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Stuttgart: LBBW kauft das Gemälde "Anita Berber" von Otto Dix

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) kauft der Otto Dix Stiftung (Vaduz) das 1925 von Otto Dix (1891-1969) in Tempera auf Sperrholz gemalte "Bildnis der Tänzerin Anita Berber" für mehr als zehn Millionen Euro ab.

Damit ist gewährleistet, dass die Leihgabe weiterhin im Kunstmuseum in Stuttgart gezeigt werden kann. Das bis Ende Januar nach Regensburg ausgeliehene Bild hängt seit 1988 mit kurzen Unterbrechungen im Kunstmuseum in Stuttgart.

Auch in Zukunft kann dieses Bild mit Zustimmung der LBBW als alleiniger Eigentümerin an andere Ausstellungen verliehen werden. Das Stuttgarter Kunstmuseum hat mit ca. 250 Werken von Otto Dix die weltweit bedeutendste Sammlung dieses Künstlers.


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WebReporter: vst
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Stuttgart, Gemälde, Berber
Quelle: www.stuttgarter-zeitung.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.03.2006 12:44 Uhr von vst
 
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Wenn sich jetzt einer fragt, warum das Bild seit 1988 im Stuttgarter Kunstmuseum hängt, obwohl dieses erst vor einem Jahr eingeweiht wurde hier eine kurze Erklärung.
Das Kunstmuseum gibt es seit 1925 in wechselnden Gebäuden.
siehe hierzu auch meine Ausführung in der News:
Stuttgart: Kunstmuseum überflügelt Staatsgalerie innerhalb eines Jahres
News-ID: 612426
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05.03.2006 21:39 Uhr von Hirnfurz
 
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ich hab: mir gestern einen Müsliriegel gekauft. Der hat allerdings nicht 10 Millionen-Euro gekostet, deswegen schreib ich auch keine News deswegen :-)
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06.03.2006 10:25 Uhr von vst
 
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kurze info zu anita: Anita Berber wurde 1899 in Leipzig geboren. Sie war die Tochter des Gewandhausmusikers Felix Berber und seiner Frau Lucie (kabarettistin und chansonniere).
1914 beginnt Anita Berber mit Tanzunterricht bei Rita Sacchetto, mit Schauspielunterruicht bei Maria Moissi.
1916 hatte sie ihr Debut als Tänzerin.
Damit beginnt ihre Karriere als Tänzerin in Nachtclubs und Revuetheatern. Auch ihre Karriere als Stummfilmstar begann in dieser Zeit.

1925 malte Ottot Dix die Tänzerin und Schauspielerin. Er nennt das Bild erst "Portrait einer Dame in rot".
Die Nazis beschlagnahmten das Bild als entartet.
1939 tauchte es in Luzern auf wo es für 1265 Franken angeboten wird aber keinen Käufer findet.
Das Bild verschwindet wieder, bis es nach dem Krieg in Paris wieder auftaucht.
1963 kauft Otto Dix das Bild für 18000 DM zurück.
Nach seinem Tod 1969 geht es an die Otto Dix Stiftung.
Diese gibt es als Dauerleihgabe an die Galerie der Stadt Stuttgart.

Das Leben der Anita Berber schockiert das Publikum. Sie nimmt Kokain, ist alkoholsüchtig, geht auf den Strich und heiratet dreimal und ist zwischenzeitlich mit der lesbischen Barbesitzerin Susi Wanowsky liiert.

1928 bricht sie auf einer Tournee in Damaskus zusammen.
Am 10. November 1928 stirbt sie an Tuberkulose im Alter von 29 Jahren.

Eine weibliche Heiner Lauterbach :-))

Außerdem finde ich es schade, dass ständig die User Kommentare abgeben die keine Ahnung und nichts zu sagen haben und denen nur Fürze im Hirn rum rasen :-((
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08.03.2006 08:51 Uhr von zenon
 
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kurze Info ist gut -: das war fast schon eine Kurzbiographie...

Zum Bild kann ich nur sagen, daß ich es ausgesprochen häßlich finde (furchtbare Farbkomposition).
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08.03.2006 08:59 Uhr von maki
 
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Da fragt man sich doch, mit wessen Kohle dieses Pack da rumschmeisst...

Die paar Milliönchen fallen allerdings sicherlich noch unter "Portokasse", glaube ich, nachdem ich mir vor ca. nem Jahr deren potthässlichen Protzbau in Stuttgart (wie kann man dort in Benztown nur freiwillig wohnen, tzzzz...) anschauen musste. Da kriegt man ja schon Ekelpickel, wenn man sich im Vorbeigehn dem ("Du kummst hier net rein"-schreienden) Eingang aus Versehen auf paar Meter nähert.
Wahrscheinlich ist der Dix jetzt prinzipiell das schönste Stück Besitz der "LBBW" ;-)

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