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Irak: Sunniten verweigern eine Regierungsbildung

Aufgrund der Unruhen im Irak im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Goldene Moschee von Samarra stellen die Sunniten ihre Arbeit an einer Regierungsbildung ein.

Als Reaktion auf den Anschlag auf eines der bedeutendsten schiitischen Heiligtümer nahmen mindestens 90 sunnitische Moscheen Schaden durch Angriffe.

Der iranische Präsident beschuldigt die USA und Israel, für die Unruhen verantwortlich zu sein. «Sie sind in den Schrein eingedrungen und haben ihn zerbombt, weil sie gegen Gott und Gerechtigkeit sind», äußerte sich Mahmud Ahmadinedschad.


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WebReporter: :raven:
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Regierung, Irak, Regie
Quelle: www.rp-online.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.02.2006 14:20 Uhr von Mertoo
 
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Zum Glück stimmen wohl die meisten: [edit;silence_sux: Plopp!]
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23.02.2006 15:09 Uhr von meyerh
 
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Andersrum wird ein Schuh draus: Der Iran hat diesen Anschlag verübt um den Irak weiter zu destabilisieren und ihn anschliessend mittels ihrer Koranpolitik, die an Gotteslästerung erinnert, zu unterwandern und zu übernehmen oder wundere ich mich nur alleine daß das ganze genau zu einem Zeitpunkt passiert der für den Iran wie bestellt kommt?
Aus arabischen Kreisen hört man zudem die Vermutung das Al Kaida dahinter steckt um einen Bürgerkrieg auszulösen der die USA in noch größere Schwierigkeiten bringt und das der Iran Al Kaida unterstützt untermauert diese Theorien sogar noch.
In meinen Augen sind diese beiden Erklärungen plausibler als die meines Vorredners.
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23.02.2006 16:44 Uhr von Mario78
 
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@meyerh: Deine Erklärungen sind auch nicht gerad plausibel,sondern eher zusammengereimt(Aus arabischen Kreisen hört man zudem die Vermutung blabla,Al-Kaida blabla). Al-kaida muss ja für alles herhalten. Erst sagst du ,die Iraner sind superrelegiös und dann das sie islamische religiöse Heiligtümer zerbomben?
Wer hat denn interesse dort ständige Basen zu unterhalten und das wertvolle Öl abzusichern(welches vorm Krieg in Euro abgerechnet wurde,so wie es der Iran jetzt auch vorhat und nach dem Irakkrieg wurde wieder auf Dollar umgestellt,warum nur?

Wenn der Irak wieder befriedet wäre hätte die USA keinen (offiziellen)Grund mehr dort zu bleiben.

Und wieso kommt es wie bestellt für den Iran???Aus welchem Grund?Irak unterwandern?mit Alkaida?

Gerade die Al-kaida mit ihrem heiligen islamischen Krieg,zerstören ihre eigenen Heiligtümer,um das Islamische Volk zu trennen(anstatt zu vereinen gegen die ungläubigen Besatzer)?wie bescheurt ist das denn??? Wer dort am meisten von den Anschlägen hat und keine Skrupel vor Heiligtümern ist für mich sehr plausibel.

Ich bin kein islamist sondern "ungläubiger",aber das sieht mir nach was anderem als Iraner Anschläge aus.
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23.02.2006 17:08 Uhr von necesite
 
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Beitrag: Also, die Amis haben jedenfalls nichts von einem Bürgerkrieg - soviel ist klar. Denn Unruhen gefährden den Wiederaufbauprozeß, zudem wird die Verhandlungslage schwieriger. Wenn die Amerikaner Zustimmungen mit der einen Seite treffen wollen, beleidigen sie die andere. Außerdem bedeutet ein Bürgerkrieg noch mehr Prestigeverlust für die USA im Ausland, der Irakfeldzug steht eh schon nicht im guten Licht da.

