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Studie: Mehr Armut durch Hartz IV

60 Prozent der früheren Arbeitslosenhilfe-Bezieher erhalten durch die Einführung des Arbeitslosengeldes II weniger Einkommen, während nur 40 Prozent einen Zuwachs erzielen können. Die Armutsquote in der Gruppe stieg von 50 auf rund 60-65 Prozent.

Das Haushaltseinkommen sank hier durchschnittlich um 20 Prozent. Profitiert haben hauptsächlich Alleinerziehende oder ehemalige Bezieher von niedriger Arbeitslosenhilfe.

Dies ergab eine Studie von Prof. Richard Hauser und Dr. Irene Becker. Zugleich warnten sie vor einen weiteren Anstieg der Armut aufgrund der Anpassungsmodalitäten des ALG II, welche die ungleiche Einkommensentwicklung verstärkt weitergeben.


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WebReporter: Ferkelwämser
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Studie, Hartz IV, Armut
Quelle: www.cityinfonetz.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.02.2006 14:43 Uhr von Ferkelwämser
 
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Die wirklichen Zahlen sind noch drastischer, wirkliche Zugewinne haben nur Alleinerziehende gemacht, bei den anderen Gruppen kann man davon eigentlich nicht reden.
Der Effekt ist nur ein statistischer. Es waren Bezieher von niedriger AlHi, die keine ergänzende Sozialhilfe in Anspruch genommen haben. In beiden Fällen ist ist die Leistung nur das Existenzminimum.
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28.02.2006 16:12 Uhr von dbase25
 
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Hee und soeben mal: Isreal 1/4 eines UBootes geschenkt für läppige 300Mill. Euro. (Gesamtwert 1,2Milliarden)
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28.02.2006 16:27 Uhr von Dream77
 
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ich kenne da 2 beispiele die das gegenteil sagen: aber ausnahmen bestätigen ja immer die regel..

ich bin alleinerziehend und durch die regelung 30 euro weniger im monat ( also von wegen mehr weil die zuschüsse alle wegfallen)

dann kenne ich jemanden der alleinstehen ist und hat im monat 40 euro mehr....

gerechtigkeit?
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28.02.2006 18:30 Uhr von Davor
 
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wichtige news: findet hoffentlich Beachtung
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28.02.2006 20:54 Uhr von Buster_
 
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Hartz VI höher als mancher Tariflohn: Also als staatliche Hilfe für eine Notlage wie Erwerbslosigkeit, sind die Leistungen nach Hartz IV angemessen. Nach Berechnungen der BDA bekommt ein allein lebender Langzeitarbeitsloser, der im dritten Jahr ohne Job ist, staatliche Unterstützung von 662 Euro im Monat. Einem verheirateten Langzeitarbeitslosen mit zwei Kindern zahlt der Staat maximal 1950 Euro. Das entspräche 12,58 Euro Bruttostundenlohn (40Std. Woche). Zum Vergleich, im Friseurhandwerk in Thüringen liegt der unterste Tariflohn bei 3,18 Euro, im Einzelhandel in Schleswig-Holstein bei 8,87 Euro.
(Quelle: Die Welt, 28.02.06)

Von Einzelfällen abgesehen sollte nicht mehr gezahlt werden. Sonst gibt es zu viele denen die Motvation fehlt sich nach einer neuen Arbeit umzusehen.
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28.02.2006 21:26 Uhr von SchlachtVati
 
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buster , immer die selbe leier !!!


ich würde mich freuen wenn die sozialhilfe für unternehmen von 145 mrd jährlich , auf die harz 4 empfänger aufgeteilt würden , als existenzgrundlage ,.... sodas ich meine kolben als ohrklipps losbekomme , findest du nicht ?


auch würde ich mich freuen wenn nicht nur der mittelstand zu erbschaftssteuer gebeten würde , findest du nicht auch ?

auch würde ich mich freuen , wenn die apotheken sich nicht von meinen steuern den rezeptkuchen von 8€ genemigen würden .

ohne weiteres ist es möglich die flachzangen von arbeitsagenturen und jobcentern zu hause zu lassen , und ihr ein mehr als aussreichendes handgeld von 2000€ monatlich in die patschehändchen zu drücken , das gilt natürlich auch für die,die ihrer zeit weit vorraus sind , die tätigkeitslosen !!!

aber bei dir "klingelt" es sowieso nicht , wie bei den neoliberalen , die dem einfachen volk den kampf ansagen
mit enteignung genannt steuern bis zum abwinken !!!
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28.02.2006 21:32 Uhr von Cpt.Proton
 
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nene: Deine Sozialleistungsflut, Lieber Herr Vati, wird die Steuern nötig machen, die du hier nicht haben willst.
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28.02.2006 21:50 Uhr von SchlachtVati
 
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@cpt.proton: darauf wart ich doch , ich geh in insolvenz und fertig ! hab ich den selben "sozilalen" status wie jetzt auch , und ich wette der ein oder andere doofe arbeiter sieht das auch so !
ich bin geheilt mein guter
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28.02.2006 21:58 Uhr von Ferkelwämser
 
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@Buster - Keine Rechtfertigung: Hartz IV Sätze sollen das Existenzminimum sichern, daher ist es logisch, daß sich die Höhe nach Anzahl der Familienmitglieder richtet.
Wobei die aktuellen Sätze über 20% unter dem Existenzminimum sind, wie verschiedene Studien zeigen.

