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SAP: Drei Mitarbeiter wollen Betriebsrat einklagen

Nach der erfolglosen Abstimmung über das Einsetzen eines Wahlvorstandes zur Organisation eines Betriebsrates bei SAP (SSN berichtete) wollen jetzt drei Mitglieder per Klage eine Zwangseinsetzung erreichen.

5.100 von 5.600 Kollegen haben per Abstimmung ihre Ablehnung eines Betriebsrats geäußert. Laut Gesetz scheinen aber drei Kollegen auszureichen, um solch ein Gremium zu erzwingen.

Zitat von SAP-Sprecher Herbert Heitmann: "Wir sind enttäuscht, dass das Gesetz einer kleinen Minderheit die Gelegenheit gibt, eine überwältigende Mehrheit mündiger Mitarbeiter zwangszubeglücken."


WebReporter: yuppie__
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Mitarbeiter, Betrieb, SAP, Betriebsrat
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.03.2006 21:36 Uhr von yuppie__
 
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Die IGM Behauptet zwar diese Aktion nicht zu initiieren, aber sie kommt ihrer Politik der Selbstsinngebung mangels sinnvoller Aufgaben in der heutigen Zeit sehr entgegen.

Gewerkschaften waren einmal dafür da, Rechte für Arbeitnehmer zu erkämpfen.

Heute kümern sie sich aber nur um 3 Dinge:

1. Belange ihrer Funktionäre
2. Firmen kaputtzumachen
3. Wenn das geklappt hat, Abfindungen in unmögliche Höhen zu treiben.

Ich bin froh in einer gewerkschaftsfreien Zone zu arbeien! So geht es mir besser
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05.03.2006 21:51 Uhr von weebl
 
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hmpf: grade inner SAP gehts momentan nur voran da ist es kein wunder dass die keinen betriebsrat wollen der dann auch noch IGM gesteuert ist... schweinerei sowas
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05.03.2006 22:45 Uhr von The_Nothing
 
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@Autor: ganz meine Meinung. Gewerkschaften in ihrer heutigen Form gehören verboten.
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05.03.2006 22:50 Uhr von Muta
 
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@weebl: "da ist es kein wunder dass die keinen betriebsrat wollen der dann auch noch IGM gesteuert ist"
Wieso ist das kein Wunder? (SAP ist tatsächlich nicht der schlechteste Arbeitgeber, heißt das aber das nichts verbessert werden kann?)
Und welcher Beweis steckt hinter deiner Behauptung, dass der Betriebsrat, der noch nichtmal gewählt ist und über den du daher offensichtlich garnichts weißt, IGM-gesteuert ist?
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05.03.2006 23:28 Uhr von alibi_32
 
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nicht immer: einen betriebsrat gibt es auch in anderen grossen betrieben z.B. Daimler Chrysler AG.

ich denke mal das es bei der SAP nicht stimmt mit dem arbeitsklima und das die restlichen mitarbeiter nur eingeschüchtert sind sich zu beteiligen.

da ich dort einen kenne weiss ich das überstunden nicht vergütet werden und die regel sind .

betriebsräte sind dem arbeitgeber lässtig (da eine schlechte wirtschaftliche situation und rekordumsätze aufeinander treffen)aber wer kann schon sagen was alles grad bei daimler passiert wäre ohnen einen betriebsrat.

ich hoffe die drei haben erfolg

PS: wir haben keinen betriebsrat im betrieb
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06.03.2006 00:11 Uhr von yuppie__
 
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@alibi: Und warum ist dan letztes Jahr SAP als Arbeitgeber so beliebt?

Hier Platz 3: http://site.trendence.de/...

Hier Platz 1:
http://www.horizont.net/...

Nochmal Platz 1:
http://www.heise.de/...

Und hier etwas unter den ersten 3:
http://www.biz-awards.de/...
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06.03.2006 08:10 Uhr von tobiasmz
 
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SAP hat nichts gegen einen Betriebsrat die haben nur keine Lust auf einen von extern gesteuerten Betriebsrat durch die IG Metall, welcher das Ziel hat dem Unternehmen zu schaden und Arbeitsplätze vernichtet.

