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Sächsische Ärzte sind Hartz-IV-Opfer

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat berechnet, dass den Kassenärzten in Deutschland pro Jahr bis zu 184 Millionen Euro verloren gehen. Die neuen Bundesländer trifft es dabei besonders hart. Ursache sollen die Hartz-IV-Gesetze sein.

Allein in Sachsen soll sich der Verlust auf 27 Millionen Euro im Jahr belaufen, was ca. drei Prozent des gesamten Budgets für die ambulante Versorgung ausmacht.

Als Grund wird angeführt, dass ca. 480.000 Hartz-IV-Empfänger nun kostenlos in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert sind und die Krankenkassen für diese keine Pauschalen an die kassenärztlichen Vereinigungen bezahlen.


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WebReporter: Raspelfrank
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Opfer, Arzt, Hartz IV
Quelle: www.sz-online.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.02.2006 02:03 Uhr von Raspelfrank
 
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Tja, manchmal wollte ich meinem Hausarzt schon einen Zuschuß zur Spritrechnung zahlen.
Aber ernsthaft: Wohin soll das führen? Jetzt soll sogar Insulin als Kassenleistung gestrichen werden (stand vor ein paar Tagen in der gleichen Quelle). Trotz Notopfer von 10 Euro im Quartal steigern die Kassen weiter die Beiträge, dabei sollten diese dauerhaft sinken. An unserem Gesundheitssystem können wir sehen, wie sozial die beiden großen Volksparteien wirklich sind.
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26.02.2006 15:15 Uhr von megaakx
 
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Wenn die Kassen alles streichen kommt bald die Frage auf, wozu man diese Kassen überhaupt noch brauch...
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26.02.2006 15:27 Uhr von karinanina
 
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Interessante News, aber einwenig falsch in der Rebrik, oder?
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26.02.2006 15:28 Uhr von Troll-Collect
 
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Nicht die Kassen - die Politik ! Die Kassen setzten lediglich die Gesetze um, die die Politik (und hier: CDU und SPD) beschließt.

Und was die Versicherung von Arbeitslosen angeht - hier zahlen die Kassen selber drauf, sie bekommen 100 Euro "Monatsbeitrag", egal wie alt oder krank der Arbeitslose ist.

Fragt mal, welche Private Kasse einen 50jährigen Arbeitslosen für 100 Euro versichert, bei Vorerkrankungen wird der überhaupt nicht aufgenommen.
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26.02.2006 15:47 Uhr von Briefbote
 
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FALSCH!! Die JobCenter zahlen einen Pauschalbetrag für KV/PV. Der KV betrag waren so ca 125 EUR im Monat. Sollte der Partner des ALG2-Beziehers pflichtversichert sein, wird in der Regel eine (kostenfreie) Familienversicherung durchgeführt. Das ist aber nichts besonderes, sondern normal. Kinder sind ja auch fast immer familienversichert. Der nächste Schritt in der Gesundheitsreform sollte die Abschaffung der Selbstverwaltung, speziell der Kassenärztichen Vereinigungen sein.....
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26.02.2006 15:57 Uhr von Troll-Collect
 
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@Briefbote: Dann eben 125 Euro - ändert aber nichts am Problem.
Vergleiche das mal mit den regulären Beiträgen in der GKV und PKV. Die Kraft Regierungsbeschluß verordnete Umlage für die Krankenversicherung ist nicht im entferntesten Kostendeckend und weitab von "marktüblichen" Beiträgen.

Hier verlagert der Staat (mal wieder) Kosten auf die Sozialversicherung und interessierte Kreise nutzen eben jene Mißstände die sie selber verursacht als Munition gegen das System.
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26.02.2006 16:39 Uhr von Perleberger
 
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Au Backe, so kann man alles verdrehen.

Ich denke, Hartz-IV-Opfer sind diejenigen Menschen, die von Hartz IV unter der Armutsgrenze leben müssen.

