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US-Bundesstaat South Dakota erklärt Abtreibungen per Gesetz für illegal

Mike Rounds, Gouverneur des US-Bundesstaates South Dakota, hat ein Gesetz unterschrieben, das Schwangerschaftsabbrüche verbietet. Durch das neue Gesetz drohen Ärzten, die Abtreibungen durchführen, bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Damit hat der Bundesstaat eine 33 Jahre alte Entscheidung des Obersten Gerichtshofes außer Kraft gesetzt, in der Abtreibungen in den ganzen Vereinigten Staaten legalisiert wurden.

Der Vorstoß von South Dakota kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem sich die Machtverhältnisse am Obersten Gerichtshof geändert haben, so liegen die Konservativen mit fünf zu vier vor den Liberalen.


WebReporter: grony
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Gesetz, legal, illegal, Abtreibung, Bundesstaat
Quelle: focus.msn.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.03.2006 09:49 Uhr von ccwm
 
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Illegal dieses Gesetz ist natürlich illegal, weil die Entscheidung des obersten Gerichts auch für Gouverneure bindend ist. Auf diese Weise versucht Mike Rounds zu erzwingen, daß sich der Supreme Court erneut mit dem Thema befasst und seine frühere Entscheidung widerruft, wofür die Chancen recht gut stehen.

Amerika ist wirklich das einzige Land, in den die gesellschaftliche und kulturelle Evolution rückwärts läuft...
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07.03.2006 11:07 Uhr von mk23
 
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was passiert wenn ein volk verdummt sieht man bei: den amis bin mal gespannt wann wir mit dennen auf gleicher stufe stehen so lange kann es ja nicht mehr dauern wenn ich mich in der geselschaft umsehe.
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07.03.2006 11:09 Uhr von Silenius
 
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@ccwm: "Amerika ist wirklich das einzige Land, in den die gesellschaftliche und kulturelle Evolution rückwärts läuft..."

Da fällt mir ein Zitat von Clémenceau ein:
"Amerika - die Entwicklung von der Barbarei zur Dekadenz ohne Umweg über die Kultur."
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07.03.2006 11:24 Uhr von blutherz
 
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richtig so: und das ist mal endlich keine dumme entscheidung.
Abtreibung ist und bleibt Mord, in Zeiten in denen 12 Jährige Kinder bekommen noch Abtreibung zu erlauben DAS gehört eher verboten.
Einzig allein die Abtreibung aus medezinischer Indikation wenns um Leib und Leben geht befürworte ich aber alle anderen sollten wenn Sie abtreiben ab in den Knast und für Mord bestarft werden.
Schliesslich hat man in Deutschland 3 Jahre nach der Geburt Zeit ein Umfeld für das Kind zu schaffen in dem es gut groß werden kann. §jahre weil solange bekommt man viel Geld, Erziehungsurlaub. Sozial Pädagogen an die Seite wnen man will usw. Das sollte doch reichen.
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07.03.2006 11:41 Uhr von jens3001
 
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@blutherz: Du führst hier ein paradebeispiel von Doppelmoral vor.

Einerseits scherst du alle Frauen die abtreiben lassen über einen Kamm und bezeichnest sie als Mörder, andererseits sagst du wenn es medizinisch erforderlich ist und um "Leib und Leben" geht ist das in Ordnung.
Das heisst du setzt ein Leben höher an als ein anderes.

Das man mit Abtreibung nicht leichtfertig umgehen sollte stimmt.
Allerdings ist ein generelles Verbot fehl am Platz.

Das Thema mit den 12-jährigen Müttern ist auch ein Fall für sich. In dem Fall der aktuell heftig auf SSN diskutiert wird passt deine "Argumentation" auch gar nicht. Denn das Mädchen will das Kind behalten und die Eltern unterstützen es dabei.

Abtreibung sollte für die Frauen "erlaubt" sein die ein Kind aufgrund einer Vergewaltätigung haben. Sicherlicht gibt es auch noch einige andere Fälle in denen eine Abtreibung sowohl im Sinne der Mutter bzw. des Vaters als auch im Sinne des "Babys" besser ist.
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07.03.2006 11:48 Uhr von daveman007
 
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@ jens3001: Die bei Vergewaltigungen gezeugten Babys können aber, natürlich neben den Opfern, am wenigsten dafür.

Was spricht denn gegen eine "Abgabe" ans Kinderheim?

Hört sich zwar hart an jetzt, aber da hat das Kind wenigstens eine Chance, bevor man dem werdenden Leben die Chance nimmt.

Vergewaltigung ist neben Mord DAS schlimmste Verbrechen auf Erden und es steht auch außer Frage, dass es eine schwere Aufgabe für eine Frau wäre das Kind auf die Welt zu bringen.

Aber man darf einen Menschen nicht die Chance nehmen zum Leben...

