07.03.06 09:00 Uhr
 1.060
 

Müssen Unternehmer bald Strafe bei Entlassung älterer Mitarbeiter zahlen?

Wenn es nach der stellvertretenden Vorsitzenden des DGB, Ursula Engelen-Kefer, geht, dann würde es bald ein neues Gesetz für Unternehmer geben. So sollen Betriebe, die ältere Mitarbeiter entlassen, entsprechende Strafen zahlen.

Bei diesem Gesetz könnten wir uns auf unseren Nachbarstaat Österreich berufen. Der Arbeitgeber muss dort einen Fonds einrichten und «aus diesen Mitteln wird dann die Qualifizierung älterer Arbeitnehmer bezahlt», sagte Engelen-Kefer.

Somit wolle sie das Konzept "Initiative 50 plus" des Vizekanzlers Franz Müntefering unterstützen. Engelen-Kefer teilte mit, sie wolle «die Bundesregierung unterstützen, wenn sie die Instrumente bekannter machen möchte».


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: lenschoen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Strafe, Mitarbeiter, Entlassung, Unternehmer
Quelle: www.rp-online.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Bahn verschenkt kostenlose Fahrkarten
Bundesanleihe: Negativer Zinsrekord
Airline mit Kranich im Logo: Lufthansa steigt aus Kranichschutz aus

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
07.03.2006 09:14 Uhr von vostei
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
wenn man den Invest in Know How: und an Erfahrung reichen Mitarbeitern, die evtl. sogar anderen Firmen zu Gute kommen könnte als "Strafe" bezeichnet, ist das Ganze von Anfang an eine Totgeburt...
Kommentar ansehen
07.03.2006 11:00 Uhr von normalo78
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Dann würde mit Sicherheit nie wieder ein Unternehmen einen älteren Mitarbeiter einstellen und alle kurz vor dieser Altersgrenze werden vorsorglich "freigesetzt".

Gruß
Kommentar ansehen
07.03.2006 11:12 Uhr von summertime
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
als Beamter solche: Gesetze zu entscheiden ist schon schwierig.... klingt für mich auch seltsam.
Kommentar ansehen
07.03.2006 11:42 Uhr von Joeiiii
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ normalo78: Ganz genau!!!! Sagen wir mal diese Altersgrenze wird bei 50 Jahren festgesetzt. Was macht man? Na klar, man entläßt ihn mit 49 bevor man ihn später mit Strafzahlungen entlassen muß.

Natürlich werden jetzt nicht alle Betriebe alle alten Leute rauswerfen. Solche Leute sind ja auch wichtig für eine Firma, denn sie können jahrelange Berufserfahrung an die jüngere Generation weitergeben.

Aber bei Nichtleistungsträgern könnte ich es mir gut vorstellen daß die einfach mal so entlassen werden.
Kommentar ansehen
07.03.2006 12:23 Uhr von umn
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Finnland: Schwierige Sache, aber in Deutschland ist da sicherlich ein Umdenken in Bezug auf ältere Arbeitnehmer nötig.

Eine Variante aus Finnland gefällt mir persönlich sehr gut: Ein Betrieb, der dort Mitarbeiter vor Erreichen des Rentenalters in die Frührente schickt, muss diesem Mitarbeiter die Differenz zwischen der tatsächlichen Rente und der Rente, die er gekriegt hätte, wenn er im regulären Alter gegangen wäre, zahlen. Monat für Monat.

Vielleicht wird in Deutschland eine Kombination aus diesen Modellen nötig, denn manch ein Arbeitgeber mag sich denken, er kann die Strafe für Entlassung von Mitarbeitern über 50 Jahren umgehen, indem er diese einfach in Frührente schickt.

Ich persönlich glaube, das alles ist eine Folge, dass manche Arbeitgeber glauben "Jung = flexibel und billig (weniger Gehalt wegen weniger Erfahrung)" und "Alt = unflexibel und teuer". Den Faktor "Erfahrung" kann man eben nicht in Euros umrechnen...
Kommentar ansehen
07.03.2006 12:34 Uhr von Joeiiii
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ umn: Der Vorgang der Finnen ist wohl echt eine gute Idee. Da sollte man sich mal was abschauen.
Kommentar ansehen
07.03.2006 13:01 Uhr von maddin456
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ja genau wie in Finnland: da gibts es sowas wie hier in Deutschland nicht wie mit 40 Jahren zum alten Eisen gehören.
Kommentar ansehen
07.03.2006 14:38 Uhr von Troll-Collect
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Titel: Es handelt sich hier um eine Forderung einer Person/Gruppe - das sollte im Titel berücksichtigt sein. Sonst wird suggeriert, eine Gesetz steht kurz vor der Verabschiedung, ist zumindest eingebracht oder es handelt sich um ein konkretisiertes Vorhaben.
Kommentar ansehen
07.03.2006 14:38 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Die Idee ist schon ok: Aber es geht wohl eher darum dass nternehmen in letzter Zeit ihren älteren Mitarbeitern idealerweise zu genau dem Zeitpunkt gekündigt haben, zu dem die Mitarbeiter einen höchstmöglichen Anspruch auf staatliche Fördermittel hatten... Trotzdem, das finnische Modell gefällt mir.
Kommentar ansehen
07.03.2006 16:45 Uhr von Perleberger
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ amb: Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Unkenntnis hier Beiträge in den Raum gestellt werden:

Wenn heute jemand einstellt, der über 52 Jahre alt ist, gibt es für diesen Arbeitnehmer praktisch keinen Kündigungsschutz. Also muss der "arme" Unternehmer nicht darüber nachdenken, ob er ihn bis 65 - 67 beschäftigen kann, sondern er kann ihn ohne Prozess, ohne Abfindung einfach wieder feuern.

Hier von "Unkündbarkeit" und anderen Sachen der älteren Arbeitnehmer zu reden, ist schlicht falsch.

btw: von rund 3 Millionen Beendigungen von Arbeitsverhältnissen in D jedes jahr landen weniger als 250.000 vor den Arbeitsgerichten - da kann der Kündigungsschutz kein Hemmnis sein, sondern nur Unkenntnis oder ideologische Scheuklappen.

Nach meinen Erfahrungen haben doch heute schon 40 - 45 jährige PROBLEME, einen Arbeitsplatz zu bekommen.

Refresh |<-- <-   1-10/10   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?