Der Iran könnte durch eine destabilisierte Lage im Irak durchaus profitieren. Zum einen, um Machteinfluss auf den Nachbarn auszuüben, zum anderen lenkt ein Bürgerkrieg die amerikanisch-britischen Streitkräfte von einer evtl. geplanten militärischen Intervention im Iran, bzgl. der Nuklearpolitik, ab.

Fraglich ist aber, ob der iranische Präsident Ahmadinedschad eine Kultstätte des Islams dafür opfern würde. Zum einen spaltet er damit die religiösen Gruppierungen zu sehr, ohne dass er sie auf Freundschaftskurs mit dem Iran bringen kann, zum anderen, würde dieser Komplott auffliegen, würde er zum meistgehassten Mann im Orient werden!

Al-Kaida ist eine Terrororganisation, die sich den Kampf gegen den Westen verschworen hat - ein Einsatz im Irak würde sich nur gegen die Amerikaner und deren Einrichtungen richten, nicht aber, gegen Gläubige. Immerhin rekrutieren sie ihre Gotteskrieger aus den Moscheen. Wenn Sunniten und Schiiten innerhalb der Organisation plötzlich Konflike gegenüberstünden, wäre Al-Kaidas operationsmöglichkeiten arg eingeschränkt!

Ich denke nicht, dass die Anschläge weder durch die Besatzer, Al-Kaida oder dem Iran zuzuschreiben sind. Vielmehr glaube ich wirklich daran, dass dies ein Binnenkonflikt der irakischen Gläubigen ist. S. Hussein war in der Lage, durch brutale Gewalt Einigung zu erzwingen. Ohne den Rudelführer entsteht ein Machtvakuum, welches nun danach schreit gefüllt zu werden.

Ähnliches konnte man auch schon in Jugoslawien nach Tito beobachten!

Hier ist kein Platz für Verschwörungstheorien, imo!
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24.02.2006 08:59 Uhr von Trixli
 
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@vorredner: Also der Iran würde von einem Bürgerkrieg sicher profitieren. Nicht nur weil er und sein Atomprogramm aus dem rennen wäre, sondern weil er dann seinen Glaubensbrüder helfen kann und sich mindestens einen Teil des Iraks einverleiben möchte/könnte. Auf der anderen Seite hat dieAl-Kaida kein Interesse daran, dass es im Irak mit der Regierung funktioniert. Denn das würde zeigen, dass ihr System falsch ist und es doch anders geht. Da kann man auch mal eine Mosche beschädigen. Wobei ich nicht siocher bin, ob die Al-Kaida nicht er Sunniten sind und es deshalb nicht so schlimm war. Die Differenzen zwischen Sunniten und Schiiten sind höher als man glaubt. Sie haben andere Heilige und andere Hauptmoschen.
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24.02.2006 09:45 Uhr von usambara
 
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!!!alles Spekulationen!!! ich denke es kann jeder gewesen sein (Sunniten, Schiiten,
Iraner und auch die Amis).
Auf jedenfall waren es Profis. Eine derartige Sprengladung
unter einer Kuppel zu platzieren, erfordert gute Kenntnisse
(Sprengstoff, Statik, Klettern).
Ich glaube mal an irgendein Geheimdienst
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24.02.2006 13:22 Uhr von KleinMatthias
 
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@neccesite: Vorweg: da niemand wirklich weiß, wer den Anschlag warum verübt hat, bleibt dieser gesamte Thread spekulativ - was sowohl Dein Posting als auch meine Antwort jetzt einschließt.


>>Also, die Amis haben jedenfalls nichts von einem
>>Bürgerkrieg - soviel ist klar. Denn Unruhen
>>gefährden den Wiederaufbauprozeß

Das würde bedingen, dass es den Machthabern im Irak wirklich um den Wiederaufbau geht.
Wenn man sich jedoch Washingtons Politik der vergangenen 50 Jahrzehnte im Mittleren Osten anschaut, ist genau das Gegenteil der Fall: jeder politische Schritt hat bislang das Ziel gehabt, eine Stabilisierung zu verhindern.
Denn ein stabiler Mittlerer Osten lässt sich schlicht nicht kontrollieren - und damit auch nicht seine Ressourcen.

