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Aufschwung für Deutschland - Neue Arbeitsplätze werden geschaffen

Besteht Hoffnung für die deutsche Wirtschaft?
Bei rund fünf Millionen Arbeitslosen keine leichte Frage.
Fast eine halbe Million Arbeitsplätze strichen die Firmen in den letzten Jahren.

Dennoch wollen Unternehmen in den kommenden Jahren wieder Arbeitsplätze schaffen, dies bestätigt eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa.

Mehrere Zehntausend Arbeitsplätze sollen demnach entstehen.
Zumeist werden diese Plätze für Fachkräfte und Spezialisten geschaffen. Besonders profitieren werden die Luftfahrt -und EDV-Branche, sowie der Einzelhandel.


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WebReporter: lenschoen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Arbeit, Arbeitsplatz, Aufschwung
Quelle: onwirtschaft.t-online.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.03.2006 13:52 Uhr von dre.ady
 
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1€ Jobber: Es werden dann mehrere 10 Tausend "1€ Jobber" eingestellt
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05.03.2006 13:54 Uhr von Peter13779
 
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klaro: Das glaube ich erst wenn ich es sehe. Aber wäre doch mal nen guter Ansatz für die Höhe der Steuern, die ein Unternehmen zu zahlen hat. Also anhand der gestrichenen Stellen in den letzten Jahren im Verhältnis zu Neueinstellungen. Daraus nen hübschen Faktor bilden und einige Unternehmen wie die Deutsche Bank und deren Töchter zahlen sich wahrscheinlich dusslig ..... Bei dem Gewinn sollten Sie das auch ^^
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05.03.2006 13:59 Uhr von Luzifers hammer
 
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Wieso Einzelhandel? Hört man die nicht immer heulen das nicht genug konsumiert wird.
Halte ich für eine Nebelkerze ,die Nachicht.
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05.03.2006 14:10 Uhr von rolf.w
 
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@Luzifers hammer: Ja, zum einen wird über mangelnden Konsum geklagt, das stimmt. Zum anderen klagt aber auch der Konsument über mangelnde Präsenz von Ansprechpartnern. Würde man hier gegensteuern wäre auch der Konsum nicht ganz so mangelhaft.
Davon ab, "nicht genug konsumiert"? Geh mal samstags nach IKEA, da tanzt der Bär. Und das ist ein Möbelhaus. Wie oft kaufst Du Dir neue Tische, Stühle und Schränke?
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05.03.2006 14:11 Uhr von Teppichratte
 
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Da hat: die Wirtschaft wahrscheinlich schon in Vorfreude auf die "bezuschussten" Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich gerechnet. Da wird man jetzt schob kräftig dran arbeiten, welche Arbeitsplätze man zum Niedriglohnbereich zählen, und somit vom Väterchen Staat bezahlen lassen kann.
Ich frag mich manchmal, wer denn die wirklichen Schmarotzer sind.
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05.03.2006 14:40 Uhr von Der Erleuchter
 
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Haha - Subventionen werden abgebaut wird uns versprochen, um sie dann öffentlichkeitswirksam in die Unterstützung von Billigjobs umzuleiten. Neeeiiiinnnn, das sind keine Subventionen... Bevor man diese Jobs subventioniert, sollte man lieber die Steinkohle fördern. Dies hat wenigstens eine Technologieförderung zur Folge, von der andere Teile der Wirtschaft profitieren und die man für gutes Geld exportieren kann. Natürlich meine ich damit nicht das Know-how. Wenn ersteinmal die letzten Zechen geschlossen sind, wird es schwer eher unmöglich diese geballte Wissen zu erhalten. Bergbau ist nicht nur einfach Steine klopfen-Deutschland stellt hier immer noch eine Spitzenstellung dar - wie lange noch? Deutschland ist gerade dabei, sich selber den Boden unter den Füßen wegzugraben. Darüber hinaus sieht man ja die "Erfolge" des Strukturwandels im Ruhrgebiet (von Politikern vorausgesagt und mit sehr viel Geld gefördert)- leere Zechen --> leere Geschäfte und es ändert sich kaum was...
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05.03.2006 14:58 Uhr von kathleenchristine
 
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DOCH: es wird sich was ändern, allerdings in die falsche Richtung, über solche Meldungen hier ärger ich mich grün und blau - weil genau das Gegenteil passiert und weil die Politiker das auch genau wissen und trotzdem sowas verkünden.
http://www.egon-w-kreutzer.de/...
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05.03.2006 15:06 Uhr von Davor
 
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interessant wie versucht wird sowas wie einen Aufschwung herbeizureden (lügen?)

es lebe die Suggestivpsychologie

die Schwarzen haben 7 Jahre lang dieses Land so kaputtgeredet daß es jeder glaubt -

und jetzt kaum nach 100 Tagen Ölfassangie ist alles toll???