Oder zählen jetzt alle Metzger, Bäcker, Friseure, Handwerker, Ärzte... bei denen diese armen Menschen jetzt nicht mehr einkaufen oder diese bezahlen können, zu den Hartz IV Opfern?
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26.02.2006 18:41 Uhr von nester
 
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@troll-collect: ja eben. und genau das macht einen sozialstaat aus. die reichen zahlen die armen. heißt in diesem fall: der arbeitlose ist automatisch mitversichert und die die arbeit haben müssen für diesen mitaufkommen.
was aber unseren deutschen sozialstaat zum scheitern bringt: reiche zahlen nicht, zu viele arme die nicht zahlen können und der normalverdiener der nicht genug zahlen kann.. beschwer dich bei denen die das geld haben aber ja nichts abgeben wollen. bzw in ine pkv ghen wovon der staat und die gkv nichts mehr haben
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26.02.2006 20:24 Uhr von pulverschmid
 
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Titel falsch! Bestenfalls sind die Ärzte mitbetroffen. Und das sind eigentlich fast alle in Deutschland in der bio-wirtschaftlichen Kette von betroffenen Menschen.
Opfer sind i.d.T. die HASS-Hartz I-IV Betroffenen und deren oft unbeteiligte in Sippenhaftung genommenen Angehörigen. Um das zu verstehen, muß man entweder Betroffener und damit Opfer sein oder sich durch den Gesetzesdschungel eines Hartz durchschleifen.
Die Ärzte und ihre Organe sollen mal schön bei der Sache bleiben und sich nicht als Opfer-Hartz deklarieren, sondern die Hartz-Unhelligkeiten dort reklamieren, wo sie hergekommen sind. Dabei tut es nichts zur Sache, daß die Verursacher Schröder und Hartz und Clement, also die Gang abgedankt haben.
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26.02.2006 22:42 Uhr von nester
 
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"Opfer sind i.d.T. die HASS-Hartz I-IV Betroffenen und deren oft unbeteiligte in Sippenhaftung genommenen Angehörigen"
aber bitte nicht vergessen das es sozialgelder schon immer erst dann agb, wenn angehörige und verwande nicht helfn könen. das ist keine erneuerung von hartz. der staat kam schon immer erst als leztes zu hilfe...
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27.02.2006 09:09 Uhr von jokobe
 
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@Autor @alle: @autorI
n deinem Kommentar schreibst du, "jetzt soll auch das Insulin nicht mehr bezahlt werden".

Schlimmer als nichts zu wissen, ist solides Halbwissen.
Die Kassen wollen keine synthetisches Insulin mehr bezahlen, weil es teuerer ist und die Wissenschaft nicht bestätigen kann, das es besser ist.
So handeln die Kassen kaufmännisch gesehen sehr vernünftig.
@alle
Dieses ewige Sozialstaatgeseiere fällt mir auf den Wecker. Früher war Deutschland "das wirtschaftliche Erfolgsmodell" - heute sind wir nur noch im Jammern Spitze.
Und alle fühlen (Hartz-4 Empfänger, Ärzte, Bauern, Öffentlicher Dienst) fühlen sich benachteiligt. Je umfangreicher die staatliche Protektion ist, desto stärker ist man natürlich benachteiligt.
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27.02.2006 22:25 Uhr von marshaus
 
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also: ich versteh das nun nicht ganz, da wir seit ueber 12 jahren nicht mehr in deutschland leben, aber das hoert sich fuer mich nach abzocke an.
also wuerden wir in deutschland leben muesste mein mann sich dumm bezahlen bis zum geht nicht mehr, da er fuer den rest seines lebens medikamente benoetigt und alle 6 wochen zum arzt musst und alle 3 monate zur notaufnahme bzw mindestens 2 mal im jahr in ein krankenhaus eingeliefert wird.
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11.03.2006 19:36 Uhr von Nobby50
 
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Die wahre Ursache für das Dilemma der Kranken - Kassen ist nicht die Mindereinnahme durch die ALG II - Empfänger, sondern der ins Unendliche gewucherte Verwaltungsapparat dieser kranken Kassen.
Nur ein kleines Beispiel aus meiner Stadt:
Früher war die AOK in einem kleinen Bürogebäude mit ca. 10 Angestellten.
Heute sitzt sie in einem Riesen - Glaspalast mit mindestens 100 Angestellten, Vorstand, Direktor usw.
Die Verwaltungskosten haben sich ver - hundertfacht.
Das ist die wahre Ursache !!!
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20.03.2006 21:08 Uhr von Borgir
 
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hartz IV: hat eben auswirkungen nicht nur auf die empfänger selbst. diese ganze geschichte war ein totaler griff ins klo.

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