Möglicherweise bin ich in dem Punkt konservativ, aber in dem Fall stehe ich dazu.
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07.03.2006 11:53 Uhr von ccwm
 
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ganz zu schweigen daß in South Dakota die "postnatale Abtreibung", auch Todesstrafe genannt, praktiziert wird.

Wer gleichzeitig gegen Abtreibung und für die Todesstrafe ist, den kann man wohl kaum als Menschen bezeichnen....
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07.03.2006 12:16 Uhr von Technomicky
 
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Ich finde man sollte selbst entscheiden können. Es ist ja schließlich sein Körper und wenn man nun mal ne Abtreibung möchte, sollte man es auch tun können. Und Abtreibung als Mord zu bezeichnen, finde ich hirnrissig. Sorry, meine Meinung, aber ich glaub da könnte man noch Jahrzehnte drüber diskutieren.
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07.03.2006 12:32 Uhr von erdengott
 
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@ccwm: Zitat"Wer gleichzeitig gegen Abtreibung und für die Todesstrafe ist, den kann man wohl kaum als Menschen bezeichnen..."

Versteh ich nicht den Zusammenhang. Wenn man offensichtlich unschuldige (da ungeborene) Menschen nicht töten darf, dagegen aber schuldige (bzw schuldig gesprochene), dann soll das unmenschlich sein?
Wie ist dann die hiesige Situation zu bezeichnen?
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07.03.2006 12:42 Uhr von ccwm
 
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@erdengott: Meinst du mit "offensichtlich unschuldige (da ungeborene) Menschen" diese kleinen, seelenlosen Zellhaufen, die jede Frau einmal im Monat "abtreibt"?

Und den Mord an lebenden Menschen findest du also gut, bloß weil sie nach Meinung von ein paar Nichtjuristen (Geschworene) als schuldig bezeichnet werden? Das nennst du "menschlich"?
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07.03.2006 13:05 Uhr von botcherO
 
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@blutherz: Wenns nach dir ginge wären alle Männer die sich jemals einen runtergeholt haben auch Mörder und zu verurteilen...
Die armen tagtäglich getöteten Spermien....
Lasst uns die ganzen Verbrecher endlich einsperren!!!!!!
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07.03.2006 13:07 Uhr von jens3001
 
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@daveman: Die Babys können auch bei einer Vergewaltätigung nichts dafür. Da hast du natürlich Recht.
Die grundlegende Frage um die es hier geht ist also eher "ab wann kann man jemanden als Mensch bzw. Baby bezeichnen?".
Die derzeitige Regelung in Deutschland wurde ja schon erwähnt.
Bis zu einer gewissen "Reife" des ungeborenen Wesens bezweifle ich das man es in dem Sinn als Mensch bereits bezeichnen kann. Es kann weder allein leben/existieren, noch bewusst denken oder handeln.
Irgendwann in dem Entwicklungsstadium beginnt das Wesen
(blöder Ausdruck, ich weiss aber pauschal würde ich es als "Kind" oder "Baby" bezeichnen ohne das ich das auch damit meine. Um die Diskussion hier etwas deutlicher zu gestalten nenne ich es daher "Wesen" statt "Kind/Baby") beginnt zu leben. Es nimmt bewusst Nahrung auf, reagiert auf äussere Reize, bewegt sich mehr oder weniger bewusst und die Gehirnaktivität nimmt zu bzw. es hat sich überhaupt ein Gehirn entwickelt.

Die Frage ab wann man ein Mensch ist lässt sich auch nicht hier im Forum klären. Bzw. ich glaube nicht das sich das überhaupt irgendwie mit Worten wirklich klären lässt.
Aber bis zu einem gewissen Stadium der Schwangerschaft ist eine Abtreibung meiner Meinung nach zumindest vertretbar. Allerdings nicht aus so labidaren Gründen wie "beim Poppen nicht aufgepasst" oder "ich hab keine Lust/Angst ein Kind aufzuziehen".
Bei diesen Gründen muss man schon zu seinem "Fehler" stehen.

Mir geht es bei dem Abtreibungsthema darum das Frauen die vergewaltätigt wurden, trotz Verhütung schwanger werden aber das Kind aus bestimmten gründen (Drogenabhängig, Armutsgrenze, zu jung und ohne Unterstützung, etc.) nicht aufziehen können, etc. eine chance bekommen.
Wichtig ist dabei auch die vorherige Beratung durch eine qualifizierte Stelle.

Eine Abgabe des Kindes in ein Heim sehe ich nicht wirklich als Alternative.
1. Der Bezug zu den Eltern, vor allem zur Mutter fehlt
2. Die Umgebung und Bindung an eine liebende Familie ist nicht gegeben
3. Das Kind wird es schwer haben sich in eine Gesellschaft einfinden zu können ohne Rückhalt aus der Familie
4. Wird es vermutlich irgendwann stocksauer bzw. schwer deprimiert weil die Eltern/Mutter es "damals" abgegeben hat
5. Ist es ähnlich schlimm wie eine abgebrochene Schwangerschaft da man/frau die Verantwortung zur Auf- und Erziehung des Kindes an andere abschiebt.

