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USA: Nach Vergleich von Bush und Hitler wurde Lehrer suspendiert

Jay Bennish, Geographielehrer in einer High School bei Denver, wurde im ganzen Land bekannt, weil ein Schüler insgeheim dessen 20 Minuten lange Abrechnung mit der Politik der aktuellen US-Regierung mitschnitt und weitergab.

Darin nennt Bennish sein Land die «wahrscheinlich gewalttätigste Nation der Erde» und bezeichnete die Rede von Präsident Bush zur Lage der Nation als vergleichbar mit den Aussagen Adolf Hitlers.

Die Schulbehörde suspendierte ihn vom Dienst, weil seine Rede, obwohl als persönliche Meinungsäußerung gekennzeichnet, die Grenzen der Meinungsfreiheit überschreite. Viele seiner Schüler sind auf seiner Seite, 150 verließen jetzt protestierend den Unterricht.


WebReporter: snickerman
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: USA, George W. Bush, Lehrer, Adolf Hitler, Vergleich
Quelle: www.spiegel.de
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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.03.2006 16:11 Uhr von snickerman
 
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Hätte ein Lehrer gefordert, andere Länder zu bombardieren und Terroristen zu foltern, wäre dann auch die Schulbehörde eingeschritten? Oder haben das nicht amerikanische Regierungsvertreter gesagt? Ich weiß nicht mehr so genau...
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07.03.2006 17:23 Uhr von zyron.
 
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Richtig so: Es kann nicht sein, dass ein Lehrer, der Jugendliche unterrichtet, seiner Meinung so freien Lauf lässt!
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07.03.2006 17:33 Uhr von bogmen
 
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Die Reaktion zeigt, das wohl etwas daran ist: was der Lehrer gesagt hat.
Die USA wird schon lange nicht mehr demokratisch regiert.
Bush verhält sich wie ein Weltherrscher, wer nicht spurt wird bombardiert.
Bush ist Faschist und Terrorist.
Er ist unter ominösen Umständen an die Macht gekommen und überfällt fremde Länder nur wegen Erdöl.

Die Amerikaner haben nach dem 2. Weltkrieg Deuschland vom Faschismus befreit (mehr oder minder), wer befreit jetzt die USA vom Faschismus?
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07.03.2006 17:36 Uhr von roichi
 
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@ zyron: Wieso soll er das nicht dürfen???
Solange er eindeutig klarmacht, dass das nur seine persönliche Meinung ist, sehe ich da kein Problem.

Was anderes ist es, wenn er behauptet, dass das die einzig richtige Meinung ist. Hat er aber nicht.

@ News

Respekt an den Lehrer.
In solch einem Land ist das eine mutige Aktion.
Hoffentlich hat er Erfolg und wird weiter beschäftigt.
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07.03.2006 17:52 Uhr von erdnußdorfer
 
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Respekt: Endlich mal ein Amerikaner der die Lage in seinem Land erkannt hat, und nicht blind der Propaganda der Regierung folgt !!
An dem Beitrag sieht man auch wieder mal wie in den USA das Thema Meinungsfreiheit gehandhabt wird. Der Begriff Demokratie scheint dort sehr dehnbar zu sein.

@zyron : was ist daran falsch seine eigene Meinung kund zu tun ?? Machst du doch hier auch!!
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07.03.2006 18:14 Uhr von Henniksen
 
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Kein Vergleich: Zu Hitlers Zeiter wäre er hierzulande vermutlich härter bestraft worden wenn er sowas verbreitet hätte...


Wie ihr meinen Beitrag auffasst bleibt euch überlassen...

:)
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07.03.2006 18:35 Uhr von mk23
 
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da kann man dem lehrer nur zustimmen: da kann man dem lehrer nur zustimmen
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07.03.2006 19:28 Uhr von erdo57
 
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Ich würde den Lehrer die Stirn küssen. Er hat völig recht mit dem was er sagt und er hat das Recht das zu sagen...
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07.03.2006 19:43 Uhr von gabbagandalf
 
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der lehrer hat zwar zum teil recht recht aber in schulen darf grundsätzlich keine politische propaganda gemacht werden.

