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Arbeitgeberpräsident Hundt: Mindestlöhne vernichten Arbeitsstellen

Hundt gibt zu bedenken, dass etwa 1,3 Mio. Arbeiter, vor allem schlecht ausgebildete in Ostdeutschland, einen geringeren Stundenlohn als sechs Euro je Stunde bekommen und dass diese Arbeitsplätze durch die Einführung eines Mindestlohns gefährdet würden.

Laut Hundt würden die von der Regierung angestrebten Mindestlöhne und Kombilöhne nicht zusammen wirken. Mit Mindestlöhnen würden gerade diese Jobs, die mit den Kombilöhnen gefördert werden sollen, vernichtet.

Im Gegensatz dazu setzt SPD-Fraktionschef Struck auf den vom DGB geforderten Mindestlohn von 7,50 Euro. Laut Struck wäre eine «intelligente Mischung aus Mindest- und Kombilöhnen» sinnvoll.


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WebReporter: swald
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Arbeitgeber, Arbeitgeberpräsident, Arbeitsstelle
Quelle: www.heute.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.02.2006 13:29 Uhr von swald
 
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Also das Herr Hundt dagegen ist war abzusehen, seine Argumente sind zwar nachvollziehbar, aber mit einer Stunde Arbeit sollte ein Unternehmen soviel erwirtschaften um einen Stundenlohn von 6 Euro + x finanzieren zu können.

Mein Tipp:

Der Mindestlohn wird kommen und wird zwischen 6,50 und 7,00 Euro liegen.
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25.02.2006 13:52 Uhr von duroni
 
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Mindestlohn bestraft Zeitarbeiter: Sollte es zu einem Mindestlohn kommen, hat mein Arbeitgeber angekündigt den BZA Tarif zu kündigen und unsere Löhne dem Mindestlohn anzupassen. Tausende Zeitarbeiter würden dann von einer Lohnkürzung betroffen sein...
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25.02.2006 13:53 Uhr von Peter13779
 
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Problem: Das Problem ist, dass Deutschland da sein eigene Süppchen kocht. Wenn man das EU weit einführen würde, dann gäbe es viel weniger Probleme. So kann man nicht einfach in einem Nachbarland billig weiter produzieren sondern muss aus der EU raus. Was wiederum bei vielen Artikeln zusätzliche Kosten, wegen Steuern/Zoll + Transport verursacht.

Ein weiteres Problem könnte dann allerdings die Schwarzarbeit sein. Denn wer das nicht zahlen will beschäftigt die Leute einfach schwarz weiter .....

Ich denke der Ansatz ist gut, aber die Umsetzung und die Details werden von unseren Politikern wieder nur schlampig oder garnicht umgesetzt.

Was ist denn aus dem Ansatz vor 3 Jahren geworden die Unternehmen und ihre Produkte nach der Menge der wegrationalisierten Arbeitsplätze zu besteuern. Davon will heute Niemand mehr was wissen.....
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25.02.2006 14:14 Uhr von Muta
 
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@duroni + @Peter13779: @Peter13779:
Der Mindestlohn ist in den meisten EU-Ländern bereits eingeführt.
http://de.wikipedia.org/...
(unten ist ne Tabelle von Eurostat)


@duroni:
Inwiefern hat das jetzt allgemein mit dem Mindestlohn zu tun?
Der kann ohne Mindestlohn genauso gut oder schlecht den Tarifvertrag kündigen und das Gehalt kürzen.
Das ist doch offensichtlich nur ein Vorwand für ihn.
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25.02.2006 14:30 Uhr von BunkerFunker
 
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Her damit! Für das Geld für was wir hier im Osten arbeiten müssen, würde wahrscheinlich keiner im Westen auch nur einen Finger krümmen. Bin auch einverstanden wenn es ein paar % weniger sind als im Westen, aber das Lohndumping ist zum k...
Mir ist auch klar, dass dadurch Arbeitsplätze verloren gehen, aber wenigstens macht es einen echten Unterschied zu Hartz IV bzw. Arbeitslosengeld!!!
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25.02.2006 15:01 Uhr von Mario78
 
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na schaut doch selbst: Die Länder mit den "höchsten" Mindestlöhnen geht es am besten! Arbeitgeberpräsident Hundt hat nur angst das die Arbeiter etwas mehr von den erarbeiteten Gewinnen abbekommen.

http://de.wikipedia.org/...
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25.02.2006 15:10 Uhr von Kampfpudel
 
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@BunkerFunker: "Bin auch einverstanden wenn es ein paar % weniger sind als im Westen"

Finde ich nicht. Wenn schon, dann sollte es ein einheitliches System geben, sonst gehen gleich nach Einführung wieder die selben Diskussionen los wie bisher in anderen Bereichen. Viele haben es einfach satt, in unterschiedliche Klassen eingeteilt zu werden.
Der Gedanke der deutschen EINHEIT sollte endlich mal in die Realität umgesetzt werden.

Hundt: "...vor allem schlecht ausgebildete in Ostdeutschland..."

Das gilt vor allem für schlecht Informierte in Westdeutschland...