Kann man sehen wie Politik funktioniert - es geht NIE ums Land sondern IMMER um die Parteipolitik. SPD und CDU-CSU können ja nicht mehr gegeneinander, also ist alles eitel Sonnenschein.

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05.03.2006 15:11 Uhr von eros007
 
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das wahre Dilemma ist doch: Das wahre Dilemma in Deutschland ist doch, dass es zu wenige Leute mit guter Qualifikation gibt. Denn hochausgebildete Leute arbeiten zumeist deutlich mehr als 38 oder 40 Stunden in der Woche. D.h. die Unternehmen lassen sich das durchaus einiges kosten, dass die guten Leute etwas länger arbeiten. Durch ihre Mehrarbeit (und natürlich ihrem Drang nach höherem Verdienst) verhindern die guten Leute allerdings, dass Unternehmen entsprechend mehr Leute einstellen. Wozu denn, wenn die Produktivität sinken würde?

Die über Jahrzehnte praktizierte Politik, nur eine relativ kleine Schicht über Gymnasium an die Hochschulen zu führen in Verbindung mit der Aufnahme von schlecht qualifizierten Ausländern (für die "schlechten Arbeiten", die in Zeiten der Vollbeschäftigung kein Deutscher machen musste, aber heute wohl viele froh drum wären), stellt sich immer mehr als die bedeutendste Ursache der hohen Arbeitslosigkeit heraus. Finde ich jedenfalls. Mit Strukturwandel haben doch andere Länder auch zu kämpfen, nicht nur Deutschland. Trotzdem haben viele Länder eine niedrigere Arbeitslosigkeit als Deutschland. Eigentlich alle diese Länder geben mehr für Bildung aus, die meisten setzen auf eine gesunde Mischung in der Einwanderung: Hochqualifizierte und nicht nur Asylbewerber.

Aber Deutschland sägt munter am Ast, auf dem es sitzt. Es verwehrt vielen Kindern den Zugang zu höherer Bildung (nur weil die Eltern es sich nicht leisten können, die Förderung, die von der Schule nicht kommt, selbst zu leisten). Es setzt gerade Hochqualifizierten Einwanderern hohe Hürden in den Weg - verglichen mit anderen Ländern wie etwa GB, Kanada oder Australien.

Und nicht zuletzt sind es auch die Arbeitenden (vor allem die Hochqualifizierten) selbst, die für den Erhalt ihrer Sonderstellung (d.h. zu arbeiten und richtig gut zu verdienen) kämpfen, d.h. verhindern, dass ihnen eine breitere Schicht Konkurrenz macht.

Ich finde die Löhne für die meisten Berufe mit Universitätsabschluss zu hoch. Sogar Leute aus Schweden (ein Land, dessen BIP 40% höher als das Deutschlands liegt) beneiden die deutschen Akademiker um ihre hohen Löhne. Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit in Schweden mit etwa 6% halb so groß wie in Deutschland und zudem sind viel mehr Frauen beschäftigt.

Das Grundproblem Deutschlands ist die Konzentration der Arbeit auf zu wenige. Kurzfristig ist das leider nicht zu lösen - den für eine Aufteilung der vorhandenen Arbeit (vor allem im "Spezialistenbereich") bräuchten wir mehr qualifizierte Arbeitsplätze. Aber man kann anfangen, endlich die Bildung zu verbessern.

Was aber nicht heißen soll, dass man mit den vielen gering Qualifizierten nichts anfangen kann. Aber leider ist das System der USA oder GBs das einzige funktionierende, das mit einer Armee von Geringqualifizierten dennoch hohe Beschäftigung schaffen kann. Amerikanische Verhältnisse (im Niedriglohnsektor, nicht im Sozialbereich) sind bei der derzeitigen Bildungssituation aber noch das beste, was ich mir vorstellen kann. Besser als deutsche, wo sie dazu verdammt sind, untätig zu Hause zu sitzen und zuzusehen, dass das Land den Bach runter geht, auf jeden Fall.
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05.03.2006 15:44 Uhr von Kid Rob
 
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mehrere 10.000 Arbeitsplätze schaffen. Das dabei ganz still und heimlich in einem anderen Zweig der jeweiligen Firma die doppelte Anzahl der geschaffennen Arbeitsplätze wegfällt, wird unter den Teppich gekehrt und "interessiert ja nicht".
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05.03.2006 16:24 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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Alles eine Frage des Glaubes: Also

Fast eine halbe Million Arbeitsplätze strichen die Firmen in den letzten Jahren.