Und jeder vergleich mit dem dritten reich muss schon sehr stark eingeschränkt werden denn das was bush macht ist meiner meinungnach ein verbrechen gegen die menschlichkeit aber ist ein so völlig andere dimension wie das was in deutschland passiert ist.
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07.03.2006 20:22 Uhr von _pete
 
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"verbrechen gegen die menschlichkeit...": wer hats erfunden?...

aber mal ehrlich, ich finde es doch gut die persönliche meinung einer person zu hören, auch in der schule is das ok oder gibt es rechtsfreie räume? wir leben doch in einer demokratie wo jeder seine eigene meinung haben darf.... naja, war noch nie in usa vielleicht isses da ja anders ^^

>Zitat aus Scarhead
"Bei mir gibt es keine Hautfarben, hier seit ihr nicht weiß, braun, gelb oder was auch immer. Hier seit ihr grün... hell- oder dunkelgrün!"
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07.03.2006 20:36 Uhr von Gregsen
 
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Nix Meinungsäusserung im Klassenraum: Ich bin bei weitem kein Bush freund und finde den vergleich auch stellenweise passend, aber ein lehrer darf im unterricht seine Meinung eben nicht frei äussern und hat den kindern so meinungsfrei wie nur möglich reine fakten beizubringen.

Wir hatten an unserer schule einen Lehrer der davon überzeugt war dass er von ausserirdischen entführt wurde und auch gerne darüber in der schule erzählt hat und vor ausserirdischen gewarnt... bis irgendwann das schulamt endlich eingeschritten ist und ihm dies verboten hat.
Natürlich ist das seine freie Meinungsäusserung, wie der Hitlervergleich und ältere Schüler lachen darüber auch nur... die jüngeren lassen sich davon sehr leicht beeindrucken. Und dasselbe gilt für den vergleich mit hitler.
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07.03.2006 20:48 Uhr von _pete
 
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hmm, aber wenn ich da lese, Geographie-Lehrer, und High-School, dann denke ich mir 1.

> Der Lehrer hat absolut NIX auf seinen Unterricht bezogen, Geographie ist doch lernen wo Länder, Städte, Flüsse, Berge und sowas alles sind... und wenn mein Geographielehrer mir seine Meinung über die aktuelle Politik nennt dann is das doch legitim oder? Wenn ein Politiklehrer das machen würde dann sehe ich es ja ein.

und fakt 2
> wenn man mal guckt wie alt die schüler einer high school sind (Link: http://de.wikipedia.org/...) dann beginnt die High-School zwischen dem 6. und dem 9. Schuljahr... da sind die nich mehr klein....

falls ich falsch liege sagts mir.....
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07.03.2006 21:07 Uhr von PBernd
 
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Aber recht hat er: Auch wenn man das als Lehrer nicht sagen darf.
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07.03.2006 22:17 Uhr von Zipstah
 
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Wie kannst du einen von Aliens befallenen Lehrer mit einem vergleichen, der sinnvoll seine Meinung preisgibt.
Wie denkt ihr denn überhaupt? Total beschränkt. Ich will nicht, dass mein Lehrer mir nur pure Fakten beibringt, ich will auch was über den Menschen wissen, der MIR Wissen beibringt, außerdem kann man dann gut diskutieren. Pure Fakten...wäre ja noch schöner.
Aber an diesem Beispiel könnten mal einige Amerikahasser sehen, dass nicht alle Amis so bekloppt sind, schließlich haben ja gleich mal n paar Schüler protestiert.
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07.03.2006 23:41 Uhr von Kid Rob
 
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Egal ob: das jetzt folgen hat oder nicht - der Mann hat recht, und das weiss jeder.
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08.03.2006 03:10 Uhr von wumper
 
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@bogmen Kleine Anmerkung In deinem ersten Abschnitt stimme ich dir zu. Aber der 2. Abschnitt müsste doch wohl am Ende lauten: Wer befreit nun die Welt von den Amerikanern? Und ob Amerika uns "befreit" (uns Ossis haben ja die angeblich Russen befreit *LOL*) hat ist wohl nun eine reine Einstellungssache. Ich jedenfalls sehe hier in Deutschland keine Befreiung sondern eher eine verordnete MCDoof Diktatur allererster Sahne.
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08.03.2006 05:03 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Kommentare: Lass mal einen Lehrer in Deutschland Bush mit Hitler vergleichen und einen Schueler sich darueber aufregen. Mal sehen, was passiert :)

