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IG Metall fordert Betriebsrat für SAP - Gründer dagegen

Auf Initiative dreier Arbeitnehmer und der IG Metall soll der Walldorfer Softwarehersteller SAP einen Betriebsrat bekommen. Bei einer Betriebsversammlung am 2. März sollen die Weichen dafür gestellt werden.

Unternehmensmitbegründer Dietmar Hopp sprach sich indessen gegen den Einfluss der Gewerkschaft aus, da er "jeder Vernunft widerspräche und nicht zur SAP-Kultur passe". Das derzeitige System sei flexibel und hätte sich bewährt.

Die über 10.000 Arbeitnehmer des im DAX notierten Unternehmens sind nun gefordert, einen Wahlvorstand einzusetzen. Bisher haben Arbeitnehmervertreter die Arbeit eines Betriebsrates im Aufsichtsrat ausgeübt.


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WebReporter: Scorpio1284
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Grund, Betrieb, Metal, Gründer, Metall, SAP, Betriebsrat
Quelle: www.n-tv.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.02.2006 21:20 Uhr von pirata
 
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Unfassbar, dass ein Unternehmen mit 10.000 Lohnabhaengigen keinen Betriebsrat hat. Ich finde ab 1.000 Beschaeftigten sollte der zwingend gesetzlich vorgeschrieben werden.
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28.02.2006 10:37 Uhr von lostscout
 
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Was soll denn daran unfassbar sein? Ein Betriebsrat ist vom Grundsatz schon bei 5 ständig Wahlberechtigten Angestellten vorgeschrieben! §1 BetrVG
Aber man lese noch §3 Abs.3

Hierfür hat sich das Unternehmen, in seiner Gesamtheit also inkl. Mitarbeiter entschieden! Warum auch nicht? Ich kenne einige Unternehmen wo dies funktioniert!
Dies ist doch wieder nur ein Machtspiel der Gewerkschaft und ich hoffe das diese, von den Mitarbeitern, eine Absage bekommt!

Für das Unternehmen könnte dies bedeuten, dass z.B. ein Gewerkschaftler plötzlich im Wirtschaftsausschuss sitz! Da wollen die doch nur hin!
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28.02.2006 13:11 Uhr von Troll-Collect
 
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Wichtig: Der Betriebsrat ist eine wichtige Institution, eigentlich kaum zu glauben, daß in einem solchen Großunternehmen noch keiner vorhanden ist.

>>
Aufgaben:
Mitbestimmung: Bei Fehlen gesetzlicher oder tarifvertraglicher Regelungen hat der Betriebsrat laut § 87 BetrVG z. B. in folgenden Angelegenheiten mitzubestimmen:
* Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit einschließlich der Pausen sowie Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage
* bei Mehrarbeit
* bei Fragen der Betriebsordnung und des Verhaltens der Arbeitnehmer im Betrieb
* Einführung und Anwendung von technischen Einrichtungen, mit denen Leistungs- und Verhaltenskontrolle möglich ist
* Ausgestaltung des Arbeitsschutzes
* bei Einführung und Anwendung von neuen Entlohnungsgrundsätzen
* Aufstellung allgemeiner Urlaubsgrundsätze und des Urlaubsplans, wenn zwischen dem Arbeitgeber und den beteiligten Arbeitnehmer kein Einverständnis erzielt wird
* Sozialeinrichtungen wie Kantinen etc.
* Festsetzung der Akkord- und Prämiensätze
* Grundsätze über das betriebliche Vorschlagswesen
* Gruppenarbeitsgrundsätze
<<
http://de.wikipedia.org/...

Dürfte also nachvollziehbar sein, warum die IGM um die Gründung eines Betriebsrates kämpft, hier geht es um ureigenste Arbeitnehmervertretungsfragen.


@lostscout
Verschwörungstheoretiker ??
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28.02.2006 15:04 Uhr von lostscout
 
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Nein kein Verschwörungstheoretiker sondern Realist!

Komisch, komisch, dass gerade jetzt, wo den Gewerkschaften die Felle in allen Beziehungen devon schwimmen, gehen es mal wieder auf "ureigenste Arbeitnehmervertretungsfragen"!

Wie ich schon schrieb, habe ich Unternehmen gesehen, in denen es Prima funktioniert, ohne einen Betriebsrat!
Auch habe ich ein Unternehmen kennengelernt, in denen der Gewerkschafteranteil an der Arbeitnehmervertretung eine Betriebsvereinbarung bezüglich "einfrieren des Lohnes" für einen gewissen Zeitraum verhindert hat obwohl durch die Vereinbarung Arbeitsplätze gesichert geblieben wären! Wie gesagt, die Mitarbeiter waren alle dafür!
Hauptsache der Manteltarifvertrag wurde eingehalten! War echt eine suuuper Vorstellung, also erzähl mir nichts von ureigensten Arbeitnehmervertretungsfragen!
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28.02.2006 15:35 Uhr von swald
 
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Troll-Collect: Für 98 % der Mitarbeiter bei SAP wäre ein Betriebsrat kein Gewinn und ein Gewerkschaftlich ausgehandeltes Tarifkonzept eher eine Verschlechterng.


" Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit einschließlich der Pausen sowie Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage"

Fast jeder kann arbeiten wann er möchte, viele haben Heimarbeitsplätze.

"* bei Einführung und Anwendung von neuen Entlohnungsgrundsätzen"

Wo verdient man mehr? Was kann sich da noch verbessern?

"* Aufstellung allgemeiner Urlaubsgrundsätze und des Urlaubsplans"

Jeder kann seinen Urlaub auf Jahre hin ansammeln.

"* Sozialeinrichtungen wie Kantinen etc."

Fast jeder hat einen fetten Firmanwagen mit Fankkarte und die Kantine ist Kostenlos


Ich denke mit deren Standarts können nur wenige Firman mit Betriebsrat mithalten. Ich denke die Gewerkschaften und Betriebsräte sind wichtig, vor allem dort wo sie gebraucht werden, bei Lidl, Aldi & co.
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28.02.2006 16:02 Uhr von Troll-Collect
 
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@swald: Sicherlich ist SAP was die Arbeitsbedingungen angeht ein Vorzeigebetrieb, immerhin wurden sie kürzlich zu einem der besten Arbeitgeber bei Großunternehmen gewählt.

Die von dir gennannten Punkte mögen alle zutreffen - aber das muß einen Betriebsrat nicht ausschließen. Schön, wenn alles im grünen Bereich ist, aber auch zukünftig gibt es Veränderungen und warum sollen Arbeitnehmer sich nicht institutionell einbringen?
Es geht nicht unbedingt um zusätzliche Rechte, sondern auch um die Gestaltung vorhandener, auch Anpassung an Gesetzesänderungen. Veränderungen gibt es immer. Wenn es (wie scheinbar bisher) harmonisch abgeht - umso besser.

Und der Betriebsrat hat auch beim "Kleinkram" Mitwirkungsrechte und -pflichten, etwa bei personenbedingten Kündigungen. So etwas kommt auch im Arbeitnehmerparadies vor. Und ist doch für beide Seiten (AG und AN) von Vorteil, wenn sie einen Ansprechpartner haben.
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06.04.2006 18:47 Uhr von psyco666
 
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warum nicht? Die Beschäftigten wollen keinen Betriebsrat. Warum versteht das keiner?
Der Betriebsrat würde die Situation wie bereits erwähnt nur verschlechtern und dern Gewerkschaften eine Tür eröffnen um ein deutsches Vorzeigeunternehmen kaputt zu fordern...

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