27.02.06 13:27 Uhr
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Hessen: Privatisierung als Maßnahme gegen Streiks im Öffentlichen Dienst

"Mit jedem Streiktag denken Länder und Kommunen mehr darüber nach, welche Dienste sie überhaupt noch in Öffentlicher Hand betreiben müssen", sagte Finanzminister Karlheinz Weimar aus der hessischen Landesregierung.

Da nun die vierte Streikwoche anbricht, wird der Druck auf die Gewerkschaften immer größer. Nach wie vor wollen die Gewerkschaften eine Arbeitszeitverlängerung generell verhindern.

Alle Modelle zur Gestaltung der Arbeitszeit werden gegenwärtig geprüft. Eine konkrete Lösung des Tarifstreits ist noch nicht in Aussicht.


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WebReporter: :raven:
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Hessen, Streik, Dienst
Quelle: www.ftd.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.02.2006 15:25 Uhr von IT-B@SICS
 
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Erstaunlich Es ist schon erstaunlich, warum nur da gegen eine Verlängerung der Arbeitszeit protestiert wird, wo die Sonne untergeht. :-)

Manchmal frag ich mich, ob die Gewerkschaften noch alle Latten am Zaun haben!
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27.02.2006 16:11 Uhr von kuste2
 
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und ich denke: jeden Tag mehr darüber nach, warum ich dermassen viel von meinem spärlichen Gehalt an die hessische Landesregierung abgeführt bekomme.
Ich meine für was bekommen die soviel Geld und warum bekomme ich nichts dafür zurück. Liegt es daran, weil vielleicht hier eine Burg zu billig verkauft wird und dort ein Schloss zu teuer zugekauft? Für Leistungen werden meine Gelder nicht eingesetzt, denn für jede Leistung wird ja noch eine extra Gebühr fällig.
Eine Privatisierung der Landesregierung mit einem brutalst möglichem Outsourcing in Billiglohnländer könnte hier abhilfe schaffen. Bevorzugt werden hierbei Länder, in denen Politiker für ihr Handeln entsprechend dem Entsendegesetz zur Rechenschaft gezogen werden können.
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27.02.2006 16:15 Uhr von Cpt.Proton
 
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Find ich gut: Privatunternehmer gehen mit Geld immer besser um, als die öffentliche Hand => Geld für den Staat gespart
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27.02.2006 17:03 Uhr von florian.turm
 
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und die mitarbeiter dieser privaten dienstleister streiken dann auch nicht, weil private unternehmen bestimmt mittel und möglichkeiten finden, die bildung von betreibsräten zu verhindern?

schöne aussichten, nicht?
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27.02.2006 17:07 Uhr von Dream77
 
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@ florian turm: nein in den privaten unternehemn wagen sich die arbeitnehmer nicht zu streikjen weil se dann entlassen werden könnten.

ich finde es gut so.
ich weiss das ich auf viele gegenstimme stoße wenn es hier ums streiken geht, aber solange es nicht um leben oder tot geht, sehe ich keinen grund um für jeden pups zu streiken.

In den privaten firmen klappt es auch so. ist der arbeitnehmer nicht mit den konditionen zufrieden, macht er sich eben auf die suche nach ner anderen arbeit( auch wenn immoment schwierig ist)
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27.02.2006 17:31 Uhr von Cpt.Proton
 
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@Ferari: Parlamente privatisieren ? Was soll denn dieser Quatsch. Sei doch einfach ruhig, wenn sich die Erwachsenen unterhalten.
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27.02.2006 19:28 Uhr von caterdev
 
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@Dream77 und andere Streikgegner: Wenn wir erst anfangen zu streiken/demonstrieren, wenn es um Leben und Tod geht, ist es schon zu spät. Aber die Deutschen lassen ja alles mit sich machen.
Es wird Zeit, dass einige Leute hier mal aufwachen und begreifen, dass diese soziale Abwärtsspirale so nicht weitergehen kann. Wir unterhalten uns wieder darüber, wenn ihr nicht mehr selber für euren Lebensunterhalt sorgen könnt, da ihr krank oder alt seid.
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27.02.2006 19:49 Uhr von Dream77
 
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@ cater: wenn mir was nicht an meinem leben passt, dann ändere ich das. ich mache nicht jemand anders verantwortlich dafür.

jeder ist sein glückes schmied

wenn die wirklich so schlimme arbeitsbedingungen haben, dann sollte halt keiner mehr in diese berufe gehen, dann sieht die regierung was sie davon hat und wird garantiert was ändern.