Was meint ihr, was passiert? Auch wenn ihr es nicht wahrhaben wollt: in USA ist die Meinungsfreiheit mehr gegeben als in Deutschland.
Waehrend des Unterrichts sollen Lehrer Stoff vermitteln. Politik hat mit Geographie bestimmt nicht so viel zu tun, dass 20 Minuten dafuer gerechtfertigt waeren. Wenn ein Schueler sich mit Tonband in die Klasse setzt, wird es wohl auch nicht das erste Mal gewesen sein, dass sich der Lehrer mehr ueber Bush als ueber Erdkunde ausgelassen hat.

Bestes Beispiel: NS-Zeit und Antisemitismus.

Versteht mich nicht falsch: ich finde es durchaus sinnvoll, dass die Meinungsfreiheit diesbezueglich eingeschraenkt wird. Man sollte sich aber darueber im klaren sein, dass dies in anderen Laendern (wie USA) wesentlich anders gesehen wird.
Und nicht immer die Meinungsfreiheits-Keule schwingen, wenn es auch noch so unberechtigt ist.
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08.03.2006 07:23 Uhr von jens3001
 
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Wieder ein langer Text vo mir *g*: @alle die Zyron nicht verstanden haben... das sollte Ironie sein (vermute ich mal).

So. Und jetzt zur News.
Geographie hat mit dem vom Lehrer vorgetragenen Thema nur bedingt zu tun.
Der Unterrichtsstoff könnte z.B. von Ölquellen gehandelt haben. Oder von Bevölkerungen bestimmter Gebiete. Oder den Beziehungen (wirtschaftlich) zwischen diversen Staaten. All das gehört auch zur Geographie. Und daraus kann man zumindest das Thema des Lehrers ableiten.

Ausserdem finde ich das der Lehrer Rückgrat hatte/hat und sich vielleicht als Einzelkämpfer sah. Nachdem man in USA mit extrem Pro bzw. extrem Contra-Bush in allen Medien zugeballert wird lag ihm vielleicht daran einige Dinge mal klarzustellen und den Schülern verschiedene Dinge beizubringen. Der Vergleich Bush/Hitler ist durchaus passend auch wenn die Übereinstimmtung nicht unbedingt bei 100% liegt.

Des Weiteren stört mich ein ganz bestimmter Satz in der News:
"Die Schulbehörde suspendierte ihn vom Dienst, weil seine Rede, obwohl als persönliche Meinungsäußerung gekennzeichnet, die Grenzen der Meinungsfreiheit überschreite"

Das bedeuted folgendes:
1. Die Schulbehörde war sich bewusst, das es sich um die persönliche Meinung des Lehrers handelte
2. Sie war sich ebenfalls bewusst das der Lehrer sie als solche gekennzeichnet hat und somit keine "politische Propaganda" in die Köpfe der Schüler hämmern wollte
3. Sie gesteht dem Lehrer ein gewisses Mass an Meinungsfreiheit zu, beschränkt diese aber auch gleichzeitig.
4. Genau dieses ist in den USA aber lt. Grundgesetz verboten.
5. Da wollte wohl jemand mit weniger "Arsch in der Hose" verhindern das ein Lehrer die Schüler aufrüttelt und ihnen ein paar Ideen näher bringt.

Was ich postitiv finde ist das nicht nur der Lehrer Rückgrat zeigte, sondern auch einige Schüler. Finde ich wirklich gut.
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08.03.2006 07:31 Uhr von jens3001
 
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Hab gerade die Quelle vollständig gelesen: Sorry, wenns jetzt wieder etwas lang wird. Aber folgendes ist noch wichtig für das Verständnis:

"Darüber hinaus sind kritische Meinungsäußerungen von Lehrern und Hochschulprofessoren in den USA besonders seit den Terroranschlägen vom 11. September äußerst unbeliebt, konservative Aufpasser verfolgen sie mit nahezu kriminalistischen Methoden.