Seit wann interessiert sich die Arbeitgeberschaft für das Schicksal ostdeutscher Arbeitskräfte?
Ziemlich schlechter Witz...
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25.02.2006 15:21 Uhr von Troll-Collect
 
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Mindestlohn: Das der Hundt gegen Mindestlöhne bellt ist kraft Amtes nachvollziehbar, die anderen Gegner sollten mal ihr Menschenbild überdenken.
Es geht immerhin darum, wie viel einem die Lebenszeit (Arbeitszeit) eines anderen wert ist - in Deutschland sollte es zumindest soviel sein, daß jemand mit Vollzeitstelle aus eigener Kraft einen Haushalt führen kann.

Wer (aus welchen Gründen auch immer) einer Lohnpfändung unterliegt bekommt einen Selbstbehalt von rund 930 Euro zum Lebensunterhalt - das entspriche rund 1400 Euro brutto = ca. 8,20 Euro je Stunde.
Das sollte als Maßstab für einen Mindestlohn genommen werde, alles darunter ist zu niedrig und führt dazu, daß aufgrund nicht auskömmlicher Löhne Lasten auf die Allgemeinheit verlagert werden.

Somit kann man die Profiteure von prekären Löhnen (direkt: Arbeitgeber, indirekt: Geiz-ist-geil-Fetischisten) durchaus als Schmarotzer bezeichnen.

Außerdem sind die Kassandra-Rufe hinsichtlich angeblich negativer Folgen durchschaubare Stimmungsmache - in Ländern mit Mindestlohn hatten diese belebende Wirkungen auf die Wirtschaft, zudem fordern immer mehr Ökonomen die Einführen aus besagten Gründen.

"Denn die Princeton-Professoren Alan Krueger und David Card hatten nachweisen können, dass selbst Erhöhungen des Mindestlohnes um 20 Prozent keinen Beschäftigungsverlust zur Folge hatte. "
http://www.zeit.de/...

"Leider können die Tarifparteien dieses Problem nicht mehr allein lösen. Deshalb müssen wir eine untere Grenze einziehen. Mindestlöhne sind im Moment unvermeidlich."
http://www.berlinonline.de/...

Amerikanische Bundesstaaten erhöhen Mindestlöhne
http://www.faz.net/...~E281CB07E67294B40BAF185EFD3E8C888~ATpl~Ecommon~Scontent.html

"Ein Gegenbeispiel ist Großbritannien, das Mindestlöhne Ende der neunziger Jahre eingeführt hat. Hier stieg die Beschäftigung seither deutlich; gleichzeitig fielen die Tarifabschlüsse höher aus als in Deutschland. In Frankreich setzt die Regierung seit über 40 Jahren einen Mindestlohn fest, dem alle Arbeitgeber unterliegen."
http://www.zeit.de/...

Viele deutsche Ökonomen glauben, ein Mindestlohn sei nutzlos und koste Arbeitsplätze. Beides ist falsch
http://www.zeit.de/...
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25.02.2006 15:53 Uhr von swald
 
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Mario78: "Die Länder mit den "höchsten" Mindestlöhnen geht es am besten!"

Die haben die höchsten Mindestlöhne, weil es ihnen am besteb geht und der Mindestlohn im Gesamtlohngefüge wohl auch nicht berauschender ist als in einem Land aus dem Mittelfeld.
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27.02.2006 13:21 Uhr von Cpt.Proton
 
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Welche Seite Recht behalten wird ist schwer zu sagen, denn empirisch kann man die Wirkung von Mindestlöhnen in einem so dichten Geflecht verschiedener Faktoren, die auf einen Arbeitsmarkt wirken, nur schlecht nachweisen, zumal Vergleiche unter den einzelnen Ländern nur sehr eingeschränkt möglich sind. Die prinzipielle Wirkung von Preisschwellen auf Märkten ist jedoch immer mit gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrtsverlusten verbunden und daher möglichst zu unterlassen und das Problem der Schwarzarbeit bei hohen Mindestlöhnen nur sehr schwer in den Griff zu bekommen ist.
Andere Vorschläge wie die Einführung von Kombilohnmodellen erscheinen da erfolgsversprechender, da sie sowohl markträumende Preise zulassen, als auch geringqualifizierten Menschen ein angemessenes Auskommen sichern.
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27.02.2006 16:00 Uhr von maki
 
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Haste fein gemacht /C&P)
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27.02.2006 22:07 Uhr von Raspelfrank
 
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Ich hätte nicht gedacht, dass ich dem Hund(t) mal recht geben muß. Eigentlich zählt er zu meinen Lieblingsfeindbildern. Aber Mindestlöhne würden wohl tatsächlich einige Branchen kaputt machen, vor allem kleine Betriebe, wo der Unternehmer noch selbst malochen muß. Ich selbst mußte auch schon aus einer Vollzeitstelle einen Minijob machen und dafür noch länger im Laden bleiben, weil ich den Laden sonst wohl nicht mehr hätte halten können und die Alternative in einem solchen Fall Sozialamt heißt. Darum kämpfen Kleinunternehmer bis "zur letzten Patrone". Aber lieber reiße ich mir 16 Stunden am Tag den A..... auf, als im Amt in der Schlange zu stehen.
Für Konzerne allerdings würde ich einen Mindestlohn völlig ok finden.

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