aber so, macht das volk mit der regierung was es will. das kann es ja auch nicht ssein.
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27.02.2006 19:56 Uhr von caterdev
 
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@Dream: Wenn du dir deinen Arbeitsplatz aussuchen kannst, dann ist das schön für dich. Allerdings solltest du auch an die Leute denken, die das nicht können. Um die geht es doch. Gerade diese Leute können sich nicht wehren und einfach kündigen.
Und gerade wir Deutschen lassen uns viel zu viel gefallen. Schau z.B. mal nach Frankreich, was dort teilweise an Streiks los ist. Da würden sich hier einige aber umgucken. Es wird langsam Zeit, dass die Abwärtsspirale, auf der sich Arbeitnehmer momentan befinden, gestoppt wird.
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27.02.2006 23:20 Uhr von Davor
 
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streiken: und sich durchsetzen

Der Vorteil (bzw Nachteil? Imho ja) der Deutschen -

sie sind phleghmatisch und lassen jeden Scheißdreck mit sich machen.
------------------------------------------------

Man muß nicht jeden Mist mit sich machen lassen.

Die Phrase "nur 8 min am Tag" (war doch die?) hat voll gegriffen - nirgends die Rede daß sich dies auf 2 Wochen im Jahr aufaddiert. Nirgends die Rede, daß die Arbeitgeber plötzlich in der glücklichen Lage sind Arbeitsplätze zu vernichten - ich weiß nicht wieviel zehntausende - die dann urplötzlich überflüssig sind.

Es war Stoiber und Konsorten die das letzte Mal die Stimmung zum Kippen brachte - anschließend bedienten sich Siemens etc. recht ungeniert der "Pistole-auf-die-Brust-Setz"-Taktik - und es gab keinen Aufschrei im Volk.


Es war die CSU die mit ihrem Durchmarsch Richtung "Mehrarbeit" Siemens ermutigt hatte Stoiber gleichzutun - genau dies ist der Moment wo man sich formieren muß zum Gegenschlag um zu zeigen "es gibt Grenzen".

Ich bin für den Streik - unbedingt.

Arbeitsplätze gehen durch das Vorhaben der öffentlichen Hand ohnehin verloren. Die Privatisierung ist also kein Argument "huch da gehen Arbeitsplätze verloren". Vielmehr zieht Koch nur das durch was er ohnehin vorhatte - nur hat er nun die Möglichkeit seine unsoziale Kahlschlagpolitik jemand anderem in die Schuhe zu schieben (wann kommen eigtl. seine privaten Unikliniken? Brutalstmöglich!)
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28.02.2006 01:38 Uhr von Troll-Collect
 
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auf dem Weg zum Schlußlich: >>>
Vollzeitbeschäftigte im öffentlichen Dienst arbeiten in Deutschland heute bereits länger als ihre Kolleginnen und Kollegen in anderen EU-Ländern. Würden die tarifvertraglichen Arbeitszeiten im öffentlichen Dienst weiter verlängert, wäre damit zu rechnen, dass Deutschland bei den tatsächlichen Arbeitszeiten mit deutlich über 40 Wochenstunden an die Spitze der EU rücken würde. Darauf machte jetzt das Gelsenkirchener Institut Arbeit und Technik (IAT) aufmerksam, das Zahlen zu den tariflichen und tatsächlichen Arbeitszeiten der Beschäftigten im öffentlichen Dienst in den EU-Ländern vorlegte.
...
In Dänemark und den Niederlanden, deren Arbeitsmarktregulierung häufig als vorbildlich für Deutschland dargestellt wird, sehen die Tarifverträge im öffentlichen Dienst mit 37 bzw. 36 Wochenstunden deutlich kürzere Arbeitszeiten als in Deutschland vor. Tarifvertragliche Arbeitszeiten von mehr als 40 Wochenstunden, wie von einem Teil der Bundesländer angestrebt, gibt es in keinem EU-Land mehr.
...
<<<
http://www.iatge.de/...
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28.02.2006 10:52 Uhr von Cpt.Proton
 
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lol: Du ziehst Zusammenhänge, wo es keine gibt...

>>In Dänemark und den Niederlanden, deren Arbeitsmarktregulierung häufig als vorbildlich für Deutschland dargestellt wird, sehen die Tarifverträge im öffentlichen Dienst mit 37 bzw. 36 Wochenstunden deutlich kürzere Arbeitszeiten als in Deutschland vor.<<<

Was hat das mit Arbeitsmarktregulierung zu tun ?

Egal mach ich auch mal:

Luxemburg, Schweden, Österreich, 3 Länder, denen es besser geht, als uns, arbeiten länger als wir.
=> allein wenn wir die Wochenarbeitszeit im öffentlichen Dienst anheben, dann wird es uns genauso gut gehen, wie denen.

