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Konjunkturforscher: Banken sind Bremse für Wirtschaft

Weniger, als immer wieder von Wirtschaftslobbyisten angeführt, eine hohe Staatsquote, sondern vielmehr ein hoher Anteil des Finanzsektors am Sozialprodukt bremst das Wirtschaftswachstum, so eine Untersuchung vom Ökonom Michael Graff (ETH Zürich).

Graff analysierte hierzu die volkswirtschaftlichen Daten aus 30 Ländern und resümierte, dass sowohl ein zu hoher, als auch ein zu niedriger Grad an finanziellen Aktivitäten knappe Ressourcen verschwendet. Bei 45 Prozent der Länder ist die Quote zu hoch.

Der Finanzsektor beansprucht Ressourcen, die der produzierenden Wirtschaft fehlen. Insbesondere zieht er mit hohen Eigenkapitalrenditen Kapital an, was in der realen Wirtschaft zu Investitionsrückgängen führt, da dort die Margen geringer sind.


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WebReporter: Ferkelwämser
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaft, Bank, Konjunktur, Bremse
Quelle: www.blick.ch

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.02.2006 19:38 Uhr von Ferkelwämser
 
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Interessante Ergebnisse. Zusätzlich zu diesen Aspekten bremsen die Banken durch inzwischen restriktive Kreditvergaben (Basel II), wodurch viele, an sich gesunde, Unternehmen bereits Konkurs anmelden mußten.
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28.02.2006 20:14 Uhr von Ferkelwämser
 
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Ergänzung: In der Quelle wird genau erläutert, warum der Finanzsektor, der eigentlich nur eine Hilfsfunktion haben sollte, die wirtschaftliche Entwicklung bremst.

Aufschlußreich halte ich das Fazit:

"Leicht polemisch gesagt ist der Bankensektor eine überdimensionierte und überbezahlte Kontrollbehörde, die darüber wacht, dass erstens immer härter gearbeitet wird, zweitens aber nur dort, wo hohe Profite winken. Im Gegensatz zum Staat untersteht diese Behörde aber keinerlei demokratischer Kontrolle."
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28.02.2006 21:56 Uhr von SchlachtVati
 
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wenn ich nur wüßte: woran das liegt ! ;)
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28.02.2006 22:13 Uhr von Atemnot
 
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Normal: Die Banken müssen auch schauen, wo sie bleiben. Es sind ja auch "Fimen", die wirtschaften. Deswegen ist es logisch, dass die Banken denen Geld geben, die es auch wieder zurück zahlen können.
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28.02.2006 22:42 Uhr von chizra-Nali
 
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@Atemnot > Die Banken müssen auch schauen, wo sie bleiben...<

Und warum sind die Gebäude von Bank-, Versicherungs- und Immobilienunternehmen „zufälligerweise“ meistens nicht nur vom Äußeren bautechnisch teuer, sondern besitzen auch Innenausstattungen, die vom Feinsten (Teuersten) sind?
Etwa weil sie „sehen müssen, wo sie bleiben“?
Erzähl jetzt nicht, das wäre „normales Equipment“...

Ach ja, den Banken geht’s ja so schlecht.

Aber:
Wenn die eingeweihten Puppenspieler hinter den Kulissen, den Zeitpunkt für angebracht halten, eine Weltwirtschaftskrise einzuläuten, spätestens dann, sind ihnen auch „die Banken“ egal...

Um mal Schäubles Terror-Spruch zu verwenden:
„Es ist keine Frage des „ob“, sondern des „wann“ und „wie“...“...

Korruption und "Wahlversprechen" rulez...
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01.03.2006 00:22 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Ein Banker hat mal zu mir gesagt:: und zwar in privatem Rahmen:
Die normalen Lohnempfänger haben auf der Bank nichts verloren, man sollte ihnen schon beim Eintritt zur Bank Gebühren für Heizung, Personal etc. abverlangen. Alle Geschäfte unter 1 Mio Euro sind uninteressant. Mit Gehaltskonten legen wir nur drauf.
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01.03.2006 00:47 Uhr von swald
 
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ThomasHambrecht: "Alle Geschäfte unter 1 Mio Euro sind uninteressant. Mit Gehaltskonten legen wir nur drauf."

...und genau aufgrund dieser Haltung verlieren diese fehlgeleiteden Institute scharenweise Kunden, die dan bei Banken wie z.B. der Diba landen, dort besser, preiswerter bedient werden... Nur verdient die Diba damit Geld.
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01.03.2006 09:04 Uhr von jens3001
 
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@swald: Nur ist die DiBa keine Bank bei der man mal eben schnell Geld abheben kann.
Und die Banken bei denen man auch an Automaten gehen kann verdienen sich dumm und dämlich. Denn dort werden Kunden höchstens hin- und hergeschoben aber insgesamt gehen dort wenig verloren.
Im Übrigen hat die DiBa auch sehr viele Kunden verloren als sie vor einiger Zeit durch einen ausländischen Konzern aufgekauft wurde. Davor war es nämlich die Quelle-Bank, dann Entrium und später DiBa. Durch diese Umfirmierungen und Eigentumswechsel ist das Vertrauen der Kunden stark gesunken.
Und wenn einige wüssten wie aufgeblasen der Wasserkopf der DiBa ist würden wahrscheinlich noch mehr gehen ;)

@thomashambrecht
Ja. Diese arrogante Einstellung haben viele Banker. Allerdings dürfte diesen Satz ein relativ junger Azubi bzw. ein Angestellter ohne grosse Berufserfahrung gesagt haben.
Denn ein etwas Erfahrenerer hätte gewusst, das es bei Kleinkunden nicht unbedingt darauf ankommt im Einzelfall möglichst einen Gewinn zu erzielen sondern Kostendeckend zu arbeiten und die Kunden die bereits ein Gehaltskonto haben mit noch anderen Angeboten (Depot, Wertpapiere, etc.) zu locken.
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01.03.2006 10:09 Uhr von wewuma
 
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Tolle ERkenntnis: schon Mark Twain sagt man entsprechende Erkenntnisse nach:
"Banken sind die, die bei Sonnenschein kostenlos Regenschirme verteilen, die Sie bei der ersten Wolke am Himmel sofort zurück verlangen"

Versuche mal mit einer guten Idee ein Geschäft zu gründen und eine Bank um Kapital (gegen horrende Zinsen) zu bitten.
Das sind die, die jetzt durch Basel I / II sich legitimiert fühlen über das Wohl und Weh der Wirtschaft zu entscheiden.
Und ein Herr Ackermann wird trotz absolut
a sozialer Verhaltensweisen von seinem Vorstand belobigt, weil er ja eine exorbitant gute Kapitalrendite erzielen konnte.
Das ist die Realität -aber nicht erst seit Heute!

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