geht seit ein paar Jahren auch noch folgendes "Paranoia" - Szenario durch den Kopf ....... wenn der demokratische Staat sich nicht mehr um seine Bürger kümmert und diese nur noch als Steuer-vieh sieht - warum dann nicht wieder mal die Diktatur mit passendem "Führer" ausprobieren !! ..... oder der gute alte "Komunismus" .... in einer Gesellschaft wo die Freiheit mit Europreis-schild ausgezeichnet ist - ist dies auch für viele dann wieder vorstellbar !! ...

wie gesagt .... ein Mensch der hungert hat keine Moral mehr !! besonders wenn er sieht das einige alles haben und die meisten gar nichts mehr !!

und "Töten als Überlebensstrategie" steckt in fast jedem Säugetier ..... dieses "Gen" - wenn ich richtig philosophiere, wird unterdrückt durch eine funktionierende demokratische "gleich"-berechtliche Ordnung für alle und wird wieder geweckt wenn diese Sicherheit fehlt !

..ist nur so ein Gedanke ....... aber ich hasse es - auf lange Sicht - Recht zu haben :(
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08.03.2006 12:44 Uhr von Davor
 
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^sunsailor: niemand bietet hier in diesem Lande Arbeitsplätze aus Freundlichkeit an sondern weil es knallhart kalkuliert ist und es sich rechnet (oder zumindest rechnen soll)

Denk mal drüber nach, bevor du der Wirtschaft Menschenfreundlichkeit als Triebfeder zusprichst oder zumindest suggerierst
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08.03.2006 12:55 Uhr von maki
 
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Hmmm "...wie sich Deutschlands Gesellschaft verändert, wenn sich der Staat zurückzieht und mehr Eigenverantwortlichkeit das Leben bestimmen könnte..."

Wenn das Pack dabei auch seine jede Initiative schon im Keim erstickenden Gesetze, Zwänge, Vorschriften und Regelungen zurückfahren würde, können wir über "mehr Eigenverantwortlichkeit" gern verhandeln... ;-)

Ohne bereits ausreichend vorhandene Kohle, Lastwagen voller Formulare, Angabe der Schlüpfergrösse oder alternativ mindestens einen (wirklichen) Schmarotzer im Stammbaum läuft doch heutzutage praktisch nix mehr...
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08.03.2006 13:03 Uhr von vostei
 
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@SunSailor: wenn sie, die wirtschaft, nach qualität, know how, erfahrung und geschultes personal inklusive produktivität sucht, schon.

Dass sie, die wirtschaft, exakt diese eigenschaften für lau exportiert und das ungestraft im rahmen, den es inzwischen angenommen hat, tun darf, grenzt schon fast an vaterlandsverrat, was dt. firmenimperien betrifft...

Die wirtschaft und ihre schergen sind inzwischen skrupellos genug - so skrupellos, dass man auf sie eindreschen MUSS, auch wenn man retour der erpressung, wie von Dir formuliert, anheim fällt ;)
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08.03.2006 13:10 Uhr von selk
 
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jammer jammer: hört doch mal bitte auf zu jammern und macht die augen auf: auch ich gehöre als alleinerzieher zu den eher armen (in diesem unserem land), aber global gesehen gehöre ich zu den reichen 5% dieser erde.. und ich denke mal,in den heutigen zeiten muß man über seinen tellerrand hinaussehen können und sich eine globale sichtweise angewöhnen!
außerdem hat mich niemand gezwungen, kinder zu zeugen..und ganz ehrlich: mit hartz4 und kindergeld und ein bißchen kreativität und phantasie,ohne unehrlich zu sein, kann man,nicht nur,überleben!
und wenn ich meine nachbarn,doppelverdiener, seh,mann! die können vor lauter schulden nachts nicht mehr schlafen..und auch die hat niemand gezwungen,kredite aufzunehmen.
wir haben den kapitalismus gewählt und leben in einer kapitalistischen gesellschaft,also findet euch endlich damit ab oder wählt die richtige partei oder die faschos (die natürlich besser nicht),aber macht was,und jammert nicht nur oder diskutiert alles in gruppen aus!
a..hoch,zähne zusammen und durch!!
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08.03.2006 16:08 Uhr von amtrak
 
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@selk: BRAVO !


Grüße
amtrak
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08.03.2006 18:14 Uhr von Davor
 
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selk: und wenn du zu den 15 % jener gehörst denen es besonders mies geht hast du immer noch die Möglichkeit auf die letzten 2 % zu verweisen und den relativ gezogenen Schluß "jau was gehts uns toll"

Was sagst du damit aus außer daß du genügsam bist?

Du hast für dich den Vergleich zu Kenia und der Sahel-Zone entdeckt - ist okay wenn du es tust.

