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Naziverbrechen in Griechenland - Klage wegen Entschädigung wird nicht zugelassen

Die Eltern der Kläger wurden 1944 im griechischen Dorf Distomo von der SS erschossen. Nachdem der Bundesgerichtshof die Klage abgewiesen hatte, zogen die vier Hinterbliebenen vor das Bundesverfassungsgericht. Die Klage wurde nicht angenommen.

Die Richter kamen zum Entschluss, dass nur Staaten auf eine Entschädigung klagen können - aber keine Hinterbliebenen. Bei der Racheaktion der deutschen Soldaten in Griechenland vor beinahe 60 Jahren waren 217 Menschen getötet worden.

Deutschland hat seit 1960 schon 115 Millionen D-Mark Reparationszahlungen an Griechenland geleistet.


WebReporter: Thothema
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Griechenland, Klage, Entschädigung, Grieche
Quelle: www.swissinfo.org

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.03.2006 16:11 Uhr von Thothema
 
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Lange Schatten wirft diese unglückselige, schreckliche Zeit. Allein in Griechenland zerstörten die Deutschen 460 Dörfer. Ob die überlebenden Dorfbewoher etwas von den Zahlungen in den 60ern gesehen haben?
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03.03.2006 16:28 Uhr von PruegelJoschka
 
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Und genau da ist da Problem hätten die Betroffenen geklagt, hätte man sie ausbezahlen könenn. Doch es klagten Staaten bekamen das Geld und kassierten alles als Bearbeitungsgebür. Auch mein Opa war Zwangsarbeiter in Königsberg ... meine Oma hat bisher nix von irgendeiner Entschädigung gesehen, aber es sind definitiv Gelder nach Polen geflossen.

Es mag sein, daß Deutschland dadurch die politische Schuld beglichen hat, aber die Schuld an der Bevölkerung ist oftmals nicht beglichen worden. Vielleicht schürrt das oftmals einen Hass auf Deutschland in verschidenen anderen Ländern. Die Politiker grinsen auf beiden seiten und die deutschen Urlauber und die Betroffenen müssen es ausbaden.

Naja, aber die Zeit heilt alle Wunden ...
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03.03.2006 17:07 Uhr von jd-fun
 
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es iss zwar richtig, dass "wir deutschen" schuld sind... aber der staat sind nunmal seine bürger, die politiker sind (auch wenn das heute viele von denen vergessen) nur unsere vertreter... also leiden alle darunter, die bürger, wenn man zahlungen vornimmt...

da frage ich mich:
wieso muss ich nun dafür bezahlen, dass ein durchgeknallter österreicher lange bevor meine eltern lebten so nen haufen scheiße angezettelt hat`? ich leugne hiermit nich den holocaust, ich sage auch nich dass es richtig iss was damals gelaufen iss... aber die leute, die heute hier wohnen, können zu über 60% nichts mehr dazu was damals war.... und warum sollen wir dass dann zahlen?

soll man es doch den 90jährigen aus der tasche ziehen, die haben damals ja schließlich mitgemacht und jeden mit "Heil Hitler" begrüßt...
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04.03.2006 20:03 Uhr von legionaer
 
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Ach ja, wie immer Nach unseren heutigen Massstäben sind natürlich "Vergeltungsmassnahmen" verwerflich. Aber bis einschliesslich des 2. WK durchaus üblich gewesen und eben nicht verboten. Abgesehen davon, dass Vergeltung auf allen Seiten geübt wurde, nicht nur von deutsch-österrischer Seite aus. Erst im Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten wurde dies korrigiert und Vergeltungsmassnahmen eindeutig verboten.

Abgesehen davon, könnten dann im Gegenzug die deutsch-österreichischen Hinterbliebenen getöter Soldaten durch die Hand von Partisanen - die keine Kombattanten waren - ebenfalls Entschädigung verlangen.

Das wäre wohl auch nicht im Sinne des Erfinders.

Es ist traurig wie es ist, es ist aber so.

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