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Ältere ALG-II-Empfänger: Keine Unterstützung bei Ausbildung aus Eigeninitiative

Nach 15 Jahren Sozialhilfe und ALG II begann Diana M. aus Bremen eine Ausbildung als Erzieherin. Nun droht ihr aber der Abbruch der Ausbildung oder die Einstellung der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts.

"Das ist der reine Wahnsinn", kritisiert die Arbeitsgemeinschaft Bremen (Bagis) die gesetzliche Regelung. Die Ausbildung müsste mit Bafög gefördert werden, hierfür ist Diana M. aber zu alt. Im Gegensatz zu früher besteht kein Ermessensspielraum.

Arbeitslosengeld II wäre nur bei Abbruch der Ausbildung und somit bei Nichtstun gesichert. Bei der Bremerin handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Eine Änderung der Gesetze ist jedoch aus Kostengründen nicht in Sicht.


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WebReporter: Ferkelwämser
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Unterstützung, Ausbildung, Ältere
Quelle: www.fr-aktuell.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.03.2006 15:09 Uhr von Ferkelwämser
 
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Dieser Fall zeigt erneut, mit welch heißer Nadel Hartz4 gestrickt wurde. Es geht hierbei nicht um die Verbesserung der Chancen der Betroffenen, sondern nur um Einsparungen auf Kosten der Perspektiven von Arbeitslosen.
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07.03.2006 16:34 Uhr von Deniz1008
 
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Dumm angeblich haben etliche sozialgesetz-experten diese ganzen gesetze ausgedacht und den politikern unterschriftsreif vor die nase gelegt.

lol*

mfg

Deniz1008
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07.03.2006 16:51 Uhr von Ferkelwämser
 
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@Deniz: nein, die Gesetzte wurden aus ideologischen Gründen wider besseren Wissens durchgepeitscht.
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07.03.2006 18:58 Uhr von exekutive
 
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paradox
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07.03.2006 20:12 Uhr von Firefox2001
 
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und trotzdem wird gegen Arbeitslose gehetzt Diese Frau ist kein Einzelfall. Da ist man gewillt was zu tun und wird zum Nichtstun verdammt sonst nimmt man einem die Existenzgrundlage. Und dann muss ich immer diese dummen Beiträge einiger User hier lesen, welche dann wieder auf den Arbeitslosen rumhacken.
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07.03.2006 22:40 Uhr von lenschoen
 
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Aber warum hat die nicht einfach ne Ausbildung angefangen, wo man auch Kohle verdient!? xD
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07.03.2006 23:11 Uhr von Ferkelwämser
 
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@lenschoen: Die Frau ist 44 Jahre alt und hat 3 Kids - welcher Betrieb stellt schon so einen Stift ein, wenn schon Jugendliche keine Lehrstelle bekommen.
Außerdem, wie soll sie von Ausbildungsvergütung 4 Personen ernähren?
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09.03.2006 21:47 Uhr von Luthienne
 
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Maßgeblich an diesen Gesetzen beteiligt: war ein gewisser Herr Peter Hartz- genau der Mann, der seinen Aufsichtsräten und Personalratsvorsitzenden Prostituierte und Reisen in Millionenhöhe als Spesen verbuchen lassen hat und kurz nach inkrafttreten der Reform dafür gesorgt hat, dass bei VW die Löhne gesenkt und die Arbeitszeiten erhöht wurden.
Selbstverständlich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun.

Ach ja, mir hat man letzte Woche einen Antrag auf einen Bildungsgutschein abgelehnt, ich bin Köchin und hab Kinder im Kindergarten bzw Grundschulalter, Ganztagsbetreuung ist aber hier ein Fremdwort. Deshalb wäre die eigentlich vorgesehene Fortbildung mit Abschluß als Buchhalterin eigentlich meine einzige Chance gewesen, in den nächsten Jahren einen Job zu finden, mit dem ich zumindest den größten Teil unseres Lebensunterhalts hätte sichern können. Als Verkaufshilfe u.ä. stellt man mich nicht ein, weil ich zeitlich nicht felxibel genug bin, in meinem Job hab ich natürlich aufgrund der Arbeitzeiten auch keine Chance, und im Bürobereich hab ich halt keine Qualifikation, nur einige Praktika, in denen mir allerdings beste Zeugnisse ausgestellt wurden.
Ich arbeite derzeit von zuhause auf 400€ Basis selbstständig, allerdings ist es bei meinem derzeitigen Job absolut unmöglich, eine Familie damit zu ernähren- bestenfalls für Singles mit wenig Anspruch oder für Frauen, die nur ein Zubrot verdienen wollen geeignet. Mit einem Halbtagsjob vormittags und meinem anderen Job in den Abendstunden wäre die ARGE mich jedenfalls mit großer Wahrscheinlichkeit auf Dauer los- nu müssen se mich halt doch noch ein paar Jahre ertragen.
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09.03.2006 22:45 Uhr von Ferkelwämser
 
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@Luthienne: " Antrag auf einen Bildungsgutschein abgelehnt"

Das sind die diversen Schweinereien, die klammheimlich, abseits der Öffentlichkeit passieren: Die Fördermittel u.a. für Bildungsmaßnahmen wurden halbiert. Hinzu kommt, daß die Agentur für jeden Arbeitslosen der von ALG1 ins ALG2 rutscht an den Bundeshaushalt eine Strafe von 10000 Euro zahlen muß. Somit konzentriert diese ihre Möglichkeiten auf ALG1 Bezieher, Hatz4 Opfer geraten somit aufs Abstellgleis.
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31.07.2006 18:05 Uhr von denksport
 
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Quelle funktinoiert nicht: Schade, hätte gern gewusst was das für eine Ausbildung ist. Aber irgendwie frage ich mich auch, was das bringen soll mit 44 Jahren noch Erzieherin zu lernen... und ob es nocht viellicht auch Jobs gäbe wo die Frau nicht auf Kosten der Allgemeinheit erst eine Ausbildung machen muss. Ich hätte auch gern noch eine vollfinanzierte zusätzliche Ausbildung, aber leider will die keiner bezahlen. Sondern muss halt mit dem Arbeiten was vorhanden ist...
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31.07.2006 19:05 Uhr von Troll-Collect
 
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@denksport: steht doch in der News: Erzieherin.

Außerdem geht es nicht um die Finanzierung der Ausbildung, sondern um den Lebensunterhalt. Die Frau hat offenkundig keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Sie bekommt zum Lebensunterhalt ALG2. Sie bildet sich aus Eigeninitiative weiter (scheinbar kostenlos, oder sie finanziert es anders) - zur "Belohnung" wird ihr das ALG2, das sie ohnehin bekäme, gestrichen, sprich die Lebensgrundlage entzogen.
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23.02.2010 19:22 Uhr von BlubbBlubbBlubb
 
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@lenschoen hat die nicht einfach ne Ausbildung angefangen, wo man auch Kohle verdient!? xD .....

Gut, dann kannst Du sicher auch Beispiele nennen, oder etwa nicht?

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