Laut dieser News

Aber laut diversen anderen Quellen, sind es über 3,5 Millionen.

wie u.a.
http://www.egon-w-kreutzer.de/...
und
http://stellenabbau.i-n.de

Also treffen wir uns in der Mitte. Dann sind nämlich 2,5 Millionen Arbeitsplätze in den letzten Jahren vernichtet worden, dann kommt es schon hin.

(Dann sind wir nämlich alle zufrieden) :-(

Ps. Zwei Quellen gegen eine. The Gewinner is T-Online?

Denn wir haben über 12,5 Millionen die Arbeit suchen, wovon aber nur 5 Millionen in die offizielle Statistik einfliesen. Weil sie in Ein-Euro-Jobs festsitzen, also nicht offiziell verfügbar sind. Wie auch viele in anderen Massnahmen. Und unverständlicherweise auch viele Arbeitsuchende nicht offiziell Arbeitslos sind deren Partner mehr als tausend Euro im Monat verdient (Kopfschüttel). usw.

Mehr infos bei
http://www.volksprotest.de

Pss. Hier gibt es auch Jobs (nicht nur in der Quelle, nur so als tipp)
http://www.labournet.de/...
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05.03.2006 17:05 Uhr von nester
 
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find ich toll: weniger aritsplätze weniger konsum noch weniger arbeitsplätze noch weniger konsum nd so weiter.. teufelkreis.. und daran kann niemand was ändern auße wir gleichen uns osteuropa an. aber das will keiner. aber osteuropa dem westen anzugleichen schaft keiner.. tja zwickmühle..
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05.03.2006 17:25 Uhr von Jimyp
 
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Arbeitsplätze werden schon geschaffen, nur nicht für den Großteil der jetzt Arbeitslosen, weil diesen die Qualifizierung fehlt oder sie einfach schon zu alt sind!
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05.03.2006 17:32 Uhr von anonym89
 
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cros und kid ich geb euch recht: man darf aber nicht vergessen, dass die lehrpläne immer idiotischer werden. man muss heutzutage irgendwelchen schwachsinn lernen den man nie wieder braucht. kein wunder dass alle die schule nach dem realschulabschluss beenden. " Aber man kann anfangen, endlich die Bildung zu verbessern." wenn ich dich zitieren darf :D
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05.03.2006 17:56 Uhr von johagle
 
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eros007: >>>>Das wahre Dilemma in Deutschland ist doch, dass es zu wenige Leute mit guter Qualifikation gibt.<<<

Natürlich darf man den unteren Schichten nicht den Zugang zur Bildung verwehren oder die Bildung vom Einkommen abhängig machen. Aber zu glauben Bildung wäre die Lösung unserer Probleme ist falsch.

Wer braucht 80Mill Akademiker? Glaubst du wirklich mit dem nötigen Aufwand kann jeder studieren? So wird es immer die schwache geistige Unterschicht geben und sie gilt es zu schützen! Denn Gesetze sind für Schwache!

Kennst du das Spiel mit den 4 Kugeln an den Schnüren? Man lässt die linke, äusserste auf die anderen fallen und die rechte wird weggeschlagen! Das heisst bei der letzten Kugel zeigt sich eine Energie, die aber nicht dort entstanden ist!

So ist das auch mit den Arbeitslosen! Akademiker verlieren ihre Arbeit und nehmen kaufmännische- oder Fach- Arbeiten an. Facharbeiter nehmen Hilfsarbeiten an und Hilfsarbeiter werden weggeschlagen und fallen hinten runter. Das heisst HIER zeigt sich das Problem aber hier ist es nicht entstanden! Das Bildung eine Lösung ist, ist eine Legende!
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05.03.2006 18:04 Uhr von Teppichratte
 
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Wir mussen uns: damit abfinden, dass wir in Zukunft eine große Zahl Menschen in unserer Gesellschaft haben werden, die nie einer "richtigen" Arbeit nachgehen werden (können).
Die große Zukunftsfrage wird sein, wie gehen wir mit diesen Menschen um? Auch am Umgang mit diesen Menschen muss sich unsere zukünftige Gesellschaft messen lassen. Das wird noch spannend.
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05.03.2006 19:00 Uhr von jreusch
 