Dabei ist der Einsatz von kleinen, unauffälligen Aufzeichnungsgeräten, die auch in immer mehr Handys eingebaut sind, bei der Jagd nach vermeintlich unpatriotischen Umtrieben im amerikanischen Bildungswesen kein Einzelfall. Zuletzt setzte eine den Republikanern nahestehende Studentenvereinigung an der University of California in Los Angeles (UCLA) sogar ein Belohnung für Tonbänder mit belastenden Äußerungen von liberalen Professoren aus.

Der Lehrer Jay Bennish jedenfalls will seine Entlassung nicht ohne weiteres hinnehmen. Er hat Klage gegen den Schuldistrikt eingereicht. Bennish sieht sich im Recht: Schließlich steht in den Grundsätzen der Schule, dass im Unterricht ausdrücklich pluralistische Meinungsvielfalt herrschen solle."

Damit hätten wir den Fakt, das Meinungsfreiheit (auch für Lehrer) im Unterricht keineswegs per Gesetz eingeschränkt ist und sogar in den Schulgrundsätzen steht das es mehrheitliche Meinungen zu einem Thema geben sollte.

Eine so extreme Überwachung an Schulen hätte ich allerdings nicht erwartet.
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08.03.2006 09:03 Uhr von megatrend
 
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@ gabbagandalf: genau wegen dem Schweigen der grossen Masse sind so Sachen passiert wie der 2. Weltkrieg. Oder Abu Ghraib. Wer zu ungeheuerlichen Vorgängen schweigt, macht sich auch mitschuldig!
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08.03.2006 09:46 Uhr von Hirnfurz
 
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Fehlt: nur noch, daß die KZs bauen, um jeden, der anderer Meinung ist, zu vergasen.

Allerdings ist das suspendieren auch schon eine Art Verfolgung, somit ist die Bush-Regierung nichts weiter als eine Diktatur und keine Demokratie mehr (als ob das was neues wäre). Find ich aber gut, daß die Schüler auf der Seite des Lehrers waren und sich dagegen auf ihre Art und Weise wehren.

Mich würd nur grad interessieren, was den Schüler dazu bewogen hat, das Video aufzunehmen...
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08.03.2006 10:03 Uhr von jens3001
 
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@hirnfurz: Steht doch in der Orginal-News warum er das gemacht hat.
Er war "tief verunsichert".
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08.03.2006 10:07 Uhr von vostei
 
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die hihg-school-kids: sind zwischen 14 und 18 jahre alt, demnach ist es schon zulässig, dass ein lehrer, wenn er es denn als eigene meinung kennzeichnet, so was ablässt. Wie sonst sollen sie zu einem meinungsbild kommen, wenn nicht auch die gegenseite zu wort kommt? Außerdem sind sie dann auch alt genug ihr meinungsbild kund zu tun, wie man sieht. Ein spitzel und 150 fans des lehrers.... ;)

Geographie hat übrigens wenig mit erdkunde zu tun, schon auch ein bißchen, aber es beschäftigt sich mehr damit, was warum wo und ausgerechnet da passiert - insofern war er nicht allzu weit weg von seinem fach.
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08.03.2006 10:32 Uhr von hathkul
 
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erinnert sich noch wer an mc carthy ? damals (in den 50er jahren) wurden in amerika wirklich alle und jeder in den arsch gekniffen die auch nur irgendwie was mit kommunismus am hut hatten.
entlassungen, ausweisungen, mobbing bis hin zu unrechtmässiger inhaftierung über jahre hinweg.

die amerikaner waren bereits vor dem 2ten weltkrieg faschisten. und es gab mehr als genug symphatisanten für adolf dort drüben.
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08.03.2006 11:02 Uhr von bueyuekt
 
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Ich würde es begrüssen: wenn lehrer nicht nur fakten präsentieren sonder
die schüler dazu ermuntern eigene Meinungen zu
bilden, zu hinterfragen und anfangen selbst zu
denken.

Zu amerika kann ich echt nur diesen Artikel
empfehlen. Wird interessant ob iran das durchzieht.

http://www.saar-echo.de/...

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