Deine Argumente ziehen sich immer singulär einen Aspekt raus, der in anderen Ländern anders ist und dann machst du daraus einen Trend fürs Allgemeine.

Die in den Niederlanden oder Dänemark können vielleicht weniger arbeiten, haben aber dafür kein Recht auf Anstellung auf Lebenszeit !!

http://72.14.207.104/...
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28.02.2006 13:02 Uhr von Troll-Collect
 
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sag mal Proton: was hat dein Kommentar mit meinem Zitat zu tun?

" Du ziehst Zusammenhänge, wo es keine gibt..."
Ich habe aus einer Studie des Institut Arbeit und Technik (IAT) zitiert, die die europäischen Arbeitszeiten im Öffentlichen Dienst vergleicht. Da besteht durchaus ein Zusammenhang mit einem Streik im Öffentlichen Dienst bezüglich der Arbeiotszeit.

"kein Recht auf Anstellung auf Lebenszeit "
Ach Proton, das haben nur Beamte - und die streiken nicht. Die streikenden Angestellten (Krankenschwestern, Müllwerker, Straßenarbeiter usw.) sind sehr wohl kündbar. Das solltest du eigentlich wissen.
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28.02.2006 13:08 Uhr von Dream77
 
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@ cater: was hält arbeutnehmer im öffentlichen dienst davon ab sich anderweitig zu bewerben? eigentlich nichts oder? ausser das denen sämtliche vorteile flöten gehen.

wenn ich in meinem job nicht zufrieden bin, dann suche ich nen anderen. ob die suche jetzt ne woche nen monat oder ein jahr dauert tut ja dann nicht zur sache. aber warum sollte ich nicht woanders was finden? ich muss ja nicht kündigen bevor ich nen anderen job habe?
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11.03.2006 20:12 Uhr von Glani
 
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@ Streikgegner: Wie schön es hier doch anzusehen ist wie leicht sich die Menschen hier in Deutschland von billiger Polemik der Regierung blenden lassen.

Nur einmal zur Info:
Es geht hier nicht um 18 Min/Tag Mehrarbeit.

Es geht hier um Verlust von zum Teil mehr als 3.000,- € pro Mitarbeiter im Jahr.

40 Std./Woche
+
Streichung des Urlaubsgeldes
+
Streichung des Weihnachtsgeldes
+
Stellenstreichung von mehr als 100.000 Stellen

Wie würdet Ihr aufschreien wenn die Firma Daimler Benz verkündet das sie mal eben 70.000 Stellen in Deutschland abbauen würden?
Aber wenn die Regierung in ihrem Unternehmen (öD) 100.000 Stellen abgebaut werden, dann wird auch noch Beifall geklatscht.
Mal abgesehen davon das der öffentliche Arbeitgeber in den letzten 20 Jahren bereits mehr als 2 Millionen Stellen abgebaut hat.
Nur einmal zur Erinnerung Deutschland hat mehr als 5 Millionen Arbeitslose!!
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11.03.2006 20:24 Uhr von caterdev
 
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@Glani: Das können oder wollen die meisten leider nicht verstehen. Sollen doch alle, die sich aufregen, dass die Leute nur 18 Minuten am Tag länger arbeiten, mal 18 Minuten ehr gehen. Mit der Begründung: Sind doch nur 18 Minuten...

@Dream
Leider ist das mit dem neuen Job finden nicht ganz so einfach. Aber es kann doch nicht sein, dass man nur um seine Anstellung zu behalten, alles mit sich machen lässt. Es gab in den letzten Jahren schon viel zu viele Einschnitte für die "normalen" Bürger. Unsere Regierung sollte mal wieder anfangen, Leute bzw. Unternehmen zu besteuern, die sich das auch leisten können.
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11.03.2006 20:24 Uhr von Glani
 
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...und noch einmal ein Beispiel absoluter Perversität der Politiker:

Im Jan. d.J. hat die Firma Motorola angekündigt 800 Stellen in ihrem Werk in Flensburg zu streichen.
Daraufhin hat der Ministerpräs. von S.H. H.P. Carstensen Motorola Millionen angeboten damit Motorola das nicht macht.
Nur 14 Tage später verkündete jedoch H.P. Carstensen das er 2.000 Stellen im öffentlcihen Dienst in S.H. Streichen wird.
Und was passierte, die Medien fanden das auch noch gut.
Sorry, aber irgendetwas krank an diesem Staat und leider auch an den Medien in Deutschland.

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