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rolf.w: das "schöne" an ikea is dass es da eben nicht nur tische und stühle gibt sondern allen möglichen kleinmist.
z.b. auch herzkissen, was man, wenn man mit frau unterwegs is dann wohl oder übel kaufen muss ;)
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05.03.2006 20:07 Uhr von Muta
 
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Man kann auch aus allem einen Jubelartikel machen: Was besagt die Quelle? Einige Unternehmen haben laut eigener Aussage vor neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Was ist daran neu? Selbst wenn sie es halbwegs wahr machen sollten, sehr wenig.

Auch in den letzten Jahren wurden rein nominal viele Arbeitsplätze geschaffen. Das alleine bedeutet aber erstmal Nichts (weder zwangsläufig Aufschwung noch Abschwung).
Das ganze muss natürlich verglichen werden, mit der Zahl der Arbeitsplätze die abgebaut werden.

Erst daraus ergibt sich offensichtlich, ob die Gesamtzahl der Beschäftigten zunimmt.
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07.03.2006 10:02 Uhr von eros007
 
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johagle: Dass Bildung eine Lösung ist, ist schon ein bisschen mehr als eine Legende!

Denn:
1. Wie ich schon sagte, arbeiten qualifizierte Kräfte oft deutlich länger als 40 Stunden in der Woche. Natürlich geht es auch um möglichst hohe Löhne für die Einzelnen, auf die sie ungern verzichten. Aber andererseits muss doch für Unternehmen ein Mangel an gewissen Arbeitskräften da sein, wenn die paar, die es gibt, 50 Stunden oder länger arbeiten, wenn doch - zu denselben Kosten - 25% mehr Arbeitskräfte deutlich produktiver wären oder man dann eben mit nur 20% mehr Arbeitern auskäme und sogar Kosten sparen würde.
2. Wenn man sich bei erfolgreichen Ländern in der Welt umsieht, dann sind das meist solche, die teilweise schon seit Jahrzehnten viel in Bildung investieren (Skandinavien, Kanada, Australien). Natürlich sind die hohen Ausgaben erst dadurch möglich, dass es sich die Länder auch leisten können. Aber wenn du mir schlüssig beweisen kannst, dass die hohen Bildungsausgaben nur Folge des Wohlstandes sind und in keinster Weise den Umkehrschluss (Bildungsausgaben -> Wohlstand) bewirken, werde ich dir schon eher glauben.
3. Was mich bei meiner Meinung in 2. bestärkt: Alle Länder, die in der näheren Weltgeschichte einen bedeutenden Aufstieg erlebt haben, haben irgendwie viel in Bildung investiert. Weißt du, warum Deutschland 1912 England als das Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen in Europa ablöste? Ich glaube, die Tatsache, dass Deutschland schon 1890 das beste Schulsystem in Europa hatte (in Breite und Tiefe), ist daran nicht ganz unbeteiligt. Auch der Aufstieg der asiatischen "Tigerstaaten" ist meiner Meinung nach auch darauf zurückzuführen, dass in Bildung investiert wurde. Oder warum sprechen derzeit alle Wirtschaftsvertreter von Indien und dass man dort investieren soll? Wohl deshalb, weil es viele gut ausgebildete Ingenieure gibt.

Und jetzt dazu, was das in Deutschland bringen kann: Natürlich ist es volkswirtschaftlich sinnlos, wenn von 80 Millionen Deutschen alle Akademiker sind. Es geht nicht einmal darum, die Akademikerquoten der USA oder Skandinaviens zu erreichen (dort sind nämlich viele Berufe akademisch, für die es in D. eine Fachausbildung gibt). Sondern zunächst mal um Verbesserung der Ausbildung, sodass vermehrt jene Leute, die am besten dazu geeignet sind, studieren und nicht jene, die es sich eher leisten können. Mit besseren Leuten erzielt man bessere Produkte - zudem sind es meist junge, kreative Leute, die mit ihren Ideen neue Gebiete erschließen und so potentiell Arbeitsplätze schaffen.
Insofern zahlt sich mehr Bildung schon aus. Was noch dazu kommt: Jedes Angebot (in dem Fall an Fachkräften) schafft sich auch eine Nachfrage. Wenn tatsächlich eine größere Zahl von - sagen wir - Ingenieuren arbeitslos wird, dann werden die sich, wie von dir angemerkt, anderweitig um Jobs umsehen. Gleichzeitig sinken auch die Löhne für Ingenieure. Damit steigt deren "Attraktivität", d.h. es wird für Unternehmen reizvoller, an der Stelle mit den vielen freien Ingenieuren zu investieren. Natürlich funktioniert das weniger für arbeitslose Germanisten oder Anglisten.