Wenn der BDA (= Bundesverband der Arbeitgeber) Lohndumping und Hungerlöhne als Rechtfertigung für weitere Streichungen nimmt, spricht das nicht dafür, sondern zeigt im Gegenteil die Notwendigkeit von Mindestlöhnen.

"Sonst gibt es zu viele denen die Motvation fehlt sich nach einer neuen Arbeit umzusehen"
Gängiges Vorurteil. Hauptsächlich spricht das Fehlen von Stellen dagegen. Auf eine offene Stelle über 10 Arbeitssuchende - und von den "offenen" Stellen sind fast die Häflte bereits vergeben, wie aktuell eine Meldung verlauitbart.
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28.02.2006 22:12 Uhr von SchlachtVati
 
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@proton: sorry , da hab ich wohl garnicht erst dein comment zu mir RICHTIG zur kenntnis genommen !

ich bin schon dem schwachsinn verfallen , das du mir auf den selben fuß trittst !!! ;) *komisch* :D



btw :
" nene

Deine Sozialleistungsflut, Lieber Herr Vati, wird die Steuern nötig machen, die du hier nicht haben willst.
Cpt.Proton"

wenn sie ALLE zahlen habe ich weniger probleme damit !

"Prof. Lorenz Jarass, Wirtschaftswissenschaftler: "Der einzige, der in Deutschland noch nennenswert Steuern und Abgaben bezahlt, ist der deutsche Arbeitnehmer mit normalem Einkommen. Er bezahlt Sozialabgaben, er bezahlt Lohnsteuer und er bezahlt erheblich Verbrauchssteuern. Er subventioniert sozusagen den Export seines eigenen Arbeitsplatzes."

Doch darüber wurde beim Gipfeltreffen im Kanzleramt kaum geredet. Die meisten der vielen unsinnigen Subventionen werden wohl bleiben wie sie sind"

http://www.wdr.de/...
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28.02.2006 22:45 Uhr von Buster_
 
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@Schachtvati: Ich bin in einigen Punkten ganz deiner Meinung. Der staat hätte viel mehr Geld für Sozialleistungen (z.b. Renten, Familienförderung) wenn wir das Geld nicht sinnlosaus dem Fenster werfen würden. Vereinfachtes Steuerrecht (damit wieder alle zahlen), Abbau von Subventionen und Schuldenabbau sind absolut notwendige Dinge, die in der Innepolitik angepackt werden müssen. Aber nicht einmal die große Koalition wird das Schaffen. Zu viel einflussreiche Lobbyisten.

Was die Höhe von Hartz IV betrifft bleibe ich aber dabei, es muss einen klaren Unterschied geben zwischen der staatlichen Hilfe (mit der man Leben muss) und dem Einkommen das jemand in Vollbeschäftigung bekommt.
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28.02.2006 23:02 Uhr von SchlachtVati
 
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@Buster: "Was die Höhe von Hartz IV betrifft bleibe ich aber dabei, es muss einen klaren Unterschied geben zwischen der staatlichen Hilfe (mit der man Leben muss) und dem Einkommen das jemand in Vollbeschäftigung bekommt."

aus welchem grund denn , was ist es , ich begreif es nicht ?

meine frau ist auch arbeitslos bekommt aber keine stütze bei meinen 1800€ brutto +kindergeld !

sie wird nirrgendwo gebraucht , eigentlich müßte sie saufen und kiffen , und man könnte es ihr noch nicht einmal übel nehmen ! aber nö sie ist so dämlich und arbeitet ehrenamtlich im kindergarten und erzieht zukünftige egoisten und arbeitslose , für ein stück kuchen vielleicht wenn es hoch kommt !

verstehst du nun was ich mit dieser "sondervorstellung" mein ?
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01.03.2006 11:19 Uhr von Ferkelwämser
 
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Ergänzung: Hier findet sich eine grafische Darstelllung zu den Gewinnern und (mehrheitlich) Verlierern. Außerdem weitere Zahlen.
http://www.boeckler.de/...

Wenn das hier "keine Kürzung" (Clement und andere "Reformer") ist, möchte ich nicht dabei sein, wenn sie wirklich den Rotstift ansetzen.
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01.03.2006 22:18 Uhr von slzu
 
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@buster: 662 Euro Hartz4.Deine Rechnng geht net auf.Die is viel zu hoch.Man bekommt 345€ Brutto.Nach Abzügen sind es nurnoch 311€ Netto monatlich.Dazu werden zu 80% die Miete und Heizkosten übernommen.Also auch nicht 100%ig.Hat man vorher 1 jahr lang gearbeitet und ALG Geld bezogen,bekommt man monatlich noch 160€ dazu.
Nun könnt ihr euch ausrechnen wieviel jeder von euch Hartz4 bekommen würde.
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27.03.2006 04:57 Uhr von Jcw0905
 
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Dream77: Ok, wenn man das Einkommen für den Monat im Einzelnen betrachtet, magst Du recht haben, aber Du solltest dabei nicht vergessen, das für den Alleinstehenden ohne Kind auch solche Zuschüsse wegfallen, die Dir als Mutter auch mit den jetzigen Regelungen noch zustehen...
Was nicht heissen soll, das ich Euch Alleinerziehenden diese nicht gönnen würde.
Erkundige Dich mal richtig.

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