Meine persönliche Meinung. Schwer die Situation anders zu erklären.
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07.03.2006 13:42 Uhr von daveman007
 
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@ jens: Danke mal für die lange Ausführung, aber...

es ist klar, dass jeder von uns, Gott sei Dank, eine eigenen Meinung zu diesem Thema hat.

Dennoch beginnt für mich das Leben bei der befruchteten Eizelle und nicht erst nach 12 Wochen und was ist nach 12 Wochen und 1 Tag?
Ist es da weniger Leben?

Und dieses blöde "Hast du dir noch nie einen runtergeholt?"-Beispiel von manchen hier zieht nicht wirklich...

Und die Abgabe ins Kinderheim ist echt keine Alternative?

Ohne Zweifel ist ein Leben dort schwerer als in "normalen" Verhältnissen, aber zumindest haben sie dann eine Chance? Oder ist jeder (ehem.) Heimbewohner ein Krimineller? Und diese Chance zu nehmen, bevor das Lebewesen eine Entscheidung treffen kann....
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07.03.2006 13:55 Uhr von jens3001
 
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Nochmal an Dave: Tschuldige wenns zu lang für dich war. Ein kompliziertes Thema kann man nicht in ein paar Sätzen erläutern.

"Dennoch beginnt für mich das Leben bei der befruchteten Eizelle und nicht erst nach 12 Wochen und was ist nach 12 Wochen und 1 Tag?
Ist es da weniger Leben"

Das ist die derzeitige Regelung. Besser als die Abtreibung prinzipiell zu verbieten.
Und wann meiner Ansicht nach Leben beginnt habe ich bereits geschildert.

Die befruchtete Eizelle allein stellt von meinem Standpunkt aus noch kein eigenständiges Leben dar.

Und ich habe nie behauptet das alle die in einem Heim gross werden Verbrecher sind. Ich habe noch nichtmal behauptet das es auch nur einer werden könnte nur weil er nicht bei richtigen Eltern gross geworden ist.
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07.03.2006 13:58 Uhr von GuaranaJones
 
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Puhhh Ein Glück haben diese ganzen Anti-Abtreibungs-Fanatiker hier im Forum, in der realen Welt nichts zu melden. :)

Ich finde die momentane Regelung sehr ausgewogen.

So solls auch bleiben.

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07.03.2006 14:47 Uhr von daveman007
 
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@ jens: Nene die Länge hab ich gerade noch gepackt ^^

Wie sieht es dann mit behinderten Kleinkindern aus oder Kindern die in Brutkästen müssen? Die auch alleine nicht lebensfähig wären...

Aber umso mehr Tötungen man zu lässt, angefangen von Abtreibung bis hin zur Todesstrafe, umso mehr läuft das Gefahr systematisiert zu werden, weil was ist wenn es ein Kind ist, dass sicher kein "lebenswertes" Leben vor sich hat, weil es gelähmt, schwer behindert oder sonst was ist... was es ja in den USA auch schon gegeben hat... dann gleicht es dann einem nationalsozialistischen Euthanesie-Programm.

Ist zwar jetzt voll die Schwarzseherei... schon klar... aber es treten auch schon andere Horror-Szenarien auf...

Schlußendlich kann ich nichts an den Gesetzen ändern und der Gesetzgeber wird sich sicher auch dabei etwas gedacht haben....

Nur sollte Abtreiben dann lieber verboten als mißbraucht werden...
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07.03.2006 15:19 Uhr von erdengott
 
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@GuaranaJones: "Ein Glück haben diese ganzen Anti-Abtreibungs-Fanatiker hier im Forum, in der realen Welt nichts zu melden."

Wie du aus der Ursprungsnachricht erkennen kannst, scheinen "Ani-Abtreibungs-Fanatiker" auch in der realen Welt was zu melden haben. So einfach ist es dann doch nicht.
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07.03.2006 17:47 Uhr von ccwm
 
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@erdengott: da hast du völlig recht. Schon Einstein sagte: "Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich, denn es sind so viele, und ihre Stimme zählt genau soviel wie unsere".
Wofür die USA (über 50% glauben, die Erdscheibe sei vom lieben Gott erschaffen) und ihre bigotte Regierung ein Paradebeispiel sind.

Zum Thema: Der Mensch beginnt mit seinem Gehirn! Diese alberne Story mit der Empfängnis ist bloß der lächerliche Versuch religiöser Eiferer, das biblische Frauenbild (Frau ist kein Mensch sondern Gebrauchsgegenstand) aufrecht zu erhalten: Das weibliche Ei wird nur durch das männliche Spermium zum Menschen, folglich ist die Frau auch kein Mensch, sondern nur der Mann.
Wer also diese These zum Abreibungsthema vertritt, ist mindestens genauso frauenfeindlich wie die Mormonen oder die Taliban...

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