Zusammenfassend: Wenn man die Bildung gerade für Berufe mit Zukunftschancen gut ausgestaltet, dann schafft man attraktive Bedingungen für Unternehmen, auch zu investieren. Natürlich kann nicht jeder Ingenieur werden. Das soll aber auch nicht jeder. Wenn es aber - und das ist derzeit in Deutschland zu häufig der Fall - zu wenige Qualifizierte gibt, dann muss der Staat eben daran arbeiten, dass es etwas mehr werden. Sind es dann doch zu viele, steuert es sich schon von allein und nicht mehr so viele fangen mit Ingenieursstudien an. Aber wahrscheinlich bräuchten wir dann mehr Mediziner...
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07.03.2006 17:40 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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eros007: Sorry. Leider vollkommen falsch. Denn die Unternehmen gehen dort hin wo es für sie am günstigsten ist, eben da wo sie Konkurrenzfähig sein können/dürfen. Das mit der Bildung der Menschen in einem Land ist nämlich egal und nicht Ausschlag gebend da es Fahrkarten gibt. Oder anders gesagt wer gebildet ist der wird eben bei der Firma x arbeiten, egal in welchem Land die ist. Also ähnlich wie mit der Amerikanischen Greencard, nur mit dem unterschied das die Firmen die Leute nicht ködern müssen dort hinzuziehen.

Also zusammengefasst. Wir zahlen die teure Bildung unserer Leute und noch zusätzlich noch die Abwanderungskosten der Firmen in ein günstigeres Land und verlieren noch dazu unsere klugen Leute.

So ist es und so wird es gemacht.
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07.03.2006 18:16 Uhr von eros007
 
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Das Allsehende Auge: Du machst es dir aber ein bisschen zu einfach. Wenn deine Logik stimmen würde, wären die Länder, die noch höhere Lohnkosten als Deutschland haben, noch schlechter dran als wir. Also Skandinavien beispielsweise könnte eigentlich schon einpacken, wenn das mit den Fahrkarten so einfach für die Unternehmer klappen würde... Deutschland wäre nicht mal weit, aber deutlich billiger. Dazu noch niedrigere Steuern. Prima.

Aber es spielen nunmal auch andere Faktoren eine Rolle. Einerseits gibt es durchaus Unternehmen, die ein gewisses Maß an Bewusstsein für ihren Heimatstandort haben. Meist kleinere bis mittlere Betriebe. Die sind aber meist durch eine gewisse Symbiose mit Großunternehmen verbunden - Zulieferer, Dienstleister. In so einem Fall zahlt es sich für die Großunternehmen auch aus, geographische Nähe zu diesen Kleinbetrieben zu halten. Zugegeben, wenn Großunternehmen abwandern, können sich auch die Zulieferer schwer halten. So weit, so gut.

Der zweite Punkt sind - ich habe es angesprochen - die Kosten. Die Arbeitskosten sind in D. im letzten Jahrzehnt kaum gestiegen. Das spiegelt sich in der Exportbilanz. Wir sind - was gewisse Bereiche angeht - durchaus in der Weltspitze. Allerdings bröckelt es bei manchen Konzernen, v.a. im Automobilbau, doch gehörig. Wie lange sind wir da noch Weltspitze? Also wäre es nicht schlecht, auch nach neuen Sparten zu suchen, wo wir Weltspitze werden können. Der Staat müsste dafür natürlich gewisse Voraussetzungen schaffen, nennen wir es "Starthilfe". Nicht umsonst nennt man Bildung und Forschung meist in einem Atemzug. Das eine kann ohne das andere nicht gut gehen. Wer also mehr in Bildung steckt, damit die Leute besser werden, muss auch mehr in Forschung stecken, damit die Leute nicht abwandern. Unternehmen, die (viel) forschen, kann man da steuerlich besser stellen. Und nicht zuletzt ist der Staat ein großer Arbeitgeber: Für Bildung braucht man Ausbilder, Grundlagenforschung ist sowieso meist vom Staat bezahlt.