Seit Bush sen. ist der Zugang zu den Ölressourcen eine Sache der nationalen Sicherheit der USA (genauso wie der Zugang zu Wasser -> Kanada).
Da der Mittlere Osten ca. 60% (oder so ähnlich) der globalen Erdölvorkommen besitzt, ist dessen Kontrolle eine Frage der nationalen Sicherheit Amerikas. "Kontrolle" kann jedoch nicht erfolgen, wenn der Mittlere Osten aus sich selbst heraus stabil ist und sich womöglich gegen die US-Interessen wendet und z.B. Öl gegen Euro verkauft oder nicht mehr an Amerika. (warum auch immer).

Ein stabiler Mittlerer Osten kann nur dann im Interesse Washingtons sein, wenn die beteiligten Länder
- von einer US-hörigen Marionettenregierung beherrscht werden
- sie die geostrategische Dominanz der USA dort zulassen

Ersteres ist derzeit ja in Afghanistan und Irak der Fall, doch es fehlen noch Syrien und Iran und ein paar andere in der Sammlung.
Letzteres könnte ein Problem werden, denn wenn die irakische Regierung von Amerika verlangt, das Land zu verlassen, würde sich Washington diesem Wusch beugen müssen. Immerhin beteuerte die Bush-Administration immer wieder, man würde nur so lange im Irak bleiben, wie man dort willkommen sei.
Gleichzeitig verkündigte das Pentagon aber die Strategie vom "langen Krieg", die vorsieht, beachtliche Teile der Erde in jahrzehntelange Kriege zu stürzen. Jahrzehntelang! Das hat nichts mit Stabilität zu tun, sondern mit noch mehr Tod, Leid und Zerstörung.

Diese beiden Aussagen der US-Regierung stehen sich jedoch diametral gegenüber, seit die irakische Regierung einen Plan für den Abzug der Koalitionstruppen innerhalb der nächsten 18 Monate gefordert hat.

Wenn die Bush-Administration sich an ihr Wort hält und tatsächlich den Irak verlässt, wird nichts aus dem Plan eines jahrzehntelangen Krieges.

Bleibt man jedoch dort, um eben diesen Krieg zu führen, wird man (noch einmal) wortbrüchig.

Außerdem zeigen diese Äußerungen der irakischen Regierung, dass die Macht Washingtons über seine Marionettenregierung schwindet.

Der Ausweg aus dem Dilemma besteht darin, im Irak Chaos zu erzeugen, um sagen zu können: "Siehst Du, ihr könnt ohne uns gar nicht." und die irakische Regierung würde das einsehen und sagen: "Bitte, bitte, liebe USA, bleibt noch ein wenig"

Damit wären alle Ziele der USA gewahrt:
1. Zugang zu den Ölressourcen
2. Wahrung der militärischen und politischen Dominanz im Mittleren Osten
3. Möglichkeit zum Führen des "langen Krieges" gegen Iran und Syrien und weitere Länder
4. Dem Gastgeber gegenüber nicht wortbrüchig geworden zu sein

Ergo sind die Profiteure dieser Unruhen in jedem Falle auch die USA.
Doch wie bereits angedeutet, ist das alles nur Spekulation - es wurden ja bereits Alternativen diskutiert, wer noch Nutznießer dieser Unruhen sein könnte.
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24.02.2006 14:54 Uhr von Davor
 
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bravo matthias: wiedermal klasse dein kommentar

100% übereinstimmung
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24.02.2006 15:05 Uhr von KleinMatthias
 
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Korrektur: In meinem Posting ist natürlich die Politik der letzten 5 Jahrzehnte (und nicht 50) gemeint. Dummer Tippfehler, sorry.

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