Solche Gewerkschaften schadem dem kleinen Arbeitnehmer und nützen nur den Bonzen/Gewerkschaftsfunktionären, die damit ihr fette Gehalt auffüllen wollen (s. Zwickel und Co.).
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06.03.2006 08:32 Uhr von Troll-Collect
 
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OMG: Sind hier nur Unternehmer und Studenten im Elfenbeinturm?

"die haben nur keine Lust auf einen von extern gesteuerten Betriebsrat durch die IG Metall, welcher das Ziel hat dem Unternehmen zu schaden und Arbeitsplätze vernichtet."

Das diese Phrasen nichts mit der Realtität zu tun haben weißt du hoffentlich. Ist dir bekannt, wie viele Öffnungsklauseln es gibt?
Es gibt hinreichend Studien, daß Unternehmen mit Betriebsräten besser positioniert sind als andere.

"die damit ihr fette Gehalt auffüllen wollen (s. Zwickel und Co.)."
Das kannst du bestimmt belegen. Komme jetzt nicht mit Vodafone - dort wird Zwickel vorgeworfen, daß er sich bezüglich Essers Abfindung der Stimme enthalten hat, im Gegensatz zu den anderen Aufsichtsratsmitgliedern, die zugestimmt haben. Es ging hier nicht um ihn.
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06.03.2006 08:34 Uhr von Troll-Collect
 
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so sehr wie auf kurzfristigen Profit versessene Aktionäre und Vorstände kann kein Betriebsrat den Unternehmen schaden.
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06.03.2006 12:03 Uhr von tobiasmz
 
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@Troll-Collect: Informier´ dich bitte erst, bevor du weiter solchen Unsinn postest.
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06.03.2006 15:00 Uhr von Muta
 
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Apropro informieren: Vorm üblichen Gewerkschaftsbashing sollte man dies evt. mal tun.
SAP ist nämlich keineswegs im Gegensatz z.B. zu Lidl und Aldi (und dem was der Newsautor schreibt) gewerkschaftsfreie Zone. Ansonsten wären die auch wohl kaum ein realtiv beliebter Arbeitgeber.
Es gibt Mitbestimmung und Arbeitnehmervertreter sitzen im Aufsichtsrat. Allerdings ist dieser abgeschlossene Mitbestimmungsvertrag durch das Management kündbar, weswegen wohl einige mit dem gesetzlich garantierten Betriebsrat auf der sicheren Seite sein wollen.


Das Gewerkschaften angeblich Firmen kaputtmachen gehört zu den weiteren absurd-unbegründeten Behauptungen.
Ein Betriebsrat organisiert u.a. die Weiterbildungen und verbessert durch Mitbestimmung das Betriebsklima.

Das Institut für empirische Wirtschaftsforschung der Universität Hannover hat den Einfluss von Betriebsräten auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Unternehmen untersucht, Ergebnis:
- Betriebe mit Betriebsrat sind oft produktiver, flexibler und innovativer.
- Unternehmen mit Betriebsrat arbeiten oft überdurchschnittlich produktiv.
- In mitbestimmten Betrieben ist die Personalfluktuation geringer.
- Leistungsorientierte Entlohnungsmodelle sind öfter in Betrieben mit Betriebsrat anzutreffen als in solchen ohne betriebliche Mitbestimmung.
- Wo es einen Betriebsrat gibt, wird eher mit flexiblen Zeiten gearbeitet.
- Produktinnovationen sind in mitbestimmten Betrieben häufiger.
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06.03.2006 23:40 Uhr von HHAG
 
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ohne Betriebsrat Ohne Betriebsrat und ohne Gewerkschaften sind Arbeitnehmer gerade in Großunternehmen verraten und verkauft. Anders als in einer kleinen Klitsche gibt es keinen "kurzen Dienstweg" zum Chef. Wie soll man denn da seine Interessen vertreten??

Wer Betriebsräte verhindert, reiht sich in eine höchst unrühmliche Gruppe von Lohndumping- und Ausbeuterfirmen ein, wo vor allem niedrigqualifizierte Mitarbeiter schuften ("mit denen kann man es ja machen") à la McDonald´s, WalMart. Komisch, dass SAP da dazugehören möchte......

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