Und zuletzt: Zeige mir doch mal eine Statistik, die zeigt, wie viele Ingenieure Deutschland im Jahr verlassen und wie viele nach Deutschland reinkommen. Die Zahlen, die mir vorliegen, zeigen ein Übergewicht zugunsten Deutschlands. Von wegen, die hochqualifizierten Arbeitsplätze wandern en masse ins Ausland. Wenn du natürlich Physiker betrachtest, sieht die Sache etwas anders aus. So forschen Zehntausende Deutsche in den USA. Aber die größten Arbeitgeber sind - welch Wunder - oft genug Institute wie die NASA oder amerikanische Hochschulen. Also vom Staat gezahlte Arbeitsplätze. Bei Ärzten sieht es ähnlich aus. Insofern ist es weniger die Wirtschaft, die zu einem Exodus der guten Leute führt, sondern der Staat.

Also wenigstens mittelfristig sehe ich dein Argument als nutzlos an. Wenn es der Staat wollte, kann er mehr Arbeitsplätze schaffen. Bessere Bildung und Forschung. Ich kann es nicht oft genug sagen.
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08.03.2006 00:46 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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eros007: Ich hab extra günstigeres geschrieben, nicht billigeres. ;-) Also nicht das Preislich billigste ist das Beste, sondern wie Du erwähntest es muss alles zusammen passen. Und da sieht es in Deutschland nicht gerade gut aus, da ja auch die Zuliefererfirmen auch abwandern bzw. abgewandert sind.

Also schauen wir uns mal was unsere Zugmaschinen mal waren. Das war nämlich die Elektronik und Automobilindustrie. Ja war und wo sind die jetzt, ja kaum noch hier und die Zulieferer werden sich wohl auch mehr in deren nähe begeben haben oder sind ausgewechselt worden. Und so kommt dann alles nacheinander, also unsere Zugpferde sind wech und die ziehen ihre Lieferanten mit wech und so weiter und so weiter. Bis eben nur noch der Bäcker hier ist. Aber der geht bestimmt auch dort hin wo mehr gearbeitet, bzw. seine Brötchen gekauft werden.

Tja, sieht nicht gut für Deutschland aus. Es ist nämlich zu teuer, es gibt keinen EU-Zoll mehr und der Sprit ist ja leider noch billiger als der Arbeiter. Das sind die gründe warum Deutschland langsam oder besser gesagt immer schneller einschläft. :-)
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08.03.2006 16:52 Uhr von eros007
 
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Das Allsehende Auge: Damit liegen unsere Meinungen ja näher beieinander als ich - so auf den ersten Blick - dachte. Du sprichst davon, dass die Bedingungen in Deutschland "ungünstig" sind (ich hatte gestern fälschlicherweise ein billig in das günstig reininterpretiert, du hast schon recht :-)), und ich habe überlegt, wie man sie "günstiger" machen könnte. Bildung ist eben meiner Meinung nach eben das günstigste Instrument, um dieses Ziel zu erreichen. Sie kostet relativ wenig, kann aber unter Umständen viel bewirken. Wenn man es schafft, neben einer breiten Schicht mit guter Bildung auch die kleine Schicht der Höchstqualifizierten (Promovierte und Habilitierte) im Land zu halten. Dafür ist - wie ich erwähnte - zu einem nicht unbedeutenden Ausmaß der Staat zuständig.

Ein kleines Beispiel: Der sogenannte universitäre Mittelbau ist selbst an den besten Hochschulen äußerst spärlich, d.h. für jene Leute, die es nach Promotion (und eventuell Habilitation) nicht zu einem super Professor schaffen, aber dennoch gute Dozenten abgeben würden, gibt es nur ganz wenige Stellen. Da könnte man zusätzlich Leute einstellen, den Druck auf Doktoranden senken (da die Berufsaussichten bei nicht durchführbarer Habilitation besser sind) und damit einen Auswanderungsgrund nehmen sowie die Lehre verbessern, da ja mehr Ausbilder vorhanden sind.

Wie auch immer ist meiner Meinung nach vorwiegend der Staat gefragt, sowohl was die Bildung selbst angeht als auch die Perspektiven danach für viele gute Leute. Die Unternehmen bleiben dann meist von ganz alleine.

Aber irgendwie hast du schon recht. So wie der deutsche Staat sich derzeit gebärdet, sind deine etwas pessimistischen Ausblicke wahrscheinlicher als mein verhaltener Optimismus ("wenn wir dieses und jenes machen, geht uns irgendwann mal besser"). Schade.

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