Aber schreibe niemandem vor mit wem oder was man sich sonst zu vergleichen hat - ich vergleiche mich lieber mit der Zeit vor 1990, als alles irgendwie besser war (nicht mir persönlich aber dem Staatsgebiet von Alt-BRD), denn deine Logik sagt nur aus "es gibt welche denen es noch schlechter geht", was aber keine Aussage zuläßt zur Frage "geht es uns bald noch schlechter als heute"

und du mußt den Leuten schon zugestehen daß dies für sie Grund genug ist zu murren. Mir jedenfalls reicht es dick.

nix für ungut
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08.03.2006 18:18 Uhr von vostei
 
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ich jammere nicht: ich verachte das gesocks.
:D
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08.03.2006 19:06 Uhr von Kampfpudel
 
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@Davor: Auch in Alt-DDR war vor 1990 vieles besser. ;-)
Z.B. sind 1989 die Menschen noch auf die Straße gegangen, haben mit ihrem Protest ein ganzes politisches System gekippt. Aber solche Demos ließen sich heute natürlich viel bequemer am Fernseher verfolgen (bei ALDI im Angebot).
Wird wohl leider noch dauern, bis aus dem Murren ein Brüllen wird. ;-)
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08.03.2006 19:08 Uhr von Lindwurm
 
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Tod dem gesellschaftlichen Mittelstand: Unser heutiger Sozialstaat nutzt vor allem dem Mittelstand ... ein Herr Flick, die Familie Oetker, Obdachlose und Drogenhängige haben mit dem Wohngeld, der Arbeitslosenunterstützung und den normalen Krankenkassen herzlich wenig am Hut.

Wer dem Mittelstand mit einem gesellschaftlichen Abstieg bzw. schlechteren Lebensbedingungen droht, muss mit einer politischen Radikalisierung rechnen ... und zwar vor allem in Richtung "Rechts".

Das war schon in den 20er Jahren so, die NSDAP bekam ihren Zulauf vor allem aus dem liberalen Lager und von ehemaligen SPD-Anhängern, d.h. der sogannten "Mitte".

Die konservativen Rechten und die kommunistische Linke hatten kaum Verluste bei den Wahlen.
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09.03.2006 00:05 Uhr von SchlachtVati
 
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@kampfpudel: der mensch ist doch eingewohnheitstier , da bleibt es beim murren !

ich zitiere im folgenden einen leserbrief von dr. erich schäfer, den ich in den sn vom 6. März 2006 gefunden habe.
annalyse der eu-politik:

>Die ohne demokratische Legitimation agierende Kommission der Europäischen Union macht neoliberale Politik aus den USA zu Gunsten der Finanzmärkte. Oligarchien, Eliten und Spekulanten bereichern sich durch exorbitante „Gewinnmitnahmen“. Arbeitslose, Alte und bisher dank ihrer Arbeit im Wohlstand lebende Bürger rutschen in Armut ab.

Die Solidargemeinschaft des Staates mit einem sozialen Netz für Risikofälle des Lebens (Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit, Alter und Pflegebedürftigkeit), mit Unterrichts-, Bildungseinrichtungen und Aufstiegsmöglichkeiten für alle und mit einer erschwinglichen Infrastruktur (Grundversorgung, Daseinsvorsorge) wird systematisch („mehr privat, weniger Staat“) zerstört, um neue Profitmöglichkeiten zu eröffnen.
Jüngstes Beispiel ist die Dienstleistungsrichtlinie.

Die Demokratie wird Schritt für Schritt durch Ausgliederungen und Privatisierungen aller Gemeinschaftseinrichtungen (Post, Bahn, Telefon, Energieversorgung, Schulen, Universitäten, öffentliche Spitäler, Pflegeheime etc.) beseitigt und die Selbstverwaltung der Sozialversicherung durch „Eigenvorsorge“ ersetzt. Konsumenten-, Umwelt- und Klimaschutz werden als Investitionshindernisse behandelt und abgebaut.

Oberstes Ziel aller Reformen ist die Stärkung der Finanzmärkte.
Kapital in unvorstellbarem Ausmaß muß aufgebracht werden, um durch gigantische Aufrüstung und einen weltweiten Krieg gegen den Terror die Vorherrschaft der USA zu begründen. Die EU ist für dieses Ziel zum Vasallen geworden.

Letztlich wird nur eine globale Revolution die Geringschätzung, Ausbeutung und Unterdrückung der missbrauchten Menschen beenden, die von ihrer Arbeit kaum mehr leben können und den Aufstieg zum Kapitalisten nicht schaffen.
Europa muss aber schon heute auf der Seite der arbeitenden Menschen und des Friedens stehen.

Die Osterweiterung der EU hat einen Rückschlag gebracht. Eigenständigkeit und Vorbildwirkung für Asien und Lateinamerika wurden geschwächt.
Staaten, die vor kurzem noch kommunistisch waren, tun sich jetzt besonders hervor, wenn es darum geht, die Gier nach Geld zu unterstützen und den USA bei ihrem Vormachtstreben auch militärisch beizustehen.

Eine völlig neue, auf das Fundamentale beschränkte, kurze Verfassung dürfte die EU nicht mehr bedingungslos den kapitalistischen „Grundfreiheiten“ ausliefern und müsste die Fremdherrschaft der NATO unter dem Oberbefehl der USA abschütteln. Die Welt braucht ein eigenständiges Europa.<

es müsste alles viel,viel schnell gehen !!! damit gebrüllt werden kann !!!
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09.03.2006 06:48 Uhr von wombie
 
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Erstmal selber im Kapitalismus leben das wuensch ich den Herren Politikern so ganz lieb. Als normale Arbeiter, nicht als reiche Bonzen. Wo eine einzige ernsthafte Krankheit in der Familie ruckzuck die ganze Familie in den Bankrott treibt. In ein laendle in dem leute noch mit 80 als Tuersteher bei Wallyworld arbeiten muessen weil die Rentenvorsorge "privat" ist. Aber das wuerde den Herren sicherlich auch nur ein Schulterzucken abringen - "so ist Kapitalismus halt", nicht wahr?

Ehrlich, was in DE politisch und Wirtschaftlich abgeht kann einen nur noch zum Kotzen bringen. Der von SchlachtVati zitierte Leserbrief bringt´s auf den Punkt.

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